Leben

Schurken-Klasse: So fliegen Despoten

Nick Gleis' Hobby ist es, Flugzeuge und deren Innenräume zu fotografieren. Und er hat einige der aussergewöhnlichsten Jets vor die Linse bekommen. Seine Aufnahmen zeigen, wie Diktatoren reisen.

1/4 Glanz und Geschmacklosigkeit: Der Luxus von Staatschefs in ihren Privatjets.
Archive of Modern Conflict/Nick Gleis

   

Die extravaganten Jets der Diktatoren sind vollgestopft mit Luxus und kitschigen Protzereien. In einer Ausstellung präsentiert der Amerikaner Nick Gleis seine aussergewöhnlichsten Arbeiten. Gleis will allerdings nicht verraten, wem die Flugzeuge gehören. Einige sollen aber im Besitz von afrikanischen Diktatoren sein – darunter der Präsident von Kamerun. Gleis ist bisher als Fotograf völlig unbekannt.

Gleis’ Werke können vom 2. Oktober bis zum 28. November in einer Ausstellung in Brighton beim «International Photography Festival» bestaunt werden. Der Kurator des Festivals, Fotograf Martin Parr, setzt auf unbekannte Nischenkünstler und hat den Amerikaner und dessen Werk entdeckt. (bru)

Erstellt: 08.09.2010, 12:17 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

6 Kommentare

Volker Seitz

18.01.2011, 12:22 Uhr
Melden

Ein Präsident wie Paul Biya von Kamerun braucht ein derartiges Flugzeug. Warum sollte er auch bei seinen häufigen Privatreisen nach Genf oder nach Frankreich wie seine Minister nur Erste Klasse fliegen. Da er mit dunklen Scheiben und mit Höchstgeschwindigkeit durch Kamerun fährt weiß er auch nicht wie sein Volk lebt. Es interessiert ihn nicht. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert", 2010 Antworten


Martin Lienert

12.09.2010, 23:46 Uhr
Melden

Je mehr Geld man in diese Laender pumpt desto mehr leidet die Bevoelkerung! Die Gier nach mehr Luxus erwacht in den Gehirnen der Diktatoren und sie pressen die Bevoelkerung des Landes noch mehr aus! Sehr traurig. Antworten


Alex Diener

10.09.2010, 13:37 Uhr
Melden

@Ernst Bucher: So, und nun wissen Sie auch, wer dem Präsident den Jet finanziert hat. Gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Man kann sich natürlich damit trösten, dass die Dorfbevölkerung offenbar immerhin 48% der Summe bekommen hat. Und wenn beim nächsten Mal spenden wieder nur 48% ankommen, dann sinds insgesamt ja schon 96%. Oder nicht? Antworten


Roland Peter

10.09.2010, 12:11 Uhr
Melden

@ Ernst Bucher: Das ist der Grund wieso ich für solche Länder keinen Rappen mehr spende. Man betreibt so keine Entwicklungshilfe, sondern schiebt nur Geld in den Hintern eines Diktators. Antworten


Ernst Bucher

08.09.2010, 22:11 Uhr
Melden

Ausgerechnet der Präsident von Kamerun leistet sich ein solches Flugzeug! Wir haben kürzlich fürein Dorf in Kamerun 26 000 € gesammelt um der mausarmen Dorfbevölkerung eine Solarelektrische Energieversorgung zu schenken, um die stinkenden schädlichen Kerosinlampen zu ersetzen.52% dieser Summe wurde von der Regierung Kameruns geklaut!!Meine Proteste blieben seit 8 Monaten unbeantwortet.!!! Antworten


Christian Dürig

08.09.2010, 14:55 Uhr
Melden

Verkaufen wir ihnen noch mehr Kitsch und bewahren das Geld für die Zeit danach. Wir geben es der Bevölkerung dann zurück. Antworten



Leben

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokale Suche

Marktplatz