Schwiegermütter besser als ihr Ruf
Aktualisiert am 26.08.2010 4 Kommentare
Verheiratete Frauen haben in der Regel ein gutes Verhältnis zu ihren Schwiegermüttern. Zu diesem Schluss kommt eine Psychologin, die sich an der Fernuniversität Hagen in einer Doktorarbeit mit dem Thema befasst hat. Sie habe selbst nicht mit diesem verblüffenden Ergebnis gerechnet, erklärte die Wissenschaftlerin Andrea Kettenbach am Donnerstag. Mehrheitlich bekamen die Schwiegermütter demnach gute Noten von ihren Schwiegertöchtern, teilweise wurde sogar von der Schwiegermutter als Freundin geschwärmt.
«Das schlechte Bild ist ein Überbleibsel aus vergangenen Jahrhunderten», betonte die Forscherin. Sie verwies darauf, dass Frauen früher oft in das Haus des Ehemannes einzogen, wo sie dann mit ihrer Schwiegermutter konkurrierten. Das Konfliktpotenzial sei heute jedoch deutlich geringer.
Klärendes Gespräch kann hilfreich sein
Nach Angaben der Uni wurde das Thema erstmals aus wissenschaftlicher Sicht näher beleuchtet. Dabei stellte sich auch heraus, dass es vier verschiedene Schwiegermutter-Typen gibt: Typ eins ist die liebe, fürsorgliche und aufmerksame, Typ zwei die böse, hinterhältige und sich einmischende Schwiegermutter. Die beiden Zwischen-Typen» drei und vier sind die nervige, aber nützliche sowie die defensive und desinteressierte Schwiegermutter.
Falls es mit der Schwiegermutter doch einmal zu Reibereien kommt, empfiehlt die Psychologin ein klärendes Gespräch. Häufig gibt es Probleme, weil Erwartungen nicht klar kommuniziert und keine Grenzen definiert werden. Vielleicht weiss die Schwiegermutter ja gar nicht, dass ihre gut gemeinten Tipps nicht auf Gegenliebe stossen.» Kettenbach selbst hat im Übrigen keine Probleme mit ihrer Schwiegermutter: Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, aber insgesamt komme ich gut mit ihr aus.»
Für die Arbeit wurden 34 verheiratete Frauen nach ihren Schwiegermüttern befragt. Sie mussten unter anderem beurteilen, welche Eigenschaften in ihrem Fall zutreffen. (dapd)
Erstellt: 26.08.2010, 15:03 Uhr
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4 Kommentare
34 Frauen wurden befragt. Damit ist die statistische Relevanz der Ergebnisse gleich Null. Was die "Wissenschaftlerin" Andrea Kettenbach hier gemacht hat, war wohl eher 34mal eine nette Plauderstunde bei Kaffee und Kuchen als seriöse, wissenschaftliche Arbeit. Antworten

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Dino Latino
An alle selbsternannten Statistikprofis: Repräsentativität oder (statistische) Güte der Daten bestimmt sich eben nicht durch die Stichprobengröße. Ohne Kenntnis der zugrundeliegenden Daten sollte man sich eines vorschnellen Urteils enthalten. Zur Erlangung eines Doktorgrades reicht selbst an deutschen Hochschulen kein Plauderstündchen bei Kaffee und Kuchen. ;-) Antworten