Magenband und -Bypass lohnen sich
Von Felix Straumann. Aktualisiert am 06.01.2011 2 Kommentare
Felix Straumann.
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Die Kosten für das Gesundheitswesen steigen und steigen. Kein Wunder,beäugen die gebeutelten Prämienzahler argwöhnisch jede Ausweitung des Leistungskatalogs. Erst recht, wenn es um Randgruppen wie die stark Übergewichtigen geht. Viele glauben, dass diese ihr Leiden selbst verschuldet haben, weil sie vermeintlich das Mass beim Essen verloren und bei der Bewegung nicht gefunden haben.
Mediziner wissen jedoch, dass mit Sport, Diät und Verhaltenstherapie schwerer Fettleibigkeit nicht beizukommen ist. Im Gegenteil: Verschiedene Studien zeigen, dass solche Massnahmen wegen des sogenannten Jo-Jo-Effekts die Gesundheit der Patienten sogar verschlechtern. Zudem schlagen die dauernden, selten erfolgreichen Anstrengungen auf die Psyche. Heute gilt eine Operation deshalb in vielen Fällen als die einzige Möglichkeit, mit der Ärzte krankhaftes Übergewicht nachhaltig behandeln können. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, dass nun die Kriterien für Magenband oder Magen-Bypass aufgeweicht wurden.
Lifestyle- oder Schönheitsoperationen, mit denen leicht Übergewichtige ohne Anstrengung ein paar überflüssige Pfunde abspecken können, sind diese Eingriffe nach wie vor nicht. Damit die Krankenkasse zahlt, müssen die Patienten immer noch einen BMI von über 35 haben. Das heisst beispielsweise, dass ein 1,80 Meter grosser Mann sich jetzt mit einem Gewicht von 115 Kilogramm operieren lassen kann und nicht wie noch im letzten Jahr erst mit 130 Kilogramm. Vorausgegangen sein muss zudem eine zweijährige erfolglose Therapie zur Gewichtsreduktion.
Selbstverständlich werden die Chirurgen durch die Ausweitung des Leistungskatalogs künftig von mehr Patienten profitieren. Und bestimmt ist deswegen anfangs mit Mehrkosten zu rechnen. Doch – abgesehen davon, dass Betroffenen geholfen wird – dürfte sich die ganze Aktion in einigen Jahren auch finanziell lohnen. Davon gehen selbst die Krankenkassen aus. Dies, weil kostenintensive Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Herz-Kreislauf-Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Fettleibigkeit auftreten, seltener werden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.01.2011, 21:30 Uhr
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Das Magenband oder der Bypass sind die sichersten Methoden, um das Körpergewicht zu reduzieren und auf danach zu stabilisieren. Realsatire ist jedoch, wenn man, wie gestern geschehen, aus dem Mund des von der Natur doch recht üppig ausgestatteten NR Bortoluzzi vernimmt, Adipositas sei mit Disziplin zu bekämpfen. Weintrinker sind mir sympathisch, allerdings nicht, wenn sie Wasser predigen. Antworten
Es erstaunt ja nun niemand mehr zuerst 53% zu dick und dann schwups die anzahl Magenband OPs an nun 115kg schweren not a bene Patienten zu denen wir gemacht werden die erfolglos versuchen abzunehmen. Ich kann mich nicht halten, schauerlich wie wir wiedermal manipuliert werden und die Prämien steigen und steigen ins unermessliche. Sind wir so blöd? Antworten



