Leben

Wer zu spät kommt, dem fehlt es an Stil

Unpünktlich zu sein, gilt als chic – ein schwerer Irrtum.

Die wichtigste Frau der Mode ist nie zu spät. Anna Wintour, Chefredaktorin der US-«Vogue», sitzt jeweils pünktlich auf ihrem Platz in der ersten Reihe und wartet mit unbeweglicher Miene auf den Beginn der Fashion-Show. Der verzögert sich in der Regel um mindestens eine halbe Stunde, hauptsächlich deswegen, weil die vom Designer extra zu diesem Zweck eingeflogene Prominenz zu spät kommt. Meist handelt es sich dabei um Schauspielerinnen und Popstars von Weltformat, oft aber auch um Starlets der mittleren bis unteren Chargen. Beiden gemeinsam ist, dass sie zu spät kommen, weil sie sich für wichtig halten. Beziehungsweise: Sie denken, dass ihr Zuspätkommen ihre Wichtigkeit unterstreichen würde. Sie speziell mache. Extraordinär. Man ist schliesslich jemand und kann sich da nicht um solche Nebensächlichkeiten wie Pünktlichkeit kümmern.

Dieses Denken ist salonfähig geworden. Und Unpünktlichkeit zu einer Art Tugend. Es gilt als chic, überall mit Verspätung zu erscheinen, denn pünktlich sind ja nur die Biedermänner, die Buchhalter und Kleinkrämer. Der hippe Mensch hingegen, der ist da toleranter. Der sagt geradeheraus, ich bin immer zu spät, und hält das für total bohémien und sich selbst für wahnsinnig locker und lässig. Dies ist nun aber ein schwerer Irrtum. Zu spät zu kommen, zeugt nicht von Wichtigkeit. Und schon gar nicht von Coolness oder von Weltgewandtheit. Sondern bloss von fehlendem Stil. Von fehlender Höflichkeit. Von fehlendem Respekt. Und von einer schlechten Erziehung. Solche Menschen halten sich beim Gähnen die Hand nicht vor den Mund. Und sind eben gerade das, was sie so gar nicht sein wollen: provinziell.

Banale Entschuldigungen

Das Handy hat die Situation drastisch verschlimmert. Nichts ist mehr verbindlich, sondern alles fliessend, ewig provisorisch, auch eine genaue Zeitangabe wird so zur Manövriermasse, zu einem Zirka. Und so piept dann zur verabredeten Zeit verlässlich das Handy mit dem gewohnten SMS «13 min!», wobei mich besonders die Zahlenangabe irritiert, denn wie kann jemand, der ganz offenbar Mühe hat mit dem Lesen der Uhr, seine Ankunft auf dreizehn Minuten genau angeben?

Wobei es ja die leichteren Fälle unter den notorisch Verspäteten sind, die sich per SMS dafür entschuldigen. Weitaus schlimmer sind Fall 2 und Fall 3: Fall 2 erscheint gestikulierend und schildert wortreich, weshalb es zur halbstündigen Verspätung gekommen ist. Meist ist die Geschichte sehr banal (das Tram ist mir vor der Nase abgefahren) oder sehr bizarr (mir fiel ein Bundesordner auf den Kopf). Fall 3 hingegen erscheint und tut, wie wenn nichts wäre. Fall 3 hat es nicht nötig, sich zu entschuldigen, und nicht einmal, sein Zuspätkommen mit einer amüsanten Anekdote wiedergutzumachen. Fall 3 ist überzeugt, dass allein seine Präsenz das Gegenüber vor Ergriffenheit erstarren und ihm seine Nachlässigkeit verzeihen lässt.

