Leben

«Es gibt nichts Teureres als ein langes Leben»

Von Ulrike Hark, Bettina Weber. Aktualisiert am 28.12.2011 178 Kommentare

Die Schriftstellerin Juli Zeh kritisiert die zunehmende Bevormundung der Bürger durch den Staat mit Geboten und Verboten und den fehlenden Willen zum Widerstand. Die Gesellschaft werde pathologisiert.

«Man sagt den Frauen: Wenn ihr nicht stillt, seid ihr schlechte Mütter und schadet dem Kind. Was für ein Quatsch!»: Die Schriftstellerin Juli Zeh bei einer Lesung.

«Man sagt den Frauen: Wenn ihr nicht stillt, seid ihr schlechte Mütter und schadet dem Kind. Was für ein Quatsch!»: Die Schriftstellerin Juli Zeh bei einer Lesung.
Bild: Keystone

Was bringt 2012?

Vor dem Jahreswechsel diskutiert der «Tages-Anzeiger» mit Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft über die Herausforderungen des Jahres 2012. Leute, die weiterhin etwas zu sagen haben, kommentieren und analysieren die Probleme der Gegenwart.

Brady Dougan über die Zukunft des Schweizer Banking. – 27. Dezember (siehe Link-Artikel «Die Occupy-Bewegung hat sehr berechtigte Anliegen»)
Juli Zeh über die Bevormundung des modernen Bürgers. – heutige Ausgabe
Richard David Precht über die Zukunft der Geisteswissenschaften. – 29. Dezember
Katja Gentinetta über weibliche Werte in der Wirtschaftskrise. – 30. Dezember
Klaus Schwab über unpopuläre Politiker-Entscheidungen. – 31. Dezember

Autorin und Juristin

Die 37-jährige Juli Zeh ist eine der pointiertesten Stimmen unter den deutschen Autorinnen und Autoren, die sich gern auch zu politischen Themen äussern. Sie ist Doktorin der Jurisprudenz, hat mehrere Romane geschrieben (u. a. «Schilf», «Corpus Delicti») und Theaterstücke verfasst. Sie lebt mit ihrem Mann im Havelland in Brandenburg. (TA)

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

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Sie leisten sich den Luxus einer eigenen Meinung und tun die auch ungefragt und laut kund. Sie wehren sich gegen die zunehmende Bevormundung – Stichwort Rauchverbot – und konstatieren eine dramatisch abnehmende Selbstverantwortung. Frau Zeh, befürchten Sie die Verblödung der Menschheit?
Nun war die Menschheit wahrscheinlich noch nie zu hundert Prozent klug. Aber wir haben zurzeit tatsächlich die besten Chancen, weiter aktiv an unserer Bildung und Mündigkeit zu arbeiten. Stattdessen passiert leider das Gegenteil.

Was meinen Sie damit?
Wir haben nur eine bestimmte Menge Freizeit und Geld zur Verfügung und müssen uns entscheiden, wofür wir die beiden Dinge verwenden. Wenn wir sie dafür einsetzen, um schön, sportlich und gesund zu sein, werden wir sie weniger darauf verwenden, gute Bücher zu lesen, ins Theater zu gehen und unseren Kindern die beste Bildung zu schenken.

Wie konnte es dazu kommen, dass die Optimierung des Äusseren so wichtig ist? Wo liegt der Grund für diese Heidi-Klum-isierung?
Der Grund liegt vermutlich in der Annahme, man könnte das Glück erwirtschaften. Meine These klingt vielleicht etwas abgehoben. Aber durch den Religionsverlust und den Verlust an gemeinsamen Zielen als Gruppen und Gesellschaften ist jeder auf sich selbst zurückgeworfen. Jeder fühlt sich ein bisschen als sein eigener Schöpfer. Wir leben in einer leistungsorientierten Welt, und wir sind es gewohnt, ständig gemessen und beurteilt zu werden. Dazu muss alles auch messbar sein, objektivierbar. Wir ertragen es gar nicht, wenn Sachen diffus sind. Diesen Blick richtet jeder dann auch auf sich selbst. Wenn man weniger Kilos wiegt und schneller rennen kann, hat man das Gefühl, auf einer sichtbaren Strasse der Perfektion zu sein. Im Bereich des Geistigen ist es viel schwieriger, Massstäbe anzulegen und sich messbar zu verbessern. Da ist man darauf angewiesen, daran zu glauben, dass es sinnvoll ist.

Der Mensch sucht Messbares – gibt es deshalb so wenig Widerstand gegen die zunehmenden staatlichen Ge- und Verbote?
Da lohnt sich eine Metapher: Auch das Kleinkind ist bedürfnisfixiert, es geht ums Überleben, der Geist spielt noch keine grosse Rolle. Wird das Bedürfnis nicht befriedigt, fängt es an zu schreien. Aber es hat auch nichts dagegen, bevormundet zu werden, weil es ja noch nicht fähig ist, das Leben allein zu meistern. Ich empfinde die heutige Entwicklung als grosse Regression oder Infantilisierung. Die Leute benehmen sich wie grosse Kinder, und sie werden auch so behandelt. Beispiel Verpackung: Es ist ja gut, wenn draufsteht, was drin ist. Aber dass dann noch draufsteht, dass man das Papier nicht mitessen soll, ist schon ein starkes Stück.

Leuchtet nicht einfach der Kostenfaktor ein – dass Dicke und Raucher teuer sind für die Allgemeinheit?
Auf den ersten Blick geht diese Sichtweise auf. Sie leuchtet immer den Leuten ein, die das, was gerade angegriffen wird, nicht sind oder nicht machen. Sie fühlen sich auf der starken Seite, gegen Dicke, gegen Dünne, gegen Raucher. Die Sache funktioniert erfolgreich nach dem Sündenbocksystem. Wenn man das Zusammenleben so versteht, müssten wir alles verbieten. Es findet sich immer ein Grund, warum etwas gefährlich oder kostenrelevant ist. Der Gedanke der Solidarität und Loyalität ist komplett verloren gegangen. Wenn wir schon vom Geld reden wollen: Es gibt nichts Teureres als ein langes Leben. Das Schlimmste wäre, wenn der Mensch 105 Jahre alt würde und 40 Jahre Rente bezöge. Finanziell gedacht, müsste man alle zum Bungee-Jumping schicken.

Wenn die Hälfte der Schweizer Kinder übergewichtig ist und ein Drittel Adipositas hat, dann ist das doch gesundheitspolitisch relevant.
Ist es nicht. Weil es nicht stimmt. Es liegt an der Erhöhung beziehungsweise der Absenkung der Grenzwerte. Sie müssen sich mal anschauen, wie sich die Grenzwerte für Fettsucht und Bluthochdruck in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben: Die werden kontinuierlich abgesenkt. Je niedriger Sie den Grenzwert setzen, desto höher wird auf einmal die Fettleibigkeit in der Bevölkerung. Man macht die Leute verrückt, und es führt dazu, dass schon kleine Kinder zu Hause lernen, dass sich das Leben nur um die Auswahl des richtigen Joghurts dreht. Ich sehe überhaupt keinen Grund für politische Programme gegen Fettsucht. Extremes Übergewicht ist in den am schlechtesten gebildeten Schichten am häufigsten, die Lebenserwartung am tiefsten. Wenn man sagt, dass die Gesundheit so wichtig ist, dann müssen wir für bessere Bildung sorgen. Man muss die Leute in die Lage versetzen, zu begreifen, was gut für sie ist. Nicht, indem man ihnen Vorschriften macht, sondern indem man sie intellektuell ausstattet.

Die Pathologisierung findet aber auch auf der geistigen Ebene statt: Fast jedes zweite Kind braucht in der Primarschule in irgendeiner Weise Stützunterricht, den Buben wird massenhaft Ritalin verabreicht.
Legitimiert wird das wie bei den Erwachsenen durch diese Mentalität, die besagt: Es gibt den optimalen Menschen. Es gibt Normalität. Und die machen wir jetzt durch Kennziffern fest, und alles, was davon abweicht, wird pathologisiert. Jemand, der nervös ist oder einen hohen Bewegungsdrang hat, der hat jetzt auf einmal ADS und bekommt Ritalin. Kein Wunder, dass die dann mit 18, 19 zur Schule rauskommen und Angst vor dem Leben haben. Man hat ihnen ja nie beigebracht, dass sie darauf vertrauen können, dass sie in Ordnung sind als Menschen. Die bekommen nur vermittelt, dass irgendwas mit ihnen falsch ist. Die müssen dauernd an irgendwas rumarbeiten, weil sie gesellschaftlich als Konglomerate aus Fehlern wahrgenommen werden. Was für ein Albtraum!

Sie hatten diese Probleme nicht. Sie haben mit 37 schon zwei Studiengänge abgeschlossen und vier Romane geschrieben. Hat das Neid hervorgerufen?
In meiner Schulzeit nicht. Das kam erst, als ich in diesen Schriftstellerberuf eingetreten bin. Da gab es manchmal so aggressive Reaktionen auf Dinge, die ich gesagt oder getan hatte, dass ich in Versuchung geriet, mir das mit Neid zu erklären. Ich dachte: Okay, vielleicht finden die einfach gewisse biografische Fakten ätzend. Und im Zusammenhang mit einer Frau vielleicht noch mehr. Aber das sind Gedanken, die ich mir normalerweise verbiete, weil sie nirgendwohin führen. Es bringt nichts, zu analysieren, weshalb jemand nicht nett zu einem ist. Sonst denkt man sich noch in eine komische Opferhaltung hinein.

Wer hat aggressiver auf Sie reagiert: Frauen oder Männer?
Schwer zu sagen. Spontan würde ich sagen, vermutlich eher Männer, was aber daran liegt, dass nach wie vor auch weiche, künstlerische Betriebe wie Literatur männlich dominiert sind. In der bildenden Kunst übrigens auch. Die klassische Kombination ist der Galerist mit der Assistentin und der Künstler mit der Assistentin; das ist wie beim Zahnarzt und der Zahnarzthelferin. Das ist kein Klischee, sondern Realität.

Liegt es daran, dass Frauen doch lieber Hausfrau werden, als sich im Beruf durchzusetzen? Die ehemalige taz-Chefredaktorin Bascha Mika nennt das «die Feigheit der Frauen».
Ich finde das Wort «feige» ein bisschen ungerecht. Es ist nach wie vor so, dass es eine Frau sehr schwer hat, im Beruf einfach nur normal zu sein. Nicht zu versuchen, extra laut, extra männlich, extra schlau, also irgendwie extra zu sein, sondern einfach in durchschnittlicher und relativ entspannter Haltung seinen Weg zu gehen. Wenn Männer etwas Eigenwilliges machen, fällt es vielleicht niemandem auf oder wird positiv gewertet. Wenn Frauen dasselbe tun, sorgt das für Spott oder Häme. Und wenn von jemandem mehr verlangt wird und der dann findet, dem stelle ich mich nicht, ist es nicht fair, von Feigheit zu sprechen. Ich kenne aus meinem Jurastudium viele Frauen, die mit ungeheuer viel Elan, Ehrgeiz, Disziplin und Fleiss an ihre Ausbildung und ihren ersten Job herangegangen sind. Bloss: Wenn der Punkt Familienplanung kommt, wird ihnen auf einmal von allen Seiten eingeredet, dass sie als Mütter viel grössere Verantwortung hätten als die Väter.

