Warum ich Jäger bin
Von Karl Lüönd. Aktualisiert am 20.08.2010 43 Kommentare
Karl Lüönd
Jagen und schreiben
Karl Lüönd (65) ist Journalist, Dozent, Buchautor und leidenschaftlicher Jäger. Der ehemalige Chefredaktor der «Züri Woche» leitet heute die Zeitschrift «Jagd & Natur». Lüönd bezeichnet sich zwar als «Eingeborener» aus den Urner Bergen. Er lebt aber heute im Kanton Zürich. Da geht er in der Regel auch auf die Jagd und schiesst Füchse, Rehe, plus Wildsauen. Seit 1981 ist er Zürcher Revierjäger.
Anfang September beginnt die Hochwildjagd. Dieses Jahr hat die Kontroverse um den im Wallis abgeschossenen Wolf die Gemüter schon in der Schonzeit erhitzt und die Probleme um Jäger und Gejagte, um widerstreitende Nutzungsansprüche und gegensätzliche Naturwahrnehmung offengelegt.
«Wie bitte, Sie jagen?», höre ich dann und wann. Oder, etwas tückischer und hörbar gedehnt: «So, so, Jäger . . . Du bist einer von denen, die Tiere töten. Wie erklärst du das deinen Kindern? Hast du noch Blut an den Händen? Und was macht ihr eigentlich mit dem Wildbret?»
Golfplatz statt Wildbahn
Befremden und Misstrauen sind fast körperlich spürbar. Es sieht so aus, als sei die Jagd definitiv nicht (mehr) gesellschaftsfähig. Die Zeiten sind vorbei, da in guten Zürcher und Berner Bürgerfamilien der Jagdpass – wie das Offizierspatent, der Fechtunterricht und das Zunftwappen – zum selbstverständlichen Lebensgepäck männlicher Nachkommen gehört hat. Der Zeitgeist ist definitiv in Richtung Golfplatz abgebogen. In der Wildbahn geblieben sind die wirklich Passionierten, die ihr Engagement durch Zeitaufwand und Kompetenz beglaubigen. Derzeit sind rund 30 000 Schweizerinnen und Schweizer Jäger, eine verschwindende Minderheit, Tendenz stagnierend. Ich bin froh, ihr anzugehören, denn die Jagd bereichert seit mehr als dreissig Jahren mein Leben.
Es war vor einigen Jahren in meinem Revier am Stadtrand von Winterthur. Ich kam vom Morgenansitz zurück. Eine junge Mutter mit ihrem vielleicht achtjährigen Sohn kreuzte meinen Weg. So vernehmlich, dass ich es hören musste, sagte sie zu ihm: «Sieh mal, das ist jetzt ein Mörder!» Ich blieb stehen, stellte mich vor und erwiderte: «Sie sollten den Buben richtig informieren. Ich bin sogar ein Lustmörder. Ich finde es nicht nur richtig, was ich tue, ich habe auch Freude daran.»
Nie impulsiv oder hastig
Das war natürlich überspitzt. Nein, ich empfinde keine Lust, wenn ich abdrücke, so wenig, wie wenn ich im Herbst einen Apfel vom Baum pflücke. Ich tue es eher selten, mit Bedacht, möglichst nie impulsiv oder hastig. Ich mustere das Tier genau. Ist es schussbar, das heisst, entspricht es den Auswahlkriterien, die das Gesetz und die selbst auferlegten weidmännischen Regeln definiert haben? Steht das Tier so, dass ich einen sicheren Schuss anbringen kann, der schneller und mit weniger Leiden wirkt als jeder Tötungsvorgang im Schlachthof ?
Aber klar: Das Töten ist Teil der Jagd. Salvador de Madariaga, spanischer Diplomat und Autor, hat es mit einem schwierigen, aber für mich stimmigen Satz ausgedrückt: «Ich jage nicht, um zu töten; ich töte, um gejagt zu haben.» Wir Jäger müssen uns eingestehen: Hier liegt der Hauptgrund für das Misstrauen und die Ablehnung, die uns manchmal entgegenschlagen. Ich verstehe und respektiere diese Vorbehalte; ich lasse die emotionale Ablehnung stehen und versuche unser Tun zu erklären. Die junge Mutter und ihr Bub haben mir übrigens aufmerksam zugehört. Nach zwanzig Minuten haben wir uns freundlich verabschiedet. Manchmal sehe ich die beiden im Revier. Dann müssen wir lächeln.
