Der teuerste Privatjet der Welt
Aktualisiert am 08.06.2009 21 Kommentare
Al-Walid ibn Talal Al Saud mangelt es weder an Geld noch an der Neigung zur Opulenz. Der saudische Scheich, gemäss Forbes-Ranking auf Rang 19 der reichsten Menschen der Welt, hat für Aufsehen gesorgt, indem er als erster Privatmann einen Airbus A380 kaufte. Die britische «Daily Mail» hat dem Inhaber der Firma Design Q Informationen über den Ausbau des «Flying Palace» entlockt. Gary Doy, der für die Innenarchitektur des Jets zuständig ist, bezeichnete das Projekt als «sehr, sehr speziell». Es gebe auf dem Markt derzeit nichts Vergleichbares.
Das Flugzeug, das im kommerziellen Einsatz bis zu 600 Passagiere befördert, bietet genug Platz für fast jeden Zweck: Im unteren Teil des Rumpfs befindet sich die Garage für den Rolls-Royce. Ein ausfahrbarer Lift nimmt den Prinzen und seine Entourage am Boden auf und bringt ihn aufs mittlere Deck. Auf den Boden des Wohnzimmers werden Bilder der Landschaften projiziert, die gerade unter dem Flugzeug dahinziehen. Im Konzertsaal nebenan, der mit einem Flügel ausgestattet ist, sollen renommierte Pianisten aufspielen.
Virtuelle Gebetsteppiche und ein Hamam
Das Obergeschoss ist privat. Fünf Suiten sind mit King-Size-Betten ausgestattet. Damit Gläubige nie in die falsche Richtung beten, richten sich virtuelle Gebetsteppiche der Fluglage gemäss gen Mekka aus. Einen Raum zum Geschäftemachen hat der «arabische Warren Buffett» auch einbauen lassen: Im Boardroom können Hologramme dargestellt werden, und ein riesiger Touchscreen-Tisch hilft Al-Walid, den Überblick über seine diversene Beteiligungen zu behalten, die unter anderem die Fairmont Raffles Hotels, das Londonder Savoy oder die Schweizer Kette Swissôtel und Mövenpick umfassen.
Al-Walid soll sich seinen Privatjet rund 300 Millionen Pfund kosten lassen, schreibt die «Daily Mail». Liefertermin soll in drei Jahren sein. Unnötig Kerosin verbrennen will allerdings auch ein Saudi-Prinz nicht: Die Marmorplatten, mit denen das türkische Bad verkleidet ist, sind nur 2 Millimeter dick – aus Gewichtsgründen. (cal)
Erstellt: 08.06.2009, 17:04 Uhr
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21 Kommentare
Wetten in weniger als 30 Jahren koennen Caritas, Swissaid oder Worldvision Geld sammeln, um die armen Wuestenbewohner durchzufuettern? Dass die Saudis irgendetwas investieren in moderne Schulen, Forschung, Wasserentsalzung mit Solarenergie, Landwirtschaft oder Gartenbau, das alles habe ich in diesem Artikel nicht gelesen. Antworten
Toll! Ich finde es richtig gut, dass die Scheiche ihre Millionen raushauen und ordentlich konsumieren und so hunderte von Arbeitsplätze schaffen. Je mehr Luxus sich diese Leute gönne desto besser für den Otto-Normal-Verdiener. Also weiter so, liebe Scheiche - ihr macht es richtig und habt verstanden, dass man das Geld nicht ins Nirvane mitnehmen kann! Antworten
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