Sie sind ebenfalls schwanger. Geht es Ihnen auch so?
Oh ja. Ich höre seit Monaten, von allen Menschen, mit denen ich zu tun habe, na, das wird in den nächsten Jahren dann aber schwierig mit Ihrem Beruf. Niemand sagt: Das wird toll, das lässt sich wunderbar vereinbaren. Sondern alle sagen: Wie willst du das denn machen, bei dem Pensum, das du arbeitest, bei den vielen Zielen und bei deiner Aktivität? Das Kind wird dein Leben völlig auf den Kopf stellen. Das ist wie eine Gehirnwäsche – einem Mann würde das niemals gesagt. Man muss sich in solchen Momenten immer wieder selbst sagen, dass es schon klappen wird.

Die alten Rollenbilder sind zäh.
Genau das meine ich. Es ist das uralte Klischee, von dem alle immer so tun, als existiere es nicht mehr, das aber nach wie vor total virulent ist. Es mag in anderen Ländern schon etwas aufgeweicht sein, aber hier in Deutschland auf gar keinen Fall. Ich höre mir das ja auch von Frauenärzten an, die sagen mir inzwischen zum Beispiel, ich müsse ein Jahr lang stillen.

Eine weitere Bevormundung.
Man sagt den Frauen: Wenn ihr nicht stillt, seid ihr schlechte Mütter und schadet dem Kind. Was für ein Quatsch! In den 70ern, als die Emanzipation eine Hochphase hatte und die Frauen sich damit identifiziert haben, war das total chic, nach vier Wochen abzustillen. Heute sitzt man beim Gynäkologen, und der sagt einem allen Ernstes mit so einer Pseudowissenschaftlichkeit, man solle ein ganzes Jahr lang stillen. Die Implikationen, die das auf ein Berufsleben hat, werden total zur Seite geschoben. Unter dem Strich wird einer schwangeren berufstätigen Frau mitgeteilt: Mädel, für dich heissts jetzt mal ein paar Gänge herunterschalten. Allein dieser Satz «Das wird dein Leben völlig auf den Kopf stellen» – was soll denn das bitte heissen? Das heisst doch konkret, dass man sich von einer berufstätigen Frau ins Gegenteil verwandelt.

Werden Sie stillen?
Keine sechs Monate. Tut mir leid. Das Stillen kann mir mein Mann ja nicht abnehmen. Das heisst, wenn ich wegmuss, auf eine Lesereise oder so – und das muss ich –, dann müssen wir das so hinbekommen, dass das Kind trotzdem Nahrung bekommt. Ganz ehrlich, meine Überzeugung, dass das meinem Kind nicht im Geringsten schaden wird, liegt bei 120 Prozent. In den 70ern wars ja umgekehrt, verliess man sich auf Studien, die besagten, dass in einem Kunstprodukt, also in Babymilch, bessere Sachen drin sind als in der Muttermilch. Aber damals herrschte noch ein grösseres Vertrauen in den Fortschritt und in die Wissenschaft, und man argumentierte anders: Wieso soll die Natur, die Krankheiten und Epidemien erzeugt, auf einmal unsere Lehrmeisterin sein, wo wir doch seit Tausenden von Jahren grosse Anstrengungen unternehmen, uns über die Natur zu erheben? Aber momentan bewegt sich das genau in die gegenteilige Richtung.

Der Trend zurück zur Natur äussert sich auch in einer gesteigerten Impf-Skepsis – und zwar vor allem bei gut ausgebildeten Eltern.
Das ist komplett reaktionär. Und ganz simpel gesagt, ist dieses übersteigerte Natur-Denken auch rechts. Konsequent müsste man doch sagen: Wenn die Natur immer recht hat, ist Selektion ein angemessenes Mittel, über die Lebenstauglichkeit zu befinden. Der äussere Rand der Öko-Bewegung ist rechts, obschon sich diese Leute politisch nach wie vor dem linken Spektrum zuordnen und sich als sehr fortschrittlich begreifen. Ich empfinde die neue Natur-Hörigkeit oft als degeneriert und dekadent und undankbar. Man muss ja nur ein Buch über die Pest lesen oder über die Zustände, die herrschten, bevor es Penicillin gab, dann kann man sich noch mal fragen, ob die Natur wirklich alles so toll eingerichtet hat. Ich kämpfe zwar gegen überbordende Gesundheitssysteme, aber auch hier geht es wieder darum, dass andere zu wissen meinen, was gut für mich sei. Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich hab nichts dagegen, wenn jemand persönlich nicht impft. Was mich an diesem ganzen Thema stört, ist, dass es so religiös daherkommt, so missionarisch.

Welche Werte sollten denn wieder mehr zum Tragen kommen?
Wichtig wäre, die Menschen von ihrer Unsicherheit und Zukunftsangst loszubekommen, dass sie begreifen, dass das Leben an sich seinen Sinn schon mitbringt. Dass die Freiheit darin besteht, daraus zu machen, was uns am besten erscheint. Nicht zu fragen, was von uns erwartet wird, sondern was wir von uns erwarten. Das ist kein Appell zur Egozentrik. Wir sollten wieder zu mehr Gemeinsamkeit, zu mehr Verantwortlichkeit kommen. Dieser klaustrophobische Wahn der Selbstverbesserung in äusserlicher Hinsicht ist kontraproduktiv. Und die Frage, wem er dienen soll, ist völlig unbeantwortet.

Sie sprechen von Gemeinsamkeit. Aber die Gesellschaft driftet immer mehr in die Individualisierung.
Das Problem an der Individualisierung ist, dass man den Begriff richtig und falsch verstehen kann. Richtig verstanden habe ich nichts dagegen, dass man persönliche Freiheit besitzt und sie verwirklicht. Richtig frei fühlen wir uns aber nur, wenn wir die Egozentrik überwunden haben und nicht immer die eigenen Bedürfnisse und Wünsche nach oben stellen. Es ist ein Irrtum zu meinen, wenn ich denselben Body-Mass-Index habe wie Heidi Klum, bin ich individuell. Das ist der Weg in die totale Roboterexistenz.

Der Mensch ist so frei wie noch nie, hat so viele Informationen zur Verfügung wie noch nie. Dennoch unterwirft er sich einem Diktat.
Nicht nur die Menschen werden sich ähnlicher, auch die Städte weltweit. Es gibt einen grossen Druck zur Anpassung und einen noch grösseren zur Homogenisierung zwischen Personen und Orten. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Geistesgeschichtlich betrachtet, haben wir es noch nicht geschafft, mit der vor 250 Jahren erkämpften Freiheit konstruktiv umzugehen. Wir meinen, wir hätten die Ziele der Aufklärung weitestgehend verwirklicht. Klar, wir haben sehr erfolgreich Zwänge abgebaut, die Menschenrechte sind einigermassen gesichert – zumindest in den Demokratien der westlichen Hemisphäre. Aber wir haben noch nicht herausgefunden, wie wir die Freiheit aushalten, weil Freiheit Angst macht. Wenn Sie ein Kalb plötzlich vom geschlossenen Stall in die offene Wiese setzen, bekommt es auch Angst.

Ist uns auch das politische Bewusstsein abhandengekommen?
Die Leute haben schon noch ein politisches Bewusstsein, das zeigt sich am Empörungspotenzial zum Beispiel bei Stuttgart 21. Ich kenne im Bekanntenkreis keinen, der sagen würde, ich interessiere mich nur für mein Haus und mein Auto. Aber viele wissen nicht, wie sie sich in der politischen Sphäre verwirklichen sollen. Als hätten die das vergessen, dabei ist die Demokratie ja nicht abgebaut worden.

Sie schildern die Anspruchshaltung, die Trägheit. Sie als Autorin machen da nicht mit, sind in Deutschland aber ziemlich allein auf weiter Flur.
Das macht die Sache für mich nicht gerade leichter. Manchmal komme ich mir vor wie ein einsamer Rufer in der Wüste und frage mich: Bin ich hysterisch, wenn die anderen so gelassen sind? Die Grundmentalität hat eben auch Autoren erfasst wie den Coiffeur oder den Autohändler. Ich werde ab und zu für Artikel diffamiert. Oft werde ich gefragt: Warum tust du dir das an? Und es kann vorkommen, dass mir Leute sagen, du würdest mehr Bücher verkaufen, wenn du die Klappe halten würdest.

Und? Halten Sie sich daran?
Nein! Erstens sehe ich das nicht ein, und zweitens neige ich zum Trotz. Wenn man mir dreimal sagt, tu das nicht, mach ich es erst recht. Weil ich das Gefühl habe, es ist umso wichtiger. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.12.2011, 16:58 Uhr

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178 Kommentare

Christoph Mai

02.02.2012, 15:54 Uhr
Melden

Wer sich gesund hält, verfügt über eine bessere Konzentrationsfähigkeit, um gute Bücher zu lesen. Genauso, wie man Sport übertreiben kann während man einem imaginären Ideal hinterherjagt, kann man auch beim Studieren im Hinblick auf ein erstrebtes Selbstbild jegliches Maß verlieren.
Ich bin aber zuversichtlich, dass Frau Zeh ihre Mitte noch finden wird.
Antworten


Alexandre Blatter

17.01.2012, 09:21 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Gutes Interview. Offensichtlich ist der Dame nicht bewusst, dass bei immer mehr Menschen auf engstem Raum, auch immer mehr Regeln für das Zusammenleben notwendig sind. Bei 8-9 Milliarden Menschen werden wir wieder mehr an das "Wir" denken müssen, als jeden Tag nur ans "Ich". Antworten


Peter Kohlhepp

30.12.2011, 21:00 Uhr
Melden

Anti-Impf-Religion und Still-Imperativ, Bevormundung und Regression, Bildung gegen Fettsucht, alles hellsichtige Befunde, von wegen hysterisch! Dahinter die ökonomische Normierung des Menschseins. Der Betrunkene sucht den Schlüssel im Lichtkegel seiner Kennziffern. Und gestritten wird, ob Lobby-Gruppe oder Partei, um Interessen, nicht um Grundwerte: das röche nach Ideologie – igitt, wie unmodern! Antworten


Felix Alter

30.12.2011, 18:36 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Sie ist eine Moralistin, die es sich selber aber extrem einfach macht, mit stillen und impfen und so ... da ist der Eigennutz dann plötzlich wichtiger. Antworten


Monika Lässer

30.12.2011, 07:32 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Danke Frau Zeh,
Endlich traut sich mal jemand die Meinung öffentlich zu sagen, was wir anderen schon lange denken und fühlen, und oft an den Pranger gestellt werden. Sie werden staunen wieviele das gleiche Denken.
Antworten


Marie Vollehr

29.12.2011, 13:11 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Julie Zeh, ich wünsche Dir Deinen wachen Geist zu behalten, weiter die Klappe aufzumachen, wo Du es für lohnenswert hältst, weiterhin liebenswert unkonventionell zu sein und Dich trotzfrei der Begegnung mit Deinem Kind und seinen Bedürfnissen hinzugeben, wenn es dann da ist. Man muss nicht reaktionär oder "rechts" sein, um natürliche Prozesse als wertvoll zu erkennen. Antworten


Philippe Latscha

29.12.2011, 08:57 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Danke Frau Zeh. Selten ein so gutes Interview gelesen. Sie sprechen das aus, was unsere Mitmenschen verschweigen, ignorieren und nicht sehen wollen. Ergänzend möchte ich noch sagen, dass der Wohlstand die Menschen abstumpft. Wir verlernen es zu kommunizieren und uns auf das Leben zu konzentrieren. Uns wird alles vorgegeben und wir tun nichts. Selbst in der Krise reagiern wir blind und trotzig. Antworten


tommy berger

29.12.2011, 08:45 Uhr
Melden 3 Empfehlung

was haben denn krankheiten und epedemien mit stillen zu tun? Antworten


Heiner Müller

29.12.2011, 02:46 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Das "Stichwort Rauchverbot" ist ein dummes Stichwort - oder ein arrogantes. Rauchverbote dienen dem Schutz von Dritten, also von Menschen, die nicht rauchen, nicht der "Bevormundung" von Rauchern, die sich selbst ein Ende setzen wollen. Soll sich doch erhängen, erschiessen, totrauchen, wer will - aber andere schädigen geht nun mal nicht. Aber das passt nicht in die Köpfe von Suchtkranken... Antworten


Heiner Müller

02.01.2012, 18:40 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Also, Joseph Müller, ich erklär's Ihnen. Sie haben es offenbar bis anhin nicht festgestellt: Auch Kellner sind Menschen. Zwar Menschen, die oft aus dem Ausland kommen, oft eine geringe Ausbildung und einen tiefen Lohn haben - aber dennoch ein Recht auf Gesundheitsschutz haben, Joseph Müller. Auch Servierpersonal darf nicht von anderen krankgepafft werden. Und jetzt gehen Sie mal in sich...


