Die Salatlüge: So gesund wie ein Blatt Papier
Aktualisiert am 24.04.2009 52 Kommentare
Nicht viel drin: Salat.
Viel drin: Weisskohl.
Was ist im Salat wirklich drin? «So gut wie nichts», bilanziert die «Süddeutsche Zeitung». Und zitiert die These des deutschen Lebensmittelchemikers Udo Pollmer, der Salat ernährungstechnisch auf die gleiche Stufe wie ein Blatt Papier – serviert mit einem Glas Wasser – stellt.
Und der Ernährungsmediziner Hans Hauner von der Universität München sagt: Es sei vor allem «das helle, saftige Grün der Blätter, das die Leute anspricht und Gesundheit suggeriert.»
Wenig Vitamine
Was ist jetzt aber wirklich drin, zum Beispiel im äusserst populären Eisbergsalat? 100 Gramm enthalten rund 1,6 Gramm Kohlenhydrate, rund 1 Gramm Eiweiss und 0,2 Gramm Fett, schreibt die «Süddeutsche». Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) seien das 13,1 Kilokalorien, also sehr wenig. Und die Vitamine? Und die Mineralstoffe? «Salat ist nicht sehr vitamin- und mineralstoffreich», sagt eine Expertin vom DGE.
Und die Ballaststoffe? Immerhin diese seien im Salat vorhanden, sagen Experten. Doch die Zeitung hat nachgerechnet: In 100 Gramm Eisbergsalat stecken im Schnitt 1,8 Gramm Ballaststoffe. «Das ist nicht besonders viel», sagt Mediziner Hauner. Und Lebensmittelchemiker Pollmer sagt: «Eine Currywurst enthält wahrscheinlich mehr Ballaststoffe als ein Kopfsalat.»
In der Tat: 1,8 Gramm Ballaststoffe sind sehr wenig bei einem täglichen Bedarf von 30 Gramm.
Viele offene Fragen
Und die sekundären Pflanzenstoffe, diese möglicherweise krebsvorbeugenden Antioxidantien? Da seien noch sehr, sehr viele Fragen offen, heisst es von Seiten der DGE. Und Pollmer sagt: «Es gibt keine Studie, in der ein positiver Effekt belegt worden ist.»
So isst man also wohl vor allem Salat, weil er grün ist und gesund wirkt. Nährstoffe sind wenig drin. Etwas, was linienbewusste Menschen wohl gerade deshalb zum Salatessen führt.
Und was ist nun wirklich gesund? Ernährungsmediziner Hauner: «Wer wirklich gesundes Gemüse und reichlich Vitamin C zu sich nehmen möchte, der soll Weisskohl essen.» (sam)
Erstellt: 24.04.2009, 12:03 Uhr
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52 Kommentare
Der Placebo-Effekt und der Glaube ist das Eine...und ihr denkt alle was ihr da oben liest, stimmt ? Wir sind labortechnisch und chemisch zwar weiter als noch vor 80 Jahren. Aber heisst das jetzt auch, dass wir heute bereits "alles" über Inhaltsstoffe und "Gesundheitsfaktor" wissen ? Selbstständiges Denken, vernetztes Analysieren; weit gefehlt...freue mich auf die nächsten Berichte ; ) Antworten
Ich staune über die Kommentare. Ich esse was auf den Tisch kommt . Selbst wenn ich es selbst kochte Meine Famillie isst dann auch mit . Wichtig es ist Gut und Ausgewogen !!! Wir sind immer noch Gesund. Auch ohne Kontrolle siehe unten. Gruss ZIMMI Antworten
Hoher Nährwert=Gesund ist falsch. Papier enthält meist noch Leim und andere Chemikalien - dann also doch lieber Salat. Es gibt auch nicht nur grünen Salat. Wenn das eine wissenschaftliche Studie sein soll, dann ist der Mann sein Geld nicht wert. Der Professor sollte mal das Fenster seines Labors öffnen und ein bisschen CO2 raus und O2 reinlassen. Antworten
Das habe ich doch schon immer gewusst. Die dahinsiechenden Körnchen- und Salatfresser in meiner Umgebung waren mir Bestätigung genug. Der Mensch sollte einfach das verzehren, was sein Körper verlangt, und sich nicht 'verbiegen' lassen durch gesundbetende Missionare mit ihren durch nichts bestätigten Empfehlungen. Antworten
Dazu braucht es keinen Forscher. Das wusste ich schon als Kind, habe ich mich doch stur geweigert, den Salat (meine Mutter: "Iss, der ist gesund") zu essen. Unser Körper weiss perfekt, was er braucht und regelt das über Lust. Man esse nur mal trockenen Salat ohne Sauce. Absolut lustlos = wertlos. Salat schmeckt nur wegen der Sauce, wo dann auch wertvolle Stoffe drin sein können, z.B Zwiebeln.. Antworten
