Qualität hat eine gute Zukunft
Von Pietro Supino. Aktualisiert am 29.09.2009 11 Kommentare
Pietro Supino ist TA-Verleger und Verwaltungsratspräsident der Tamedia AG.
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Mit der heutigen Ausgabe erscheint der «Tages-Anzeiger» in neuer Gestalt. Das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, an dem unsere Redaktion einen wesentlichen Anteil hatte, ist unsere Antwort auf die veränderte Medienwelt. Neue, zum Teil mobile Geräte ermöglichen eine fast grenzenlose zeitliche und räumliche Verfügbarkeit von Inhalten und Botschaften. Bisherige Grenzen zwischen Zeitungen, Radio, TV, Internet verschieben sich. Jedes einzelne Medium muss sich in der Vielfalt dieser Angebote neu positionieren.
Wir sind überzeugt, dass eine Qualitätszeitung wie der «Tages-Anzeiger» eine gute Zukunft hat. Das Bedürfnis nach Übersicht, nach gut recherchierten Geschichten und Fakten, nach Einordnung und Analyse ist angesichts des fast ins Unübersichtliche gewachsenen Angebots an Informationen eher noch grösser geworden.
Genau diese Erwartungen wollen wir, Verleger und Redaktion des «Tages-Anzeigers», noch konsequenter als bisher erfüllen: Mit mehr Eigenleistungen unseres Redaktionsteams, mit dem Setzen von Schwerpunkten, mit einem starken Bezug zum Lebensraum unserer Leserinnen und Leser. Und die regelmässige Zusammenarbeit der Redaktionen des «Tages-Anzeigers» und des Berner «Bunds» erlaubt es, die grössten redaktionellen Ressourcen der Schweiz zur Verfügung zu haben und Ihnen eine zusätzliche Sicht der Ereignisse anzubieten.
Wir sind uns bewusst, dass wir auch liebgewordene Gewohnheiten berühren, dass uns nicht alles auf Anhieb wunschgemäss gelingen wird. Darum werden wir unsere Arbeit in den nächsten Wochen selbstkritisch und mit einem offenen Ohr für die Reaktionen unserer Leserschaft analysieren und Verbesserungen vornehmen, wo immer sie angezeigt erscheinen.
Eines aber versichern wir Ihnen: Wir setzen wie bisher alles daran, Ihr glaubwürdiger und vertrauter Begleiter zu sein, unabhängig, fair und spannend. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 29.09.2009, 15:01 Uhr
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11 Kommentare
Die neue Gestalt des Tagi gefällt uns überhaupt nicht. Von welchem Schreibtisch-Täter ist die Idee den Sportteil von hinten nach vorne zu lesen? Anscheinend haben sie wenig Abonnenten aus dem Zürcheroberland, sonst hätten sie diesen Teil nicht so extrem vernachlässigt. Sollte dies alles so bleiben, werden wir das Abo nicht mehr erneuern (nach 40 Jahren). Verhältnis Preis-Leistung stimmt nicht Antworten
Leider ist das neue Layout nicht gelungen. Als Grafic Designer bin ich vom neuen visuellen Auftritt des Tagi enttäuscht. Der Mix an Schriften, welche miteinander nicht funktionieren - alt und neu - bringen viel Unruhe, die Hierarchie innerhalb Typografischen Elementen ist nicht klar. Leider erkenne ich kein eigenes visuelles Profil. Das ganze erinnert mich eher an ein klägliches Regioblatt. Schade Antworten
Der erste Eindruck vermittelt vor allem mehr Oberflächlichkeit, schade. Ich hoffe auf das Prinzip der Dialektik, dass Verbesserungsvorschläge umgesetzt und das Layout für die bezahlende Kundschaft gemacht wird. Was jedoch absolut nicht geht, ich meine: NICHT GEHT!, ist das Anhängen des Sportteils an die Wirtschaft! Bitte den Bund SPORT zurück! Antworten
Im Grossen und Ganzen gut gelungen. Verbesserungsvorschläge für die Strukturierung der Zeitung: - Sport: statt rückwärts lesen, wieder separieren. - Wetter: auf letzter Seite eines Bundes statt versteckt. - TV-Programm: Vor allem Sendungen ab 20 h/2015 h stärker hervorheben. Die vorherige Gestaltung war übersichtlicher. Besten Dank und freundliche Grüsse Antworten
Sie schreiben in den "News": "Die modernisierte Zeitung lässt niemanden kalt". Doch das tut sie. Es sind reine Äusserlichkeiten, die neu sind, Am Inhalt hat sich trotz Umgruppierung usw. nicht viel geändert. Von einem wirklichen Relaunch hätte ich etwas in der Richtung erwartet, wie das kürzlich mit Beispielen aus Holland usw. vorgestellt wurde, erwartet. Ergo: Mehr Mut! Antworten
Wir sind seit über 35 Jahre Tagi-Abonnenten. Zur neuesten Ueberarbeitung haben wir zwei Kritikpunkte: Erstens gefällt die Zusammenlegung des Sport- und Wirtschaftsteils in einen Bund gar nicht. Zumal der Sportteil am Ende dieses Bunds liegt. Zweitens sollte die Wetter-Seite weiterhin am Ende eines Bunds sein. Der Kulturbund ist zu gross, der neue Zürich-Bund hingegen sehr gut. mfG Ulysse+Leila Antworten
Sehr erfreulich, dass die Kommentare weniger einseitig und zudem viel objektiver sind als bei der NZZ, auch wenn deren Layout viel besser gefällt. Unglücklich sind die Titel, die wie Fussnoten zu den obigen Artikeln aussehen. Müssen doch nicht an die obere Linie geklebt werden. Allgemein würde mehr Weissraum die teilweise chaotisch (Verzeihung) eingequetschten Artikel in besseres Licht rücken. Antworten




Heidrun Timm
Wir haben uns immer die Zeitung geteilt. Mein Mann hat den Sportteil genommen und ich den Wirtschaftsteil. Dies ist jetzt leider nicht mehr möglich. Auch kann man die Artikel oft schlecht vom redaktionellen Teil und Leserbeiträge unterscheiden. Wirkt auf mich unübersichtlich und weniger interessante Artikel. Antworten