Joseph Müller

29.12.2011, 09:09 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Warum wurde dann in vielen Kantonen die Bundeslösung (bis 80 qm wären deklarierte Raucherlokale möglich) noch verschärft, also keine Raucherbeizen zugelassen? Und nun will die Lungenliga in einem neuen Anlauf auch noch die wenigen bestehenden Fumoirs verbieten. Wenn das keine Bevormundung ist!!


Hans Steiner

28.12.2011, 21:17 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Ich finde die Aussagen dieser Frau sehr erfrischend. Wir lachen heute über die Unwissenheit unserer früheren Generationen, aber wie weit weit sind wir heute? Indecies und Normen bestimmen unser Leben mehr, als Tabus das Leben unserer Grossmütter und Grossväter bestimmt hat. Das Geheimnis des Lebens ist meines Erachtens in der Qualität begründet. Wann geben wir endlich unseren Stunden Leben? Antworten


Alfred Fredi Haefeli

28.12.2011, 20:03 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Diese Frau kann sehr gescheite Antworten geben. Kaum ein Wort, wo man wirklich widersprechen möchte. Hoffentlich hat sie auch einige Schwächen. Sonst wäre sie ja für ihre engsten Freunde nicht auszuhalten. Antworten


Roman Fenner

31.12.2011, 15:40 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Bin mit vielen Aussagen einverstanden. Aber sie scheint auf dem linken Auge blind zu sein wie viele andere auch. Zu sagen, dass Ökofundis eigentlich rechts seien ist eine unerhört dreiste und vereinfachende Aussage. Damit impliziert sie, dass im ganz linken Spektrum kein Extremismus herrsche, da diese geistige Haltung nur rechtsgerichtete Menschen betreffe. So kommen wir auch nicht weiter .


Sandra Pirelli

28.12.2011, 23:43 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Menschen mit dem Wunsch, andere mögen Schwächen haben, sind nicht auszuhalten, Herr Haefeli.


Barbara Breitenstein

28.12.2011, 19:22 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Auf solch einen gescheiten Artikel habe ich schon lange gewartet. Liebe Frau Zeh, machen Sie weiter so und bleiben Sie auch in Zukunft aufmüpfig! Antworten


Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani

28.12.2011, 17:51 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Dieses Interview mit Frau Zehist Balsam für meine Seele. Nein, auch ich werde mein Kind NICHT stillen und nein, ich bin geipmft und werde mein Kind auch impfen lassen. Antworten


rolf keusch

28.12.2011, 17:28 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Es ist sehr erfreulich, solche Gedanken, Feststellungen, Ideen, Wünsche, Visionen, Realitäten, Wahrheiten, Verweigerungen, Vermutungen zu lesen. Sie spricht mir meist aus der Seele. Wie gut das tut! Antworten


Dorli Messmer

28.12.2011, 17:07 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Peter Spuhler sagt es klar im Interview mit der Weltwoche: Wenn wir nicht aufpassen dann gehen wir in die gleiche Richtung wie die südeuropäischen Staaten die ihre Sozialwerke nicht mehr finanzieren können. Klar sind Spuhler und Weltwoche Reizworte für viele. Trotzdem ist dieser Mann für mich eine Autorität in solchen Fragen, bestimmt bringt er der Schweiz viel. (liefert 50 Züge nach Norwegen) Antworten


Rudi Buchmann

28.12.2011, 23:49 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Ich dachte immer, das beste Sozialnetz befände sich in Skandinavien. In Sizilien werden die Patienten von ihren Angehörigen bekoch; keine Spitalküche. Die Arbeitslosengelder sind mehr als dürftig, usw. usw.. Alle wissen wie man die Steuerpflicht umgehen kann und so kriegt der Staat kein Geld. Sogar Berlusconi prellt den Staat. Herr Spuhler kann erzählen, was er will, seine Partei hat immer recht.


Dario Brenner

28.12.2011, 16:32 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Ich sehe das Problem nicht ein. Niemandem wird verboten, fett zu werden, wenn er/sie das gerne will. Man soll aber nicht zu feige sein, sich anzuhören, dass es ungesund ist. Denn das IST es. Da soll man wenigstens dazu stehen. Was das Rauchverbot betrifft: Passivrauchen. Ich habe absolut null Bock erbärmlich an Lungenkrebs zu sterben, bloss weil ich mir dieses Zeug ständig mit-reinziehen muss. Antworten


Walter Reinhart

29.12.2011, 03:30 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Peter Sieber, Fettleibigkeit hat selten ihre Ursache in einer physischen Krankheit. Viele Dicke, Raucher, Trinker, Drögeler usw. sind willensschwach trotz Gesundheitsrisikos. Auch sie wären gerne dünn, rauchfrei, trocken oder clean, aber sie können sich nicht aufraffen. Das und die Unfähigkeit, sich selbst die Willensschwäche einzugestehen, ist IHRE "Krankheit". Dick = faul? Manchmal schon.


Ralf Schrader

28.12.2011, 18:29 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Leider gibt es in der Schweiz kein Rauchverbot im öffentlichen Raum, nur ein solches an Arbeitsplätzen, bestimmten öffentlichen Gebäuden und ausgerechnet in Beizen. Nicht an Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs (Bahnhöfe, Bushaltestelle und schliesslich auf der Strasse). Die Politiker scheinen nie Bahn zu fahren oder zu Fuss durch die Stadt zu gehen. Und wollen keine wirklichen Konflikte.


Peter Sieber

28.12.2011, 17:48 Uhr
Melden 13 Empfehlung

@D. Brenner: Nicht jeder ist freiwillig fett, dass man sich dann aber Kommentare von Leuten wie Ihnen anhören muss ist nicht nur fehl am Platz sondern absolut verletzend. Es gibt dicke Leute die liebend gerne dünn wären, dies aber aufgrund einer Krankheit nicht können. Trotzdem gilt für viele Dünne die Ansicht dick=faul. Ich spreche aus Erfahrungen in meiner Familie.


Gion Saram

28.12.2011, 15:44 Uhr
Melden 37 Empfehlung

Mit der Abgabe der Verantwortung für unsere Handlungen an die Gesellschaft im Zuge des Ausbaus des Sozialstaates haben wir den Grundstein gelegt für die jetzt grassierende Einmischung der Gesellschaft in unser Leben. Jede Versicherung versucht ihre Risiken zu minimieren, auch um den Preis der Einschränkung der Handlungsfreiheit ihrer Versicherten. Der Staat wurde zur Versicherung aller! Antworten


Rolf Bombach

02.01.2012, 11:19 Uhr
Melden

Der einzelne Mensch kann nicht mit seiner Verantwortung richtig umgehen, Herr Steiner hat ein trauriges Beispiel gebracht. Eigenverantwortung ist ein Prinzip, das nachweislich regelmässig versagt. Deshalb hat die Menscheit die Zivilisation erfunden. Verrohung und Egozentrisierung des heutigen Lebens ist die Folge nachlassender Bevormundung, nicht umgekehrt, Zeh leistet da Vorschub.


Rudolf Steiner

28.12.2011, 22:11 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@ Saram: Ach, hört doch alle endlich mit diesem lächerlichen Geflenne auf. Vor 50 Jahren wurden noch Kinder den Eltern weggenommen und als sogenannte Verdingkinder zu Sklaven gemacht. Ich lebe auf jeden Fall viel lieber Heute als zu jeder anderen Zeit.


hans müller

28.12.2011, 18:32 Uhr
Melden 7 Empfehlung

jaja die Versicherungen wollen eben nicht mehr nur Millionen gewinne machen sonndern Milliarden


Ulrich Scheidegger

28.12.2011, 15:18 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Ja ein langes leben ist teuer. Das haben vor Jahrzehnte schon gewisse Geschäftsleitungsmitglieder einer namhaften schweizerischen Grossfirma erkannt -diese haben zu Weihnachten ihre Pensionäre mit einem Buch beschenkt. Das Buch trug sinnigerweise den Titel - Hunde wollt ihr ewig leben! Antworten


Caroline Egger

28.12.2011, 18:12 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Hätten die Hunde kurz vor oder gleich nach der Pensionierung sterben sollen, war das die Message? Einige Geschäftsleitungsmitglieder von Grossfirmen scheinen kein Schamgefühl mehr zu kennen... Man sollte beim aktuellen Altenbashing nicht vergessen, dass wir alle alt werden und dass etliche Institutionen nicht schlecht an unseren älteren Mitbürgern verdienen, u.a. auch die Pharmaindustrie.


Philipp Suter

28.12.2011, 14:13 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Erfrischend pragmatisch diese Frau Zeh. Allerdings, seit vor allem deutsche Politiker von Ihren Bürgern nur noch als "den Menschen" sprechen und diese nicht mehr als "Citoyen" wahrnehmen und ihnen gesetzgeberisch wohlmeinend bevormundende Gesetzchen auftischen, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob Frau Zeh ihre Ziele erreicht. Antworten


Clarita Kunz

28.12.2011, 13:51 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Genau, wir lassen uns von Vielem bevormunden. Vielleicht ist es aber nicht der böse Staat, sondern wir selber, die das so wollen. Nicht umsonst ist wahrscheinlich der Begriff des "Regredierens" in der Psychologie geprägt worden. Regredieren, also zurückgehen, wollen wir manchmal in jenen Zustand der Geborgenheit, wo wir uns sicher und aufgehoben fühlen und wo andere für uns das Denken übernehmen. Antworten


Leonardo Kopp

28.12.2011, 13:50 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Die meisten Kommentatoren lassen sich offenbar von gut formulierten Pseudo-Argumenten blenden. Ihr seid alles kleine Rädchen und wettert gegen Regulierungen? Regeln schützen 95% des Volkes: Ohne solche Gesetze würden wir immer noch 14 Stunden am Tag ohne Atemschutz in Kohlebergwerken schuften und wären äusserst dankbar für 2 Tage Ferien im Jahr. Völlige Freiheit würde in die Versklavung führen. Antworten


Daniel Hubacher

29.12.2011, 11:09 Uhr
Melden

@ Schmid: Ich verstehe nich ganz, wo ich nun weitere Massnahmen in Bezug auf Raser gefordert habe? Ich erwähnte lediglich Beispiele um, wo Massnahmen nötig sind/bzw. waren! Sie haben aber meine Frage trotzdem nicht beantwortet: Wer schützt jene, welche unter der fehlenden Eigenverantwortung und dem asozialen Verhalten der Bevölkerung leiden?


