Wo die glücklichsten Kinder Europas wohnen

Die Kinderfreundlichkeit ist in jenen Ländern am höchsten, in denen die Emanzipation weit vorangeschritten ist, so lautet das Ergebnis einer Studie. Die Schweiz wird im Ranking von drei Ländern überflügelt.


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Eine Kindheit in Dänemark muss wohl sehr schön sein: 86 Prozent der Dänen schätzen ihr Heimatland als besonders kinderfreundlich ein. Das ergab eine repräsentative Befragung von mehr als 15'000 Europäern in 13 Ländern. Die Schweiz landete auf dem 4. Rang.

53 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer hielten ihr Land für kinderfreundlich. Damit bewerteten nur die Dänen, Franzosen (60 Prozent) und die Griechen (58 Prozent) ihr Land in diesem Punkt besser als die Schweizer.

49 Prozent der Türken sowie 47 Prozent der Italiener beantworteten die Frage mit «ja», ob sie ihr Land als kinderfreundlich bezeichnen würden. Im Mittelfeld lagen Spanien (44 Prozent), die Niederlande (42 Prozent), Österreich (39 Prozent) und Grossbritannien (37 Prozent). Schlusslichter sind Polen (25 Prozent), Deutschland (21 Prozent) und Russland (19 Prozent).

Bildung und Einkommen macht skeptisch

Mit 57 Prozent beurteilten mehr Schweizer Frauen die Kinderfreundlichkeit als gut als Männer (49 Prozent). Je höher die Bildung und das Einkommen der Befragten ist, desto skeptischer stehen die Schweizer der Kinderfreundlichkeit ihres Landes gegenüber.

Die Umfrage wurde von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Auftrag gegeben. Der wissenschaftliche Leiter der Studie, Ulrich Reinhardt, sieht einen Zusammenhang mit der beruflichen Situation der Frauen in den jeweiligen Ländern: «Gerade in Westeuropa ist tendenziell die Kinderfreundlichkeit in den Ländern am höchsten, in denen die Emanzipation weit vorangeschritten ist.» Dies seien zumeist auch die Nationen, in denen die Quote von berufstätigen Frauen besonders hoch ist.

Einen grossen Einfluss hätten zudem der generelle Stellenwert der Familie, die Anzahl an Krippen- und Kindergartenplätzen, die steuerlichen Vergünstigungen für Familien sowie die Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. (kle/sda)

Erstellt: 26.09.2011, 18:11 Uhr

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