«Er hat die Welt gerockt»

Viele Musiker gedenken des grossen Gitarrenmanns und Rock-’n’-Roll-Pioniers. Chuck Berry hat sie alle mitgerissen und zu Eigenem ermutigt.

Unvergesslich: Berrys «duck walk» mit seiner Guitarre in der Hand. Seine Hits «Johnny B. Goode», «Sweet Little Sixteen» und «Roll Over Beethoven» erklangen in den 50er-Jahren überall in der Welt.

Unvergesslich: Berrys «duck walk» mit seiner Guitarre in der Hand. Seine Hits «Johnny B. Goode», «Sweet Little Sixteen» und «Roll Over Beethoven» erklangen in den 50er-Jahren überall in der Welt. Bild: Keystone

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Nach dem Tod von Chuck Berry erinnern sich Fans und Künstlerkollegen an den Ausnahmegitarristen, Musiker aller Stilrichtungen zollen ihm als «König», «Rock-Praktiker» und als «grosse Inspiration» Respekt. Viele von ihnen sprachen in Kurzbotschaften ihr Beileid aus. Die Künstler sind sich einig: Mit Chuck Berry verlor die Welt ein Original des Rock ’n’ Roll.

Die Hall of Fame des Rock ’n’ Roll würdigte Chuck Berry in einer Mitteilung als «grossartig bei Liveauftritten» und als einen «ausgezeichneten Songschreiber, dessen Musik und Texte die Essenz des Teenagerlebens in den 1950er-Jahren einfingen». Chuck Berry war als erste Person in die Hall of Fame aufgenommen worden. Dies sei passend, «da er jeden beeinflusste, der eine Gitarre nach ihm in die Hand nahm».

«Chuck Berry war der grösste Rock-Praktiker, Gitarrist und der grösste, pure Rock-’n’-Roll-Schreiber, der je gelebt hat», schrieb der Rocksänger Bruce Springsteen auf Twitter. Berrys Tod sei ein enormer Verlust.

Brian Wilsonvon den Beach Boys nannte Berry «eine grosse Inspiration» und schrieb, er werde von allen vermisst werden, die den Rock ’n’ Roll liebten.

«Keiner von uns wäre hier ohne dich. Rock weiter, Bruder!», schrieb der Amerikaner Lenny Kravitz.

«Mit Chuck Berry hat es angefangen. Er hat uns alle inspiriert», erinnerte sich der britische Rocksänger Rod Stewart. «Das erste Album, das ich gekauft habe, war Chucks «Live at the Tivoli», und ich war nie mehr derselbe.»

Der amerikanische Sänger und Schauspieler Alice Cooper klagte über Berrys Tod: «Alle von uns im Rock haben jetzt ihren Vater verloren.»

Der Countrysänger Keith Urban bedankte sich bei Chuck Berry für «die ­Poesie, die Leidenschaft und die Kraft».

Und Mick Jagger tweetete: «Ich bin so traurig, von Chuck Berrys Hinschied zu hören. Ich möchte ihm für all die inspirierende Musik danken, die er uns gab.» Berry habe, so Jagger, «unsere Teenagerjahre erleuchtet und Leben ins unsere Träume, Musiker und Performer zu sein, gehaucht». Seine Liedtexte hätten die der anderen überstrahlt, und sie hätten dabei ein spezielles Licht auf den amerikanischen Traum geworfen.

Einige Künstler dachten auch an Begegnungen mit dem Spitzengitarristen zurück, oder sie riefen sich in Erinnerung, wie sie das erste Mal mit seiner Musik in Berührung kamen und was dies damals bei ihnen auslöste.

«Ich habe ihn in den Siebzigern vor dem Lewisham Odeon [legendäres Kino in London, die Redaktion] getroffen», schrieb der Popmusiker Boy George.

Der deutsche Komiker Otto Waalkes erinnerte sich daran, dass Chuck Berrys «Roll over Beethoven» das erste Stück war, das er seinerzeit auf der Gitarre spielen konnte; und er postete ein Autogramm des Musikers.

«Als ich zehn Jahre alt war und jede Nacht davon geträumt habe, nach Amerika zu ziehen, hat Chuck Berry den Soundtrack gespielt», twitterte der Schauspieler, Fernsehstar und Politiker Arnold Schwarzenegger. «Er hat die Welt gerockt! Ruhe in Frieden.»

Der US-Schriftsteller Stephen King schrieb über die Nachricht von Berrys Tod: «Das bricht mir das Herz, aber 90 Jahre sind nicht schlecht für Rock ’n’ Roll».

(SZ/TA)

Erstellt: 19.03.2017, 19:01 Uhr

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