Hans Schmid

28.12.2011, 20:29 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Hubacher: Die Raser-Thematik ist ein gutes Beispiel: Erst vor wenigen Jahren wurde das Kaskadensystem eingeführt, damit schwere Verstösse nicht zu leicht bestraft werden.
Statt erst mal die Auswirkungen abzuwarten (was naturgemäss einige Jahre dauert) wird jetzt schon wieder an den entspr. Strafbestimmungen herumgeschraubt. Das keine seriöse Gesetzgebung sondern nur noch hysterischer Aktionismus!


Daniel Hubacher

28.12.2011, 17:07 Uhr
Melden 7 Empfehlung

@ Schmid: Sowohl die Demokratie als solche, wie aber auch Fr. Zeh appellieren an den gesunden Menschenverstand und die Eigenverantwortung. Wo aber diese entweder verloren gehen oder andere Menschen unfreiwillig mitbetrifft (z.B. Passivrauchen, mit dem Auto rasen, usw usf) wüsste ich beim besten Willen nicht, was sonst als staatliche Regulierung denn noch helfen könnte.


Hans Schmid

28.12.2011, 14:55 Uhr
Melden 26 Empfehlung

@Kopp: Ich sehe weder bei Frau Zeh noch bei den allermeisten Kommentatoren eine grundsätzliche Ablehnung von Regulierungen. Wie so oft ist es eine Frage des Masses. Leider ist das gesunde Mass in vielen Bereichen längst überschritten.


Karl Mrak

28.12.2011, 14:33 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Eine Demokratie müsste eigentlich Freiheit bedeuten. Das heisst allerdings auch man muss Verantwortung übernehmen. Vermutlich wählen darum so viele Mitte/Links, weil sie sich vor Entscheidungen drücken wollen. Der Staat soll es richten.


Berni Hammer

28.12.2011, 14:08 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Aber nur noch Vorschriften führen auch in die Versklavung. Das Problem fängt dort an, wo Vorschriften gemacht werden um die Bevölkerung für seine eigenen Taschen abzuzocken. (Aufblähung des Beamtenapparates etc.)


Rüefli Lukas

28.12.2011, 13:16 Uhr
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Frau Zeh, sie haben den Mut, Experten und Behörden die Stirn zu bieten und gegen die Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger anzutreten. Herzlichen Dank dafür. Ja, wir sind selbergross.ch Antworten


Marc Gubler

28.12.2011, 13:12 Uhr
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Frau Zeh hat den Durchblick - Sie hat erkannt mit welch eklatanter, verlogener "Politik der Kurzsichtigkeit und Eigenprofilierung" der/die BürgerInnen verblendet wird/werden. Mir erscheint es evident, dass unsere PolitikerInnen gerne Verbote und Bevormundungen ausprechen, damit sie sich nicht mit den wirklich dringenden und wichtigen Problemen, die uns alle betreffen, auseinandersetzen müssen! Antworten


Konrad Hummler

28.12.2011, 12:57 Uhr
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Schon mal davon gehört, dass man Milch vorher bereitstellen kann? Schon mal davon gehört, dass es nicht darum geht, dem Menschen das Rauchen zu verbieten, sondern darum dass jeder das Recht hat an einem rauchfreien Arbeitsplatz zu arbeiten? Sehe nicht, woher die gute Frau ihre Legitimität nimmt, uns zu belehren. Antworten


Eva Hürlimann

30.12.2011, 23:43 Uhr
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@ Hummler: Milch abzupumpen und vorher bereitzustellen (insbesondere, wenn es um eine mehrtägige Abwesenheit handelt) ist unheimlich mühsam. Will ich die Milchmenge steigern, muss ich nach jedem Stillen pumpen und bekomme pro Tag knapp Milch für eine Mahlzeit zusammen (zusätzlicher Aufwand pro Tag neben dem Stillen: fast 2h). Pumpe ich mehr, würde ich nachts aufwachen, weil zu viel Milch da ist.


Michelle Müller

28.12.2011, 17:10 Uhr
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@ Lanz: Was hat Hummlers Aussage mit Lehs Geschlecht zu tun? Tatsache ist, dass die Eigenverantwortung, von der Leh spricht, von vielen nicht wahrgenommen wird, was zwangsläufig zur Einschränkung der Freiheit von anderen führt. Und wo die Eigenverantwortung versagt, muss der Staat (oder die Mehrheit!) zum Schutz der Freiheit einspringen. So einfach ist das.


Jacqueline Lanz

28.12.2011, 14:20 Uhr
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Warum so herablassend, guter Mann? Ist das die übliche Art, mit Frauen zu sprechen, die unliebsame Tatsachen benennen? Oder sind sie bloss wütend, dass sie nicht selbst darauf gekommen sind?


Angela Nussbaumer

28.12.2011, 12:52 Uhr
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Ich muss zugeben, Juli Zeh bis anhin nicht gekannt zu haben. Deshalb mein Dank an den Tagi für dieses Interview, denn Frau Zeh spricht mir aus der Seele. Nur zum Stillen ist meine Meinung anders: das Kind bestimmt, wie lange es die Mutterbrust will. Meine Enkelin tat dies z.B.. Lassen wir Frau Zeh doch mal ihr Kind gebären. Jede Mutter und jedes Kind ist eigen und wird das für sich Richtige tun. Antworten


Richard Hennig

28.12.2011, 12:17 Uhr
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Ja! Vorschriften und Verbote..! Aber wer akzeptiert heute noch,dass SEIN Kind auf dem Spielplatz sich mit einem Anderen prügelt. Früher gehörte dass zum Grosswerden, heute wird gleich die Polizei und/oder die Jugendbehörde eingeschaltet und der/die Schuldige wird gleich als Unruhestifter abgestempelt. Leider akzeptieren heute die Leute eines nicht, das Leben ist immer mit Risiken verbunden! Antworten


Jacqueline Lanz

28.12.2011, 11:50 Uhr
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Ich las den Artikel nur, weil mich die Frau gleich aggressiv machte mit ihrer Aussage. Aber es hat sich gelohnt, was sie sagt, ist gut durchdacht, ich stimme in vielen Aussagen mit ihr überein. So in der Mitte des Artikels merkte ich dann, dass ich sie auch schon las, in Interviews, sie formuliert klar, bleibt nicht im Ungefähren. Doch, Julie Zeh hat was zu sagen, interessante Frau. Antworten


Hellmut Herr

28.12.2011, 11:47 Uhr
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"Neue Öko-Bewegung, Natur-Hörigkeit" Diese Bewegungen haben zumindest ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie Konzerne z.B Saatgut manipulieren, patentieren und alternative Anbauweisen verhindern.Deshalb lehne ich Errungenschaften wie Impfstoffe , Penicillin noch lange nicht ab."Papier nicht mitessen soll" :Damit vermeidet ein Konzern langwierige Prozesse, wenn es doch jemand isst, darum gehts! Antworten


Caroline Egger

28.12.2011, 11:42 Uhr
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Interessant, wie viele Foristen die Aussagen Zehs so verstehen, als sei der Staat der grosse böse Bevormunder. Dabei sind der Staat und seine Politiker jeglicher Couleur längst zu Vollstreckungsgehilfen von Grosskonzernen- und Kapital geworden: Workfare, Gesundheits- und Versicherungsterror, allumfassende Gängelung und Herrichtung der Menschen zu willfährigen Arbeitnehmern, auch in Unis und FH. Antworten


Caroline Egger

28.12.2011, 18:22 Uhr
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@Schrader. Sind Sie sicher, dass alle Mitbürger so alt wie möglich werden wollen? Ich kenne etliche Betagte, die eigentlich schon lange gerne sterben würden, aber am Leben gehalten werden, weil die medizinischen Möglichkeiten vorhanden sind und weil Altenpflege, Spitex, usw. last but not least ein gutes Geschäft sind und nicht wenige Arbeitsplätze schaffen. Nicht jeder hat den Mut zum Selbstmord..


Ralf Schrader

28.12.2011, 13:15 Uhr
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@Egger: Die Staaten geben hoheitliche Aufgaben (Soziales, Gesundheit,usw.) an die Gemeinschaft plündernde Private und beschäftigen sich mit unpolitischen, privaten Problemen wie Nichtraucherschutz um politische Arbeit zu imitieren. Offene gesundheitspolitische Fragen sind:
Ist der individuelle Wunsch alt zu werden von gemeinschaftlichen Interesse? Was ist privat und was öffentlich an Gesundheit?


Caroline Egger

28.12.2011, 12:54 Uhr
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@Namel. Auf die eine oder andere Weise sind wir alle vom Staat, in dem wir leben, abhängig. Was mir missfällt, ist der Missbrauch des Staates zur Durchsetzung privater Interessen und Profite. Bsp. Krankenkasse/2. Säule: Millionenprofite auf Kosten Zwangsversicherter. Workfare: staatliche Versicherungen werden für Lohndumping und Sozialabbau missbraucht (Hartz IV, 1€-Job, usw.)


Yves Namel

28.12.2011, 12:19 Uhr
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@Egger: Ach, wie niedlich, Sie geben ja grad ohne Umschweife Ihre Verantwortung ab. In welcher Blase leben Sie denn? Der Staat ist doch nicht böse, nur weil er bevormunden will. Der bevormundende Staat ist nicht nachhaltig, das ist es. Er kann Ihre Alltags-Probleme nicht lösen, das müssen Sie schon selber, Sie haben ja die Wahl wie noch nie, leben so gesund wie noch nie, wissen soviel wie noch nie


Alma Heraklis

28.12.2011, 11:56 Uhr
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Ihre Ansicht kann ich nicht teilen. Schauen sie nach Griechenland. Der Staatsapparat wird immer mehr aufgeblasen, am Schluss sind alle Bürger beim Saat angestellt. Das kann niemand finanzieren. Leute die produktiv arbeiten müssen in der Mehrheit sein sonst verarmen wir alle.


karin baur

28.12.2011, 11:42 Uhr
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nun, ich wünsche, dass juli zeh alles mit baby gut gelingt:
ich finde, kinder sind bereichernd, auch wenn man einen sehr anspruchsvollen beruf hat.
und manchmal ein sehr gutes gegengewicht zu letzterem.
Antworten


Sandra Pirelli

28.12.2011, 11:41 Uhr
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Die Menschen lassen sich gern pathalogisieren, dann sind sie für nichts verantwortlich! Können motzen, andern Schuld und Verantwortung zuschieben und selig konsumieren bis sie sterben. Zuerst Kleider, dann Medikamente, dann Pflege! Antworten


René Merten

28.12.2011, 11:51 Uhr
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Ein wahres Wort, Frau Pirelli- anzufügen wäre noch: bezahlen sollen die anderen!