Bei Fall 3 handelt es sich interessanterweise oft um Frauen. Das scheint daran zu liegen, dass Frauen noch immer denken, es mache sich irgendwie gut, einen Mann warten zu lassen, weil sich dessen Begehren dann quasi ins Unermessliche steigere. Abgesehen davon, dass ich das als Mann für durchschaubares KleinmädchenDenken und die Frau damit für komplett uninteressant halten würde: Geschlechtsgenossinnen aus dieser Haltung heraus warten zu lassen, funktioniert erst recht nicht. Die «plangen» da mitnichten glühend vor Verlangen, sondern bekommen irgendwann einfach schlechte Laune.

An den Modeschauen ist es so, dass die Show irgendwann doch beginnt, selbst wenn die Prominenz noch nicht vollzählig eingetrudelt ist. Das musste Janet Jackson vor ein paar Jahren bei einer Dior-Show erfahren, als sie mitsamt Entourage derart zu spät kam, dass ihr der Zutritt verwehrt wurde. Es war ziemlich uncool, wie sie dann dastand und nicht hineindurfte und die Wirkung des vermeintlich grossen Auftritts einfach so verpuffte, weil ihr stattdessen vor aller Augen demonstriert wurde, wie kolossal unwichtig sie letzten Endes ist. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.03.2010, 12:29 Uhr

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47 Kommentare

Elvira Gugger

03.03.2010, 16:27 Uhr
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Wie kann man sich nur seitenlang über so was Nebensächliches wie Unpünktlichkeit enervieren. Es gibt Menschen auf dieser Welt, die vor Hunger sterben. Und wer findet's unhöflich? Antworten


Ninon Delenclos

03.03.2010, 14:41 Uhr
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Bin ich froh, um meine unpünktlichen Freunde! Sie sind erfahrungsgemäss auch in allen anderen Belangen des Lebens grosszügiger als die pünktlichen Leute. Und für ihre Grosszügigkeit nehme ich auch ihre Unpünktlichkeit in Kauf. Antworten


Henry Mancini

03.03.2010, 12:03 Uhr
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Pünklichkeit ist die Tugend der Könige, tja, leider gibt es keine Könige mehr. Die Welt tickt heute anders. In der heutigen egomanen Zeit, wenn verwundert das noch? Ich habe gelernt, dass man nur eines muss auf dieser Welt, Sterben! Alles andere ist freiwillig oder nicht? Konsequenzen inkl.. Flexibilität ist das Zauberwort, steht in jedem Stelleninserat. Nichts muss, alles darf. Geschnallt.? Antworten


bushrat meier

03.03.2010, 07:06 Uhr
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Excellent. Trifft die Sache auf den Punkt und beschreibt genau das Problem: Menschen kommen zu spaet, weil sie denken sie seien wichtiger als derjenige, den sie treffen sollen. Damit legen sie eine extreme Form von Unhoeflichkeit an den Tag und sollten ueberhaupt nicht mehr ernst genommen werden. Hoeflichkeit ist die Tugend der Koenige, das ist absolut korrekt. Antworten


Francois Bachmann

02.03.2010, 22:33 Uhr
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Wer zu spät kommt, verschwendet die Zeit aller gleich 2x: 1. muss alles nochmal erklärt werden und 2. müssen sich alle seine Ausrede anhören. Meine Regel, die ich auch meinen Kunden empfehle: Pünktlichkeit ist ein Grundregel der Zusammenarbeit. Wer zu spät kommt, zahlt *wortlos* 2.- in eine Kasse. Ende Jahr bestimmt die Gruppe, welchem gemeinnützigen Zweck (*nicht* Gruppen-Apéro) das Geld zukommt. Antworten


Juliana Pelikan

02.03.2010, 19:46 Uhr
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Haben die "coolen" Unpünktlichen absichtlich schon einen Flug verpasst? Antworten


