Leben

Die zehn grössten Städte der Welt – und ihre grössten Probleme

Aktualisiert am 17.06.2009

Mega-Cities kämpfen mit verstopften Strassen, Wohnungsmangel, Überbevölkerung, Umweltkatastrophen und Kriminalität – und funktionieren trotzdem. Eine Studie analysiert die zehn grössten Städte.

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Auf dem 10. Platz der grössten Städte der Welt: Los Angeles, USA, mit 17,7 Millionen Einwohner in seiner Metropolitanregion.
Bild: Reuters

   

Mega-City

Als Megastadt gelten urbane Räume, die mehr als zehn Millionen Einwohner haben. Diese Definition ist nicht fest, oft werden auch Städte mit über fünf oder über acht Millionen als Mega-City bezeichnet.

Megastädte sind die Problemkinder unter den menschlichen Siedlungsformen. Die International Geographical Union unterhält eine eigene Arbeitsgruppe, die sich nur mit Mega-Cities befasst. Und erst im Mai hat die Uno wieder einmal in einem Bericht festgehalten, was sich Jahr für Jahr in Nachrichtenmeldungen bestätigt: Riesenstädte sind ausserdordentlich gefährdet, von einer Naturkatastrophe heimgesucht zu werden. Besonders trifft dies laut dem «2009 Global Assessment Report on Disaster Risk Reduction» für arme Mega-Cities zu. Sie erfahren überproportional oft Erdrutsche, Überschwemmungen oder Erdbeben.

Logistik ist grosse Herausforderung

Die Schwierigkeiten für Mega-Cities beginnen bereits an der Basis: Um die Millionen von Einwohnern mit Nahrungsmitteln zu versorgen, sind immense logistische Anstrengungen nötig. Richtig schwierig wird die Logistik im Katastrophenfall: Oft sind aufgrund der ausufernden Stadtränder keine genauen Einwohnerzahlen bekannt; eine präzise geplante Evakuierung scheint kaum möglich. Gegen ihre Plagen lassen sich die Städte einiges einfallen: Städte wie Manila oder New York sperren mehrere Tage lang den Verkehr, Seoul lässt jeden Frühling den Platz vor dem Rathaus bepflanzen, und viele Städte in tropischen und subtropischen Zonen versuchen sich mit Wiederaufforstung vor Umweltkatastrophen zu schützen.

Trotzdem ziehen die Mega-Städte Menschen aus allen Himmelrichtungen an. Sie locken mit beruflichen Möglichkeiten: Den Einwohnern armer Länder bieten sie die Chance zum Ausstieg aus dem Bauerntum, den Menschen in industrialisierten Staaten eine Vielfalt an Karrierechancen. Viele Mega-Cities sind ausserdem gleichzeitig Weltstädte, also urbane Räume von grosser kultureller, intellektueller und politischer Bedeutung Tagesanzeiger.ch/Newsnet stellt die zehn grössten der Mega-Cities vor. (oku)

Erstellt: 17.06.2009, 13:06 Uhr


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