Bruno Vittorio Nünlist

28.12.2011, 11:39 Uhr
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Wenn ich nur schon den Titel lese, bin ich froh, dass das mal jemand anspricht! Auch das Rauchverbot u.s.w. hat nur mit den Kosten zu tun! Es geht dem Staat nicht wirklich um die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürger, sondern um den 'Kostenfaktor' Bürger!!! Antworten


Hans Schmid

28.12.2011, 11:35 Uhr
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@Ferhadi & Vogelsanger: Solange der Staat sich Gesetze von den Lobbyisten des Grosskapitals diktieren lässt, ist er Teil des Problems.
Ausserdem: Mehr Regulierung nützt tendenziell den Grossen! Wenn es z.B. 500 Personenstunden braucht, um die administrativen Anforderungen zu erfüllen, damit ein Produkt verkauft werden darf, so belastet dies einen Kleinbetrieb viel stärker als einen Grosskonzern.
Antworten


Alexander Müller

28.12.2011, 11:21 Uhr
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Ich halte dem Titel entgegen: Für einige Leute gibt es nichts wertvolleres als ein gesundes und gutes langes Leben. Antworten


Ralf Schrader

28.12.2011, 11:37 Uhr
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Leider ist das so. Nur wenn man das will, muss man auch die Konsequenzen tragen. Dann kann man nicht über das Wachsen der Krankenkassenbeiträge jammern.


Hans Schmid

28.12.2011, 11:36 Uhr
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@Müller: Dann hindert niemand diese Leute daran entsprechend gesund zu leben. Dafür braucht es keine staatliche Gängelung der gesamten Bevölkerung.


G. Frey

28.12.2011, 10:55 Uhr
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Ach hören sie doch auf mit dem Frauengejammer.Sie sind immer noch lieber zu Hause in der alten Rolle Mann verdient und ich bleibe zu Hause. Noch nie hatten Frauen soviele Möglichkeiten sie müssen sie halt nutzen.Ich habe das alles 40 Jahren gemacht inkl. KInd da war es noch schwer denn da war man eine Rabenmutter. Was mir immer egal war,war die Meinung der sog. Gesellschaft. Selbständig u eig.Geld Antworten


Benno Piller

28.12.2011, 10:55 Uhr
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Wir leben in einer direkten Demokratie. Und schlussendlich entscheidet mehrheitlich die Minderheit, die noch an die Urne geht. Wer nichts sagt, sagt ja. Also, was soll das Gejammer? Antworten


Christian Kobel

28.12.2011, 13:08 Uhr
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Wie wahr!
Wir, die stimmberechtigten Bürger, ob wir uns politisch betätigen oder nicht, sind der Staat. Wir geben die Verantwortung an den Staat ab (je nach politischer Gesinnung resp. Partei etwas unterschiedlich). Wenn wir das ändern wollen, können wir das. Wir müssen nur wollen und auch tun.


Ralf Schrader

28.12.2011, 11:28 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Was hat die entscheidende Minderheit zum bisher grössten Eingriff in die schweizerische Spitallanschaft gesagt, in welchem auf einen Rutsch 2 Milliarden Franken von obligatorisch versichert nach privat umverteilt werden? Habe ich da die kluge Stimme des Volkes überhört oder schläft die, wie immer?


Rima Kauf

28.12.2011, 10:51 Uhr
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Toller Artikel! Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Verstehe nicht, dass Frau Zeh sich vom GynäkologEN so was anhört und dann die guten 70er aufführt. Es gibt nun mal Sachen die von der Natur gut eingerichtet sind und andere nicht. Die Pest ist schliesslich nicht vom Himmel gefallen sondern hatte etwas mit Hygiene zu tun. Dass und Solidaritä/Gemeinsinnt abhanden gekommen ist, stimmt. Antworten


Ben Müller

28.12.2011, 10:51 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Frau Zeh hat in vielem was sie sagt absolut recht. Es grenzt an Selbstkasteiung was wir uns tagtäglich antun. Statt das Leben zu geniessen (oder nach unserem Glück zu streben was eigentlich tief verwurzelt in uns das primäre Ziel sein sollte), versuchen wir unsere Gesundheit zu optimieren im Hinblick auf ein möglichst langes Leben. Dafür sind wir auch bereit unsere Freiheit zu opfern. Quo vadis? Antworten


René Merten

28.12.2011, 10:42 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Eigenverantwortung? Weder im SP-Grundsatzpapier noch sonst irgendwo ist dieses Wort erwähnt. Alles muss der Staat richten! Der Bürger darf nicht als mündig betrachtet werden! Antworten


Mario Monaro

28.12.2011, 11:28 Uhr
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Die SP muss nicht auch noch auf dieses Pferd setzen. Das soll sie anderen überlassen und sich auf sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit konzentrieren. Aber die SP regiert ja dieses Land nicht (allein) und das ist auch gut so...


Markus Kaufmann

28.12.2011, 10:40 Uhr
Melden 7 Empfehlung

wer ist diese frau? ganz ehrlich, ich habe noch nie von ihr gehört geschweige denn etwas gelesen. verpasse ich da etwas? Antworten


Mario Monaro

28.12.2011, 11:36 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Es gibt so viel zu lesen. Niemand muss alle zeitgenössischen Autoren kennen. Juli Zeh ist eine von zahlreichen und manchen gefällt was sie schreibt. Aber man gehört nicht zur "Unterschicht", wenn man nichts von ihr gelesen hat...


Norma Schulthess

28.12.2011, 10:58 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Einfach ihre Bücher lesen. Das eine oder andere lohnt sich.


Ralf Schrader

28.12.2011, 10:47 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Da müssen Sie schon ziemlich blind und taub vor sich hin gelebt haben. Allerdings haben die Unterschichtenmedien sie auch selten bis nie thematisiert.


Natalie Meyer

28.12.2011, 10:47 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Ja, da verpassen Sie was.


Hans Koller

28.12.2011, 10:31 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Solidarität als Mutter, fängt doch da an wo die Mutter für das Kind da ist. Eine Mutter die keine Lust hat ihr Kind zu stillen sollte lieber keine Kinder haben. Die gute Frau sieht auch nur ihr Weltbild, als freier Mensch habe ich auch das Recht ihre Werte von Loyalität, Humanität, Solidarität etc. abzulehnen. Antworten


Vroni Bamert

28.12.2011, 11:28 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Es gibt nun mal Frauen, die haben Lust, sowohl für das Kind wie für den Beruf da zu sein, zumal ein positives Selbstwertgefühl vor allem von beruflicher Anerkennung abhängt. Es wäre wichtig, wenn HAUSFRAUENMÜTTER unabhängig vom Ehemann, Anerkennung und Lohn erhielten,denn ein positives Selbstwertgefühl der Mutter beeinflusst das Selbstwertgefühl der Kinder positiv, für Freiheit und Verantwortung.


Nicole Kasberg

28.12.2011, 10:30 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Wieder mal so ein ausschweifender, schöngeistiger Kommentar zu unserem grossen Leiden. Alles ist verkehrt, alle Spielregeln der Gesellschaft sind falsch und alle Bürger sind auf das Infantilitätsstadium zurückgeworfen und unmündig, sich zu wehren. Und ganz viele hier fallen gleich ein in das kollektive Selbstmitleid.... Antworten


Ursi Brock

28.12.2011, 10:29 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Viele Gebote und Verbote die vordergründig durch den "Staat" initiiert werden haben als eigentliche Befürworter bzw. Ursache so manche Versicherung oder gleich die ganze Branche hinter sich. Einmal mehr geht es um Profit- und Renditemaximierung. Die Einschränkungen des täglichen Lebens werden also nicht von Beamten ausgedacht sondern von beliebigen Lobbyisten. Antworten


Astrid Meier

28.12.2011, 10:29 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Frau Zeh wird auch noch merken, dass Stillen unter anderem die unkomplizierteste Art ist, einen Säugling zu füttern. Man hat alles, was es braucht immer bei sich. Es liegt nicht an der Nahrungsaufnahme, dass die Bedürfnisse von kleinen Kindern sich nicht ohne weiteres ins Berufsleben integrieren lassen. Und wieso, bitteschön, sollte eine Hausfrau "feige" sein? Abgesehen davon hat sie Recht. Antworten


Lennart Kirill

28.12.2011, 10:28 Uhr
Melden 6 Empfehlung

"Der Gedanke der Solidarität und Loyalität ist komplett verloren gegangen.", Bei der Loyalität gebe ich Frau Zeh gerne recht, aber ich die Solidarität wird heutezutage vom Staat zwangsweise mit den Schöpfkelle verabreicht. Vor 60 Jahren mussten an Lungenkrebst erkrankte Raucher selber für ihre Behandlung aufkommen, heute werden alle gezwungen mit den KK-Beiträgen die Süchte Einzelner zu kurieren. Antworten


FRITZ MIEHL

28.12.2011, 10:23 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Besser kann man die Misere nicht ausdrücken! Es findet tatsächlich eine allgemeine Gehirnwäsche, der alle auch noch applaudieren, statt! Dank an Frau Zeh und dem Tagi! wg. der Veröffentlichung! Frau Zeh hat genau hingeschaut und das "gesehene" sehr gut dargestellt! Um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen sollte man einfach fragen cui bono? (einfach- wem nützt es) Antworten


Andy Blunschi

28.12.2011, 10:22 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Wie recht Sie doch haben. Aufkleber auf Zigarettenpackungen: Man nimmt uns für dumm und unfähig. Juristen regeln den Verkehr - Vortritt auf Zebrastreifen und es gibt immer mehr Unfälle (der Fussgänger ist ja im Recht, leider auch schwer verletzt). Man muss den Leuten sagen, was sie zu tun haben: Tönt sehr arrogant. Leider verlangen viele von uns genau das! Antworten


Katia Lanz

28.12.2011, 10:15 Uhr
Melden 34 Empfehlung

Herrlich! Von mir aus hätte das Interview auch doppelt so lang sein können. Ich hoffe, dass Frau Zeh noch lange nicht "die Klappe hält". Antworten


Egon Stein

28.12.2011, 10:12 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Zu allen Zeiten wird eine Minderheit von der Evolution erfasst und nur von jenen verstanden die nicht vom religiösen Leitbild geprägt,blockiert sind. Entgegen steht die göttlich bewirtschaftete Schöpfungsgeschichte
als psychologische Lebensstütze,dem Glauben(Ersatz-wissen).Frau Zeh von der Evolution sensibilisiert,kämpft gegen das Dogma: Schöpfung(Stillstand). ich danke ihr. Egon Stein,Meggen
Antworten


Laura Bernsina

28.12.2011, 10:00 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Diese linken Frauen wie MCR und Somaruga führen die Schweiz in den Abgrund. Das alles geht nur, weil sie von den Meien beklatscht werden. Antworten


Räto Simon Camenisch

28.12.2011, 11:20 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Was bedeutet MCR? Motor Club Rheintal? Müssen wir in der heutigen Zeit wirklich alles abkürzen oder mit Symbolen erklären? Wenn Sie schon schreiben texten Sie für alle verständlich.
MFG DdK LG aus CH


Nicholas Shean Reuben Fliess

28.12.2011, 11:08 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Herr Hiller, die internationale Situation hat sich auch seit der Ära Blocher geändert, darauf hat niemand in der Schweiz Einfluss, weder Links noch Rechts... Unantastbar? Ständig wird Frau Sommaruga vom Stammtisch attackiert...