Michael Abegglen

02.03.2010, 18:40 Uhr
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Man kann seine Bekannten auch etwas erziehen. Ich bin immer sehr pünktlich, warte aber selten mehr als 10 Minuten auf jemanden. Danach gehe ich nach Hause oder alleine ins Kino oder die Sitzung ist abgesagt. Nachdem das einmal passiert ist, klappt es in der Regel in der Zukunft sehr gut. Antworten


olga Baumgartner

02.03.2010, 17:53 Uhr
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Winter im Engadin. Arbeitsbeginn morgens um acht Uhr. Mich schleudert es bei der Ausfahrt zum Arbeitsort aus der Bahn. Ich komme etwas zu spät, und ich erkläre den Grund. Der Chef meint dann:" Lieber zu spät, als gar nicht!" Antworten


Beat Zueger

02.03.2010, 16:27 Uhr
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Ein französisches Sprichwort bringt es glaub ich auf den Punkt: "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige"! Antworten


Roman Rebitz

02.03.2010, 16:16 Uhr
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Monsieur Stassel wollte ja sowieso nur provozieren mit seiner Aussage. Auf sogenannte wichtige Personen wartet man nicht lächerliche 30 Minuten, da sind mehrere Stunden üblich. Zum Glück habe ich dieses Problemchen nicht mehr, denn ich meide den Umgang mit dieser Art von Robotern konsequent. Antworten


christoph scheidegger

02.03.2010, 16:07 Uhr
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im militär gilt : 1.) die massgebenden uhren werden abgeglichen. 2.) wer erst zur zeit erscheint, ist zu spät. 3.) wer zu früh am treffpunkt wartet, verrät und gefährdet den standort...! 4.) gibt es noch fragen zum befohlenen oder beauftragten "verhalten am ziel"...? Antworten


Christoph Schmid

02.03.2010, 16:06 Uhr
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Sie sprechen mir aus dem Herzen! Antworten


Jürg Willi

02.03.2010, 16:02 Uhr
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In der Tat ein gelungener Beitrag, der doch so vieles auf den Punkt bringt. @Eric Stassel: Sie schreiben "Erlaubt ist schliesslich, womit man letztendlich durch kommt " ... nun, hoffentlich kommen Sie mal bis zu mir durch, dann werden sie sehen wo mann nicht weiter-, geschweige denn durchkommt! Dieses Muster kann übrigens auch bei Teenies beobachtet werden, allerdings mit Änderungspotenzial Antworten


Matthias Aggeler

02.03.2010, 15:56 Uhr
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Und hier gibt es noch Leute die Stil falsch schreiben. Styl? Was ist das, denglisch für Stil oder egerman für Style? :P Pünktlichkeit verursacht im Endeffekt nur viel Stress und viele Unfälle da alle ja "etwas zu spät dran waren" und deshalb mit 150+kmh durch den Kindergarten gefahren sind. Übrigens - geplant Unpünktlich sein, also genau eine halbe Stunde oder so, ist spiessig hoch 3. Antworten


Beat Keller

02.03.2010, 15:55 Uhr
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Wui Hr. Stassel. Wo haben Sie denn solchen Mist aufgeschnappt? Wäre ich Ihr Vorgesetzter, könnten Sie gleich weiter zur HR marschieren und dort ein höfflich formuliertes Abgangszeugnis abholen. Danke das war's. Goodbye, felice notte und was sonst noch heisst, das es nicht bleibt (Gottfried Benn, übrigens). Antworten


Bernd Tahlberg

02.03.2010, 15:44 Uhr
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Unpünktlichkeit, das gibts bei mir nicht. Ich bin eigentlich immer püktlich und ich erwarte das auch von meinen Mitmenschen. Normalerweise warte ich genau 5 Minuten und dann bin ich weg. Seit ich das durchziehe, sind die Leute bei mir pünktlich. Antworten


Rolf Hegi

02.03.2010, 15:39 Uhr
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Pünktlichkeit ist eine Frage des Anstandes den Anderen gegenüber. "5 Minuten vor der Zeit, ist des Bürgers Höflichkeit". Damit ist eigentlich alles gesagt. Antworten