Die Erklärung für die Beliebtheit von Salat ist einfach: Jenseits aller "Gesundheits"-Erörterungen schmeckt Salat einfach gut! Hinzu kommt der kulinarisch attraktive Kontrast zum eigentlichen Essen, welches das wunderbar aromatische Essig/Oel-Bouquet bietet... Antworten
Danke für diese eindrückliche Information bezüglich des Salates, Vitaminen, Ballaststoffen ob ausreichend oder nicht. Eine Frage die mich seit je beschäftigt: Bei Mineralwassern stehen wieviele Gramm Calcium, Kalium, Natrium usw., aber es stehen keine Grenzwerte wieviel eigentlich nötig wäre für den Tagesbedarf oder welche Grenzwerte nicht übertreten werden sollten. Können Sie Artikel schreiben? Antworten
M. E. hat es in oder an Allem, das wir essen, etwas Ungesundes. Das beste wäre also gar nichts zu essen, dann isst man nie etwas Ungesundes. Nichts zu essen ist aber auch nicht gesund und tödlich. Also was tun: vo allem es Bitzeli, ob mit oder ohne Bio oder Vegi spielt gar keine Rolle. Antworten
Ja, lustiger Artikel und bestätigt all jene, die Salat sowieso nicht mögen :-). Aber: Diese Studie ist von 2006. Sehr neu. Das ist schon ein bitzeli peinlich für die Tagi-Redaktion, oder? Aber diese glänzt ja schon seit längerem mit Ideenlosigkeit. Antworten
Eine Currywurst enthält wahrscheinlich mehr Ballaststoffe wie Kopfsalat,, sagt Lebensmittelchemiker Pollner. Aber die Wurts enthält eben auch mehr Fett und das ist doch gerade der Punkt. Wir nehmen zu viel Fett zu uns. Esst Salat, dann bleibt ihr schlank und seid erst noch chemisch gereinigt. Antworten
Wichtig ist das wir täglich mindestens zwei über der Erde und zwei unter der Erde gewachsene Gemüse zu uns nehmen und das im rohem Zustand. Ob das nun Eisberg- Kopf oder Kohlsalat ist nicht von Belang. Denn Antioxidantien befinden sich in jedem Gemüse. Die Ballaststoffe finden wir im Volkorngetreide das wiederum roh gegessen wird (geschrotet und eigeweicht), sicher nicht in der Currywurst..! Antworten
Wieso denn Abwechslung? Schauen wir uns an, wie's früher aussah: Waren Beeren reif, gab's drei Tage Beeren. Wurde mal ein Hirsch erlegt, gab's eine Woche Hirsch. Im Winter? Kein Stück Gemüse für MONATE! Das einzige, was unnatürlich ist, ist das Kochen... obwohl's mir auch gekocht besser schmeckt. Antworten
"Esst mehr Pflanzenschutzmittel!! Es gibt Salat dazu!!" So lautete ein Spontispruch aus den 80ern. Im übrigen bezweifle ich, dass ein Blatt Papier (egal ob blütenweiss oder Receicling-Qualität) gesund ist. Von daher ist Blattsalat bestimmt gesünder, als ein Blatt Papier. Hoffentlich... Antworten
Das ist ja längst bekannt, wird aber durch gewisse (Vegi) Kreise systematisch unter den Tisch gekehrt. Ein Happen Fleisch mit Gemüse, Reis oder Kartoffeln sowie einige fruchtige und nussige Zwischen-Snacks bieten die ausgewogene Ernährung. Sogar ein Cervelas ist nicht ohne - die Ascorbinsäure in der Rezeptur sorgt nämlich für Vitamin C-Zufuhr. Wer hätte das gedacht? Antworten
Schade - wieder einmal Forscher, die sich auf eine klitzekleines Detail einschiessen, den Blick aus Ganze verlieren und mit ihrer Aussage suggerieren, Salat sei ungesund. Wenn man will kann man überall das Negative herausstreichen. Solche Forschenden sahden der Forschung. Antworten
Udo Pollmer sagt übrigens auch: Wer sich wirklich gesund ernähren will, isst das, was er gerne mag und was er auch verträgt. Das kann auch mal Salat sein. Es wäre eigentlich alles ganz einfach... Ich denke, es wird viel zu viel darüber gefaselt und die Leute sind verunsichert und glauben jeden Blödsinn, den die Ernährungsberater von sich geben. In diesem (und in Pollmers) Sinne: Prost Mahlzeit. Antworten
Uns quälte man vor 50 Jahren mit Spinat. Eisenreich soll er sein, wurde behauptet usw. Der Irrtum war, dass Spinat nicht mehr Eisen enthält als anderes Gemüse, zudem fehlen dem Menschen die notwendigen Enzyme um das Eisen werten zu können. (Der Eisengehalt wurde seinerzeit iTr. ermittelt, was einen hohen Gehalt vorspiegelte) Der liebe Gott hat den Menschen nicht als Wiederkäuer erschaffen. Antworten
