Gerechtigkeit für Polanski
Von Thomas Knellwolf. Aktualisiert am 28.09.2009 78 Kommentare
Thomas Knellwolf.
Roman Polanski hat sich an einem Kind sexuell vergangen. Er hat den Missbrauch einer 13-Jährigen aus Los Angeles 1977 gestanden. Seit der Tat vor 32 Jahren lebte der Regisseur in Europa in Freiheit oder war – so die US-Perspektive – auf der Flucht. Am Samstag tappte er im Zürcher Flughafen in die Falle der kalifornischen Strafverfolger. Statt am hiesigen Filmfestival fürs Lebenswerk Lob und Preis zu erhalten, verbringt der 76-Jährige nun bis zu zwei Monate hinter Zürcher Gittern. Dann wird er aller Voraussicht nach in die USA geflogen. Die Schweiz kann nicht anders. Der Auslieferungsvertrag mit Washington sieht keine Ausnahmen für Stars vor.
Es gibt aber gute Gründe, weshalb Polanski eher heute als morgen freikommen sollte. Sexueller Missbrauch von Kindern verjährt zwar in Kalifornien so wenig wie – neuerdings – in der Schweiz. Dies vor allem, weil Opfer erst Jahre später ihre Peiniger beschuldigen. Bei Polanski ist das Gegenteil der Fall. Heute macht sich sein Opfer, eine mittlerweile dreifache Mutter, für ihn stark. Polanski, so zeigen drei Jahrzehnte, ist für niemanden eine Gefahr. Ein faires Verfahren gegen ihn ist jedoch nach so langer Zeit und mit Fehlern in der Untersuchung kaum mehr möglich. Deshalb gilt es, das Drama um den Oscar-Preisträger zu beenden. Im letzten Akt führen nun US-Richter Regie. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.09.2009, 08:58 Uhr
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78 KOMMENTARE
Ich bin angewiedert und schockiert wieviele Promis aber auch Nicht-Promis, Herrn Polanski unterstützen. Es ist egal ob die Frau heute noch leidet oder nicht, denn sie hat sicher jahrelang gelitten, egal wie lange die Tat her ist. Mir ist das selbe mit 14 passiert, jetzt bin ich 28 und auch darüber hinweg, trotzdem ist es eine Starftat. Polanski gehört eingesperrt.
Die Rechtfertigungsorgien aus der links-liberalen Künstlerschaft und der mit ihr aufs Engste verbandelten Medienschaffenden sind nur noch peinlich - und gleichzeitig sehr erhellend. Es zeigt sich einmal mehr, dass das Unrechtsbewusstsein in diesen Kreisen eher schwach ausgeprägt ist. Die Diskrepanz zur Reaktion der breiten Öffentlichkeit ist frappant und sehr wohltuend.
Wer ein Kind misshandelt hat und mehrfach vor der Verantwortung geflohen ist ist eine Gefahr. Es gibt nichts schön zu reden.
Sehr geehrter Herr Knellwolf. Was würden Sie sagen, wenn das damals 13 jährige Mädchen, Ihre Tocher wäre. Würden Sie dann auch so locker von einem "Fehler" sprechen. Es ist wirklich sehr bedenklich, dass so viele sonst intelligente Leute beim Namen Polanski plötzlich blind sind. Es ist ein ganz klarer Fall und Herr Polanski ist ein international gesuchter Täter. Schande über ihn.
Ein gelungener Kommentar. Nicht nur schade, sondern gerade zu bedrückend, dass die selbsternannten Opferanwälte in ihrem Eifer die konkrete Faktenlage nicht wahrhaben wollen. Der Charakter der Volkseele löst Furcht aus.
@Christoph Gruber: Vorsicht mit dem jammern !: Auch die unverjährbarkeit gilt, wie jedes neue Gesetz , NICHT rückwirkend. Ich handle zu den Gesetzen die zum Tatzeitpunkt gelten - wie sollte ich sonst wissen was erlaubt und was verboten ist, es könnte ja immer sein das etwas was ich heute darf morgen verboten ist (bsp: Rauchen)! Pat Sibler hat recht, die Tat wäre in der Schweiz verjährt!
