In SBB-Zügen herrscht dicke Luft

Die Luftqualität in Zügen ist laut Messungen oft ungenügend. Die Folgen für die Pendler können Augenreizungen oder Kopfschmerzen sein.

Ist der CO2-Gehalt in den Zügen zu hoch? Die Meinungen gehen auseinander. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Ist der CO2-Gehalt in den Zügen zu hoch? Die Meinungen gehen auseinander. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

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Ist die Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) in einem Raum zu hoch, kann dies unangenehme Folgen haben: Die Augen brennen, der Kopf schmerzt. Damit sind auch die Pendler konfrontiert. Laut einer Messung der Zeitschrift «Ktipp» in zwanzig S-Bahnen, Interregio- und Intercity-Zügen war die Luftqualität oft ungenügend.

Auf neun der untersuchten Strecken überschritt der CO2-Gehalt in der Luft den Grenzwert 1500 ppm – als gut gilt ein Wert von unter 800 ppm. Der Wert ppm (parts per million) gibt an, wie viel CO2 sich in einem Kubikmeter Luft befindet. Laut Arbeitsmedizinern ist bei einem Wert von 1500 ppm Lüften angesagt.

Ermüdung, Kopfschmerzen, Augenreizungen

Laut Thomas Hofmann, Arbeitshygieniker und Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, kann schon ein CO2-Gehalt von 1000 ppm das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen. Symptome könnten Ermüdung, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Atembeschwerden und Augenreizungen sein.

SBB-Sprecher Christian Ginsig verteidigt die Luftqualität in den Zügen. Er verweist auf die internationalen Normen für den Eisenbahnverkehr. Demnach liegt der Grenzwert für die CO2-Konzentration bei 5000 ppm. «Dieser Wert wurde in keinem Fall erreicht», betont Ginsig im «Ktipp».

Dieser Artikel wurde übernommen von «20 Minuten».

(pam)

Erstellt: 19.04.2017, 12:13 Uhr

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