Was Pendler essen und trinken
Aktualisiert am 03.02.2010 8 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
Stichworte
Die Reisenden im Pendlerland Schweiz essen und trinken fast alle unterwegs, wie eine am Mittwoch vorgestellte repräsentative Umfrage des Grosshändlers Lekkerland zeigt. Für 90 Prozent der Befragten ist Verpflegung zum Mitnehmen Teil des Alltags, über 40 Prozent kaufen etwas auf dem Weg zur Arbeit.
Die Schweizer achten dabei besonders auf gesunde Produkte und sind bereit, mehr zu bezahlen als die europäischen Nachbarn, zeigt die Studie, die auch in Deutschland und Österreich durchgeführt wurde. Sie greifen am liebsten zum «Eingeklemmten», das am Bahnhof, am Kiosk oder in der Bäckerei angeboten wird. Auch Obst findet viele Abnehmer, während bei Süssigkeiten Zurückhaltung geübt wird. Interessant ist, dass Energydrinks den Kaffee als beliebtestes Mitnahme-Getränk abgelöst haben – insbesondere bei jungen Umfrageteilnehmern.
Vor allem das Mittagessen wird mitgenommen
Im Gegensatz zu den Deutschen nehmen die Schweizer ihre Mahlzeit weniger an der Fastfood-Theke oder am Döner-Stand mit, sondern bevorzugen Supermärkte, Tankstellen und Kioske, auch wenn es dort möglicherweise mehr kostet. Für die Schweizer ist das Mittagessen zentral, in Deutschland stärkt man sich vor allem noch vor Arbeitsbeginn per Takeaway.
«In Österreich ist Verpflegung unterwegs fast genauso beliebt wie in der Schweiz und Deutschland, auch wenn die Österreicher auch an ihrer Kaffeehaus-Kultur hängen», sagt Studienleiterin Sabine Möller von der Hochschule Oestrich-Winkel (D). Während in Österreich die soziale Akzeptanz der Hauptgrund für das schnelle Essen ist, kaufen die Schweizer vor allem wegen des Zeitdrucks am Stand.
Die Städter beklagen sich über mangelnde Auswahl
Weil auch auf dem Land Bäckereien und Tankstellen Takeaway-Produkte anbieten, ist das Essen zum Mitnehmen längst kein Privileg der Städter mehr. Doch obwohl in städtischen Ballungsräumen das Takeaway-Angebot natürlich grösser ist, beklagen sich dort die Pendler mehr über ein eher eintöniges Angebot, wie Sabine Möller in Erfahrung gebracht hat.
Auch wenn der Siegeszug des Takeaway-Foods kaum aufzuhalten ist, wird die Schnellverpflegung in verschiedenen Ländern unterschiedlich angenommen: «In Rumänien, wo wir den Konsum ebenfalls untersucht haben, gilt die Einstellung, dass man auf der Strasse nicht isst und dass Takeaway eine westeuropäische Angewohnheit ist», berichtet Sabine Möller.
«Sogar an Modeschauen»
Auch habe sich unter den über 2000 Umfrageteilnehmern die eine oder ältere Dame befunden, die den To-Go-Kaffee strikt ablehnt und das Heissgetränk aus der Porzellantasse vorzieht. In der westlichen Welt sei dies aber absolute Minderheitsmeinung, denn Becherkaffee bedeute Life-Style, sagte Sabine Möller: «Sogar an Modeschauen tragen die Models einen Papp-Becher vor sich her.» (oku/sda)
Erstellt: 03.02.2010, 17:10 Uhr
Kommentar schreiben
8 Kommentare
...und dann das geprösmel von Gipfeli auf den Zugsitzen, ausgeleerte Becher mit klebrigem Kaffee auf den Böden in den Zügen, stehengelassene Getränkeflaschen, da wird die Verpackung entsorgt, wo man sich gerade befindet... auch den Strassen / Autobahnen entlang... Antworten
Kaffee aus dem Pappbecher – igitt. Wo bleibt da die Ess- und Trinkkultur? Warum hat der Mensch zuwenig Zeit? Weil die Arbeit wichtiger ist, als seine gesunde Ernährung. Tag für Tag Stress. Wozu? Geld? Macht? Ansehen? Konsum? Alles vergänglich! Die Zeit, die wir auf dieser Welt verbringen ist schlicht zu kurz und zu wertvoll dafür. Lebt bewusst, achtsam, voller Freude, Selbstlosigkeit und Liebe. Antworten































