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Wenn sexy sein alles ist

Wenn schon kleine Mädchen Miniröcke, hochhackige Schuhe und Lippenstift tragen, dann sei bei der Emanzipation was schiefgelaufen, sagt die Feministin Natasha Walter.

1/4 Noah Cyrus (10), hier in einem vergleichsweise harmlosen Outfit, hat eine von hochhackigen stiefeln und netzstrümpfen vorgestellt.
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Das Buch

Natasha Walter: Living Dolls. The Return of Sexism. Little, Brown Book Group, London 2010. 263 S., ca. 33 Fr.

Er scheint wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit: Sexismus, was für ein Begriff! Lustfeindlich klingt er und spröde und überhaupt komplett gestrig. Ist er nicht längst überwunden?

Schön wärs, sagt die britische Feministin Natasha Walter, in manchen Bereichen ist er schlimmer denn je. Vor zwölf Jahren sah sie das noch völlig anders; da wähnte sie den Sexismus in ihrem aufsehenerregenden Buch «The New Feminism» überwunden: Die Emanzipation habe die Frauen im privaten Bereich so selbstbewusst und eigenständig gemacht, dass dem Sexismus gleichsam der Garaus gemacht worden sei, man könne sich nun auf die grossen Themen verlegen, also auf konkrete Verbesserungen in der Arbeitswelt, in der Politik, im Gesetz.

Frauen müssen gefallen

Heute ist sie ernüchtert. So sehr, dass sie sogar sagt: «Ich habe mich geirrt.» In ihrem neuen Buch «Living Dolls – The Return of Sexism» zeigt Walter auf, dass ein zentrales Anliegen des Feminismus, die sexuelle Selbstbestimmung der Frau, zwar erfolgreich durchgesetzt werden konnte, dass dies aber nicht zu mehr Freiheit, sondern vielmehr zu einer neuen Abhängigkeit geführt hat.

Walter spricht angesichts der Omnipräsenz von Sex und nackter Haut von Hypersexualisierung und zeigt auf, dass die erkämpfte weibliche Freiheit nur eine vermeintliche ist, denn Frauen lernten heute all der Gleichberechtigung zum Trotz vor allem eines: dass ein perfekter Körper und die damit verbundene Attraktivität der einzige Weg zur Selbstverwirklichung seien. Und so wünschen sich Teenager zum 18. Geburtstag statt einer Weltreise eine Brustvergrösserung, üben sich Mittdreissigerinnen im Pole Dancing, dem aus Strip-Lokalen importierten Tanz an der Stange, bewerben sich als Seite-1-Girl beim «Blick», der mit Bewerbungen für die Nacktaufnahmen überschwemmt wird. Und wenn Heidi Klum ruft, stehen sich Tausende junger Frauen in klirrender Kälte die Beine in den Bauch, um in Tränen auszubrechen, wenn sie abgelehnt werden – weil ihr Äusseres nicht gefällt.

Alle sind so wahnsinnig tolerant

Man kann nun natürlich einwenden, die Frauen hätten heute immerhin die Wahl, und oft genug seien es ja gerade sie selbst, die das Spiel bereitwillig mitspielten. Stimmt, sagt Walter, doch vor allem für Mädchen und junge Frauen, erst recht für solche aus schwierigen Verhältnissen, sei es oft nicht leicht, sich der Manipulation durch Werbung, Internet und Fernsehen zu entziehen, die ein ganz bestimmtes Bild von Frauen definierten.

Und weil ja heutzutage alle so wahnsinnig tolerant und aufgeschlossen und freizügig sind, regt sich niemand mehr auf angesichts der vielen nackten Haut überall. Regt sich niemand auf, wenn Dieter Bohlen bei «Deutschland sucht den Superstar», anstatt die stimmlichen Leistungen der weiblichen Gesangstalente zu bewerten, lieber deren Aussehen und Décolleté taxiert. Die Wirkung ist dennoch verheerend, denn die Botschaft lautet: Frauen müssen gefallen, und gefallen tun sie, wenn sie sexy sind. In ihrem Buch schildert Walter Gespräche mit den unterschiedlichsten Frauen – mit Studentinnen, Prostituierten, Nacktmodellen, Schülerinnen – und stellt fest, dass sich dem Druck kaum eine entziehen kann. Dass Fünfzehnjährige, die nicht wahllos Blowjobs zu verteilen bereit sind, als prüde und verklemmt gelten. Und Frauen, die sich keine Pornos ansehen mögen, sowieso.

