Schlagen Sie steigenden Strompreisen ein Schnippchen
Von Reto Westermann. Aktualisiert am 16.02.2009 3 Kommentare
Hilft unnötigen Verbrauch zu vermeiden: Strommessgerät, wie es vom EWZ kostenlos ausgeleiht wird.
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Infokampagne
Die Stadt Zürich führt dieses Jahr in allen Quartieren Infokampagnen zum Stromsparen durch, wo sich jedermann beraten lassen kann. Nächste Veranstaltungen: 26. 2. Schaffhauserplatz, 7. 3. Affoltern (jeweils von 10 bis 12 Uhr).
In diesem Jahr werden die Strompreise gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 6 bis 7 Prozent steigen. Die Konsumenten werden also tiefer in die Tasche greifen müssen. Betroffen ist auch ein Teil der Stromkonsumenten im Kanton Zürich; so bezahlen etwa Winterthurer Stromkunden künftig 2,4 Prozent mehr.
Damit haben Konsumenten einen triftigen Grund mehr, die Stromsparpotenziale im eigenen Haushalt zu nutzen. «Im Schnitt lässt sich der Stromverbrauch um 40 Prozent senken - ohne Komforteinbusse», sagt Armin Braunwalder von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (Safe) in Zürich. Gemäss den Fachleuten von Safe benötigen wir heute rund 25 Prozent des Stroms im Haushalt (ohne Warmwasser) fürs Waschen und Trocknen. Je weitere rund 15 Prozent gehen fürs Kühlen und Gefrieren sowie fürs Kochen drauf. «Wer sein Verhalten anpasst und bei Neuanschaffungen auf sparsame Geräte setzt, kann in diesen Bereichen viel Strom sparen», sagt Braunwalder. Ein einfaches Beispiel: Wird die Wäsche zu wenig geschleudert (gut wären mindestens 1400 Umdrehungen pro Minute) und danach im Tumbler getrocknet, werden grosse Mengen Energie verbraucht: Um die gleiche Menge Wasser zu entfernen, braucht der Tumbler rund hundertmal mehr Strom als die Waschmaschine im Schleudergang. Wo man im eigenen Haushalt den Stromspar-Hebel am besten ansetzt, lässt sich einfach im Internet herausfinden: Auf www.energybox.ch kann man seinen Verbrauch analysieren und erhält gleich noch Spartipps. Auf www.topten.ch sind ausserdem besonders sparsame Elektrogeräte zu finden.
Lohnend ist auch ein Strommessgerät, das viele Elektrizitätswerke ausleihen: «So erkennt man schnell, welche Geräte heimlich viel Strom fressen», sagt Fachmann Armin Braunwalder. Etwa die Settopboxen fürs digitale Fernsehen. Sie verbrauchen im Standby-Betrieb bis zu 16 Watt pro Stunde - also fast gleich viel wie eine starke Stromsparbirne mit 20 Watt Leistung, die nonstop brennt.
- Doch der Standby-Betrieb ist nur einer der unnötigen Verbraucher. Hier die wichtigsten Tipps zur Reduktion des eigenen Verbrauchs:
- Haushaltgeräte: Kaufen Sie nur Haushaltgeräte (Backofen, Kühlschrank, Geschirrspüler), die mindestens mit der Energieklasse A ausgezeichnet sind.
- Heimelektronik: Stereoanlagen, PC oder Drucker brauchen viel Strom im Standby. Schalten Sie solche Geräte mit einer Steckerleiste mit Kippschalter oder einer Abschalthilfe (Ecoman, Energie-Saver) aus. Gleiches gilt für Kaffeemaschinen ohne Hauptschalter.
- Kühlen und Gefrieren: Platzieren Sie die Geräte an einem möglichst kühlen Ort, und stellen Sie die Temperatur richtig ein (5 bis 7 Grad beim Kühlschrank, minus 18 Grad beim Tiefkühler). Kontrollieren Sie, ob die Dichtungen intakt sind, und öffnen Sie die Türen nur kurz. Stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank.
- Kochen und Backen: Prüfen Sie, ob die Pfannen einen ebenen Boden haben, und nutzen Sie die Kochplatte mit der passenden Grösse. Kochen Sie mit Deckel, und nutzen Sie zum Erhitzen von Wasser einen Wasserkocher. Das Vorheizen ist bei modernen Öfen unnötig, und bei Backzeiten über 40 Minuten können Sie zehn Minuten vor dem Ende abschalten.
- Abwaschen: Abwaschen von Hand braucht mehr Energie als mit dem Geschirrspüler. Reinigen Sie das Geschirr nicht vorgängig, und nutzen Sie die Sparprogramme.
- Waschen, Trocknen, Bügeln: Waschen Sie bei tiefen Temperaturen. Moderne Waschmittel reinigen auch bei 30 Grad effizient. Verzichten Sie aufs Vorwaschen, und füllen Sie die Maschine ganz. Trocknen Sie die Wäsche im Freien, und bügeln Sie nur die Wäschestücke, bei denen es nötig ist.
- Beleuchtung: Ersetzen Sie Glühbirnen durch Sparlampen.
Erstellt: 16.02.2009, 08:43 Uhr
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3 Kommentare
Betreffend die neuen Strompreise für Winterthur ist möglicherweise folgende Ergänzung nicht ganz unwichtig: Die Kilowattstunde (Normal- und Niedertarif) für den Privathaushalt hat 44% aufgeschlagen. Für den, der mit einer Wärmepumpe heizt und das Warmwasser im Elektroboiler erzeugt, erhöhen sich dadurch die jährlichen Stromkosten um deutlich über 20% ! Antworten

































































































