Hmm, ja aber wie definiert man eigentlich "gesundes" Essen. Nur weil es viel Vitamine enthält oder Ballaststoffe? Das kann es ja wohl nicht sein. Denn auch ein Schweinescnitzel ist durchaus Gesund. Im Hinblick auf den Muskelaufbau. Wer Fleisch ist und sportlich aktiv ist, ist klar im Vorteil gegenüber Gemüseliebhabern. Wurde in einem eindrücklichen Versuch im deutschen Fernsehen bewiesen. Antworten
Blattsalate sind leicht verdaulich und meistens werden sie sowieso beim Verzehr mit anderen Gemüsen angereichert wie beispielsweise Tomaten, Gurken, Radiesli etc. also finalement kann man sagen, dass es die gute Kombination ausmacht. Und wie war das nochmal mit dem Kaffee, der den Körper entwässert ... Antworten
Ich hab's gewusst!!!!!! Das blöde Gefasel vom gesunden grünen Salat habe ich schon immer als unrealistisch betrachtet. Der einzige Gesundheitseffekt, wenn man einen (grün-)Salatteller isst, besteht darin, dass man danach nicht mehr so viel "ungesundes" dazu essen mag.(Pommes, Burgers usw.) Dabei sind DIESE gesünder! Kinder, ... kommt alle daher, ...es gibt Good News: Antworten
Ganz so extrem ist es dann doch nicht! Aber gemessen an Nährstoffen gegenüber Giftstoffen, stimmt die Bilanz nicht mehr. Zumindest beim Kopfsalat. Das ist nur einer von vielen.Kohl ist etwas vom gesündesten überhaupt und wird weltweit in grossen Mengen verzehrt. Aber auch Zwiebeln und Hülsenfrüchte sind genial. Der Mensch ist, was er isst. Dank Kohl überlebte mein Onkel Sibirien! Antworten
Wie lange dauert es wohl, bis mir die nächste Forscher-Gruppe erklärt, dass der Weisskohl-Tipp leider doch falsch war. Da esse ich doch lieber eine Crèmeschnitte. Die habe ich nämlich sehr gerne. Das gibt mir ein gutes Gefühl, was ganz sicher sehr gesund ist. Antworten
Die füllende Wirkung eines Salats vor dem Essen hat auch ihren Wert. Wer einen rechten Salat (mit wenigen Kalorien) gegessen hat, stopft sich danach weniger Currywurst in den Hals. Der Lebensmittelchemiker Pollmer hat eben nicht den Überblick - Essen ist mehr als Nährstoffe und Mineralien zuführen. Antworten
Das ist sehr, sehr interessant und einen Artikel wert! Jeden Tag finden - von uns bezahlte - studierte Idioten etwas was KEINEN interessiert. KOPFSALAT Ist grossenteils sogar UNGESUND, weil zu viele Schadstoffe, wie Nitrat usw. Unter dem Motto " nüdzt's nüt, so schad's nüt " essen wir weiter das " Grüne Papier " und lassen es uns WOHL sein. Antworten
Wahnsinn!!! Das das Ergebnis so krass ausfallen würde, hätte ich nie geglaubt. Ich dachte immer, dass es wenigstens ein paar Vitamine im Salat hat. Offenbar ist die gesündeste Variante immer noch die der Vitamin-Pillen und Brausevitamin-Tabletten. Ob es in Gurken und Tomaten auch längst nichts wertvolles miehr drin hat? Ist alles nur noch ne Sache für's Auge und die Dekoration am Tisch? Antworten
Ich hör schon lange nicht mehr da drauf und esse nur noch was mir schmeckt. Jede neue Theorie wird sowieso spätestend noch ein paar Jahren widerlegt. So wars bei den Eiern (Cholesterin) und bei den Ballaststoffen...... man muss überhaupt nicht so viel Balaststoffe essen, mache Körper vertragen diese nämlich überhaupt nicht. Also solange das Gewicht ok ist, einfach essen was Spass macht. :-) Antworten
Auf dem Bild ist ein Kopfsalat zu sehen, im Text sprechen sie von Eisberg. Ist ja nicht das gleiche. Wer sagt denn, dass man immer die gleichen Salate essen soll? Ist genauso einseitig wie Schnipo jeden Tag! Und der obgenannte Udo Pollmer gilt ja nicht gerade als unbestritten in seinem Fach. Gerade die geringe Menge an Nährstoffen machen den Salat ja beliebt! Sonst könnten wir Schnipo essen!! Antworten












Hansjörg Cartier
Geschriben und gesponsert von einem schlauen Kabisbauern! Antworten