Die Überflieger und Tiefflieger im Vergleich
Von Reto Westermann. Aktualisiert am 29.01.2010 11 Kommentare
Fall 1: Doppelverdienerpaar, Einkommen/Vermögen 170'000/120'000 Fr.
Fall 2: Paar (1 Verdienst), 2 Kinder, Einkommen/Vermögen 120'000/150'000 Fr.
* Durchschnittliches Reineinkommen pro steuerpflichtige Person
* Wanderungssaldo in % zwischen 2004 und 2007 im Verhältnis zur Bevölkerung im Jahr 2004.
* In %, nur Wohngebäude, berechnet wurde der Anteil der Wohnbauten nach Minergiestandard an der Gesamtzahl der neu erstellten Bauten.
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Die Zahlungsbereitschaft der Käufer ist ein wichtiges Kriterium zur Einordnung einer Gemeinde. Doch wie gut ein Dorf oder eine Stadt im Vergleich zu anderen dasteht, zeigt sich auch in anderen Kriterien. Das Regionenrating des «Tages-Anzeigers» zeigt erstmals über den gesamten Wirtschaftsraum Zürich hinweg, welche Gemeinden wo die Nase vorne haben.
Die Analyse liefert unter anderem die Antworten auf folgende Fragen: Wie zentral liegt eine Gemeinde? Wie hoch ist die Steuerbelastung? Wie reich oder arm sind die Einwohner? Wie steht es mit dem Angebot an energiesparenden Wohngebäuden oder den Arbeitsplätzen?
Neue Überbauungen als Wachstumsturbos
Interessant ist ein Blick auf einige ausgewählte Ergebnisse (siehe Grafiken links). Beispielsweise auf den Wanderungssaldo – der Differenz zwischen Zu- und Wegzügen: Sie zeigt schwarz auf weiss ob eine Gemeinde bei Neuzuzügern gefragt ist. Über Zuwanderung nicht beklagen konnten sich im Betrachtungszeitraum von 2004 bis 2007 Gemeinden wie Hüttikon im Furttal oder Dättlikon bei Pfungen. Die Erklärung: Der Bau neuer Siedlungen hat in solchen kleinen Gemeinden im Verhältnis zur bestehenden Wohnbevölkerung prozentual einen besonders starken Anstieg mit sich gebracht. Einen negativen Saldo haben hingegen Gemeinden wie Kappel am Albis oder Greifensee.
Spannend ist auch die Auswertung der einkommensstarken und -schwachen Gemeinden: Orte wie Wollerau oder Rüschlikon stechen hier mit einem Schnitt von mehr als 200'000 Franken pro Einwohner hervor, während es die Bewohner von Fischenthal oder Beggingen SH auf weniger als ein Drittel davon bringen.
Faktor Drei bei der Steuerbelastung
Massiv sind die Unterschiede ebenfalls bei der Steuerbelastung – gerechnet für zwei verschiedene Fälle – ein Doppelverdienerpaar und eine Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen: Im steuergünstigen Wollerau beispielsweise beträgt die durchschnittliche Steuerbelastung in beiden Fällen weniger als die Hälfte derer in finanzschwachen Landgemeinden wie Eschenbach oder Benken in der St. Galler Linthebene und Schleitheim im Kanton Schaffhausen.
Wer auf der Suche nach einer energiesparenden Eigentumswohnung ist, die wenig Nebenkosten verursacht, wird bei den neuen Einzelauswertungen ebenfalls fündig: Erstmals wurde nämlich die Zahl der gesamthaft erstellten Wohnbauten für alle 293 Gemeinden des Ratings mit den nach Minergie-Standard gebauten verglichen. Resultat: In 37 Gemeinen im Grossraum Zürich wurde in den Jahren 1998 bis 2007 kein einziges solches Wohngebäude erstellt, während anderswo bereits die Hälfte oder mehr der neu gebauten Wohnhäuser das Label von Minergie trägt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 30.10.2009, 10:02 Uhr
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