Leben

Ein Schweizer verbraucht 325 Liter Wasser am Tag

Aktualisiert am 20.01.2012 14 Kommentare

Laut einer Statistik ist der Wasserverbrauch in der Schweiz 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent zurückgegangen. Dies, obwohl die Zahl der Einwohner gestiegen ist. Die Gründe dafür sind vielseitig.

Einer der Gründe für den Rückgang des Wasserverbrauchs liegt im strukturellen Wandel: Wasserfontänen vor dem Bundeshaus in Bern. (Archivbild)

Einer der Gründe für den Rückgang des Wasserverbrauchs liegt im strukturellen Wandel: Wasserfontänen vor dem Bundeshaus in Bern. (Archivbild)
Bild: Keystone

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In der Schweiz leben immer mehr Menschen, und dennoch geht der Wasserverbrauch stetig zurück. Die Gründe nennt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW): Wasserintensive Industriezweige wandern ab, und Wasserspartechnik setzt sich immer mehr durch.

Gemäss der heute vom SVGW publizierten Trinkwasserstatistik ging der Gesamtverbrauch an Wasser 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 941 Millionen Kubikmeter zurück, obwohl die Zahl der Bevölkerung um 1,1 Prozent zugenommen hat. Der aktuelle Durchschnittsverbrauch liegt bei 325 Liter pro Person und Tag.

Trendwende in den Achtzigerjahren

Bis in die achtziger Jahre war mit der Einwohnerzahl auch der Wasserverbrauch gestiegen. Dann wendete sich der Trend. Der Wasserverbrauch sank auf das Niveau der sechziger Jahre, obwohl die Bevölkerung um einen Drittel zunahm.

Einer der Gründe für den sinkenden Wasserverbrauch liegt im strukturellen Wandel der Wirtschaft. Wasserintensive Industriezweige sind verschwunden oder haben ihre Produktion ins Ausland verlegt, der Dienstleistungssektor hingegen wächst.

Moderne Technologien

Wassersparende Waschmaschinen und Geschirrspüler, Sparbrausen oder Spartasten an der WC-Spülung tragen ebenfalls zum Verbrauchsrückgang bei.

Ein weiterer Grund für den sinkenden Verbrauch: Die Wasserversorger prüfen ihr Leitungsnetz mit moderner Technologie systematisch auf Lecks und können dadurch rasch reagieren. So konnten sie die Wasserverluste in den letzten 30 Jahren von 80 auf 40 Liter pro Einwohner und Tag reduzieren. (wid/sda)

Erstellt: 19.01.2012, 14:12 Uhr

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14 Kommentare

Dieter Wundrig

19.01.2012, 18:07 Uhr
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Welch eine Rechnung. Trinken kann man das nicht, unter der Dusche steht man auch nicht den ganzen Tag. Antworten


Claudio Molina

19.01.2012, 18:11 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Was beim Wasserverbrauch erreicht wurde, ist auch beim Stromverbrauch möglich:
* durch Ersatz von Elektro-Widerstandsheizungen durch Wärmepumpen (5x weniger Verbrauch für gleiche Leistung!)
* durch Ersatz von Elektro- durch Gasherde (mit einem Elektroherd verbraucht man zu Spitzenzeiten via Gaskraftwerk 3x mehr Gas als mit einem Gasherd!)
* durch sparsamere Computer (ARM-Technologie)
Antworten




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