Mike Hiller

28.12.2011, 10:55 Uhr
Melden 16 Empfehlung

@Fless: Ein Beispiel: Blocher reduzierte in seiner Zeit als Bundesrat den ganzen Asylapparat so gut es irgendwie ging. Dafür wurde und wird er fast täglich in den Medien angegriffen.
Somaruga baut den Asylapparat grosszügig und über alle Masse aus. Dafür erhält sie Applaus, noch kein Wort der Kritik habe ich da gelesen. Das nenne ich unantastbar.


Ralf Schrader

28.12.2011, 10:39 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Wenn die beiden Damen links sind, sind alle Frösche rot. Es gibt keine Linken in der Schweiz. Die am weitesten links Stehenden sind tatsächlich ödeste bürgerliche Mitte.


Nicholas Shean Reuben Fliess

28.12.2011, 10:26 Uhr
Melden 14 Empfehlung

@ Mike Hiller: Sind denn nur linke Frauen unantastbar oder Frauen generell? Auch gewisse männliche Politiker werden blind angebetet...


Mike Hiller

28.12.2011, 10:16 Uhr
Melden 11 Empfehlung

@Fliss: Leider ist es so, diese Frauen sind unantastbar auch wenn sie den grössten Stuss machen.


Nicholas Shean Reuben Fliess

28.12.2011, 10:07 Uhr
Melden 40 Empfehlung

Genau, Frau Bernsina, die Schweiz wird von den linken Frauen beherrscht, selten so gelacht...


Sacha Meier

28.12.2011, 09:56 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Auf den ersten Blick ist die Botschaft von Frau Zeh, den Menschen mehr Selbstverantwortung zu geben, geradezu bestechend. Aber sie vergisst, dass wir auf diesem Planeten immer mehr werden. Je mehr Menschen sich um den nicht grösser werdenden Kuchen Resourcen balgen, umso mehr Vorschriften braucht es. Und umso mehr Beamte und Ritalin® braucht es auch, diese auch durchzusetzen und zu optimieren. Antworten


Sacha Meier

28.12.2011, 12:12 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Yves Namel Auf eine Kurzformel gebracht vertritt Frau Zeh die Gutmenschen, während ich für Pragmatismus stehe. Im Prinzip ist es mit den Menschen wie mit den Käfig- vs. Freilandhühnern. Würden nur noch lauter glückliche Bio-Hühner gehalten, bräche unsere industrielle Nahrungsmittelproduktion zusammen. Auf einer künftigen 20Mia.-Erde wird es schlicht keinen Raum mehr für Individualität geben.


Yves Namel

28.12.2011, 11:11 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Ferhadi: Die Wirtschaft besteht nicht nur aus Wettbewerb. Schaut man genauer hin, besteht sie eigentlich nur ausnamsweise aus Wettbewerb sondern vielmehr aus Nebeneinander, Zusammenspiel von Unterschiedlichem und Diversität. Dass der Staat das prägende Element der Wirtschaft sei ist die Erfindung der Sozialisten.


Yves Namel

28.12.2011, 10:16 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@Meier: Ich finde Zehs Interview von selten gelesener Luzidität und Erkenntnis. Gerade WEIL wir mehr Menschen werden auf diesem Planeten, sollte der Weg in die von Zeh angedeutete Richtung gehen. Akzeptieren wir doch wieder etwas mehr "Balgerei" (lies Wettbewerbsdenken) genau so, wie es und die Natur und das ganze Universum seit dem Urknall vormachen. Fangen auch Sie im 2012 damit an!


Matthias Vogelsanger

28.12.2011, 09:55 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Frau Zeh hat nicht viel mehr als abgedroschenen anti-Etatismus zu bieten. Wie Parvaneh Ferhadi richtig bemerkt hat ist nicht der Staat, sondern die globalisierende Wirtschaft der primäre Entmündigungstreiber. Dass der bessere informierte Bürger mit Impf-Skepsis und der Forderung nach Eindämmung der Junkfood Industrie reagiert ist nur logisch. Der Staat reagiert hier allenfalls zu zögerlich. Antworten


Flavio Haener

28.12.2011, 09:47 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Danke für dieses Zitat: "Ich empfinde die neue Natur-Hörigkeit oft als degeneriert und dekadent und undankbar. Man muss ja nur ein Buch über die Pest lesen oder über die Zustände, die herrschten, bevor es Penicillin gab, dann kann man sich noch mal fragen, ob die Natur wirklich alles so toll eingerichtet hat." Antworten


Susanne Heyer

28.12.2011, 09:47 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Wartet nur, bis wir in die EU "gezwungen" werden, dann wird die Bevormundung noch viel, viel schlimmer! Antworten


Javier López

28.12.2011, 10:21 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Aaach schon wieder die böse EU. Leiden Sie an Wahnvorstellungen? In diesem Land wird sogar vorgeschrieben, was für ein Briefkasten man am Haus anbringen muss. Die Bevölkerung der Schweiz ist einer der best überwachten auf diesem Planeten. Wenn Sie die Schweiz ertragen können, dann werden Sie auch problemlos die böse EU ertragen.


Ernst Rietmann

28.12.2011, 10:08 Uhr
Melden 23 Empfehlung

@Heyer. Was dieser Artikel mit der EU zu tun hat, frage ich mich wirklich. In der Schweiz müssten wir nur nach Herrliberg zum heiligen Christoph gehen. Bei ihm können wir lernen, was ein richtiger Schweizer ist und was er/sie zu tun hat. Wichtigste Lehre daraus, ja nicht selbst denken, das macht Christoph und seine Entourage für uns.......


Nicholas Fliess

28.12.2011, 09:55 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Das nennt man wohl EUphobie, Frau Heyer...


René Merten

28.12.2011, 09:46 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Die Dame hat Recht! Die linke Bevormundung ist europaweit festzustellen.Auch bei uns in der CH braucht man nicht zu arbeiten.Man bekommt trotzdem alles nötige. Zudem kann man noch schwarz arbeiten oder betteln und kommt damit auf ein schönes Einkommen. Das sind leider Tatsachen. Und die einflussreiche Sozialindustrie hat kein Interesse an einer Aenderung dieses Zustands. Lesen Sie die Weltwoche! Antworten


Fred Büchi

28.12.2011, 14:01 Uhr
Melden 7 Empfehlung

@René Merten: Wem die Weltwoche gehört, ist unter Eingeweihten längst ausgemachte Sache. Weshalb verzeichnen 'Die Zeit', FAZ und Süddeutsche Zeitung gerade in der Schweiz stetige Zuwachsraten und die WW Abgänge? Sicher zum Grossteil, weil da ungefärbt über urschweizerische Themen berichtet wird. Die Journalistenausbildung war in Deutschland seit Jahrzehnten besser als hier. Warum wohl?


Ernst Rietmann

28.12.2011, 13:55 Uhr
Melden 10 Empfehlung

@Merten. Ich rede von Herrliberg, weil der Mentor von Köppel dort wohnt. Oder denken Sie, dass Köppel so viel Geld hatte, um die Weltwoche kaufen zu können?Genauso blauäugig ist es, davon auszugehen, dass Blocher den Zuppiger-Abschuss in der Weltwoche nicht ausdrücklich genehmigt hat.Wenn Sie mir nun vorwerfen, keine Lösungen zu haben, ist mir dies lieber als Ihre offensichtliche Blocher-Hörigkeit


Mark Messier

28.12.2011, 11:59 Uhr
Melden 11 Empfehlung

@Merten, das nenn ich "Schubladendenken". Die Welt ist Links und Rechts (nix mit je nach Problematik denken) und mit der Weltwoche sich bilden und schon habe ich überlegene fundierte Standpunkte. Mündige Schweizer wählen nicht SVP :-)


Rolf Weber

28.12.2011, 11:38 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Einverstanden, Herr Merten. Wir brauchen vermehrt mündige Bürger, richtig. Bildung ist ein wichtiges Gut. Auch richtig. Nur, Herr Merten, für einen gebildeten, mündigen Menschen gibt's mehr als nur Stammtisch, Ausländerhass, Asylantenhass, Linkenhass und Weltwoche. Und wohin die WW - Bildung führt, beweisen sie hier täglich.


Ferndando del Rio

28.12.2011, 11:21 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Zitat: "Auch bei uns in der CH braucht man nicht zu arbeiten".
Man ist sich von den Herrliberg Jüngern á la Merten ja schon einiges gewohnt, aber es ist doch zu hoffen, dass die Posts im Jahr 2012 ein weeeenig intelligenter werden. Den Rest der auswendig gelernten Schlagwörter kann man getrost im runden Ordner entsorgen. Übrigens, Herr Merten: Vom rechtsextremen Standpunkt aus ist alles links.


René Merten

28.12.2011, 11:20 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Wieso lesen Sie die Weltwoche nicht, Herr Lopez. Da kann man nebst unterhaltsamen Beiträgen auch die negativen Fakten in unserer Politik und Asylindustrie lesen. Die Weltwoche bildet. Dann würde man auch die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge der "Hochpreisinsel" verstehen. Bildung ist ein wichtiges Gut! Wir brauchen vermehrt mündige Bürger in unserem Staat.


Nicholas Shean Reuben Fliess

28.12.2011, 11:18 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Nein, Herr Merten, die CVP ist nicht links, nur weniger verkrampft als gewisse andere Parteien... Und noch ein Kompliment, Sie haben die 15 Regeln für eine erfolgreiche Propaganda wirklich verinnerlicht...


Javier López

28.12.2011, 11:07 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Ist die Hochpreisinsel Schweiz auch ein Werk der Linken und der Sozialindustrie? Was steht darüber in der Weltwoche? Ich lese die Weltwoche nicht!


René Merten

28.12.2011, 11:05 Uhr
Melden 3 Empfehlung

CVP ist heutzutags links, Herr Zünd!


Chris Zünd

28.12.2011, 10:59 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Lieber Herr Merten, ich wähle keinesfalls links.


Nicholas Shean Reuben Fliess

28.12.2011, 10:59 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Herr Merten, woher wissen Sie denn, dass Herr Zünd links wählt? Ist jeder, der eine andere Meinung vertritt denn für Sie automatisch ein Linker?


René Merten

28.12.2011, 10:56 Uhr
Melden 6 Empfehlung

ich kann Ihre Gedanken nicht nachvollziehen, Hr. Rietmann. Sie reden immer von Herrliberg, obwohl die Weltwoche unabhängig ist. Sie gehen auch nicht auf die von mir geschilderte Problematik ein. also darf man annehmen, dass Sie die weitverbreiteten Missbräuche tolerieren oder sogar noch gutheissen. In all Ihren Kommentaren habe ich noch nie von Lösungen gelesen. Himmeltraurige Einstellung!


René Merten

28.12.2011, 10:26 Uhr
Melden 5 Empfehlung

selbst wenn das so wäre, dann müssten doch linke Wähler wie Sie, Herr Zünd, so vernünftig und gerecht gegenüber den Steuerzahlern sein, dass die Missbräuche rigoros bekämpft werden. Ich weise nur darauf hin, dass die Weltwoche seit Jahren jede Woche massive Missbräuchsfälle und Fälle von Geldverschleuderung durch den Staat veröffentlicht. Man sollte doch dankbar sein, dass das publik wird.


