Stehend durch die Lüfte

Ein italienischer Sitzhersteller hat an einer Luftfahrtmesse die ersten Stehsitze für Flugzeuge präsentiert. Damit soll eine neue Economy-Klasse entstehen.

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Halb sitzend, halb stehend: In einer solchen Position könnten Flugpassagiere künftig reisen, wenn es nach den Vorstellungen eines italienischen Sitzherstellers geht. Das Unternehmen Aviointeriors stellte auf einer Luftfahrtmesse in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien eine neue Generation von Flugzeugsitzen vor, mit der die Abstände zwischen den Sitzreihen deutlich verringert werden können. Dies würde Airlines erlauben, mehr Reisende zu transportieren und dadurch mehr Geld aus ihren Flugzeugen herauszuholen.

Die Sitzposition auf den Skyrider genannten Sesseln entspreche in etwa der, «die man auf einem Motorroller einnimmt», teilte das Herstellerunternehmen mit. Der Sitz sei konzipiert für «eine neue Art der Economy-Klasse». Der Skyrider besteht aus einer leicht geneigten Sitzfläche und einer schmalen Rückenlehne und erlaubt dadurch einen Sitzabstand von 58 Zentimetern. Durchschnitt in Flugzeugen sind 70 Zentimeter. Passagiere nehmen in dem neuen Flugzeugsitz eine nahezu aufrechte Position ein. Dadurch gewinnen die Fluggesellschaften wichtige Zentimeter.

O'Learys Vision

In der Vergangenheit hatte der Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, (RYA 8.47 0.07%) Michael O'Leary, schon mit dem Gedanken an eine Art Stehplätze in Flugzeugen gespielt. Fluggäste sollten demnach nicht vollständig stehen, sondern auf einem Hocker sitzen. O'Leary kann sich auch vorstellen, die Tickets für die Plätze kostenlos zu vergeben und nur Gebühren und Steuern zu verlangen. Stehplätze in Flugzeugen würden aller Wahrscheinlichkeit nach aber von der EU wegen Sicherheitsbedenken abgelehnt.

(jak/AFP)

(Erstellt: 06.08.2014, 08:45 Uhr)

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