Schlemmen, bis der Arzt kommt
Von Martin Kilian. Aktualisiert am 19.01.2012 43 Kommentare
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Ihre kulinarischen Kreationen sind der Albtraum jedes Arztes: Seit anderthalb Jahrzehnten beglückt Paula Deen mit Kochbüchern und TV-Shows die Amerikaner mit volkstümlichen Gerichten aus dem amerikanischen Süden. Ihre kalorienreiche Hausmannskost hat es in sich: Die «Queen of Southern Cooking» verwendet massenweise Butter und Zucker, ihre Speisen sind fast ausnahmslos frittiert oder schwimmen in Fett – wie zu Hause bei Muttern in Georgia oder Alabama, South Carolina oder Louisiana. Unter anderem popularisierte Deen den «Lady's Brunch Burger», bei dem das Fleischplätzchen zwischen den Hälften eines mit Zuckerguss überzogenen Donuts platziert wird, sowie frittierte Lasagne.
Nun gab die so umstrittene wie erfolgreiche Köchin im TV bekannt, dass sie an Erwachsenendiabetes leidet – worauf sich Anteilnahme mit Schadenfreude paarte. Schliesslich sei Deen nur widerfahren, was jedem widerfahre, der sich nach ihren Rezepten ernähre, höhnten Advokaten der gesunden Lebensart. Deen mochte sich noch so lange Mut machen und betonen, Diabetes sei «kein Todesurteil» – ihre Gegner unter den amerikanischen Köchen, allen voran Star-Koch und TV-Entertainer Anthony Bourdain, sahen sich bestätigt in ihren Warnungen vor Paula Deens ruinöser Cuisine.
«Die gefährlichste Person für Amerika»
Schon vor Monaten hatte der scharfzüngige Bourdain einen Streit mit Queen Paula angezettelt: Sie sei «die gefährlichste Person für Amerika», wo doch die Fettsucht grassiere. Deen empfahl Bourdain lakonisch, er möge sich abregen. Dass die Köchin bei der Bekanntgabe ihrer Diabetes-Erkrankung in einer Fernsehshow ankündigte, künftig für ein Diabetes-Medikament zu werben, erzürnte Bourdain erneut: «Ich werde gegen Geld Beine brechen, damit ich nachher mit Krücken Geld verdienen kann», twitterte er.
Deen will unterdessen zumindest auf ihren – stark gesüssten! – Eistee, wie er im amerikanischen Süden zu jeder Mahlzeit konsumiert wird, verzichten. «Für ein Südstaaten-Girl ist das nicht einfach», lobte sie ihren Entschluss. Selbst ihre Bewunderer aber rätseln, warum Paula Deen drei Jahre zuwartete, bis sie ihre Zuckerkrankheit bekannt gab. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.01.2012, 12:10 Uhr
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43 Kommentare
Also die Lasagne bringts,weil ich hatte ja bisher schon immer das Gefuehl so einen Schuss Waerschaftes koennt so ein lockeres Gebaeck ja schon noch vertragen.Als Variante taet ich der Panade vielleicht hoechstens noch ein Schuss Rahm, Ahornsirup und Honig beifuegen und die Wuerfel vor dem fritieren noch mit Speck einwickeln.Sonst wirds zu luftig und man ist geschmacklich auf der unsicheren Seite. Antworten
Kinder mit Diabetes in den USA machen mir mehr Sorgen, vorallem im armen Teil der Bevölkerung. Teufelskreis: teuere Medikamente bedeutet beim Essen sparen zu müssen und somit noch mehr subventionierten Fastfood weil sehr günstig. Die Pharma, Saatgut und Rinderindustrie freuen sich. Antworten
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