Hans Meister

02.03.2010, 15:18 Uhr
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Pünktlichkeit ist eine schweizer Tugend. Also typisch schweizerisch und als solche ein Pfeiler des schweizer Erfolges. Nur sind die Schweizer auch nicht perfekt. Würde ihnen doch ein gesundes Mass an Lockerheit gut tun. Es sind ja meistens die gleichen Leute, die immer zu spät kommen. Darauf kann man sich also gut einstellen. Mit einer gesunden Einstellung werden Probleme oft zu Nichtigkeiten. Antworten


christoph scheidegger

02.03.2010, 15:12 Uhr
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die einen haben uhren, aber keine zeit....... - andere haben zeit, aber keine uhren ....! auf der erde sind gesundheit, intelligenz und reichtum ebenso ungerecht verteilt, wie zeit und raum...! wohl dem, der manchmal etws später, aber nie zu spät kommt. (werden die letzten die ersten sein..? etwa das verlorene schaf, oder so...?) vgl. gedicht " mis müeti " von josef reinhart, 1875 - 1957. Antworten


Micha Muggli

02.03.2010, 15:02 Uhr
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Sehr schöner Artikel! Natürlich kommt es vor, dass man unabsichtich zu spät kommt. Das ist auch nicht weiter schlimm. Wenn man dies jedoch bereits einplant, ist das, wie bereits des öfteren erwähnt, einfach nur respektlos und unhöflich! Antworten


Dom Buschi

02.03.2010, 15:00 Uhr
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Zur Verteidigung der Verspaeteten: Manche Leute koennen nicht mit Geld umgehen, manche halt nicht mit Zeit. Und wenn man halt immer zu spaet kommt, dann gibt man wahrscheinlich irgendwann auch mal das Entschuldigen auf... Antworten


Andrea Müller

02.03.2010, 14:51 Uhr
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@ herr strassel: den knigge auswenig zu können deutet no lange nicht auf styl und anstand hin... man muss ihn auch anwenden..... Antworten


Marc Altheer

02.03.2010, 14:49 Uhr
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Pünktlichkeit hat nur mit Anstand und Respekt zu tun. Ich würde da gar nicht zuviel hinein interpretieren von wegen Coolness und Bünzlitum etc.. Ich kenne keine Leute die absichtlich zu spät kommen. Bei vielen ist einfach die Vorbereitung oder Zeitmanagement schlecht. Ich für meinen Teil zeige meinen Unmut gegenüber unpünktlichen Leuten. Es is den Leuten extrem peinlich meistens. Antworten


Eric Stassel

02.03.2010, 14:44 Uhr
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Herr Bisig: Ihre Prophezeiung hat sich schon von Jahren erfüllt - längst habe ich keine Vorgesetzten mehr. In meinem Kundenkreis wünscht man exklusive Kompetenz, nicht gewöhnliche Höflichkeit, Schauen Sie, wer mehr Erfolg hat, geniesst auch mehr Rechte, dies wird an jedem Elite-Internat gelehrt. Mag es ihrer Vorstellung von Moral auch zuwider laufen, es ist die Richtung, in die sich die Welt dreht Antworten


Pius Meister

02.03.2010, 14:34 Uhr
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Herr Stassel, haben Sie mal zwei Minuten für mich? Sie sind ja schliesslich ein sehr wichtiger Zeitgenosse. Wurden Sie es nun dank "Best-steller" - und sind das Personen, die einen besser stellen als man ist? Oder meinten Sie am Ende "Bestseller", wie es sie bei Welbild gibt? Oder sind Sie gar ein Spassvogel, dem es nur darum ging, den hervorragenden Artikel von Frau Weber zu bestätigen? Antworten


Urs Frey

02.03.2010, 14:33 Uhr
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Pünktlichkeit ist eine Frage der Intelligenz.... Antworten


