«Gurtenliebling» sorgt für würdigen Abschluss
Von Claudia Salzmann, Jasmin Amsler, Jonathan Spirig. Aktualisiert am 19.07.2010
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Dass sich viele Gurtenfestival-Gänger so früh schon auf dem Hausberg einfanden, spricht für die Band Stiller Has. Endo Anaconda's Stimme passt perfekt zum warmen Sonnenschein und zur gemütlichen Stimmung. Die kurzen Schauer von Samstagnacht konnten dem Gelände nichts anhaben. Momentan scheint die Sonne und eine leichte Brise kühlt die Gurtenbesucher ein wenig ab.
Unten in Wabern war der Andrang um die Mittagszeit so gross, dass die Warteschlange fast bis zur Tramhaltestelle reicht. Auch die, die sich entschlossen, den Weg zu Fuss auf sich zu nehmen, mussten mit Wartezeiten rechnen. Der Weg auf den Berner Hausberg war derart voll, dass sich die Leute stauten.
Auf der Waldbühne machte die Bernerin Steff la Cheffe den Auftakt. Mit Rap, Beatboxing und klugen Texten lockte sie so viel Publikum an, dass der Hang vor der Waldbühne bis ganz oben besetzt war.
Organisatoren rundum zufrieden
Am Nachmittag zogen die Organisatoren ein rundum positive Bilanz. Micha Günter, der Pressesprecher des Festivals, sprach von einem reibungslosen Ablauf. Es habe keine nennenswerte Zwischenfälle, man habe vom Wetterglück profitieren können und mit drei ausverkauften Tagen den Nerv des Publikums getroffen.
Als musikalische Highlights hob er besonders die rockigen Babyshambles, die stimmgewaltige Beth Ditto von Gossip, die gesangslosen Gitarrenvirtuosen Rodrigo y Gabriela und die Groove Armada hervor, die am Samstagabend mit ihren Elektrobeats die Leistungsfähigkeit der Musikanlage getestet hatten.
Nachmittag der Frauen auf der Hauptbühne
Ganz in Schwarz gehüllt bot die britische Singer-Songwriterin von Florence & the Machine eine eigenwillige Mischung aus alternativem Pop und Rock.
Nach Florence zeigte Skin von Skunk Anansie, wie man richtig rockt. Die Frontsängerin machte bei ihren akrobatischen Einlagen auch vor dem Rücken des Kameramanns nicht halt und warf sich mutig ins Publikum. Die Festivalbesucher waren begeistert von der Powerfrau, vor allem als sie die Zugabe Hedonism gab, ihrem bekanntesten Song.
Als letzter Act auf der Hauptbühne trat 'Gurtenliebling' Amy Macdonald auf. Obwohl die junge Schottin nicht mehr ganz so unverbraucht wirkte wie bei ihrem ersten Gurten-Auftritt vor zwei Jahren, sorgte sie für einen würdigen Ausklang des diesjährigen Festivals.
Amy Macdonald betonte erneut, wie sehr es ihr auf dem Gurten gefällt. Als sie ihre Hits anstimmte, klatschte der ganze Hügel mit. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.07.2010, 08:21 Uhr
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