Prüde, wer keinen Porno mag

Die Hypersexualisierung hängt eng mit der Verbreitung der Pornografie zusammen; das Internet hat deren Schönheitsideale – wie die komplett rasierte weibliche Scham oder grotesk grosse, künstliche Brüste – massentauglich gemacht. Walter führt eine britische Studie an, wonach mehr als die Hälfte der befragten Mädchen eine Karriere als Glamourmodel für erstrebenswert hält. Nun ist ein Glamourmodel mitnichten ein besonders glamouröses Model, sondern eines, das dafür bekannt ist, sich ohne Textilien ablichten zu lassen, also eigentlich ein Model der untersten Charge. Boxenluder nennt man die hierzulande eher, und die Mutter aller Boxenluder ist die Britin Katie Price, die es dank immer grösser werdenden Silikonkissen und deren Präsentation vor der Kamera zur Millionärin gebracht hat.

Eine solche Karriere für selbstbestimmt zu halten, wäre indes verkehrt. Walter führt aus, dass Price in ihrer ganzen Künstlichkeit – Brüste, Lippen, Zähne, Nägel, Haare, Haut, alles chirurgisch optimiert oder falsch – aussieht wie eine jener Puppen, auf die sie in ihrem Buchtitel anspielt. Und dass Price nur schon wegen der ganzen Operationen und Schmerzen, die sie auf sich genommen hat, um einem bestimmten Bild zu entsprechen, keinen Deut freier ist als die Frauen, die einst zum Korsetttragen gezwungen waren. Denn das Bild hat nicht Katie Price entworfen: Sie liess sich zu dem Produkt machen, von dem ihr gesagt wurde, dass es sexy ist. Weibliche Selbstbestimmung sieht anders aus.

Stringtangas für Vierjährige

Sorgen macht Walter vor allem, dass die Hypersexualisierung auch vor Kindern, sprich Mädchen, nicht Halt macht. Vor einer Woche hat eine Siebenjährige am Karneval von Rio als Sambakönigin den Umzug ihrer Sambaschule angeführt: Herausgeputzt im knappen Glitzerkostüm und mit einem BH-Oberteil auf der flachen Kinderbrust, geschminkt wie eine Erwachsene. Dass sie all der erlernten lasziven Hüftschwünge und der aufreizenden Maskerade zum Trotz eben doch ein Kind ist, zeigte sich spätestens dann, als sie angesichts der bedrohlich grossen Fotografenmeute in Tränen ausbrach und sich in die Arme ihrer Mutter flüchtete.

Ein anderes Beispiel ist Noah Cyrus, die jüngere Schwester von Teenie-Star Miley Cyrus, die als Neunjährige soeben eine eigene Modekollektion lanciert hat. Sie präsentierte die Entwürfe höchstpersönlich, und da sah man dann ein Kind, zurechtgemacht wie eine Frau mit einem modisch zweifelhaften Geschmack: mit hochhackigen Lacklederstiefeln, Netzstrümpfen und viel, viel Make-up. Mädchen können heute nicht früh genug sexy sein, das entsprechende Angebot ist vorhanden: In den Kinderabteilungen der internationalen Modeketten gehören glänzende Leggings, schulterfreie T-Shirts und Push-up-BHs ab Grösse 140 längst zum Standard; im Internet findet man problemlos Stringtangas, Miniröcke und hochhackige Schuhe für Mädchen ab vier Jahren. Als Vorbild dient Suri Cruise, die dreijährige Tochter von Tom Cruise und Katie Holmes, die Schuhe mit Absätzen, Handtaschen und Lippenstift zu tragen pflegt.

Der Traum vom Covergirl

Man braucht kein ausgeprägt feministisches Gemüt zu besitzen, um Walter Recht zu geben, wenn sie diese Entwicklung als besorgniserregend bezeichnet und von einem emanzipatorischen Rückschritt spricht.

In einer der eindrücklichsten Szenen in ihrem Buch schildert sie, wie sich irgendwo in einem Londoner Club junge Frauen, die meisten noch keine 20, darum bewerben, das nächste Covergirl eines Männermagazins zu werden. Dafür müssen sie sich auf einem Bett räkeln, an der Stange tanzen und sich auf Kommando ihrer ohnehin spärlichen Kleidung entledigen. Sieht man täglich am Fernsehen, lockt im Grunde keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor.

Aber dann kommt dieser Satz, mit dem der Moderator die Siegerin verabschiedet, deren nackter Körper auf der nächsten Magazin-Ausgabe prangen wird. Und dieser Satz bringt auf den Punkt, was Walter auf 288 Seiten zu erklären versucht: «So», sagt der Mann, «jetzt kauft sie, nehmt sie mit nach Hause und onaniert auf sie.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.02.2010, 12:02 Uhr

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20 Kommentare

Perica Jelisavac

19.02.2010, 17:46 Uhr
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Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung. Ich bin also kaufe ich. Der Kapitalismus verformt unsere Seelen. Antworten