Das Aufheulen der Kulturschaffenden lässt einen Schluss zu, es bestätigt sich was schon beim Fall Dutroux vermutet wurde und bestätigt wurde. Pädophilie wird von "gewissen besseren" Kreisen unterstützt, geduldet und konsumiert. Dies bestätigen auch die vielen verharmlosenden Kommentare hier, welche das Opfer zum Täter stilisieren. Die Schweiz Heimat der pädophilen Künstler? Beschämend!
Wie würden alle diese Kommentare aussehen wenn die Tat in der Schweiz und der flüchtige und gestandener Täter jetzt in USA gefasst worden wäre? Wer spricht von Verjährung nur weil der Prozess wegen Flucht nicht beendet werden konnte? Im sinne des Auslieferungsvertrag würde die Schweiz sich jetzt bemühen diesen auch zu verwenden. Würde – die Schweizer-Perspektive – gleich sein?
@Pat Sibler: Es ist - mit Ihren Worten - ein Jammer, dass Leute wie Sie an Diskussionen teilnehmen, die keine oder kaum eine Ahnung von der Sache haben. Zur Präzisierung: Roman Polanskis Tat wäre in der Schweiz NICHT verjährt, weil das Schweizer Volk die Unverjährbarkeit solcher Straftaten beschlossen hat.
Es gibt auch ns opfer die verziehen haben, trotzdem werden und gehören die täter verfolgt. Ein freispruch des herrn polanskis wäre eine farce sondergleichen gegenüber eines jeden vergewaltigungsopfers! Er hat unrecht getan und ein minderjähriges kind mißbraucht! Und nur darum geht es. Weshalb bitte sollte polanski von dieser schweren schuld freigesprochen werden? Prominentenbonus? P. in den knast!
mittlerweile hoffe ich ja nur schon wegen dieser heuchlerischen und opferverachtenden Sprüche und Kommentare, dass polanski für 50 jahre in den knast kommt. wirklich nachdenklich sollte uns machen, dass es im jahr 2009 anscheinend in ist, schwarze schafe auf SVP-plakaten zu verachten, dafür aber taten von kinderschändern gutzuheissen. so auf jeden fall der tenor im volk. traurig.
Wie realitätsfern muss man sein und in welchen Galaxien muss man rumschweben um zu behaupten, das Opfer setze sich für Polanski ein? Eine glatte und sehr billige Lüge! Schade gibt es keinen Knast für Verharmloser solch peinigender Taten, die ihre Wunden ewig hinterlassen werden!!
Kein Wort über das Opfer und den Leidensweg, den die Frau über die Jahre zurücklegen musste. Nur Mitleid mit dem armen armen Täter. Einfach nur widerlich. Aber so ist das wohl: Wer kein Verständnis für Kinderschänder hat wird von unserem kulturellen Möchtegern-Hochadel als spiessig abgestempelt. Auch ein Zeitzeichen irgendwie.
Sehr interessant, dass "Gewichtigkeit" des Schaffens, also bei Herr Polanski ein Oscar und ein paar gute Filme, sowie die Zeitlinie ihn über das Gesetz zu stellen scheinen ... Dann wäre es also auch ok wenn ein Bundesrat (hat ja auch einen Leistungsausweis) vor x-Zeit mit einer 13-jährigen Sex hatte ??? Oder noch frecher: Ich bin ein Star, lass mich an ein Kind ran, ist ja nicht so schlimm?
Thomas Knellwolf verharmlost die Tat von Polanski Es war weder ein Ausrutscher an einer Party noch ein spontaner Fehler. Es war ein geplantes gezieltes Verbrechen an einem 13-jährigen Mädchen. Der Herr soll doch bitte das Schreiben von Samantha Geimer auf Seite 37 imTagi vom Dienstag lesen. Die Frau leidet klar heute noch darunter.
