Grenache, eine Traube mit vielen Namen
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Die Spanier nennen sie Garnacha Tinta, die Franzosen Grenache Noir und die Sarden Cannonau. Doch alle meinen dieselbe rote Traube mit runden oder leicht ovalen und saftigen Beeren mit dicker Schale. Die Grenache Noir stammt höchstwahrscheinlich aus der nordspanischen Provinz Aragón. Von dort aus soll sie sich über die Pyrenäen nach Südfrankreich verbreitet haben, als Languedoc-Roussillon und das Rhonetal vom 14. bis 17. Jahrhundert unter der Herrschaft des Königreiches Aragón standen.
Heute ist die Grenache Noir die weltweit am häufigsten angebaute rote Rebsorte und in allen wichtigen Rotweinanbaugebieten zu Hause. Vor allem in Frankreich, Spanien und Italien, aber auch in Australien oder Kalifornien. Die Anbaufläche hat sich seit 1980 vervierfacht. Und dies aus gutem Grund: Die früh reifende Traube ist sehr widerstandsfähig, sie gedeiht selbst in heissen, trockenen und windigen Gegenden. Sortenreine Weine aus der Grenache Noir sind eher selten. Zum einen altern sie zu schnell, zum anderen können sie 15 bis 16 Volumenprozent Alkohol enthalten. Weil sie tanninarm sind, werden sie häufig mit tanninreichen Weinen verschnitten, beispielsweise mit Carignan, Cinsault, Merlot, Mourvèdre, Syrah oder Tempranillo. Das Ergebnis sind fruchtige und charaktervolle Weine, die lange bis sehr lange lagerfähig sind.
Erstellt: 15.09.2010, 09:07 Uhr










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