Ernst Rietmann

28.12.2011, 10:14 Uhr
Melden 26 Empfehlung

@Merten. Ich habe die Weltwoche vor der Aera Köppel gelesen, als sie noch neutral und trotzdem kritisch war. Seit Übernahme von Köppel ist sie nur noch das Sprachrohr aus Herrliberg. Darauf kann ich verzichten, ich brauche keinen Diktator. Leider ist es nicht so einfach, wie Sie denken.Ich wünsche Ihnen, dass Sie niemals invalid,pflegebedürftig oder arbeitslos werden.Sie würden auf die Welt kommen


Chris Zünd

28.12.2011, 10:03 Uhr
Melden 34 Empfehlung

Linke Bevormundung? Und Sie befehlen den Lesern die Weltwoche zu lesen? Tönt wie: "Schweizer wählen SVP"! Übrigens habe ich aus beruflichen Gründen mit IV- und Sozialhilfe-Bezügern zu tun. Für die meisten von Ihnen ist der Gang zum Amt äusserst schwierig und das wenige Geld (trotz evtl. Schwarzarbeit) reicht kaum für das Nötigste.


Joerg Schmitt

28.12.2011, 09:37 Uhr
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"Es findet sich immer ein Grund, warum etwas gefährlich oder kostenrelevant ist. Der Gedanke der Solidarität und Loyalität ist komplett verloren gegangen." - Nein, er wird uns aufgezwungen. Unsere ganzen Sozial-, Renten- und Versicherungssysteme zwingen uns in eine Kollektiv-Solidarität, die uns eigentlich nicht entspricht. Daher kommt dann auch der Kostendruck: Wir wollen nicht für alle zahlen. Antworten


Ernst Rietmann

28.12.2011, 10:17 Uhr
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@Schmitt. Sie vergessen etwas. Praktisch jeder Erwerbstätige in der Schweiz zahlt auch Beiträge für unsere Sozial-, Renten- und Versicherungssysteme. Sie können sich dazu gerne mal die jährlich erscheinenden Sozialversicherungsstatistiken zu Gemüte führen. Pauschalurteile sind hier fehl am Platz. Wer zahlt denn für Sie, wenn etwas ist? Sie wären der erste, der sich dann beschweren würde.


Martin Weidegger

28.12.2011, 09:36 Uhr
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Vorschriften und intellektuelle Einsicht brauchen sich ja nicht auszuschliessen. Die Verkehrsregeln sind zum Teil sehr rigoros - und trotzdem habe ich die Freiheit, aus Einsicht in ihre Notwendigkeit zu handeln. Die Verteufelung der Vorschrift ist etwas dubios hier, pseudo-revolutionär. Antworten


Monika Racheter

28.12.2011, 09:33 Uhr
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Meine lieben Mitbürger, wenn ihr wüsstet wie Recht Frau Zeh hat!!! Aber leider ist es gemütlicher auf dem Sofa zu sitzen und über alles und jedes zu schimpfen...ansonsten...das ist halt so das kann man nicht ändern...wenn ihr wüsstet, was man ändern kann!!! Lasst euch nicht alles von der Pharma und den Behörden vorschreiben!!!
Sklafen die sich für Frei halten kann man nicht befreien!!!
Antworten


Eugen Fischer

28.12.2011, 09:22 Uhr
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Stigmatisierung, Morologie oer eben auch Phatologierung all dies sind absolut scheinbar schlechte Ratgeber für die Gesellschaft. Leider aber lassen sich noch sehr viele Bürger dank einer angebelichen guten Parteipolitik blenden. HInzu kommt der Pragmatismuss der faulen und nicht interessierten Gesellschaft, die sich täglich verblenden lassen und auch nicht begreifen, was eigenlich Freiheit heisst. Antworten


Fred Büchi

28.12.2011, 09:16 Uhr
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Für mich ist das Gespräch ins Interview des Jahres eingeflossen. Die drei Frauen sind wirklich erstaunlich - aber leider zu rar, um die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Es fehlt leider an Empörungspotential im Sinne von Stéphane Hessel. Antworten


irene baumann

28.12.2011, 09:04 Uhr
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Frau Zeh, Sie sind keine einsame Ruferin in der Wüste und auch nicht hysterisch weil Sie denken wie Sie denken und dies auch kundtun!! Im Gegenteil: Hut ab vor Ihrer Wahrnehmung der Infantilisierung und zunehmenden Beeinflussbarkeit und Verantwortungslosigkeit der Menschheit. Das sehe ich genau so und es stimmt mich sehr nachdenklich! Ich wünsche Ihnen viele Zuhörer/innen bei Ihren Vorlesungen! Antworten


Daniel Plattner

28.12.2011, 09:03 Uhr
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Frau Zeh hat vollkommen recht. Wir entwickeln uns je länger je mehr zu einer Beamtendiktatur.
Unsere Politiker schauen hier nicht zum rechten oder sind auch an mehr Staat interessiert.
Antworten


Doris Moser

28.12.2011, 09:33 Uhr
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@Ferhadi
99% der Verbote haben null und nichts mit der Wirtschaft zu tun sondern mit Wirrköpfen in der Politik und Wissenschaft.


Parvaneh Ferhadi

28.12.2011, 09:27 Uhr
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Es ist nicht der Staat der diktiert, sondern die Wirtschaft. Globalisierung ist Gleichschaltung auf globaler Ebene und wird vor allem von Multis vorangetrieben, damit diese ihre Profite steigern können.


Andreas R. Schulthess

28.12.2011, 09:02 Uhr
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Ein ausgezeichneter Artikel, der zumindest zum Nachdenken anregt, auch wenn man nicht mit Allem einverstanden sein muss, was Frau Zeh sagt. Sie ist wohl etwas gar nachsichtig, wenn sie von Individualisierung spricht, statt von Eigennutz/Egoismus versus Gemeinwohl. Darüber zu diskutieren, täte uns gut, aber meistens nicht genehm; daher mein Leitspruch: "Denken tut weh, darum tun's so Wenige. Antworten


Hubert Gartmann

28.12.2011, 08:59 Uhr
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Gratulation an Frau Zeh! Hoffentlich begreifen eines Tages mehr Menschen, in welche katastrophale Richtung wir uns dank linken, grünen und etatistischen Predigern wir uns entwickeln. Ich wüsste gerne, was Frau Zeh von staatlich finanzierter Kinderbetreuung hält? Nicht nur Ge- und Verbote, sondern vor allem Umverteilung und "staatliche Angebote" sind Bevormundung, wenn auch subtiler. Antworten


Fred Büchi

28.12.2011, 13:55 Uhr
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@Yves Namel: Als gebildeter Bürger - wovon ich aufgrund Ihrer Worte ausgehe -, müssten Sie wissen, was genau abgelaufen ist. So kann keinesfalls in einem Atemzug von Privatwirtschaft gesprochen werden ohne zu erwähnen, dass in der Schweiz vor allem KMU mit zu Verlierern zählen, obschon sie als bald einzige Jobs schaffen und unter Staatsregulierung leiden. Es geht längst nicht um Links oder Rechts.


Hans Schmid

28.12.2011, 12:36 Uhr
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@Büchi & Gartmann: Leider ist v.a. die SP fast immer an vorderster Front mit dabei, wenn es darum geht, Staatsmacht, Bevormundung und Regulierung auf- aber individuelle Freiheiten abzubauen.
Es gibt jedoch auch jede Menge Regulierungsfanatiker in den übrigen Parteien, sonst hätten wir nicht die heutige Überregulierung. Schliesslich hatten SP und Grüne auf Bundesebene noch nie die Mehrheit.


Yves Namel

28.12.2011, 10:24 Uhr
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@Büchi: Woher wollen Sie denn wissen, dass die staatliche Intervention die Privatwirtschaft "gerettet" hat? Denn: Die Politiker à la Sarkozy und Merkel, die zuvor die Banken reguliert hatten wie kaum einen anderen Sektor, machen nun mit ihrer Macht ihre individuelle Ansicht zur alleinseligmachenden Rezeptur. Ihr Urteil über die Privatwirtschaft sollten Sie bei Gelegenheit mal überdenken.


Fred Büchi

28.12.2011, 09:27 Uhr
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@Hubert Gartmann: Wo sehen Sie einen Zusammenhang in der Entwicklung von Gedanken mit Links und Grün? Vielleicht erklären Sie mir, wie die Privatwirtschaft ohne staatliche Interventionen gerettet werden konnte und weiter kann. Danke.


Reto Meier

28.12.2011, 08:54 Uhr
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Ja Solidarität ist ein grosses Wort. Dazu gehört aber auch solidarisches Verhalten. Ebenso infantil ist, und das vergisst sie gerne, grossartig "meine Freiheit" zu propagieren aber Folgen daraus nicht tragen zu wollen. Jeder hat das Recht sich zu vergiften (z.B. Rauchen) aber bitte dann nicht andere damit behelligen die Folgen daraus (z.B. Heilungskosten) tragen zu müssen. Antworten


Nick Rutz

28.12.2011, 09:33 Uhr
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Genau! Jeder hat ein Recht auch Gesund zu leben, aber bitte nicht die anderen mit langem Leben und langen Rentebezügen behelligen! Also weg mit der Solidarität, höhere KK èrämien für Raucher und viel höhere Pensionskassen und AHV Abzüge für Nichtraucher!


Hans Schmid

28.12.2011, 08:54 Uhr
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Vermutlich der beste Beitrag der 2011 im Tagi zu lesen war. Es wäre wünschenswert, dass uns solche Perlen nicht nur zum Jahreswechsel sondern öfters präsentiert würden. - Vielleicht würden dann ausreichend viele Leute (und vor allem auch Politiker!) endlich aufwachen und sich gegen die grassierende staatliche Bevormundung wehren. Antworten


Vreni Müller

28.12.2011, 08:50 Uhr
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Wow - ich habe in die Wüste gerufen und es kam eine Antwort! Danke danke danke!
Schon Perikles sagte: Zum Glück brauchst du Freiheit. Zur Freiheit brauchst du Mut.
Antworten


Lukas Engler

28.12.2011, 08:29 Uhr
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Was ist denn das für eine Klugscheisserin? Grosse Töne spuken, völlig daneben! Antworten


tom berger

28.12.2011, 09:49 Uhr
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@ engler: immer noch im delirium von der alkoholhaltigen kirschtorte vom weihnachtsessen? völlig daneben


Mark Messier

28.12.2011, 09:09 Uhr
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Lesen Sie doch einfach den Artikel nicht um dannach grosse Töne zu spuken - völlig daneben


Theo Sprecher

28.12.2011, 09:07 Uhr
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Ich nehme an, diese Bemerkung ist ironisch gemeint...


Matti Hoch

28.12.2011, 08:22 Uhr
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Mann, diese Frau ist so was von weise! Und genau diese Weisheit geht praktisch allen Politikern in unseren Demokratien ab! Solche Menschen werden immer einsame Rufer in der Wüste bleiben, weil die grosse Menschheit träge u. dumm ist..dumm als Gegenteil von weise, nicht von Intelligenz! Und genau deshalb driftet diese Welt in eine Richtung, die den Menschen immer mehr kontrolliert u. bevormundet! Antworten


Patricia Galli

28.12.2011, 08:48 Uhr
Melden 8 Empfehlung

"Habt keine Zukunftsangst, macht euch keine Sorgen, es wird gut kommen", da spricht sie aber genau wie die Politiker!