Aha!??? Dann ist also Kinderprostitution 1. keine Kinderschänderei im üblichen Sinne und 2. nicht strafbar, wenn die Eltern es sind, welche ihre Kinder verkaufen. Interessanter Denkansatz Frau Preiswerk. Haben Sie Ihren Standpunkt schon einmal aus dem Blickwinkel des 13-jährigen Opfers betrachtet oder ist dieses Mädchen auch selbst schuld? Also bitte!
Zwischen Frankreich und den USA gelten doch bestimmt analoge Auslieferungsrichtlinien. Wenn nun (wegen der Staatsangehörigkeit) jemand nicht ausgeliefert wird, dann gibt die anfordernde Nation normalerweise das Verfahren ans Heimatland ab. Da Vergewaltigung von Kindern in Frankreich garantiert auch strafbar ist, hätte doch dort ein Prozess stattfinden können. Davon hörte man aber bisher nichts.
@Pat Willener: Es wurde niemand in die Falle gelockt. Die Festivalleitung war nicht informiert. Ausserdem: Vorwarnen? Ich bitte Sie.
@Jacqueline Lanz: Dann muss er aber auch damit rechnen, dass er wieder geschnappt wird.
@Adrian Zwingli: Spannend, wenn man jeder Strafe entgehen könnte, wenn nur das Opfer einem verzeihen würde. Ich sehe ihren philosophischen Ansatz, aber rechtsstaatlich gesehen ist das Humbug.
Herr Zwingli: Es handelt sich um ein Offizialdelikt, d.h. Herr Polanski muss sich auch vor dem Staat für sein Verhalten verantworten. Ihrer Argumentation zur Folge würde also jeder Täter/Straffälliger freikommen, wenn ihm sein Opfer verzeiht? Diese Rechtsauslegung kann ich nicht nachvollziehen und entspricht nicht den momentanen Gesetzen.
Als Vater von drei Mädchen (die Jüngste ist 13) bin ich wirklich angewidert, um es freundlich auszudrücken. Egal, ob berühmt oder nicht, er muss sich seiner Vergangenheit stellen, er hätte schon viele Möglichkeiten gehabt. Nur seltsam, dass er jahrelang unbehelligt in die Schweiz einreisen konnte und erst auf Druck der Amerikaner verhaftet wurde, da machen wir Schweizer wieder eine schlechte Falle
Es ist für mich unerträglich, wie sich dieselben Leute, die sonst aus dem kleinsten und nicht erwiesenen Vorfall einen Hype fahren, für jemanden stark machen, der aus eigenem Zugeständnis ein 13-jähriges Mädchen schwer missbraucht hat. Polanski hat sich seiner Strafe durch Flucht entzogen und deshalb ist es für mich irrelevant, wie viele Jahre seit seiner abscheulichen Tat vergangen sind.
Wenn man einige Kommentare hier und anderswo liest, wird einem fast schlecht. Das war nicht Kinderschänderei im üblichen Sinn, selber Schuld, nach 30 Jahren, Moralkeule gegen einen grossen Künstler.... Das sind Sprüche übelster Sorte! Hey, bin ich der einzige Feminist hier? Wo sind all diejenigen Politiker, die sonst immer sagen, dass sie an vorderster Front für die Schwachen kämpfen?
@ S.Preiswerk: Ich habe mich mit Polansikis Lebensgeschichte befasst, es ist tatsächlich so wie Sie sagen. Alle Beteiligten wollten von der Pobularität Polanskis profitieren, vor und nach der Tat, auch und vor allem der Staatsanwalt. So wurde der Fall nie fair aufgeklärt. Warum will die Frau keinen Prozess mehr? Gut möglich, dass sie damals nicht NUR die Wahrheit gesagt hatte.
Da hat die Schweizer Justiz wohl den "Falschen" erwischt.....30 Jahre zurueck und nicht wirklich bewiesen! Was soll das?
Alle die jetzt aufheulen weil R.Polanski aufgrund einer der schlimmsten Straftaten verhaftet wurde verstehe ich nicht. Stellt euch vor die Medien würden über die Verhaftung eines 76 jährigen Vergewaltigter berichten dessen Tat 30 Jahre zurückliegt. Vierteilen wäre noch das sanfteste was gefordert würde. zum Glück schützt ein berühmter Name nicht.
