Die Retortenstadt wird fünfzig
Von Céline Raval. Aktualisiert am 18.03.2010 8 Kommentare
Der Bau der Stadt Brasília begann 1956 mit der Entscheidung, eine neue, föderalistische und vor allem zentral gelegene Hauptstadt für Brasilien zu schaffen. Die Stadtplanung übernahm Lucio Costa, die öffentlichen Gebäude entwarf der deutschstämmige Architekt Oscar Niemeyer. Der hat seinerseits sein Handwerk auch von der Schweizer Designlegende Le Corbusier gelernt. Innerhalb von nur vier Jahren wurde ein noch nie dagewesenes Projekt moderner Architektur verwirklicht. Am 21. April 1960 war es soweit: Der Stadtpräsident Juscelino Kubitschek weihte die neue Planhauptstadt feierlich ein.
Die jüngste Stadt des amerikanischen Kontinents umfasst eine Fläche von 5822 Quadratkilometern, die heute von insgesamt 2,5 Millionen Menschen bewohnt werden. Das Stadtbild ist geprägt von der Funktionalität seiner Gebäude.
Exzentrisch und funktionell
Exzentrische, auffallende Bauten dominieren die Skyline der Metropole: Der Fernsehturm Brasília, das Parlamentsgebäude und die Kathedrale sind nur einige von vielen Beispielen. Auffallend ist ausserdem der Grundriss der futuristischen Hauptstadt, der die Form eines Kreuzes hat. Das Kreuz trägt die Funktion einer Markierung, die auf der Landkarte gesehen werden soll. Seit 1987 anerkennt die Unesco Brasília als Weltkulturerbe. 2008 wird die Stadt ausserdem mit dem Titel «Kulturhauptstadt Amerikas» ausgezeichnet. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.03.2010, 14:33 Uhr
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