«Im Jahr 2025 werden Sie durch ein intelligentes Joghurt ersetzt»
Von Roman Weber. Aktualisiert am 30.12.2009
Intelligente Bakterien könnten uns schon bald den Job kosten. Ein einziger Jogurtbecher soll dereinst Bakterien mit einer Rechenleistung der gesamten europäischen Bevölkerung beheimaten. Bild: Ian Pearson
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Zur Person
Der gebürtige Nordire Ian Pearson entwarf 16 Jahre lang Szenarien für die Zukunftsabteilung der British Telecom. Heute berät er mit seiner eigenen Firma «Futurizon» weltweit Firmen und Institutionen. Pearson studierte in Belfast Mathematik und theoretische Physik.
Im Jahr 2007 verlieh ihm die University of Westminster den Titel zum Ehrendoktor der Wissenschaft. Pearson hat mehrere Bücher publiziert und ist bisher in über 450 Radio- und TV-Shows aufgetreten.
Intelligente Bakterien, ferngesteuertes Make-Up oder ewiges Leben für alle unter 35-Jährigen: Ian Pearson ist einer der radikalsten Zukunftsforscher der Gegenwart. Was für manche wie Sciencefiction klingen mag, wird laut Pearson in naher Zukunft Realität sein (siehe Bildstrecke). So ist der Visionär überzeugt, dass wir bereits im Jahr 2050 unser Bewusstsein mit anderen Menschen und sogar mit Tieren und Pflanzen teilen können.
«Das stellt die Menschheit vor ihre bisher grösste Frage» sagt Pearson im Interview. «Krankheiten oder Klimaerwärmung werden wir mithilfe von technischen Entwicklungen überwinden. Die grundlegende Frage wird nicht mehr sein, wie wir etwas lösen können, sondern was wir aus der Welt machen sollen. Wie soll die Menschheit der Zukunft aussehen?»
Fortschritt versus Individualität
Dass hier auch die menschliche Identität auf dem Spiel steht, ist laut Pearson die logische Folge: «Wir können nicht beides haben. Sobald wir unser Bewusstsein zugunsten dieses neuen Zeitalters mit anderen teilen, wird es uns als Individuen nicht mehr in der Form geben, wie wir uns das heute gewohnt sind.»
Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt zum anbrechenden Jahrzehnt ein Video-Interview mit dem bekannten Futurologen, welches Pearson anlässlich seines Vortrags am «Tweakfest 09» im April dieses Jahres gegeben hat. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.12.2009, 13:14 Uhr