Kann Amerika noch internationalel Recht einfordern? Ich würde keinen Menschen mehr an die USA ausliefern, denn dieses Land tritt Recht und Moral mit Füssen. Die nachfolgenden Generationen werden mit Recht fragen, warum wir diese Spielchen mitgemacht hätten.
So kenne ich die Schweizer eigentlich nicht, daß sie jemanden in einen Hinterhalt locken. ZUERST eine Auszeichnung um Polanski in die Schweiz zu locken und dann gleich die Verhaftung am Flughafen. Wieso wurde Polanski nicht gewarnt? Wie wichtig nehmen sich die Schweizer Behörden denn? Ist die Justiz so mächtig und die Schweiz schon ein Polizeistaat?
Diese Affaere stinkt! Wenn Eltern zulassen, dass ihre 13-jaehrige Tochter als Nacktmodell bei einem bekannten Regisseur die Nacht verbringt, dann ist zu erwarten, dass so etwas passieren kann. Es ist nicht Kindschaenderei im ueblichen Sinn, die Eltern wollten ihre Tochter in die Filmbranche sehen und haben dem zugestimmt. Nachher kann man noch durch Anklage Schmerzensgeld bekommen. Also bitte!
Man kann zu Polanski stehen wie man will, eines aber ist sicher, die Schweiz hat sich wieder ein Problem aufgehalst. Als wenn der Herr aus der Wüste nicht schon genug genügend Staub aufgewirbelt hätte.Diese Geschichte wird Politik und Gerichte eine Zeit beschäftigen.Oder hat man nur auf Polanski gewartet um sich den USA erkenntlich zu zeigen?
Angesichts des unverzeilichen und schweren Verbrechens, dessen sich Herr Polanski schuldig gemacht hat, verdient er keinerlei mildernde Umstände, ob er jetzt ein berühmter und begnadeter Regisseur ist oder nicht. Die Leute, die sich nun für ihn stark machen, setzen sich verantwortungslos und verblendet für einen widerwärtigen Pädophilen ein.
Herr Roth, vor wem wenn nicht vor dem "Opfer" muss man sich verantworten? Und wenn das "Opfer" nicht auf eine solche "Verantwortung" mehr besteht ? Welches Rechtsprinzip und welche Logik steht hinter Ihrem Argument? Was anderes wäre wenn das Opfer nicht mehr lebt, oder sonst nicht zurechnungsfähig ist - dann ok, hat der Staat zu wirken. Und Herr Hubschmid, die Justiz ist nichts göttliches.
Vorwarnung an Polanski? Dazu beitragen, dass sich jemand der Strafverfolgung entziehen kann ist in der CH strafbar. Art. 305 sieht Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren vor. Eine Schande für die Schweiz sind die diversen Kulturschaffenden, die Polanski verteidigen. Das ist Unkultur!
Sicher verdient er seine Strafe. Ergo: als franz. Staatsbuerger, abschieben an die franzoesische Justiz. Sein Heimatland soll sich mit diesem Problem herumsclagen.
Die vielen Argumente zugunsten von Herrn Polaski werden im Gerichtsverfahren in den USA zur Berücksichtigung gelangen. Aber es kann ja nicht sein, dass ein von der Justiz verfolgter durch Flucht und "Einigung" mit dem Opfer sich der Verantwortung entziehen kann. Er hätte sich der Verantwortung schon früher stellen und die Konsequenzen tragen sollen.
Ich habe geglaubt die Schweiz hat die Personenfreizügigkeit angenommen und ich will nicht wissen wieviele andere mit grösseren Vergehen in unserem Land umherspazieren.
@ Hans Zuber: Marc Rich wurde aus zwei Gründen nicht ausgeliefert: 1. Er ist Schweizer Bürger, als solcher darf er gemäss der Bundesverfassung niemal ohne Einwilligung ausgeliefert werden. 2. Die Schweiz liefert nur Personen aus, die eine Tat begingen, die auch in der Schweiz mindestens ein Vergehen ist. Marc Rich hat Steuern hintergangen, dies ist bei uns aber nur eine Übertretung.