Eric Greney

02.03.2010, 14:32 Uhr
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Herr Stassel - Egomanie und Selbstüberschätzung ist auch eine Philosophie..... oder verkaufen sie etwas, das es sonst nicht gibt?...Das die "Kunden" aus Prinzip warten sollen zeigt die "Geringschätzung" der Kundschaft. Bei mir wären sie draussen. Diese Bestsellers, die ihnen scheinbar so viel bedeuten können sie getrost in den Ofen schieben, alles BlaBla. Antworten


Kurt Müller

02.03.2010, 14:27 Uhr
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sensationeller beitrag - endlich jemand der sich traut! ja; ich bin der meinung es zeugt von wenig respekt wenn ich jemanden warten lasse! ich bin weniger wichtig, andere prioritäten haben vorgang - fühle mich entwertet. krass ist es, wenn sie an seminare der dienstleistungsbranche (finanzen, recht...) gehen. spät kommen und früh gehen gehört zum guten ton. es ärgert mich! amatus Antworten


michael basler

02.03.2010, 14:20 Uhr
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na ihr termingestressten!! es gibt momente, da hat man punktlich zu sein, und es gibt momente, da darf man auch einfach dazukommen. sich über zu spät kommen ärgern, aber in blogs schreiben... vituelle welt... zzz ich trage schon lange keine uhr mehr, weil ich nicht im minutentakt den gesellschaftlichen zwängen erliegen will. marihuana sollten übrigens viel mehr rauchen! würde den meisten gut tun!! Antworten


Nick Schmid

02.03.2010, 14:19 Uhr
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@ Eric Stassel: Schön für sie, wenn das funktioniert. Ist nur nicht sehr nachhaltig. Sobald sie mal von jemandem etwas wollen kommt dann wohl die Retourkutsche. Schlechte Kinderstube und Arroganz rächt sich früher oder später. ;-) Lassen sie mich raten: sie lassen sicher auch gerne mal Abfall fallen, stehen im Tram nie für alte Leute auf, gehen notorisch bei Rot über die Strasse usw. :-) Antworten


Peter Bürger

02.03.2010, 14:16 Uhr
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"Punktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige" lehrt uns ein altes Sprichwort. Damit ist wohl alles gesagt. Antworten


Stefan Bisig

02.03.2010, 14:14 Uhr
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Herr Stassel: Schön, dass Sie immer pünktlich 30 Minuten zu spät sind - offenbar rechnen Ihre Terminpartner bereits damit, und somit sind Sie ja "pünktlich" (in meinen Augen eher unverschämt). Anscheinend müssen Sie nie Termine mit Ihren Vorgesetzten einhalten - bei Ihrer Mentalität hätten Sie bald keine mehr. Antworten


Stefan Bisig

02.03.2010, 14:09 Uhr
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Wer glaubt, alle Welt warte auf ihn/sie, da er/sie ja sooo wichtig ist, muss sich nicht wundern, wenn er/sie eines schönen Tages eines besseren belehrt werden. Wie heisst es so schön: Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige und die Pflicht der Bürger... und ein Zeichen des Respekts - gegenüber dem Veranstalter wie auch den übrigen Zuschauern/Gästen... Antworten


Sandra Wehrli

02.03.2010, 14:09 Uhr
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Ein wunderbarer Beitrag, da stimme ich Peter Schmid zu. Pünktlichkeit ist mir angeboren, eher bin ich zu früh, als zu spät. Ich halte Unpünktlichkeit für unhöflich, und permanente Zuspätkommer strapazieren meine Nerven. Trotzdem - es gibt Personen, die, ohne cool sein zu wollen, ihr Zeitmanagement einfach nicht in den Griff bekommen. Die können gar nicht anders. Antworten