Schweigen und lauschen
Warum heute noch jagen? Niemand ist mehr darauf angewiesen, um die Familie zu ernähren. (Noch bis in die Nachkriegszeit hinein war das anders; viele Jäger und Wilderer in den Alpen jagten um des Fleisches willen.) Auch Tradition und gesellschaftlicher Brauch allein tragen nicht mehr, wie wir gesehen haben. Die Abwehr von gefährlichen Raubtieren steht dem gewöhnlichen Jäger nicht zu, höchstens und in Ausnahmefällen, wie soeben im Wallis, dem beamteten Wildhüter. Ja, was ist es denn dann?
Zunächst ist es einfach die Freude. Das magische Erlebnis, schweigend und lauschend den Anbruch des neuen Tages zu erleben. Vermutlich ist auch die temporäre Rückkehr zur Tradition, das heisst zur Lebensart von früher, nicht das geringste unter den Motiven, die heutige Menschen noch zur Jagd führen. Indem ich Fährten lese, den Wind prüfe, Schuss- und Pirschzeichen deute und Brüche lege, bewahre ich verloren geglaubte Kulturtechniken für die Nachwelt. In der Tradition des alten Weidwerks – eines Handwerks eben, nicht eines Hobbys – übe ich mich, meist ungeschickt genug, in Fertigkeiten, welche die arbeitsteilige Welt vom modernen Menschen längst nicht mehr fordert: pirschen, schiessen, das getötete Wild versorgen, das erbeutete Tier aus der Decke schlagen und zerwirken, Hunde führen, das Horn blasen, Feuer anfachen, kochen. Wer so wieder einmal die ganze Nahrungskette durchdekliniert, isst und geniesst mit einem anderen Gefühl und einem neuen Bewusstsein.
Die Jagd erdet ihre Anhänger
Mir persönlich hilft die Jagd auch, die Bodenhaftung zu bewahren. Ich bin dankbar, unter meinen Jagdkameraden einen Querschnitt des Volks anzutreffen, vom Polizisten und Zimmermann bis zum Bauern und zum Professor. Wir sind, jeder mit seinen Begabungen und Schwächen, Gleiche unter Gleichen. Die Jagd erdet ihre Anhänger.
Sodann hat die Jagd zu allen Epochen immer auch eine ausgesprochen weitläufige Kultur mit eingeschlossen: Musik, Gesang, Skulptur, Malerei und das ganze, weite Feld der Kunsthandwerke – von Gravur und Schnitzerei bis zur Kunst der Büchsenmacher und der Messerschmiede, der Sattler, Gürtler, Drechsler, Kürschner und Präparatoren, zur Kochkunst und zur Verlängerung der Verwertungskette der Jagdbeute: Räuchern, Pökeln, Dörren.
Verbunden mit der Natur
Je mehr ich vom Jagen und von den Gejagten weiss, desto stärker wird mein Lebensstil durch Natur und Weidwerk geprägt. Verbundenheit mit der Natur und Tieren, Respekt vor der Schöpfung, Achtsamkeit in Umweltverhalten und Ressourcengebrauch verfestigen sich zur Lebenshaltung und zu einem Gerüst der Werte.
Vor diesem Hintergrund habe ich auch keinen Anlass, mich für den «ökologischen Fussabdruck», den ich als Jäger hinterlasse, zu schämen. Unsere nachhaltige und behördlich eng reglementierte Art des Jagens ist ein Beitrag zur Regulierung der Wildbestände, die durch die Übernutzung der Landschaft und die Exzesse der Zivilisation durcheinandergeraten sind. Die Regulierung der Wildschweine ist nur ein Beispiel, diejenige der Füchse ein anderes.
Die Jagd prägt unsere Sprache
Können wir uns auf Folgendes einigen? Jagd ist ein Teil unserer menschlichen Aktivität und gehört als uralte Kulturtechnik zu unserem Erbe. Für die einen ist sie wichtig, den anderen ist sie gleichgültig. Prägend ist sie allemal, wie schon unsere Alltagssprache verrät. Wir pirschen uns an. Blattschuss? Wir bringen zur Strecke. Manchmal geht etwas durch die Lappen, oder es wird abgeblasen. Mitunter kommt es zum Kesseltreiben oder zu einer Hatz. Erfolge kann ich mir an den Hut stecken.