Nun hier wird ein allgemein gültiges Gesetz von den Schweizer-Behörden Ordnungsgemäss durchgeführt. Ein lauter Aufschrei geht um die ganze Welt ! Aber ich frage diese Nationen, warum schreit die ganze Welt nicht für unsere Gefangenen in Lybien. Diese zwei Menschen sind ebenso wertvoll wie ein Filmeschaffender... oder etwa nicht.
Wieso lassen wir uns in so einem delikaten Fall zum Handlanger der USA machen? Roman Polanski ist französischer Staatsbürger, diese Suppe soll Frankreich auslöffeln. Ganz abgesehen davon: Wenn jemand in US-U-Haft erfährt, dass er für 50 Jahre weggesperrt werden soll und also auf keine faire Verhandlung hoffen darf, wäre er blöd, wenn er nicht flüchten würde, wenn er die Gelegenheit dazu hat.
Sind Verträge zulässig, welche CH einem Vertragsstaat gegenüber verpflichten, Absichten geheim zu halten? Im voraus Souveränitätsverzicht zu leisten? Müsste nicht vorbehalten sein, Im Fall Anreisender, die auf ausländisches Begehren verhaftet werden sollen, diejenigen Drittstaaten, in denen die Person auf freiem Fusse ist, wie auch die Person selber, vor Betreten des Einreisegates über die drohende Verhaftung zu informieren?
Stossend ist hier einfach der Umstand, dass Herr Polanski nicht das erste Mal in der Schweiz weillt und der schweizer Staat schon viel früher hätte eingreifen können. Ich sage nur Chalet in Gstaad. Die ganze Aufregung um die Verhaftung verstehe ich nicht. Der Mann soll für die Tat gerade stehen. Wie Otto-Normalverbraucher auch!
Herr Knellwolf: Was ändert sich am Tatbestand, wenn sich das Opfer für den Täter stark macht? Ist das ein guter Grund für eine Freilassung? Nein. Polanski hat sich drei Jahrzehnte schadlos gehalten, dies ist sicherlich zu berücksichtigen (wie aber auch seine damalige Flucht vor dem Strafverfahren...), ändert jedoch nichts daran, dass sich Polanksi für seine Tat verantworten muss.
Einerseits sollen für das Recht nicht 2 Klassen gelten. Andererseits hat Samantha Greimers Polanski längst verziehen. Da er auch keine weiteren bekannten Vergehen dieser leidlichen Art hatte, frage ich mich, ob die Schweizer Justiz nichts besseres zu tun hat, als sich erneut in die Nesseln zu setzen und die Amerikanische Justiz keine dringlicheren Probleme hat, als solchen alten Possen nachzujagen
Ich denke dass man nach 30 Jahren diese Sache beenden soll, besonders dann wenn sich wie in diesem Fall das Opfer für den Täter ausspricht. Es wirft kein gutes Licht auf die Schweiz sich hier zum Büttel der USA zu machen. Verträge hin oder her. In den USA rennen genug Schwerverbrecher von Bush abwärts immer noch frei herum. Niemand kann einem die Entscheidung nach eigenem Gewissen abnehmen.
Die zwischenmenschliche Angelegenheit (und nur eine zwischenmenschliche ist es) zwischen Polanski und Geimer ist geklärt. Damit ist die Sache moralisch vom Tisch. Die Rechtsstaaten haben sich deshalb rauszuhalten. Es gehört zur Freiheit der Betroffenen ihre Probleme selbst aus dem Weg zu schaffen. Was jetzt noch passiert ist bloss die Selbsterhaltung der Justiz und die Befriediegung der Moralisten
Sicher hat Polanski ein schweres Delikt begangen und müsste dazu gerade stehen, das ist indiskutabel. Aber die Art und Weise seiner Haftung, obwohl sein Vergehen in der ganzen Welt, sogar in Frankreich wo er lebte, bekannt ist, erst in der Schweiz stattgefunden hat, vor Allem, wenn man ihn mit anderen Argumenten (Filmpreis) in der Schweiz hineingelockt hat, ist für mich, eine hinterhältige Art dies zu tun. In Frankreich wird dieses Delikt ja auch als Straftat eingestuft, (auch wenn er Staatsbürger ist), warum wurde er während 30 Jahren NICHT verhaftet, oder gilt Frankreich als Fluchtort für Schwerverbrecher? Schlusswort: Immerhin ist er nicht in die Schweiz geflüchtet, er kam FREIWILLIG.
