Wann das A-Wort angebracht ist

Stan Wawrinka hat Roger Federer als «Asshole» bezeichnet. Wann greifen Sie zum Schimpfwort-Klassiker?

Kämpft mit Tränen und teilt aus: Stan Wawrinka bei der Siegerehrung in Indian Wells. (Video: SRF)

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Wir fluchen immer häufiger – und das ist gut so. Denn Fluchen ist Stress abbauend, es kommt dadurch zur Frustentladung: Fluchen ist eine sprachliche Alternative zum Zuschlagen. Und vergessen wir nicht, wer den Ausdruck «Leck mich am Arsch» populär machte: Goethe höchstpersönlich, im «Götz von Berlichingen».

Dennoch gibt es Grenzen. Eine solche zumindest angekratzt hat Stan Wawrinka, als er Roger Federer während der Siegerehrung als «Asshole» bezeichnete. Im Spass zwar, aber trotzdem: Durfte er das? Und welche Mitmenschen dürfen wir so bezeichnen? Grundsätzlich könnte man ein Arschloch wohl so definieren: Jemand, der sich systematisch Freiheiten herausnimmt, die andere stören. Doch wann und bei wem greifen Sie konkret zum Schimpfwort-Klassiker?

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Hundebesitzer, die in der Stadt Hundedreck nicht entsorgen.




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Wagenlenker, die unbeirrt mit 100 auf der Überholspur fahren.




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Wagenlenker, die absichtlich nahe auffahren.




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Leute, die in Warteschlangen nach vorne drängeln.




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Flugpassagiere, die nonstop auf einen einquatschen.




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Velofahrer auf dem Trottoir.




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Leute, die öffentliche Toiletten nicht spülen.




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Leute, die ins Tram einsteigen, bevor andere Passagiere ausgestiegen sind.




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Ein bester Freund, der einem den Partner ausspannt.




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Ein Tennisgegner, der gegen einen gewinnt und bei der Siegerehrung lacht, wenn man Tränen verdrücken muss.




(phz)

Erstellt: 20.03.2017, 06:36 Uhr

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