Eric Stassel

02.03.2010, 13:59 Uhr
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Also ich mache seit Jahren dasselbe; komme punktlich 30 Minuten zu spät, und sage statt mich zu entschuldigen "ich habe 10 Minuten für Sie!" Dazu raten übrigens auch Beststeller. Erlaubt ist schliesslich, womit man letztendlich durch kommt und zumeist wollen die anderen was von mir - nicht umgekehrt. Das soll keine Aussage über meinen Anstand sein, denn ich könnte den Knigge rückwärts zitieren. Antworten


Matthias Aggeler

02.03.2010, 13:54 Uhr
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Ach? Fehlender Respekt? Fehlende Höflichkeit? Schlechte Erziehung? Wissen sie überhaupt was cool sein bedeutet? Antworten


Peter Schmid

02.03.2010, 13:42 Uhr
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Wunderbarer Artikel. Antworten


Tom Müller

02.03.2010, 13:40 Uhr
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Menschen die regelmässig zu spät erscheinen haben einfach keinen Respekt vor der Person, die sie warten lassen. Man sollte dann halt die Konsequenzen ziehen. Antworten


sonja sigg

02.03.2010, 13:39 Uhr
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Unpünkltichkeit nervt einfach nur. Es ist unhöflich und respektlos. Und wenn jemand sagt Frauen seien unpünklich und werden nie fertig. Am meisten in meinem Leben habe ich auf Männer gewartet, die ihr Timemanagement einfach nicht in den Griff bekommen haben. Das ist es nämlich, Unfähigkeit sich zu managen. Antworten


Mathias Berger

02.03.2010, 13:39 Uhr
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"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Wie unwichtig sind doch Modeschauen für das Leben. Antworten


Simon Vonlanthen

02.03.2010, 13:36 Uhr
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In der Regel sind die Leute am meisten uncool, welche dauernd versuchen cool zu sein. Je mehr fixiert auf Coolness, je provinzieller. Das ist zu diesem Thema eine gute Faustregel. Und Spätsein ist in der Tat uncool, aber nicht besonders provinziell, ausser sie passiert absichtlich. Antworten


Rudolf Hediger

02.03.2010, 13:18 Uhr
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@ Peter Sutter: damit bleibt das zu spät kommen dennoch unhöflich und eine Zumutung. @ Ninon de Lenclos: wie kann denn eine Abgrenzung provinziell sein? Geschweige denn eine Angst? Antworten


Emil Roduner

02.03.2010, 13:06 Uhr
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Sind die notorisch Verspäteten nicht eher Pechvögel statt Schlamper? Wären sie von ihrer Mutter eine halbe Stunde früher geboren worden, so wären sie ihr Leben lang pünktlich und zur rechten Zeit am rechten Ort... Antworten


Hans Meier

02.03.2010, 13:05 Uhr
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Unpünktlichkeit ist Diebstahl anderer Leute Zeit! Antworten


Ninon de Lenclos

02.03.2010, 13:03 Uhr
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die anderen Menschen Provinzialität unterstellen, selber provinziell sind. Denn ihre Angst und ihre Abgrenzung vor Provinzialität ist höchst provinziell. Bettina Weber bestätigt meine These. Antworten


Peter Sutter

02.03.2010, 12:37 Uhr
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Ich bin sehr höflich, habe Respekt vor anderen Menschen, gute Manieren (halte mir auch immer die Hand vor den Mund beim Gähnen - aber trotzdem bin ich meistens chronisch zu spät ;-) Antworten


Matthias Kamber

02.03.2010, 11:53 Uhr
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Gut geschriebener Beitrag, der's auf den Punkt bringt. Die Aussage, dass wegen des Handys inzwischen nichts mehr verbindlich sei, alles fliessend, ewig provisorisch, und dass auch eine genaue Zeitangabe zur Manövriermasse werde, zeigt: Das Handy ist - in dieser Hinsicht - quasi das Marihuana der Jetzt-Zeit. Salonfähig und sogar geeignet für Nichtraucher, nur mit weiter reichenden Auswirkungen... Antworten



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