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«Kassensturz»: In Coop-Filiale wurde abgelaufenes Fleisch als Frischware verkauft

Aktualisiert am 05.10.2011 154 Kommentare

In der Coop-Filiale in Plaffeien FR sei Fleisch aus dem Regal geholt, ausgepackt und als Frischfleisch verkauft worden. Auch nach Ende des Verbrauchsdatums. Coop bestreitet die Vorwürfe.

Hier kam es zum Verkauf von abgelaufener Ware: Frischfleischtheke. (Bild: «Kassensturz»)

Hier kam es zum Verkauf von abgelaufener Ware: Frischfleischtheke. (Bild: «Kassensturz»)

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Klagt seinen ehemaligen Arbeitgeber im «Kassensturz» an: Tobias Lehmann. (Bild: «Kassensturz»)

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Tobias Lehmann, so schreibt der «Kassensturz» auf seiner Website, arbeitete bis Anfang Jahr als Fleischfachverkäufer in der Coop-Filiale im freiburgischen Plaffeien. Es gefiel ihm nicht, denn er habe im Offenverkauf an der Theke Fleisch verkaufen müssen, bei dem das Verbrauchsdatum schon abgelaufen war.

«Am Buffet haben wir dieses Fleisch als Frischfleisch verkauft. Ohne dass die Kunden das wussten», wird er zitiert. Coop-Mitarbeiter hätten Fleisch bis zum letzten Verkaufstag aus dem Regal geholt und ausgepackt. Pouletbrüstchen etwa seien dann geschnetzelt, mit anderem Fleisch vermischt und in die Theke gelegt worden. Auch Tage nach dem Verbrauchsdatum sei das Fleisch noch angeboten worden.

Weitere Mitarbeiter bestätigen, was Lehmann sagt

Dabei hätten sie auch konventionelles Fleisch als Labelfleisch verkauft. «Das heisst, Nicht-Naturafarm-Fleisch wurde am Buffet aufs Mal als Naturafarm-Fleisch angeboten. Import-Fleisch wurde als Schweizer Fleisch verkauft», sagt Lehmann. Er habe auf Anweisung seines Vorgesetzten gehandelt. Das habe schliesslich zu einem Konflikt geführt. Er habe sich bis zu seiner Entlassung immer wieder gewehrt und die Verstösse intern gemeldet.

Der «Kassensturz» berichtet weiter: Ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter der Coop-Filiale Plaffeien erhebe die gleichen Vorwürfe wie Tobias Lehmann. Er habe Coop deshalb im Streit verlassen. Er behaupte zudem, dass neben Fleisch auch Fisch nach Ablauf des Verbrauchsdatums im Offenverkauf angeboten worden sei.

«Keinen Vorstoss feststellen können»

Auch ein dritter ehemaliger Mitarbeiter der Coop-Filiale Plaffeien bestätigt offenbar gegenüber «Kassensturz» schriftlich die schwerwiegenden Vorwürfe, wie dem Bericht auf der Website zu entnehmen ist.

«Wir haben von diesen Vorwürfen gehört und diesen Vorwürfen liegt ein Arbeitskonflikt zu Grunde», sagt Coop-Sprecherin Susanne Sugimoto. «Wir haben natürlich sofort begonnen, die Kontrollen innerhalb der Filiale zu verstärken. Wir haben ein externes Labor, das viele Kontrollen gemacht hat und das kantonale Labor hat Kontrollen gemacht. Weder aus hygienischer Sicht noch in Sachen Täuschung haben wir irgendeinen Verstoss feststellen können», sagt Coop. (wid)

Erstellt: 04.10.2011, 21:52 Uhr

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154 Kommentare

Robert Herz

04.10.2011, 23:31 Uhr
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Wäre ja mal interessant zu wissen, wieviel von dem Fleisch eigentlich weggeworfen werden muss, weil es nicht verkauft wird. Antworten


hans müller

05.10.2011, 06:11 Uhr
Melden 73 Empfehlung

Ich habe den Kassensturz auch gesehen und sicher das ist nicht die feine Art, auf der anderen Seite ist es totaler Witz welcher da um das Verkaufs- und Verbrauchsdatum gemacht wird.
Wer mal eine Metzgerei in Ägypten gesehen hat wird froh sein eine seit einer Woche abgelaufene Packung aus dem Kühlregal zu bekommen.
Kein Wunder haben wir immer mehr Allergien und Krankheiten, Sicherheitswahn!
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