Herzliche Gratulation den Schweizer Behörden! Sie haben für einmal richtig und klever gehandelt. Ein Kinderschänder gehört hinter Gitter, egal wie reich, berühmt und gesellschaftlich Anerkannt er ist. Dies ist ein wichtiger Akt für alle missbrauchten Menschen! Auch wer Geld und Macht hat , darf sich nicht einfach alles erlauben und sich dann mit einem "Deal" herauskaufen.
Was für eine degenerierte Rechtsaufffassung muss jemand haben, um sich darüber aufzuregen, dass ein Kindsmissbraucher verhaftet wird? Soll Kindsmissbrauch nun generell legalisiert werden oder gilt diese "Freiheit" nur für Kulturschaffende und andere Promis?
es ist ein jammer, dass so viele leute an diskussionen teilnehmen, die keine oder kaum eine ahnung von der sache haben. zur präzisierung: roman polanskis tat wäre in der schweiz verjährt, weil sie vor einem bestimmten, im strafgesetz bestimmten zeitpunkt begangen worden ist.
Wer bei der Verhaftung von Gaddafi geschmunzelt hat, darf jetzt nicht den Empörten spielen. Wenn Roman Polanski unschuldig ist, kann er dies ja in den USA sicher mit guten Anwälten, die er sich sicher leisten kann, vor Gericht belegen. Oder zweifeln wir etwa am amerikanischen Rechtssystem?
Woher soll man wissen, das dieses 13-jährige Kind sein einziges Opfer war? Als Mutter will ich solche Leute eingesperrt sehen. Kinderschändung ist und bleibt ein grausames Verbrechen. Und es ist mir sowas von egal, wer oder was der Täter ist. Es ist eine Schande, das man diesen Mann so lange gedeckt hat.
@Pat Willener: Echt bedenklich ihre Aussage. @Michael Bader: Sehe ich genau so wie sie. Wer keinen "Dreck am Stecken" hat, der hat nichts zu befürchten.
Tja, da wird der Täter mal wieder zum (prominenten) Opfer gemacht, und es entrüsten sich einmal mehr die üblichen Verdächtigen. Gibt es eigentlich auch noch so etwas wie ein seriöses Rechtsempfinden ? Gelten Gesetze für Promis nicht ? Die Verhaftung war absolut korrekt. Uns hat letztlich nicht zu interessieren, welche Strafe Herr Polanski für seine Tat zu erwarten hat.
Und wieso musste man ihn gerade jetzt verhaften? All die Jahre wo er in der Schweiz ein- und ausgegangen ist hat man nichts getan! Es ist eine Schande und ich schäme mich ein Schweizer zu sein!
Der wirkliche Skandal ist doch, dass eine Bundesrätin unser Land ohne Not in politische Bedrängnis bringt. Und das für eine Tat, die bis vor kurzem in der Schweiz verjährt wahr. Dafür sollte es die Höchststrafe für PolitikerInnen geben: Sofortige Abwahl! PS: Ich würde gerne dabei sein, wenn unsere Aussenministerin mit der Justizministerin den Fall bespricht...
Lese die Kommentare hier. Als Deutscher und Schweizer habe ich eine Frage: Warum wurde Marc Rich, der USA Steuerbetrueger, der in der Schweiz wohnte und wohnt, nie verhaftet? Die USA hatten auch einen intern. Haftbefehl gegen ihn ausgestellt? Die Schweiz liess ihn gewaehren. Er ist als Sponsor von EishockeyClubs und Theater etc in Zug und in der SChweiz gern gesehen.