Wir Jäger zählen uns mit Überzeugung und mit Recht zu den Naturfreunden und -schützern; wir gehören unter den Ausübenden von etwa 50 Sommer- und Winteraktivitäten in unseren Wäldern zu der Minderheit, die die Natur nicht einfach konsumieren, sondern auch aktiv etwas für sie tun. Als Revierpächter verpflichten wir uns auf acht Jahre verbindlich zu nicht geringen Leistungen. Dabei ist es nicht einmal die Hauptsache, aber erwähnenswert, dass wir zusammen mit den Fischern die Einzigen sind, die für ihre naturverbundene Passion bezahlen und keine Subventionen verlangen. Wir engagieren uns in vielfältiger Weise und häufig zusammen mit den lokalen Naturschützern für Biotophegeprojekte aller Art, in der Revierpflege, Wildunfallverhütung, Fallwildbergung und mehr. Ohne die Jäger wäre weder die Wiederansiedlung der Steinböcke noch der Bartgeier gelungen.
Wohlwollende Gleichgültigkeit
Mit Ausnahme des Genfer Jagdverbots von 1972 haben die Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger bis jetzt alle Initiativen zurückgewiesen, welche die Jagd verbieten oder behindern wollten. Aus den wenigen vorhandenen Umfragen spricht wohlwollende Gleichgültigkeit. Nicht Radikalforderungen werden in den vor uns liegenden Jahren das Problem sein, sondern die Auseinandersetzung mit Einzelfragen, welche die Jagd direkt betreffen oder indirekt berühren.
Der Tierschutz greift die Baujagd auf Fuchs und Dachs an und sabotiert mit seiner undifferenzierten Anti-Pelz-Kampagne den Absatz der Pelze weidgerecht erlegter Füchse und Marder. Der Vogelschutz fordert in Verkennung der regional sehr unterschiedlichen Bestände und Verhältnisse einen flächendeckenden Artenschutz auf nationaler Ebene. Projekte für Nationalparks und Schutzgebiete enthalten offene oder versteckte Jagdverbote. Mit Argumenten des Lärmund Bodenschutzes werden Jagdschiessanlagen behindert und bekämpft wie in Embrach; zugleich fordert der Tierschutz – hier durchaus einig mit den Jagdverbänden – eine bessere Schiessausbildung und eine regelmässige Prüfung der Schiessfertigkeit.
Jagd ist vieles in einem: gesetzlicher Anspruch, öffentliche Aufgabe und noble Selbstverpflichtung, ein ländlicher, aber nicht zwangsläufig konservativ geprägter Lebensstil. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 20.08.2010, 15:38 Uhr
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43 Kommentare
Ich weiss nicht ob es unter all diesen Kritikern auch solche hat, die mal einen Wildunfall mit dem Auto hatten. Natürlich kam da ein Jäger, mitten in der Nacht und erlöste das Wildtier von den Schmerzen. Um jede Tages und Nachtzeit, keine Frage ist ja unser Auftrag und auch in unserem Sinne. Aber viele Leute vergessen solche Sachen, wie auch die Ausbildung ist sehr intensiv bis man Jäger ist.... Antworten
Danke Karl Lüönd! Aber versuchen Sie einmal Pseudo-Teirschützern (Vogel im Käfig lebenslang, Hund und Katze eingesperrt , shamponiert und lebenslang) die Jagd und was damit alles zusammen hängt zu erklären. Vergebens! Ich kenne Jäger, die besten und geradesten Menschen die ich kenne! Mir ist in ihrer Gesellschaf äusserst wohl! Keine Angeber etc.!!! Antworten
@Joe Schmid: Sie beweisen mit ihrem Kommentar, dass Sie von der Jagd keine Ahnung haben. Man kann eine Flinte geknickt ohne Patrone tragen, so wie der Jäger links auf dem Bild! Ihre Mutmassungen, ob Jägermeister getrunken wurde, sind völlig unsachlich. Antworten
Die Kommentare zu diesem Artikel haben mich überrascht. Wie kann man Jagen mit Stierkampf oder Walfang vergleichen? Es werden keine bedrohten Tierarten ausgerottet oder Tiere zum Spass der Massen ausgeblutet. Ich persönlich sehe im Jäger eine Person, die genau das tut, was wir alle auf irgend eine Art auch tun, nämlich Tiere töten. Unzeitgemäss ist nur, dass er dabei nicht anonym bleibt. Antworten
