Leben

Sind Sie ein Mann oder eine Frau?

Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 24.03.2009 2 Kommentare

In Grossbritannien überlegen sich Psychologen fieberhaft, wie sie die Jungs wieder für die Schule begeistern können. Eine Expertin hat dafür einen einfachen Test entwickelt.

In Grossbritannien läuft seit Monaten eine Debatte, wie Jungen wieder mehr für die Schule begeistert werden können. Der am häufigsten vertretene Vorschlag: Die Schulen müssen die Buben in spielerische Wettkämpfe verwickeln, um ihren Ehrgeiz und Enthusiasmus zu wecken.

Jetzt hat sich eine bekannte Neuropsychologin in die Diskussion eingeschaltet, wie die «Times» schreibt. Anne Moir ist spezialisiert auf die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen. Sie schlägt vor, mit jedem Kind einen einfachen Test zu machen – er soll zeigen, ob das Kind eher ein männliches oder ein weibliches Gehirn hat. Laut Moir stimmen das biologische Geschlecht und die Hirnstruktur nämlich nur in der Tendenz überein: Jungen oder Mädchen können sich auf der ganzen Palette von sehr männlich bis sehr weiblich wiederfinden.

Hier der Test zum Heimgebrauch. Die folgenden Aussagen sind mit «trifft zu» («Ja») oder «trifft nicht zu»(«Nein») zu beantworten:

  • 1. Es fällt mir leicht den Ton zu treffen, wenn ich alleine vor mich hinsumme
  • 2. Als ich ein Kind war, war das Siegen sehr wichtig für mich
  • 3. Es fällt mir leicht zu hören, was Leute in einem vollen Saal sagen
  • 4. Als Kind hat es mir Spass gemacht, so hoch wie möglich auf Bäume zu klettern
  • 5. Wenn mich jemand bei einer Tätigkeit unterbricht, fällt es mir schwer, wieder reinzukommen
  • 6. Ich finde es einfach, mehr als eine Sache aufs Mal zu erledigen
  • 7. Es fällt mir leicht zu wissen, was jemand fühlt, wenn ich ihm ins Gesicht blicke
  • 8. Ich sammle gerne Dinge und teile sie in Kategorien ein
  • 9. Probleme löse ich öfter mit Intuition statt mit Logik
  • 10. Als Kind habe ich es geliebt, eine Person zu spielen, die ich mir ausgedacht habe
  • 11. Es ist mir in der Schule leicht gefallen, schön zu schreiben
  • 12. Ich habe als Kind gerne Dinge auseinander genommen um zu sehen, wie sie funktionieren
  • 13. Mir wird schnell langweilig, darum muss ich immer wieder etwas Neues ausprobieren
  • 14. Ich mag hohe Geschwindigkeiten nicht, das macht mich nervös
  • 15. Ich lese lieber Belletristik als Sachbücher
  • 16. Mit einer Landkarte kann ich mich besser orientieren als mit Wegweisern
  • 17. Ich halte regelmässig Kontakt mit meinen Freunden und meiner Familie
  • 18. Als Kind mochte ich Sport
  • 19. Mir Dinge dreidimensional vorzustellen fällt mir leicht. Ich kann mir beispielsweise den Plan eines Architekten als fertig gebautes Gebäude vorstellen
  • 20. Als Kind habe ich es geliebt, mit meinem Fahrrad Kunststücke zu machen

Die Auswertung zum Test finden Sie in der «Artikel zum Thema»-Box. Für Anne Moir ist das Hirngeschlecht («Brainsex») zu einem lukrativen Geschäft geworden: Die Neuropsychologin bietet ihre Tests nicht nur Schulen an, sondern Paaren und Unternehmen. Dabei erntet sie Begeisterung, aber auch viel Kritik für ihre «Brainsex»-Beratungen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.03.2009, 14:18 Uhr

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2 Kommentare

bla blubb

24.03.2009, 11:47 Uhr
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ist das ein Scherz? Was sind das für billige und kindische Fragen? Das soll ein Ergebniss der hochangesehenen Neuropsychologinbiologin sein? Himmel... bla Antworten


Sebastian Maier

24.03.2009, 20:30 Uhr
Melden

Finde ich nicht verwunderlich dafür Kritik zu kassieren. Wenn ich mir das so durchlese finde ich die Fragen eher von Vorurteilen und Klischees geprägt, vor allem auch aus weiblicher Sicht in die Männer projeziert. Ich glaube kaum, dass man damit die Jungs wieder in die Schule bekommt. Antworten




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