Yves Polin

28.12.2011, 08:05 Uhr
Melden 72 Empfehlung

Eine bemerkenswerte Frau!
Den Artikel muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Antworten


Carola Steiner

28.12.2011, 08:03 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Wo sie recht hat, hat sie recht! Der Staat macht uns willfährig durch tausend Verlockungen, Fürsorge über alles. Und dabei drückt er uns seine bürokratische Menschen-Sicht auf. Frau Zeh liegt richtig, wenn sie das Spiel anspricht, das mit uns getrieben wird und uns auseinander treibt. Nichtraucher gegen Raucher, Verbote und 'lenkende Massnahmen. Divide et impera! Antworten


maria bertschinger

28.12.2011, 08:01 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Schlagzeile: "Immer mehr Menschen sterben an Herz/Kreislauf-Erkrankungen." Frage: An was dürfen wir denn noch sterben, ohne der moralisierenden gesellschaftl. Verdammnis ausgesetzt zu sein? An der mittlerweile gesellschaftsfähigen Altersdemenz? Schöne Aussichten. Das Leben an sich ist endlich, also tödlich. Geniessen wir es, so lange wir können, und ziehen wir unser Ding durch - carpe diem! Antworten


Alain Burky

28.12.2011, 08:01 Uhr
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Den richtigen Abstand zw. Gesellschaft/Staat - privat zu finden, ist nicht immer leicht.
"Stachelschweine - im Winter - frieren", (wenn zu weit voneinander entfernt).
"Wenn zu nahe - pickt's" - "der richtige Abstand - ist Hoeflichkeit".
Im Moment - pickt's eher zuviel (staatl. Eingriffe).
Antworten


maurena salzmann

28.12.2011, 07:51 Uhr
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Tolles Interview. Manchmal hab ich das Gefühl, dass die Menschen die Selbstverantwortung scheuen, weil sie dann nicht mehr jammern können. Das ist ja beinahe ein Volkssport in der Schweiz. Klassisch etwa das Eröffnungsgespräch zweier Seniorinnen im Bus: "Guten Tag Frau x, wie geht es Ihnen?" "Ja es muss halt". Fürchterlich. Antworten


rene huber

28.12.2011, 07:47 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Frau gegen Mann! Solange wir hier nicht weiterkommen, dann bleibt die Welt so beschissen, wie sie zur Zeit ist. Ich bezahle seit über 30 Jahren AHV, das ich selbst irgendetwas erhalte, ist beinahe ausgeschlossen (Ein Schneeballsystem von Erwachsenen ihren Kindern aufgebürdet). Leider hat man die Gelegenheit verpasst, sich sachlich mit dem Buch von Eva Hermann auseinanderzusetzten (Sarazzin). Antworten


Elsbeth Vocat

28.12.2011, 16:14 Uhr
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Hallo Mann, ab 1948 bezahlte mein Mann AHV-Beiträge, und vom gleichen Zeitpunkt an erhielten die Grosseltern eine (zugegeben kleine) AHV-Rente ohne jemals etwas einbezahlt zu haben. Hat sich damals jemand darüber beklagt?


Roger Furer

28.12.2011, 07:37 Uhr
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Frau Zeh, sie sehen das Problem, ziehen aber nicht die Konsequenzen (Berufspause einlegen, damit Sie in aller Ruhe Ihr Kind stillen können). Traumatisierte Säuglinge zuhauf sind die Folge davon. Haben Sie schon einmal die Intelligenz, Ruhe und Ausgeglichenheit eines Kindes, das vier Jahre gestillt worden ist, hautnah wie ich miterlebt?
Die Natur lässt sich eben nicht austricksen.
Antworten


Maria Halder

28.12.2011, 16:53 Uhr
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Intelligenz hat leider sehr viel mit den Genen zu tun, die ihr Kind erbt. Vielleicht gibt es da ein gewisses Manko? Ausserdem sind die Kinder meiner vollberuflich taetigen Freunde nicht traumatisiert vom Kinderhort, obwohl sie da ab 3 Monaten staendig waren. Im Gegenteil, die haben richtig gute Manieren.


Ernst Rietmann

28.12.2011, 10:22 Uhr
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@Furer. Es ist total falsch, Intelligenz, Ruhe und Ausgeglichenheit eines Kindes auf das Stillen zurückzuführen. Für diese drei Eigenschaften braucht es noch viel mehr und wichtigeres z.B. Liebe, Geduld und Zuneigung. Es gibt Frauen, die nicht oder zu wenig stillen können. Somit hätten deren Kinder die von Ihnen erwähnten Eigenschaften nicht.


Sylvia Bangerter

28.12.2011, 09:47 Uhr
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Sofort die Schweizer Illustrierte informieren, Roger hat gestillt!!!


Kurt Aegeri

28.12.2011, 07:23 Uhr
Melden 28 Empfehlung

"Es gibt nichts teureres als ein langes Leben" - wie wahr. Es gab eine Zeit, da wurde "teuer" mit "wertvoll" gleichgesetzt. Für Autos gilt das immer noch. Für alte Menschen nicht. Das spricht Bände über unsere Kultur. Im übrigen wird die Gesellschaft nicht nur pathologisiert, sondern auch kriminalisiert. Von immer fanatischeren Menschen mit immer weniger Lust, Dinge zu Ende zu denken. Antworten


Lars Maler

28.12.2011, 07:21 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Herr Herbst: Nationalismus ist so was von egozentrisch! Ich habe es satt mich immer wieder fremdschämen zu müssen - diese Aversion gegen Deutsche muss aufhören, bitte! Antworten


hans huber

28.12.2011, 07:02 Uhr
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"Werden Sie stillen? - Keine sechs Monate." -- "Richtig frei fühlen wir uns aber nur, wenn wir die Egozentrik überwunden haben und nicht immer die eigenen Bedürfnisse und Wünsche nach oben stellen." --> welch gewagter Wiederspruch! Ob das Kind wohl die Freiheit hat, zu entscheiden, keine sechs Monate gestillt zu werden? Ansonsten - Hut ab vor Ihrer Ehrlichkeit. Stimme in vielen Punkte überein. Antworten


Susanne Zumstein

28.12.2011, 12:17 Uhr
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@Müller + Huber: der Vater kann selbstverständlich nicht für angemessene Erziehung der Kindes sorgen, so weit geht denn die menschliche (männliche) Selbstverantwortung doch nicht. Wenn's die Mutter nicht tut, tut's niemand - oder was? Offensichtlich traut Frau Zeh ihrem Mann zu, in ihrer Abwesenheit auch angemessen für das Kind zu sorgen, Kinderstube ist auch Vätersache...


hans huber

28.12.2011, 11:15 Uhr
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@Vera Hauser: Es geht nicht darum, das Abstillen als Verbrechen anzuprangen! Vielmehr ist der Wiederspruch zwischen "ablegen der Egozentrik" und trotzdem das Kind hinten anstehen lassen, was Fragen in den Raum stellt. Siehe Kommentar von Heiner Müller...


Heiner Müller

28.12.2011, 10:34 Uhr
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Das Gleiche wie Hr. Huber habe ich mir auch gedacht als ich das las. Sie schreibt von Normalisierung und dass jeder doch selbst Verantwortung übernehmen soll, aber wenns um ihr Kind geht, dann presst sie sich plötzlich in das Feministinnenraster und will nach der Geburt arbeiten und reisen gehen. Also das Kind will ich nicht sein - eine gute Kinderstube ist eben wichtig, keine Krippe ersetzt das.


Vera Hauser

28.12.2011, 09:42 Uhr
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Warum ums Himmels Willen wird Abstillen vor den heiligen 6Monaten eigentlich immer noch als Verbrechen am Kinde angesehen? Wegen dem Immunsystem? Die paar Antikörper, die in der Muttermilch drin sind werden so was von zerstört im kindlichen Magen... Es gibt in Ländern mit unserem hygienischen Standard und der sicheren Trinkwasserqualität keinen gesundheitlichen Benefit vom Stillen.


Alain Burky

28.12.2011, 06:45 Uhr
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"Liberté, égalité, fraternité"; heisst es seit der Aufklaerung.
Die Reihenfolge ist eben auch wichtig.
"Die Befreiung des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmuendigkeit", also auch Freiheit,
setzt aber voraus: selbststaendiges Denken und Handeln (Verantwortung uebernehmen).
Ich nerve mich auch ueber staatl. u.a. Versuche, die Gesellschaft zunehmend zu infantilisieren.
Antworten


Fritz Mächler

28.12.2011, 12:18 Uhr
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@Burky: Ferhadi hat recht. Ich möchte noch detailierter darauf hinweisen, dass fast alle Verbote/Obligatorien durch die Wirtschaft angestrebt worden sind. Der Staat hat das KraKa- + Unterhaltszahlungsobli angestrebt, damit er nicht zahlen muss. Aber alle Anderen kommen von der Wirtschaft/Versicherungen. Somit ist es schon richtig, dass die Wirtschaft unsere Bevormundung anstrebt. Gewinnmaximierung


Alain Burky

28.12.2011, 09:35 Uhr
Melden 9 Empfehlung

@Ferhadi:
Ich sehe das nicht so einseitig (auf laengere Zeit).
Unterschaetzen Sie die Macht des muendigen Buergers nicht.
Wenn diese ein Produkt/Dienstleistung auch eines Grosskonzerns boykottieren, kommt sogar dieser arg ins Schwitzen...


Parvaneh Ferhadi

28.12.2011, 09:24 Uhr
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Herr Bürki, die Gleichschalterei kommt heute nicht mehr vom Staat, sondern aus der Wirtschaft, welche "effizienter" wird, wenn alles gleich funktioniert. Das gleiche gilt für die Infantilisierung. Man merkt das z.B. an der Werbung. Globalisierung ist Gleichschalterei, alles muss gleich sein für die Multis, damit diese effizienter abrahmen können. Der Staat ist dabei nur im Weg.


Alain Burky

28.12.2011, 09:15 Uhr
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@Arnold:
Wie ich geschrieben habe, setzt Freiheit Selbstverantwortung voraus.
(Nur, wenn man den Leuten das nicht zutraut - werden sie eben bequem).


Alain Burky

28.12.2011, 09:02 Uhr
Melden 7 Empfehlung

@Jost:
Zum Glueck - ist es ja so, dass wir uns unsere kleinen Freiheiten (oder unsere "petites fugues") noch leisten koennen.
Mit ihrem Vergleich haben Sie absolut recht.


Leo Arnold

28.12.2011, 08:43 Uhr
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Ich bin auch dieser Meinung, nur müssen dann diejenigen, die die Freiheit voll genossen haben ohne Rücksicht auf eine Symbiose des "Alles mit Allem" und ohne auch nur den geringsten Gedanken an eine Verantwortung wie es die meisten Heuler nach der Selbsverantworung ohne in der Realität zu verantworten meinen, von den anderen auch nichts mehr erwarten, wenn sie im eigenen Dreck verenden.


Stefan Jost

28.12.2011, 08:32 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Naja, solange wird nicht gerade Vollbevormundung sozialistischer "Genialität" wie in Nordkorea, Kuba, der ehemaligen DDR oder UdSSR haben, ist doch alles halb so schlimm.


wolfgang wenger

28.12.2011, 06:40 Uhr
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Da hat sie vollommen recht, wir kennen Dreckviecher der allerletzten Gattung, Kleve ist v o l l davon (alles deja vue) ! Antworten