Soll ich Milchkuh werden?
Von Peter Schneider. Aktualisiert am 14.10.2009
Mein gut 40-jähriger Sohn kündigte seine Arbeitsstelle, um eine Frau zu suchen. Die fand er in Asien. Dort lernte er: Frauen arbeiten und gebären Kinder, Männer verwalten das Geld. Nun arbeitet seine Angetraute hier Tag und Nacht. Er treibt Sport und Medienkunde am Internet und vor dem TV. Eine Erbschaft von 50'000 Fr. verbrauchte er innert vier Monaten. Jetzt erwartet er einen Erbvorbezug von mir. Dafür fehlt mir das Verständnis. Kennen Sie einen Weg für mich? Für beide? R. J.
Lieber Herr R.
Kurz und bündig gesprochen: Was Ihr Sohn braucht, ist kein Erbvorbezug, sondern ein gehöriger Tschuut in den Hintern (ums mal vornehm zu formulieren), damit er vielleicht doch noch mal den Finger aus demselbigen nimmt. Ob der Tritt bei Ihrem Sohn tatsächlich etwas bewirkt, bezweifle ich; ich hoffe aber, dass er wenigstens Ihnen etwas Erleichterung verschafft. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 14.10.2009, 11:43 Uhr




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