Gestern im SF1 wurde während einem Interview von SF1 mit einem "Kulturschaffenden" erklärt..."..ich kann nicht verstehen, weshalb Polanski wegen so einer "kleinen Sache" nach sovielen Jahren verhaftet wird.." Sexuelle Nötigung als kleine Sache zu betrachten sollte gehandet werden, Herr Kulturschaffender..
Auch wenn ich die Aktion im Prinzip lächerlich finde... dennoch die Frage: Hätte die Schweiz einen anderen geständigen Pädophilen verhaftet, wären wir dann nicht alle froh gewesen und hätten die Schweizer Justiz gelobt? Gleichheit vor dem Gesetz, da sind wir Schweizer noch eines der wenigen Ländern wo dies praktisch noch umgesetzt wird, gäll, Herr Gadaffi.
Offensichtlich hat man im Fall von Gaddafi Junior ganz andere Massstäbe angewandt. Ich werde den Verdacht nicht los, dass einmal mehr wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, und dass man hier versucht, im Zusammenhang mit dem Bankenstreit die USA zu beschwichtigen.
Die Rechtslage ist deutlich und klar. Die Schweiz hat richtig gehandelt. Punkt !
polanski hat einen straftatbestand begangen (ist unbestritten). in den usa. die bush's sind die obersten verantwortlichen für völkerrechtswidrige kriege (zu 100% auf lügen begründet, weiss heute auch jeder), welche bisher rund 2 millionen opfer forderten. welche tat ist schlimmer? wird widmer-schlumpf die bush's, falls sie einmal ihre füsse auf ch-boden setzen sollten, ebenfalls verhaften lassen?
Um was geht es hier? Um Kinderschändung? Nein, es geht um den Rechtsstaat Schweiz. Herr Merz hat für Gaddafi den Rechtsstaat ausgehebelt. Und ausgerechnet bei Polanski sollte der Rechtsstaat wieder greifen? Ich schäme mich für unsere politische Führung!
@Pat Willener: Hat nicht damals auch Polanski das Mädchen auf niederträchtige Weise in die Falle gelockt? Sind Vergewaltungen weniger schlimm, wenn Sie vor 30 Jahren passiert sind? Ich frage nur.
Wir wollen festhalten, dass dass Samantha Geimer zur "Tatzeit" keine Jungfrau mehr war und nicht gaaanz so unschuldig wie dargestellt. Ihre feine Mutter wollte sie medienwirksam inszenieren und liess sie allein(!) zu Polanski gehen... Wenn hier jemand bestraft werden sollte, dann die Mutter!
@ Pat Willener - Er hat gestanden und ist geflohen. Heute hat man ihn endlich geschnappt. Wo liegt das Problem ? Nur weil er ein paar gute Filma gemacht hat heisst das noch lange nicht, dass er straffrei wegkommt, oder ? Für einmal haben die "Mühlen" in Bern richtig gehandelt.
@Willener: Die Tat hat er ja selbst zugegeben. Somit ist zweifelsfrei klar dass er sich einer schweren Straftat schuldig gemacht hat. Es ist absolut in Ordnung dass Polanski auch 30 Jahre danach zur Verantwortung gezogen wird. Diese Art von Delikten ist besonders schwerwiegend. Es ist wohl kaum was Schlimmeres als die sex. Ausbeutung von Kindern. Jegliche Verharmlosung ist Verhöhnung der Opfer.
Es ist eine Schande dass Polanski erst jetzt fest genommen wurde. Die Selben, die nun nach einer Freilassung Polanskis schreien, schütteln wohl den Kopf wenn Verbrecher, Mörder etc nicht an die CH ausgeliefert werden. Fall Gecai und ähnliche lassen grüssen! Gerade zu stossend der Kommentar von SVP (T. Brunner) man gehorche fremden Justizanordnungen.
Nur ein paar Wochen ist es her, dass für Ghadaffi Junior die volle Strenge der Justiz gefordert wurde: KEIN Promi-Bonus! Bei der jetzigen 180-Grad-Wende scheinen der intellektuelle und der moralische Airbag unserer sogenannten Kunst Schaffenden völlig zu versagen, wohl, weil es einen der ihren trifft. Bevor ihm der Preis in den Knast nachgeschickt wird, bedenkt: Ehre, wem Ehre gebührt!