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen. Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Antworten
Bin mit Herrn Lüönd einverstanden,nur nicht mit der Jagdschiessanlage Embrach.Was dort läuft,hat mit Jägern und deren Ausbildung fast nichts mehr zu tun.Hunderte kommen,aus dem Ausland dort hin und ballern in der Gegend rum.Tontaubenschiessen ist Sport,Hunderttausende von Bleigeschossen verseuchen den Grundwasserlauf der Töss und die Naturumgebung,vom Lärm nicht zu reden.Der Kanton schaut zu!!! Antworten
Den Naturschutzgedanke zeigt sich mit jedem gewilderten Luchs und Wolf. Leider sind Jäger, die den Naturschutz auch leben in der Minderheit. Die Mehrheit will einfach möglichst viel abknallen, da stört der Luchs und der Wolf, das gäbe weniger zu schiesssen. PS: Ich wollte auch einaml Jäger werden, wurde aber von den Luchs und Wolfhasser abgeschreckt. Antworten
einem Tier ist es wohl gleich ob der Jäger sein 'Hobby' mit Passion und Freude durchführt. Jagen ist jetzt Kulturtechnik unser Erbe? Für die Reichen wollten Sie sagen? Wie Stierkämpfe und Wale töten im Norden? Diese Argumente sind fadenscheinig und grenzen ans lächerliche. Kulturtechnik- Kulturerbe- damit rechtfertigt man heute jeden Unfug. Antworten
Super Artikel. Als Bündnerjäger hatte ich bereits einige Konfrontationen wegen der Jagd. Jedoch versuche ich nicht, mich zu rechtfertigen (Waldarbeit, Tierschutz). Die Erfahrung zeigt, dass man dann bereits verloren hat. Besser ist es über Impressionen und Eindrücke zu reden, sodass die Leute sehen, was hinter der Passion Jagd steckt. Weidmanns Heil! Antworten
Wenn ich all die heuchlerischen Kommentare von Naturfremden, Vegetariern und Möchtegern-Gutmenschen lese dann kommt mir die Galle hoch. Woher kommt wohl das Fleisch dass die grosse Masse GERNE isst? Was wäre mit den Wildbeständen in CH-Wäldern ohne Jäger? Von wegen die Natur richtet es selblst. Es gibt ja gar keine Selbstregulierung mehr weil die "wilden" Tiere praktisch ausgestorben sind. Antworten
Tatsächlich werden in Europa die Hälfte aller freilebenden Wildtiere von Autos überfahren. Weiter sollten die Fleischesser den Jägern in punkto töten von Tieren keine Vorwürfe machen: Den die Haltungs- und Schlachtbedingungen in diesen Tierfabriken ist teils grauenvoll. Trotzdem finde ist die Anzahl der Jäger in der Schweiz viel zu hoch und dies als Hobby zu sehen ist einfach nur primitiv! Antworten
Kann mich Marcel Müller nur voll anschliessen ! Wenn ich das Fleisch auf meinem Teller selber töten müsste, wäre ich bestimmt Vegetarier .... Das Bild vom Jäger : meist ältere Männer mit Flinten, nicht immer ganz nüchtern, die aus dem Hinterhalt unschuldige, ahnungslose Tiere erschiessen.... und im schlechtesten Fall nicht richtig treffen.... Einfach "unangenehm"....! Antworten
@ joe schmid: Diese Flinte ist offen und der Jäger kann so gar keinen Schuss abgeben. Bitte erst richtig hinsehen oder richtig informieren. Viele undifferenzierte Kommentare ohne entsprechendes Knowhow - schade. Und ja, schwarze Schafe gibt es überall. Auch im Militär wird mit Waffen hantiert und da fliesst am Vorabend häufig viel Alkohol und es wird gekifft etc. PS: bin selber kein Jäger Antworten
Aus Sicht der Tiere ist es doch viel besser ein glückliches Leben im Wald gehabt zu haben und dann eines schönen Tages von einem Jäger der sein Handwerk versteht schnell und "unbemerkt" getötet zu werden anstatt in Käfigen gehalten und geschlachtet zu werden. Schliesslich muss man auch verstehen was ohne Jäger passiert: Überbestände, Wald- und Ackerschäden, massiver Anstieg von Wildunfällen etc. Antworten
