Die besten Köche der Schweiz: Grandits ist Aufsteigerin des Jahres

Aktualisiert am 12.10.2009

Der Koch des Jahres 2010 ist derselbe wie 2008. Das Basler Restaurant «Stucki» ist einer der Deutschschweizer Aufsteiger des Jahres.

Erfolgreicher Bündner: Andreas Caminada.

Erfolgreicher Bündner: Andreas Caminada.
Bild: Keystone

Eine der Aufsteigerinnen des Jahres: Tanja Grandits vom Basler «Stucki».

Eine der Aufsteigerinnen des Jahres: Tanja Grandits vom Basler «Stucki».

Die 19er-Köche der Schweiz

  • Philippe Rochat, Crissier VD
  • L'Ermitage de Bernard Ravet, Vufflens-le-Château VD
  • Gérard Rabaey im Le Pont de Brent, Brent VD
  • Hotel Terminus - Restaurant Didier de Courten, Sierre VS
  • Philippe Chevrier im Domaine de Châteauvieux, Satigny GE
  • Horst Petermann's Kunststuben, Küsnacht ZH
  • André Jaeger Fischerzunft, Schaffhausen
  • Andreas Caminada im Schloss Schauenstein, Fürstenau GR

Gault-Millau ehrt Andreas Caminada, Chef des Schlosses Schauenstein in Fürstenau GR, mit einem 19. Punkt. Er steigt in einen renommierten Klub auf. Dies bedeutet den Aufstieg in die Achter-Topliga der Schweizer Spitzengastronomen. Caminada war erst 2005 von den Gault-Millau-Testern entdeckt und 2007 zum Aufsteiger des Jahres erkoren worden. Im Jahr darauf bekam er 18 Punkte und dazu den ersten «Koch des Jahres»-Titel. Mit dem 19. Punkt sei die erneute Krone zwingend, teilte der Ringier-Verlag zur Präsentation des Gault-Millau 2010 am Montag in Basel mit.

Der Rätoromane Caminada kratzt ein wenig an der Dominanz der Westschweizer Küchen im 19-Punkte-Club. Nicht weniger als fünf der acht besten Schweizer Köche haben ihr Wirkungsfeld in der Romandie. In der Deutschschweiz bleiben Horst Petermann in Küsnacht ZH und André Jaeger in Schaffhausen mit 19 Punkten in der Topliga.

Mehr Auf- als Absteiger

Quasi im Wartezimmer des 19er-Clubs ist die Französin Anne-Sophie Pic vom «Beau-Rivage» in Lausanne: Weil Frankreichs erste Dreisterneköchin dort derzeit nur Teilzeit arbeitet und in Valence (F) lebt, wartet Gault-Millau noch zu mit einer Bewertung.

Insgesamt bewertete der Gastroführer 816 Restaurants in der ganzen Schweiz, fünf mehr als im Vorjahr. Die noch nie vergebene Höchstnote 20 erkochte sich auch heuer keiner der Starköche. 82 Küchen sind aufgestiegen, 41 ab. Zudem sind 72 Restaurants nicht mehr gelistet, teils wegen Betriebsaufgabe.

Die zweithöchste Note von 18 Punkten wurde 16 Mal vergeben; die bisherigen Küchenchefs halten alle ihr Niveau. Neu dazu stösst Marcus Lindner vom «Mesa» in Zürich - für Gault-Millau die neue Nummer eins in der Limmatstadt. Nach einem Chefwechsel startet indes das «Paradies» in Ftan GR mit 17 statt 18 Punkten neu.

Und das Hotel des Jahres

Neu zu den nun 43 Schweizer 17-Punkte-Restaurants gestossen sind das Basler «Stucki» als Deutschschweizer Aufsteiger des Jahres - mit Chefköchin Tanja Grandits Gastgeberin der Medienkonferenz -, das «Schöngrün» im Berner Zentrum Paul Klee, die «Sonne» in Scheunenberg- Wengi b.Büren BE und die «Auberge de Vouvry» VD.

Zum Hotel des Jahres 2010 erkoren hat der Gastroführer überdies das «Grand Resort Bad Ragaz» SG - mit hauseigenem 17-Punkte- Restaurant. Als Schweizer Star im Ausland wird ferner Peter Borer geehrt, der seit 28 Jahren in Hongkong die Peninsula-Hotelgruppe leitet. (sam/sda)

Erstellt: 12.10.2009, 13:11 Uhr

Leben

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Leben