Gerechtigkeit für P.? Gerechtigkeit ist, wenn ein - bekennender - Täter bestraft wird. Völlig egal wie er heisst und welche grossartige Arbeit er gemacht haben will. Ich bin entsetzt wie gross das Geschrei nach Freilassung von P. ist!! Sind denn die Menschen doch nicht alle gleich? Jeder andere,Unbekannte,würde genauso behandelt, und alle würden es gutheissen! In was für einer Welt leben wir denn?
Thomas Knellwolf möchte das Drama um den "Oscar-Preisträger" beenden. Was hat seine Tat mit "Oscar-Preisträger" zu tun. Ist es nicht genau diese Denkweise, welche den Rechtsstaat unterminiert? Wenn jeder dahergelaufene, offensichtlich gültiges Recht nach seinen persönlichen Sympathien interpretiert - wo kämen wir da hin?
Was ist denn das für eine merkwürdige Argumentation!? Was mich schockiert in der Causa Polanski: Offenbar geht den Menschen bei Stars jegliches Gerechtigkeits- und Rechtsempflinden verloren! Vor dem Gesetz sind alle gleich!!! Und das ist ein hohes Gut, zu dem wir Sorge tragen sollen und das nicht verhandelbar ist!
@Pat Willener Soso, eine Schande für die Schweiz! Ich finde eher beschämend, dass viele denken, Polanski hätte eine Carte blanche und bei so einer Prominenz sei Vergewaltigung und Pädophilie zu tolerieren. Und ich denke, wer nichts zu befürchten hat, oder irgend welche Leichen im Keller, wird auch in Zukunft das Filmfestival besuchen. Ihre Einstellung finde ich sehr bedenklich!
Anders als im Fall M.Jackson (Dieser ist zu 100 % freigesprochen) ist R. Polanski selbstbekennend schuldig. Die Frage lautet vielmehr,darf man im Fall von zweifelsfrei,erwiessener Kinderschändung überhaupt von Verjährung sprechen?Einfach widerlich überhaupt diese Argumentation.Für einmal hat der CH Staat korrekt gehandelt.Es ist fragwürdig wieso Frankreich jahrelang den intern.Haftbefehl ignoriert
Kein Weg führt daran vorbei, dass ein Land einen gültigen internationalen Haftbefehl vollstrecken muss, wenn ein Auslieferungsvertrag besteht. Ob die Verfolgung wegen eines lange zurückliegenden Delikts, an dessen Ahndung das damalige Opfer nicht mehr interessiert ist, dem schweizerischen Ordre public widerspricht, wird im Auslieferungsverfahren geprüft - vom Richter, nicht von der Polizei.
Es ist schon merkwürdig, wenn der Kindschänder einen grossen Namen trägt und man vermutlich von seiner künstlerischen Arbeit begeistert ist, dann geht es schon in Ordnung, wenn er sich seiner Strafe entzieht. Aber den kleinen, den unbekannten, soll das Gesetz treffen. Jeder der wegschaut mach sich genau gleich strafbar. Stopp den Kinderschändern.
Es ist eine Schande dass sich die Schweiz hergibt, jemanden auf derart niederträchtige Weise in die Falle zu locken. Die diversen Filmfestivals werden in Zukunft sicher keine Stars mehr anlocken können! Die "Vergewaltigung" ist mehr als 30 Jahre her, und ich weiss wie "Geständnisse" von den amerikanischen Justizbehörden mit falschen Versprechungen erzwungen werden. Lasst Herrn Polanski frei!
Soeben habe ich den Kommentar von Th. Knellwolf gelesen + kann es nicht fassen. Immer wieder gibt es Einmal-Täter. Das heisst doch nicht, dass sie straffrei ausgehen sollen! Der Skandal ist, dass Herr Polanski die Verantwortung für seine Tat nie übernommen hat. Sexueller Missbrauch von Minderjährigen ist eine schwere Straftat. Herr Polanski hat das Mädchen mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht!