Mit der Natur verbunden??? Und dann ein argloses Tier hinterhältig morden??!! ICH bin mit der Natur verbunden und die Verbundenheit wird massiv gestört, wenn plötzlich ein Schuß fällt, das Reh, was ich täglich, wöchentlich, jährlich beobachen konnte, mit dem tode ringend, am Boden liegt.... Diese Szene bleibt mir immer vor Augen. Es ist eine Verletzung meiner Person!! Antworten
Viele der Jäger sind sehr naturverbunden und wissen, was es heisst, Jäger zu sein. Zudem ist die Ausbildung in der Schweiz zu Recht streng. Hege und Pflege, das gehört zu einem gesunden Wildbestand. Viele unserer Grünröcke gehen mit Bedacht und Anstand ggü dem Wild auf die Pirsch. Ein ganz besonderes Erlebnis, in der Früh auf die Prisch zu gehen - leider konnte ich dies bis heute nicht erleben. Antworten
Kulturgut pflegen, Handwerk ausüben, Passion erleben. Fährten lesen, die Dämmerung geniessen... das alles kann man auch ohne Gewehr. In diesem Text wird viel mystifiziert und vernebelt anstelle aufgeklärt. Ich möchte eigentlich auch jagen gehen, aber bitte ohne Jägertraditionen, Männlichkeitsdrang und "Studentenverbindung für Alte". Antworten
So wie ich nicht auf jeden CHer stolz sein kann, soll man nicht alle Jäger in 1 Topf werfen. Das geht für Vegetarier, die ohne Pillen/Arzt aussterben würden: ich empfehle Paleodiät. Anständige Jäger gibts viele, sind der Natur viel näher als nicht-Jäger. Leben-Sterben ist für naturfremde Menschen ein Problem. Mal gesehen wo Steaks, Hühner herkommen, holen wir uns lieber Wildfleisch fürs Jahr. Antworten
Die armen Wildtiere bei uns sind so zahm,das ein Jäger mit Schnapsfahne und Zigarrenstumpe sie nicht vertreibt und aus zehn Meter Entfernung sie abknallen kann. Von wegen jagen.Westen ist genauso schlimm wie Osten.Dort war das Töten der zahmen Tierlis (auch Braunbären waren gezähmt und gemästet) für die Nomenklatura vorbehalten,da sind's einige die sich so wichtig halten,die Natur zu 'regulieren'. Antworten
@ Joe Schmid: Sie unterstellen in Ihrem Kommentar, so scheint es mir, den Jägern generell Imkompetenz. Ich erlaube mir, Sie bezüglich Ihren Waffenkenntnissen zu kritisieren. Bei der Doppelflinte des Jägers links auf dem Bild ist ganz offensichtlich der Kipplaufverschluss geöffnet. Dies verunmöglicht eine Schussabgabe absolut, selbst wenn noch Munition im Patronenlager/Lauf wäre. Gruss Antworten
Niemand hat etwas gegen Respekt vor der Natur, Naturverbundenheit und bodenständige Lebensanschauung. Dazu kann man Wandern, Tiere beobachten und Beeren oder Pilze sammeln. Wer damit nicht genug hat, sondern zusätzlich unnötig Tiere erschiessen will, der hat nicht das Naturerlebnis im Sinn, sondern der braucht die Machtdemonstration des Tötens und verwendet 'Respekt vor der Natur' als Vorwand. Antworten
Herr Keller, der Vegetarier, nicht der Veganer, trinkt Milch von Kühen, die einmal jährlich kalbern müssen, damit sie Milch geben. Da der Kuhbestand sich nicht jährlich verdoppeln kann, wird der Grossteil des Nachwuchses geschlachtet. Ohne Schlachten keine Milch. Der Vegetarier, wie auch der Fleischesser, gibt das Töten in Auftrag, indem er kauft. Wo liegt ethisch der Unterschied zur Jagd??? Antworten
Interessant wäre, unter Jägern eine repräsentative Umfrage zu machen, inwieweit sie die Wiederansiedlung von Luchs, Bär und Wolf befürworten und aktiv unterstützen. Denn nicht der Mensch sollte der "natürliche" Feind der Beutetiere sein, sondern eben die Raubtiere. Dass dadurch die Jagd übrflüssig würde, ist unrealistisch, aber ein natürlicheres Gleichgewicht in der Natur müsste angestrebt werden. Antworten
Einer der schlimmsten Feinde der Wildtiere sind die Autofahrer. Der Jäger sammelt die Unfalltiere ein und wenn ein verletztes Tier in den Wald flüchtet ist es auch der Jäger der meistens mitten in der Nacht das angefahrene Tier sucht. Bei stark befahrenen Waldstücken kann das sogar mehrmals pro Woche der Fall sein. Während eines harten Winters werden auch Futterstellen erstellt. Antworten
