Leben

Der Kickstart für Velofahrer

Aktualisiert am 13.10.2009

Im deutschen Friedrichshafen müssen Velofahrer künftig an Lichtsignalen nicht mehr aus dem Sattel. Der als Hilfe gedachte Ampelgriff wird auch mit einem Hintergedanken montiert.

Bereits in mehreren deutschen Städten im Einsatz: Der gelbe Ampelgriff.

Bereits in mehreren deutschen Städten im Einsatz: Der gelbe Ampelgriff.

Velofahrer können sich an einem gelben Griff am Ampelpfosten festhalten und sind bei «Grün» sofort fahrbereit. 60 dieser Ampelgriffe für Velofahrer werde die Stadt in den kommenden Wochen montieren, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Die Haltegriffe würden an den Masten in einer Höhe von 1,20 Metern angebracht, damit sie auch von Kindern genutzt werden können. Durch die Haltegriffe solle das Velofahren in der Stadt attraktiver und sicherer werden, teilte der zuständige Bürgermeister Stefan Köhler mit. Die Kosten bezifferte er auf 5000 Euro. Für manche Velofahrer sieht man im Ampelgriff auch einen Anreiz, überhaupt bei Rot zu warten.

Die Idee zum Ampelgriff wird seit dem Jahr 2000 in Deutschland immer populärer. Mittlerweile wird der Ampelgriff in vielen Städten eingesetzt oder getestet. Die Kosten werden meistens von örtlichen Geschäften oder Vereinen übernommen.

Die ursprüngliche Bauart ähnelt einem Türgriff und besteht aus einem senkrechten Handgriff aus gelbem Polyamid. Eine spätere Entwicklung besteht aus einem runden, den Mast umlaufenden Ring aus Stahl in zirka 120 cm Höhe, der von mehreren gleichzeitig benutzt werden kann. Inzwischen hat sich der gelbe Griff durchgesetzt. (cpm/sda)

Erstellt: 13.10.2009, 14:54 Uhr


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