Schurken-Klasse: So fliegen Despoten
Aktualisiert am 08.09.2010 6 Kommentare
Die extravaganten Jets der Diktatoren sind vollgestopft mit Luxus und kitschigen Protzereien. In einer Ausstellung präsentiert der Amerikaner Nick Gleis seine aussergewöhnlichsten Arbeiten. Gleis will allerdings nicht verraten, wem die Flugzeuge gehören. Einige sollen aber im Besitz von afrikanischen Diktatoren sein – darunter der Präsident von Kamerun. Gleis ist bisher als Fotograf völlig unbekannt.
Gleis’ Werke können vom 2. Oktober bis zum 28. November in einer Ausstellung in Brighton beim «International Photography Festival» bestaunt werden. Der Kurator des Festivals, Fotograf Martin Parr, setzt auf unbekannte Nischenkünstler und hat den Amerikaner und dessen Werk entdeckt. (bru)
Erstellt: 08.09.2010, 12:17 Uhr
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6 Kommentare
@Ernst Bucher: So, und nun wissen Sie auch, wer dem Präsident den Jet finanziert hat. Gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Man kann sich natürlich damit trösten, dass die Dorfbevölkerung offenbar immerhin 48% der Summe bekommen hat. Und wenn beim nächsten Mal spenden wieder nur 48% ankommen, dann sinds insgesamt ja schon 96%. Oder nicht? Antworten
Ausgerechnet der Präsident von Kamerun leistet sich ein solches Flugzeug! Wir haben kürzlich fürein Dorf in Kamerun 26 000 € gesammelt um der mausarmen Dorfbevölkerung eine Solarelektrische Energieversorgung zu schenken, um die stinkenden schädlichen Kerosinlampen zu ersetzen.52% dieser Summe wurde von der Regierung Kameruns geklaut!!Meine Proteste blieben seit 8 Monaten unbeantwortet.!!! Antworten




Die Welt in Bildern
Volker Seitz
Ein Präsident wie Paul Biya von Kamerun braucht ein derartiges Flugzeug. Warum sollte er auch bei seinen häufigen Privatreisen nach Genf oder nach Frankreich wie seine Minister nur Erste Klasse fliegen. Da er mit dunklen Scheiben und mit Höchstgeschwindigkeit durch Kamerun fährt weiß er auch nicht wie sein Volk lebt. Es interessiert ihn nicht. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert", 2010 Antworten