Als Vegetarier kann ich diese pseudophilosophischen und doppelbödigen Rechtfertigungsversuche nicht mehr lesen. Dass Leute, die ihre Minderwertigkeitsgefühle mit der Macht des Tötens im Wald kompensieren müssen, Nachwuchsprobleme haben, stimmt hoffnungsfroh. Antworten
@Robert Binswanger - leider verstehe ich nur allzugut was sie meinen, eigentlich Schade. Die eher unqualifizierten Kommentare oder persönliche Eindrücke über die Jägerschaft sind leider auch verständlich, wer sich aus Angst noch mehr zu verlieren versteckt und verkriecht verdient nichts besseres. Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit findet halt heute nicht mehr im verschlossenen Altherrenclub statt. Antworten
Karl Lüönds mit Jägerlatein (Fachausdrücken) gespickter Artikel bringt mir Normalo den jagenden Menschen leider keinen Millimeter näher ... und wer schon mal an einem Samstag durch den Wald spaziert ist und plötzlich hinter 5 Bäumen je ein Grünrock mit Flinte im Anschlag erlebt hat, macht sich nicht nur Sorgen ums Wild ... Antworten
Persönlich kein Jäger, aber mit Verständnis für diese Passion, bin ich überzeugt, dass jeder der Fleisch isst mindestens einmal selbst ein Tier getötet haben sollte. Damit man den Respekt gegenüber diesen Lebewesen und dem Nahrungsmittel "Fleisch" lernt und sich der Herkunft bewusst ist. Antworten
Dem Tierschutz wird eine "undifferenzierte" Anti-Pelz-Kampagne unterstellt, ohne dies mit Beispielen zu verdeutlichen. Schade, denn gerade in diesem Bereich könnten die Jäger punkten, indem sie sich von der tierquälerischen Haltung von Pelztieren öffentlich und unmissverständlich distanzieren würden. Pelze und Accessoirs stammen nämlich mehrheitlich aus dem Ausland. Antworten
Lieber Herr Lüönd, haben Sie noch nie darüber nachgedacht Ihrem Hobby statt mit dem Jagdgewehr mit einer Kamera nachzugehen? All das Magische können Sie damit auch erleben, Sie können damit sogar Vögel und Eichhörnchen "schiessen". Und sie müssen sich nicht mit einem toten Tier abschleppen. Gegen die Jagd um Bestände zu kontrollieren oder zum Schutz sei damit nichts gesagt... Antworten
gutes bild...jäger links, vermutlich mit geladenem gewehr zeigt richtung "jäger" (der mittlere der dreien). hoffen wir, dass nicht schon wie meist im vorfeld, zuviel jägermeister geflossen ist. ich war mal aus interesse bei einer jagt dabei. nicht wirklich ermutigend was ich da sah. aber sicher nur eine ausnahme gewesen unter all den anderen könnern. Antworten
Tendenz stagnierend - wohl eher abnehmend. Aber auch kein Wunder - oder schon mal versucht als Jungjäger ein Revier zu finden? Im besten Fall kann man als Jahresgast, öfter noch als Treiber (wohlgemerkt - mit bestandener Jagdprüfung) in einem Revier die nächsten Jahre fristen. Oft sind die Pächter auch in 2 Revieren aktiv. Der nicht vorhande Nachwuchs ist somit zum grössten Teil selbstverschuldet. Antworten
Ja, die Jäger werden sozusagen als Lustmörder verfehmt, und zwar von Menschen, die ohne Nachdenken jeden Tag ihr Steak oder ihre Wurst essen. Meinen die etwa, dass dieses Fleisch auf den Bäumen wächst? Glauben sie, dass ein Mast-Vieh ein tolles Leben und Sterben hat, im Gegensatz zu einem Reh, das ein Leben in Freiheit und einen hoffentlich raschen Tod durch einen Blattschuss erleidet? Antworten







Peter Suter
Lieber Herr Binder,möchte Ihre Betrachtung noch etwas vervollständigen.In Embrach wird, wie in allen unseren Anlagen, mit Stahlschrot auf Tontauben geschossen.Bleischrote, das war in früheren Zeiten, da gab es auch offene Müllkippen, keine Kläranlage, DDT und gülleverseuchte Seen. Partikularinteressen bei den Standgegnern?Ja und wie, die Wortführerin wohnt nur 4 km vonm Stand entfernt. Spannend ?? Antworten