Jürg Locher

19.02.2010, 17:27 Uhr
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Immer wieder die gleiche Logik: wer sich nicht den Vorstellungen der feministischen Ideologie gemäss verhält, muss Opfer sein. Also muss man sie befreien, bist sie sich wie gewünscht verhalten - selbstbestimmt natürlich. Ich will ja nicht in Abrede stellen, dass es da Probleme gibt. Sie sind allgemein menschlich. Wer auf die Männer schiesst will sie nicht lösen, sondern hat eine andere Agenda. Antworten


Heldner Jürg

19.02.2010, 16:01 Uhr
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Dass in unserer hedonistischen und hyper-kommerzialisierten Gesellschaft bereits kleine Mädchen aussehen, als würden sie auf der Strasse anschaffen verwundert nicht. Den Jugendlichen (auch wird nebst hirnloser Unterhaltung und der Aufforderung zu noch mehr Konsum nicht viel an Werten geboten. Sex ist Macht, das Prinzip haben die jungen Frauen entdeckt und das wird nun kommerziell ausgeschlachtet. Antworten


Carmen Weber

19.02.2010, 15:53 Uhr
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Geschminkte kleine Mädchen mit hochhackigen Schuhen - da kann ich nur den Kopf schütteln und mich fragen, was mit den Eltern los ist. Die sollten wohl einmal "geschüttelt" werden. Antworten


eugen bissegger

19.02.2010, 15:51 Uhr
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Die kleinen Mädchen werden verführt. Missbrauchte Kindheit. Wenn Barbie - Puppen lebendig werden. Die Hypersexualisierung ist mediale Tatsache. Werbewirksam inszenierte Scheinwelt. Konsumenten - Batteriehaltung. Die "Masse" läuft mit. Narzissmus bis ins Psychotische. @Tom Meier: Das "Angebot Frau" wird ja von Männern produziert und "Frau" fällt darauf herein. Auch Missbrauch, der Emanzipation. Antworten


Tom Meier

19.02.2010, 14:05 Uhr
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(2/2)...Einfach auf gar keinen Fall irgendwelche Selbstverantwortung übernehmen, was? Alle anderen sind Schuld nur sie selbst nicht - schliesslich kann Frau sich diesem Trend nicht entziehen, da sie sonst 'out' ist... Die überzeugten, selbstbewussten können's doch auch... Männer mögen die Nachfrage stellen, doch wenn's kein Angebot gibt, 'verhungert' erstere kläglich! Antworten


Tom Meier

19.02.2010, 14:01 Uhr
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Die selbstbewusste, emanzipierte Frau von heute HAT SEHR WOHL die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie dem aktuellen Modetrend/Schönheitswahn entsprechen will oder nicht. Eine lasche, billige Ausrede, dass nun einfach die Medien (resp. die männlichen Medienvertreter) etc. Schuld an diesem erneuten 'Zwang' sein sollen. Ihr Feministinnen macht's euch schon einfach: ...(1/2) Antworten


Hans Meier

19.02.2010, 13:26 Uhr
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Was mich ein wenig stört: Oft wird bei solchen Themen darüber gejammert, wie es heute so ist. Dabei wird beispielsweise niemand gezwungen, die eigenen Kinder einem solch gestörten Trend zu überlassen. Wer nicht genug stark ist, sich dagegen zu wehren und es besser zu machen, ist sowieso zu bemitleiden. Die Gesellschaft ist übrigens immer gleich sexualisiert. Nur die Doppelmoral ändert sich. Antworten


Hedvika Post

19.02.2010, 12:46 Uhr
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Kinder können doch gar nicht sexy sein, da sie ja gar nicht wissen, was das bedeutet und auch nichts beabsichtigen, ausser Aufmerksamkeit. Das Problem sind nur die Erwachsenen, die darin etwas für sie drin sehen und nicht das, was es eigentlich ist, nämlich ein unschuldiges Verkleiden und Theaterspielen. Antworten


daniel keller

19.02.2010, 12:27 Uhr
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Jetzt einfach nicht die Opferrolle raushängen! Zahlreiche Frauen wählen sehr bewusst den Weg, über Sexyness ihre Ziele zu erreichen. Er ist eben einfacher und bequemer, als sich in der Schule anzustrengen, ein Studium durchzuziehen, und hart zu Arbeiten - eben das, was für Männer unabdingbar ist. Mitleid für diese Frauen oder gar Empörung über diesen Zustand wirkt einseitig und heuchlerisch. Antworten


Lydia Cole

19.02.2010, 12:00 Uhr
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@ Mike Müller: Und auf was kann eine Frau noch "reduziert" werden, wenn sie nicht jung und hübsch ist? EBEN, Männer können sich alternatives Ansehen durch Geld und Macht schaffen - wenn Frauen dasselbe tun, gelten sie als NOCH weniger begehrenswert. Nur Frauen werden so total auf das Äussere reduziert, Männer eben NICHT! Das ist der Unterschied... Warum jammert ihr, Männer?! Antworten


