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Play/Listen: Songs für Töchter und Söhne

Songs, die Künstler für ihre Kinder schreiben, gehen ans Herz. Und manchmal voll daneben. Wir suchen die schönsten, schrägsten und traurigsten Titel. Zu gewinnen gibt es Millionen von Songs.

«Verschwende keine Zeit an Idioten»: Lebensweisheit von Vater Robbie Williams für Tochter Theodora.

«Verschwende keine Zeit an Idioten»: Lebensweisheit von Vater Robbie Williams für Tochter Theodora. Bild: Twitter @robbiewilliams

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Durchschnittseltern dürfen ihre Ergriffenheit über das Wunder der Geburt auf Geburtskarten ausleben. Das Publikum beschränkt sich auf Verwandtschaft und Freunde. Wird Robbie Williams Vater, singt er für Millionen über seine Gefühle. «Go Gentle» auf seinem neusten Album hat er für seine 2012 geborene Tochter Theodora geschrieben. Er gibt ihr folgenden Rat fürs Leben mit:

Don't waste time with the idiots that think that they're heroes
They will betray you
Stick with us weirdos

Und er verspricht, immer für sie da zu sein:

For all your days and nights
I'm gonna be there
I'm gonna be there yes I will

Das Bedürfnis der Väter, den Kindern Rat oder Schutz auf den Lebensweg zu geben, zeigt sich auch bei John Lennon («Beautiful Boy»), David Bowie («Kooks»), Thom Yorke von Radiohead («Sail to the Moon») oder Billy Joel («Lullaby – Goodnight, My Angel»).

Die Mütter singen über ihre Dankbarkeit (Lauryn Hill im Song «To Zion») oder schildern, wie das Neugeborene zum absoluten Mittelpunkt ihres Lebens wird. Kim Wilde in «You Came»:

I've watched the old me disappear
All of the things I once held precious
Just don't mean anything anymore

Die schrägste Hymne einer Mutter an ihre Tochter stammt vermutlich von Nina Hagen:

Cosma Shiva! Galaxhymne! Cosma Shiva! Galaxhymne!
And my little baby I tell you. God is your father.

In vielen Songs geht es um Schmerz und Trauer. Kinderstar Miley Cyrus verliess Nashville, um in Los Angeles Karriere zu machen. Ihrem Vater, dem Countrysänger Billy Ray, brach es fast das Herz. Daraus entstand «Ready, Set, Don't Go».

Unerträglich schmerzlich ist «Tears in Heaven». Mit diesem Song verarbeitete Eric Clapton den Tod seines kleinen Sohnes. Und in «Little Green» singt Joni Mitchell über ihre Tochter, die sie nach der Geburt zur Adoption freigegeben hat.

Welche Songs für Töchter und Söhne kennen Sie? Welcher ist der beste, schönste, tiefste, fröhlichste oder schrägste? Tragen Sie unten in der Kommentarspalte Ihre Vorschläge ein, um einen Spotify-Account zu gewinnen. Zum Thema der letzten Woche (Kiffersongs) schrieb John Peer: «Gute Playlist, aber es wurde ein ganzes Genre übergangen – Stoner Rock! Deshalb nominiere ich den Urtrack des Genres: Black Sabbath – ‹Sweet Leaf›.» Der Mann hat natürlich Recht – und gewinnt diese Runde. Gratulation! Bitte unter kultur@newsnet.ch melden.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.12.2013, 11:55 Uhr

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In unserer Rubrik präsentieren wir jeden Mittwoch eine neue Playlist, die auf spielerische Art unbekannte und bekannte Musik portiert. Die Musikauswahl ist eklektisch und bezieht sich auf ein bestimmtes Ereignis.

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