Die First Lady setzt Schulkinder auf Diät

Schlankes Gemüse statt fette Burritos: Michelle Obama stellte den neuen Essensplan für US-Schulmensas vor. Auf ihren liebsten Dickmacher müssen die Kinder aber auch künftig nicht verzichten.

Besuch aus dem Weissen Haus: Michelle Obama bei ihrer Visite in einer Schule in Alexandria, Virginia. (25. Januar 2012)

Besuch aus dem Weissen Haus: Michelle Obama bei ihrer Visite in einer Schule in Alexandria, Virginia. (25. Januar 2012) Bild: Keystone

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Währenddem ihr Mann sich mit der Rede zur Nation an die gesamte Bevölkerung wendet, kümmert sich Michelle Obama um das Wohl der Kinder. Nicht dasjenige ihrer eigenen, sondern um jenes der rund 32 Millionen Schulkinder, die fast täglich eine Mahlzeit in ihrer Schule verdrücken.

Ab dem 1. Juli soll nämlich in US-Schulmensas deutlich gesünderes Essen aufgetischt werden. Um dies zu verkünden reiste die First Lady am Mittwoch gemeinsam mit dem demokratischen Landwirtschaftsminister Tom Vilsack in eine Schule im US-Bundesstaat Virginia. In der Mensa verspeiste sie gemeinsam mit den staunenden Kindern einen Truthahn-Taco, braunen Reis, schwarze Bohnen, Maissalat und Früchte.

17 Prozent der Kinder leiden an Übergewicht

Dieses Menu sollte exemplarisch dafür stehen, was die Kinder künftig in den Pausen zwischen Mathematik und Sprachunterricht erwarten sollte: Ein gesundes, fettarmes aber vitaminreiches Essen. «Kinder lernen besser, wenn am Nachmittag ihre Mägen stillhalten», sagt Obama.

Bis anhin standen in vielen Schulen fettreiche Snacks wie Burritos oder Pommes Frites auf der Menukarte. Neuste Untersuchungen zeigen, dass 17 Prozent der US-Kinder an Übergewicht leiden. Bei der neuen Essensverordnung handelt es sich um die erste Überarbeitung seit 15 Jahren. Sie basiert auf den Empfehlungen des Nationalen Medizinischen Instituts (Institute of Medicine of the National Academies) und sieht einen deutlich höheren Anteil von Früchten und Gemüse vor.

Pizza soll weiterhin erlaubt sein

Die Verordnung geht noch weiter und schreibt den Schulküchen minimale und maximale Kalorienstandards vor. Vom Kindergarten bis in die fünfte Klasse sollten die Mahlzeiten zwischen 550 - 650 Kalorien enthalten, von der 9. bis 12. Klasse kann den Kindern ein Gehalt von bis zu 600 Kalorien zugemutet werden.

Ursprünglich wollte das Umweltministerium noch weiter gehen. Auch die Pizzas – eine Lieblingsspeise der US-Kinder – hätten aus dem Menuplan verbannt werden sollen. Dieser erste Vorschlag wurde jedoch letzten Sommer vom Kongress abgeschmettert und nochmals in Überarbeitung gegeben. Pizza soll nun erlaubt sein, wenn es nicht gerade eine Calzone mit extra viel Schinken ist.

(mrs)

(Erstellt: 25.01.2012, 23:40 Uhr)

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