«Ich bin ganz einfach Stéphanie Berger»
Von Miriam Lenz. Aktualisiert am 12.01.2012 2 Kommentare
Stéphanie Berger: Die Miss Schweiz 1995 ist heute Komikerin. (Bild: zvg)
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«Miss-Erfolg»
Freitag, 13.1., und Samstag, 14.1., 20 Uhr, im Theater am Käfigturm, Bern.
Korrektur-Hinweis
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Frau Berger, normalerweise betonen Schönheitsköniginnen ihre Intelligenz. Sie dagegen behaupten, vor allem witzig zu sein.
Stéphanie Berger: Dazu kann ich nur sagen: Es ist mir wichtig, dass man in meinem Fall die Ex-Miss endlich Ex-Miss sein lässt. Ich bin ganz einfach Stéphanie Berger.
Ihre Erfahrungen als Schönheitskönigin sind aber Inhalt Ihres aktuellen Bühnenprogramms.
Ja, die Welt der Beauty-Queens bietet mir als Komikerin natürlich grosse Möglichkeiten. Wenn ich meine eigene Geschichte ironisch wiedergebe und die Welt der Schönheitsköniginnen auf die Schippe nehme, kann das sehr lustig sein.
Wann haben Sie gemerkt, dass Sie das Zeug zur Komikerin haben?
Das Talent wurde mir in die Wiege gelegt. Ich war schon in meiner Kindheit der Pausenclown, der alle unterhalten konnte. Dann kam der Miss-Titel dazwischen. In den letzten 16 Jahren jedoch habe ich mein komödiantisches Talent in Können umgewandelt und das Können professionalisiert. Jetzt bin ich so weit, dass ich mein Handwerk beherrsche und die Leute mit einem abendfüllenden Programm begeistern kann.
Comedy ist ein heikles Gebiet – das Publikum ist kritisch, der Markt übersättigt. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ich vereine in meinem Programm alle meine Talente, die Moderation, den Gesang und das Schauspiel. Ich biete eine Vielseitigkeit, die man von mir möglicherweise nicht erwartet.
Sie haben in Otto Waalkes Kinofilm «Otto’s Eleven» sowie in diversen deutschen Comedyserien Erfolge gefeiert. Warum führen Sie Ihre Karriere nicht in Deutschland weiter?
Mit einer Familie muss man Prioritäten setzen. Würde ich in Deutschland mein Ding durchziehen, könnte ich meinem Sohn hier nicht mehr gerecht werden. Ausserdem gehört meine Geschichte als ehemalige Miss Schweiz – und mit ihr das «Miss-Erfolg»-Programm – in meine Heimat. Hinzu kommt, dass das Gagschreiben in der eigenen Sprache am authentischsten ist.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 12.01.2012, 08:17 Uhr
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