Taylor Swift räumt bei Grammy-Gala ab

In Los Angeles sind zum 58. Mal die begehrtesten Musik-Trophäen der Welt verliehen worden.

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US-Popsängerin Taylor Swift hat den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen. Mit ihrer Platte «1989» setzte sich Swift am Montagabend in Los Angeles unter anderem gegen den Rapper Kendrick Lamar durch, der für sein von Kritikern hochgelobtes Album «To Pimp a Butterfly» nominiert war.

In ihrer Dankesrede rief Swift ihre weiblichen Fans zu einem selbstbewussten Auftreten auf. Sie warnte junge Frauen vor «jenen, die versuchen, euren Erfolg zu untergraben oder sich eure Leistungen und euren Ruhm anzueignen».

Taylor Swifts Dankesrede. (Video: Youtube)

Davor hatte sie in Los Angeles bereits den Grammy als bestes Pop-Gesangsalbum sowie für «Bad Blood» den Preis für das beste Musikvideo abgeräumt. «Ich will den Fans für die vergangenen zehn Jahre danken», sagte Swift, die insgesamt für sieben Grammys nominiert war.

Meghan Trainor Newcomerin des Jahres

Der britische DJ Mark Ronson und der US-Sänger Bruno Mars holten mit ihrer Partyhymne «Uptown Funk» den Grammy für die Single des Jahres. Ebenfalls nominiert waren «Blank Space» von Swift, «Thinking Out Loud» von Ed Sheeran, «Really Love» von D'Angelo sowie «Can't Feel My Face» von The Weeknd.

US-Popsängerin Meghan Trainor gewann den Grammy als beste neue Künstlerin. Die 22-Jährige setzte sich gegen Courtney Barnett, James Bay, Tori Kelley und Sam Hunt durch. Unter Tränen und sichtlich gerührt dankte die für ihre Hits «Like I'm Gonna Lose You» und «All About That Bass» bekannte Singer-Songwriterin unter anderem ihren Eltern und Produzenten.

Grammys für Politiker

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter wurde zum zweiten Mal mit dem wichtigsten Musikpreis der Welt geehrt. Der 91-Jährige gewann den Grammy für das Hörbuch zu seiner Autobiografie «A Full Life: Reflections at Ninety». 2007 hatte er für das von ihm verfasste und gelesene «Unsere gefährdeten Werte» ebenfalls einen Grammy als bestes gesprochenes Album gewonnen.

Auch Amtsinhaber Barack Obama, Ex-Präsident Bill Clinton sowie dessen Ehefrau und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben für gesprochene Ausgaben ihrer Bücher bereits Grammys gewonnen.

Bester Song kommt von Ed Sheeran

Ed Sheeran hat mit «Thinking Out Loud» den Grammy für den besten Song des Jahres und die beste Pop-Solodarbietung gewonnen. Er teilte sich den begehrten US-Musikpreis am Montagabend mit der britischen Folksängerin Amy Wadge, die die Ballade mitgeschrieben hatte.

Leer ging beim «Song des Jahres» Kendrick Lamar mit «Alright» aus – allerdings holte der US-Rapper bereits in fünf anderen Kategorien einen Grammy. Ebenfalls nominiert waren die US-Popqueen Taylor Swift mit «Blank Space», die US-Country-Gruppe Little Big Town mit «Girl Crush» und der US-Rapper Wiz Khalifa mit «See You Again».

«Das ist für den Hip Hop», sagte Lamar, als er das goldene Grammophon für das beste Rap-Album zu Beginn der Zeremonie im Staples Center entgegennahm. «Wir werden für immer leben.» Lamar begeisterte Kritiker mit seinem Album «To Pimp a Butterfly», mit dem er auch eine politische Botschaft gegen Diskriminierung und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA sendete.

Viele Preisträger wurden schon vor der Gala bekannt gegeben. Lamar gewann unter anderem für «Alright» die Grammys für den besten Rap-Song und die beste Rap-Darbietung. Das Lied, das mit seiner Zeile «Nigga, we gon' be alright» zu einer Hymne der «Black Lives Matter«-Bewegung gegen Polizeigewalt wurde, ist auch als bester Song des Jahres im Rennen.

«The Weeknd» ausgezeichnet

Erste Auszeichnungen heimste auch kanadische R&B-Nachwuchsstar «The Weeknd» ein. Mit «Earned it (Fifty Shades of Grey)» holte er den Grammy für die beste R&B-Darbietung, seine Platte «Beauty Behind the Madness» lag in der Kategorie «Bestes Urban-Contemporary Album» vorne.

Die britische Band Muse gewann für «Drones» das goldene Grammophon für das beste Rockalbum des Jahres. Bereits 2011 waren die Alternative-Rocker in dieser Kategorie geehrt worden. In der Elektro-Musik räumte das DJ-Duo Skrillex und Diplo ab mit Grammys für die beste Dance-Aufnahme und das beste Dance-Album.

Rihanna war krank

Rihanna hat ihren geplanten Auftritt während der Grammy-Verleihung in Los Angeles wegen einer Erkrankung absagen müssen. Nach der Probe für die Show sei die 27-Jährige am Sonntag von einem Arzt untersucht worden, der ihr geraten habe, ihre Stimme für 48 Stunden auszuruhen, sagte ihr Pressesprecher. Es habe die Gefahr bestanden, dass sie ihre Stimmbänder beschädige.

Vor einer Tribut-Veranstaltung für Lionel Richie am Samstag musste Rihanna Antibiotika nehmen. Bis Montagabend sei ihr Zustand dann nicht entscheidend besser geworden, so der Sprecher.

Rihanna war nicht die einzige, die am Montagabend in L.A. über weite Strecken der Gala vermisst wurde: Rapper Ice Cube verschwand mit seinem Sohn O'Shea Jackson junior, kurz nachdem er zu Beginn der TV-Übertragung den ersten Preis präsentiert hatte. Später postete er ein Video mit einer Erklärung: Drei Stunden auf der Veranstaltung auszuharren, das sei ein bisschen viel. «Ich bin zurück im Auto», sagte er. (chk/sda/AP)

(Erstellt: 16.02.2016, 03:27 Uhr)

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Gewinner der Grammy Awards

In Los Angeles sind in der Nacht zum 58. Mal die Grammys verliehen worden, die als begehrteste Musik-Trophäen der Welt gelten. Über die Gewinner in den insgesamt 83 Kategorien entscheiden rund 13'000 Experten aus der Musikbranche. Eine Auswahl der Preisträger:

- Aufnahme des Jahres: Mark Ronson und Bruno Mars - «Uptown Funk»

- Album des Jahres: Taylor Swift - «1989»

- Song des Jahres: Ed Sheeran - «Thinking Out Loud»

- Bester Newcomer: Meghan Trainor

- Beste Pop-Solo-Performance: Ed Sheeran - «Thinking Out Loud»

- Beste Pop-Duo-Performance: Mark Ronson und Bruno Mars - «Uptown Funk»

- Bestes Popgesangs-Album: Taylor Swift - «1989»

- Bestes traditionelles Popgesangs-Album: Tony Bennett und Bill Charlap

- «The Silver Lining: The Songs Of Jerome Kern»

- Bestes Rock-Album: Muse - «Drones»

- Bestes Rap-Album: Kendrick Lamar - «To Pimp A Butterfly»

- Bester R&B-Song: D'Angelo und Kendra Foster - «Really Love»

- Bestes zeitgenössisches Album: The Weeknd - «Beauty Behind The Madness» (sda)

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