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Mit Killer-Absätzen setzte sie sich durch

Von Bettina Weber . Aktualisiert am 24.05.2011 1 Kommentar

Das von der Britin Tamara Mellon gegründete Luxus-Schuh-Label Jimmy Choo geht an die Bally-Besitzer. Mellon bleibt als Creativdirector bei Jimmy Choo an Bord.

Eine schillernde Figur mit Geschäftssinn: Tamara Mellon präsentiert den Order of the British Empire, den sie von Königin Elizabeth II. erhalten hat.

Eine schillernde Figur mit Geschäftssinn: Tamara Mellon präsentiert den Order of the British Empire, den sie von Königin Elizabeth II. erhalten hat.
Bild: Reuters

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Begehrte Jimmy Choos

Begehrte Jimmy Choos
Die österreichische Holding Labelux kauft nach Bally auch Jimmy Choo.

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In der Regel ist es kein gutes Zeichen, wenn ein Mode-Label in kurzer Zeit mehrfach den Besitzer wechselt. Dann ist meist was faul; es wird an der Handschrift der Marke herumgebastelt, und jeder neue Investor macht die Sache nur noch schlimmer. Bei Jimmy Choo, dem Schuh-Label, das Manolo Blahnik seit seiner Lancierung 1996 das Fürchten lehrt, ist dem nicht so, obschon es gerade zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren den Besitzer gewechselt hat. Was viel mit der Gründerin zu tun hat – der flamboyanten Tamara Mellon.

Die 44-Jährige amtet nämlich auch jetzt, wo Jimmy Choo für geschätzte 780 Millionen Franken an die in Wien beheimatete Labelux-Group, zu der auch Bally gehört, verkauft worden ist, weiterhin als Aushängeschild und Creativedirector. Und das ist gut so: Eine bessere Werbeträgerin für die sündhaft teuren und sehr sexy aussehenden Jimmy-Choo-Stilettos als Mellon selbst gibt es nicht. Die Unternehmerin gehört zum internationalen Jetset – nicht nur, weil die Prominenz gerne und häufig ihre Stöckelschuhe trägt, sondern weil sie selbst eine schillernde Figur ist.

Schuhe für Prinzessin Diana

Aufgewachsen ist sie als Tamara Yeardye in Beverly Hills und London; ihre Mutter war ein ehemaliges Chanel-Model, ihr Vater Co-Gründer von Vidal Sassoon – er stammte aus dem Londoner East End, war einst Stuntman und soll, wie die britische Presse kurz vor seinem Tod 2004 publik machte, regen Kontakt mit der Unterwelt gepflegt haben. Die Tochter wurde nach dem Schulabschluss ins vornehme Institut Alpin Videmanette nach Rougemont geschickt, feierte dann, zurück in London, vor allem Partys und musste sich schon in «Rehab» begeben, als dieser Begriff noch nicht zum allgemeinen Wortschatz gehörte.

Danach ergatterte sie einen Job als Accessoire-Redaktorin bei der britischen «Vogue» und entdeckte bei ihrer Arbeit den Schuhmacher Jimmy Choo: einen älteren Herrn, der für gut betuchte Kundinnen wie Prinzessin Diana Schuhe auf Mass anfertigte. Yeardye, ebenso ausgestattet mit einem ästhetisch versierten Auge als auch mit einem ausgeprägten Geschäftssinn, bot ihm eine Zusammenarbeit an. Bereits die erste Kollektion war ein Erfolg, doch Choo mochte die Glitzerwelt nicht – und Mellon kaufte ihm seinen Namen für 15 Millionen Franken ab.

Auf Augenhöhe mit der Männerwelt

Im Jahr 2000 heiratete sie den amerikanischen Multimillionär Matthew Mellon. Die Ehe verlief wenig harmonisch, der Gatte sorgte mit Drogeneskapaden für Schlagzeilen. Als sie sich scheiden lassen wollte, folgte zum Entzücken der britischen Boulevardpresse ein Rosenkrieg, weil er ihre E-Mails gehackt haben soll, worauf sie ihn verklagte (und den Prozess verlor).

2006 verkaufte sie Jimmy Choo für 300 Millionen Franken an eine private Investmentfirma und wurde als eine der erfolgreichsten Geschäftsfrauen Britanniens gefeiert: In nur 13 Jahren hatte Mellon ein Luxusimperium aufgebaut, das weltweit über 100 Filialen verfügte. Die Zügel behielt sie auch nach dem Verkauf in der Hand; sie zeichnete weiter verantwortlich für das Design und den Ausbau der Marke, die mittlerweile auch Männerschuhe, Handtaschen, Sonnenbrillen, Gürtel und Parfüms umfasst.

Ihr Erfolgsgeheimnis, sagte sie einst, seien 8,5 Zentimeter hohe Jimmy Choos. Diese trage sie mit Vorliebe zu Geschäftsterminen, denn sie wolle den meist männlichen Gegenübern bei Verhandlungen auf gleicher Höhe in die Augen sehen können. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.05.2011, 07:26 Uhr

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1 Kommentar

Lolita Kleger

24.05.2011, 21:26 Uhr
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Luxus-Schuh-Label Jimmy Choos mit 8.5 cm 'Killerabsätzen' - dass ich nicht lache, reisserischer Titel für zwar elegante aber doch recht brave Pumps - ich trage sexy Stilettos mit feinem Stiftabsatz - im Winter Stiefeletten, im Sommer Sandalen -mit eingebautem Plateausohlen, nicht plump. sondern fein die meine Beine um insgesamt bis zu 13 cm verlängern > das sind Killer Heels und erst noch bequem! Antworten



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