Cordula Bieri

19.02.2010, 11:41 Uhr
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Liebe Frau Weber, herzlichen Dank, für dass sie dieser feministischen Autorin eine ganze Seite gewidmet haben. Es braucht eine starke Frauenbewegung in der Schweiz, welche sich nicht nur als Sexobjekt definiert. Jedoch finde ich Ihre Haltung höchst widersprüchlich. Haben Sie doch erst vor Kurzem noch das langweilige Auftreten Schweizer Frauen verurteilt. Da schätz ich mir unsere Langweiligkeit. Antworten


Luzia Keller

19.02.2010, 11:14 Uhr
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@Peter Thommen: Ihr Beitrag ist sehr gut interpretiert, danke! Auch ich wundere mich sehr über die falsch verstandene Emanzipation der jungen Generation von Frauen, die sich zu sehr dem männlichen Wunschdenken mit Hip-Hop-Videos aus den Nuller-Jahren bis zum Geht-nicht-mehr haben manipulieren lassen. Wo sind die selbstbestimmten Frauen, welche mit klugem Charme und Esprit auftreten? Antworten


Peter Thommen

19.02.2010, 10:49 Uhr
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Die heterosexuelle Kultur ist zutiefst pädophil. Nicht nur wird das Jesuskind angebetet, die Frauen spielen die Rolle von Kindern, um damit attraktiv auf die Männer zu wirken... Männer bleiben zwar auch oft Kinder bis ins Erwachsenen-Alter, dürfen aber "erwachsen" spielen. Dieses Machtgefälle wird ergänzt durch die familiären Hierarchien. Warum können/wollen Frauen das bis heute nicht verhindern? Antworten


Mike Müller

19.02.2010, 10:09 Uhr
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Eine wirklich traurige Geschichte. Allerdings muss man berücksichtigen, dass dieses Dilemma nicht nur die Frauen trifft... denn Äusserlichkeiten werden auch bei Männern zunehmend wichtiger - und wenn das Aussehen nicht reicht, dann wird man als Mann halt einfach auf Geld und Status reduziert. Auch nicht gerade tolle Aussichten. Antworten


Simon Brenner

19.02.2010, 09:55 Uhr
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Vielleicht war die Einschätzung von Frau Walter vor zwölf Jahren doch richtig - und die emanzipierten, sexuell befreiten und selbstbestimmten Frauen haben einfach einen anderen Weg gewählt als den von den Feministinnen gewünschten... ist zwar schade, aber so ist das mit der Selbstbestimmtheit: Frau kann dann eben selbst bestimmen, welchem Ideal sie entsprechen will! Antworten


Tom Schneider

19.02.2010, 09:40 Uhr
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Zwar ist das Problem erkannt, der Blickwinkel des Feminismus aber falsch, ja irreführend: Denn auch junge Männer müssen sich demselben Diktat unterwerfen. Auffällig viele junge weibliche "Singles des Tages" schreiben im Blick am Abend, sie fänden einen heissen Body oder ein Sixpack besonders toll. Die Reduktion auf das Körperliche findet bei beiden Geschlechtern statt, das Problem ein generelles. Antworten


Chadischa Leuenberger

19.02.2010, 09:17 Uhr
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Das ist so ungefähr das, wovor sich eine Muslimin mit ihrem Kopftuch abgrenzen will: die totale Reduktion der Frau auf ihren (makellosen und jungen) Körper, und die Freiheit, sich ab 16 zu prostituieren - wenn es nur auf Bildern ist, schon einige Jahre früher. Von was zehren diese Frauen wenn sie älter werden? Eine Frau lebt 80 Jahre, davon ist sie höchstens 30 "sexy". Nachher? die Depression? Antworten


Lucie Braun

19.02.2010, 09:11 Uhr
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ich kann und will es nicht verstehen weshalb schon kleine kinder heute mit aller gewalt zu miniaturerwachsenen herausgeputzt werden müssen! in was für einer gestörten welt wir doch leben. muss man sich da wirklich über übergriffe auf kinder noch wundern? auch in/bei den kinder führt das doch zu einer volkommen falschen einnstellung zum eigenen körper. Antworten


Lydia Cole

19.02.2010, 08:27 Uhr
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Wie Recht sie hat, die Autorin! Und da sage noch noch eine(r), Feminismus sei nicht mehr nötig, überholt oder gar unsexy (sic!). Es geht eben offenbar nur darum, dass Frauen sexy sind. Dann bin ich - obwohl jung und hübsch - doch lieber Feministin statt sexy! Ich will jedenfalls nicht zu den Frauen gehören, die eine solche Entwicklung noch freiwillig unterstützen. Antworten



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