Leben

Das Paradies liegt auf der Rigi

«National Geographic» hat das Paradies gesucht und gefunden: Unter 50 wundervollen Orten, die man einmal im Leben besucht haben sollte, befindet sich auch «Mount Rigi».

1/4 Von Luzern aus gesehen erscheint die Rigi nicht allzu spektakulär...

   

Die sogenannte Grand Tour gehört seit der Renaissance zur Grundausbildung adliger Söhne. Auf einer langen Reise durch Mitteleuropa, Frankreich, Spanien, Italien und das Heilige Land sollten die Zöglinge der Aristokraten die Grundwerte abendländischer Kultur verstehen lernen und Lebenserfahrungen sammeln.

Der Adel und mit ihm die Grand Tour hat seine Bedeutung verloren – was bleibt, sind die Reiselust und eine kleiner gewordene Welt. Doch welche Orte muss man gesehen haben?

50 Orte

«National Geographic» schafft Abhilfe. Das renommierte Magazin veröffentlicht alle zehn Jahre eine Liste mit Destinationen, die man einmal im Leben besucht haben sollte. Eurozentrisch wie die Grand Tour der Aristokraten ist diese Auswahl nicht: Nur zehn der fünfzig Destinationen liegen in Europa, darunter Florenz, die Sagrada Familia in Barcelona – und «Mount Rigi, Switzerland».

Der Innerschweizer Aussichtsberg wird in der Kategorie «Paradise found» aufgeführt. Der «Sonnenschein durch pastellene Wolken» auf dem 6000 Fuss hohen Berg sei ein «tägliches Wunder», schreiben die Autoren.

«Mystischer, magischer Berg»

Die Reisejournalistin Sheila F. Buckmaster, die auf ihren Flitterwochen im Jahr 1985 auch die Rigi besuchte, beschreibt die winterliche Rigi so: «Wir fuhren mit der Zahnradbahn zum Gipfel der Rigi, ein mystischer, magischer Berg, Zeitzeuge des täglichen Wunders.»

Zu den Millionen Touristen, die schon auf der Rigi standen, zählen auch Mark Twain, Tolstoj oder Goethe, dessen Grand Tour 1775 durch die Schweiz nach Italien führte. Der Dichterfürst war von der Aussicht derart hingerissen, dass er schrieb: «Und ringsherum die Herrlichkeit der Welt».

(cal)

Erstellt: 21.10.2009, 11:47 Uhr

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3 Kommentare

Stefan Hostettler

21.10.2009, 13:18 Uhr
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Jedes Mal, wenn ich wieder auf der Rigi - oder dem Rigi - stehe, denke ich dasselbe. Einzig die von blinder und erfolgloser Investitionswut übrig gebliebenen Bauruinen bei Rigi Kaltbad vermögen das Bild ein wenig zu trüben. Aber alles in allem wird mir dort oben immer wieder bewusst, wie schön die Schweiz ist und dass es keinen schöneren Platz auf Erden gibt, um Ferien zu machen. Antworten


Karl Baum

21.10.2009, 11:19 Uhr
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«Und ringsherum die Herrlichkeit der Welt». Das war einmal. Wer heute von der Rigi ins Tal blickt wird Zeuge der unheilvollen Zersiedelung der Schweiz - heute würde der Dichterfürst wohl kaum mehr folgendes zu Papier bringen: Über allen Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch. Antworten


maia speerli

21.10.2009, 10:40 Uhr
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...und ich stimme der grosser Dichter zu, und Mrs. Buckmaster wiederholt nur das was ich immer wieder höre, wenn ich über Mount Rigi spreche in Ausland. Antworten



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