Leben

Immigranten-Verein fordert Abschaffung des Schweizer Kreuzes

Aktualisiert am 19.09.2011 245 Kommentare

Die Mitglieder von Second@s Plus möchten das Schweizer Kreuz abschaffen. Der Verein schlägt ein Wappen vor, das der heutigen Schweiz mehr entsprechen soll. Bürgerliche Politiker reagieren entsetzt.

Gemäss dem Verein nicht mehr zeitgemäss: Schweizer Flagge am 31. Juli 2009 in der Schwägalp.

Gemäss dem Verein nicht mehr zeitgemäss: Schweizer Flagge am 31. Juli 2009 in der Schwägalp.
Bild: Keystone

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Steht gemäss Second@s Plus für eine «fortschrittliche» und «weltoffene» Schweiz: Die historische Flagge der Helvetischen Republik.

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Das Schweizer Kreuz soll abgeschafft werden. Das fordert der Immigranten-Verein Second@s Plus. «Die Schweizer Flagge entspricht der heutigen, multikulturellen Schweiz nicht mehr», sagt Vorstandsmitglied Ivica Petrusic.

Das Kreuz habe einen christlichen Hintergrund. Die christliche Herkunft der Schweiz gelte es zwar zu respektieren, «nur gilt es auch eine Trennung zwischen Religion und Staat zu machen», fordert Petrusic. «Abgesehen davon haben wir heute eine grosse religiöse und kulturelle Vielfalt in der Schweiz.» Es brauche neue Symbole, mit denen sich auch alle identifizieren könnten, auch Nicht-Christen.

Helvetische Flagge ist «weltoffener»

Als neues Nationalwappen biete sich die ehemalige Flagge der helvetischen Republik an. Die Flagge mit den Querstreifen in Grün, Rot und Gelb wurde 1799 offiziell eingeführt. Sie hat Ähnlichkeit mit den heutigen Fahnen von Ghana und Bolivien. «Die Farben Rot und Gelb standen für die Ur-Kantone Schwyz und Uri und Grün für die Revolution», so Petrusic. Zudem hätten damals alle Ausländer ab dem 20. Altersjahr das Stimmrecht gehabt. «Die helvetische Flagge steht für eine fortschrittliche und weltoffene Schweiz.»

Auf Anfang Oktober plant Second@s Plus eine Aktion, um die Fahnendebatte zu lancieren. «Völlig inakzeptabel», kommentiert die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger den Vorstoss der Immigranten. «An unserer Schweizer Fahne gibt es nichts zu rütteln. Als Nächstes fordern sie dann auch noch, dass wir unsere Bundesverfassung anpassen.» Am weissen Kreuz auf rotem Grund hängt auch die Berner SP-Nationalrätin Margret Kiener Nellen: «Ich würde die Sçhweizer Fahne so lassen.» Sie engagiere sich auf andere Weise dafür, «dass alle Menschen mit Würde und gleichen Rechten behandelt werden». (mrs)

Erstellt: 18.09.2011, 14:41 Uhr

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245 Kommentare

Jürg Bühler

18.09.2011, 17:14 Uhr
Melden 335 Empfehlung

Sollen sie doch bitte wieder die ursprüngliche Nationalität die sie hatten annehmen und sich um ihre Landesfahnen kümmern, uns Schweizern (und auch dem Rest der Welt) gefällt unser Kreuz und die Werte die damit einhergehen. Damit geht auch einher, dass wir auf keinen Fall einen Islamischen Halbmond wünschen und allen Bestrebungen in diese Richtung widerstehen. Antworten


Fritz Nussbaumer

18.09.2011, 15:05 Uhr
Melden 309 Empfehlung

"Das Kreuz habe einen christlichen Hintergrund"
Aber sicher, und das wird auch immer so bleiben.
Was hier nun abläuft erachte ich als geistige Kriegserklärung.
Mir scheint, dass hier die Fronten abgesteckt werden, nach dem Grundsatz:
Wir wollen mal schauen, was im Moment schon möglich ist.
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