«Ich bin ein Stierkämpfer und fürchte nichts»

Aktualisiert am 08.09.2009
Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat am Dienstag blumig versichert, dass er die Medienangriffe wegen der Skandale rund um sein Privatleben nicht fürchte.
Weiss sich angeblich zu verteidigen: Matador Berlusconi. Bild: Reuters

«Ich werde von einer Stierherde angegriffen, doch ich bin ein Stierkämpfer, der keine Angst hat.» In seiner Rede vor Unternehmern und Wirtschaftsexperten in Mailand bestritt der Regierungschef heftig, dass er mit seinen Schadenersatzforderungen gegen Zeitungen, die ihn angreifen, die Medienfreiheit stark beschneide.

«In den Ländern mit Diktatoren werden die Artikel der Zensur unterzogen, danach werden die Zeitungen gesperrt», sagte der Ministerpräsident. Die derzeitigen Geschehnisse in Italien bezeugten aber, dass es Italien die Freiheit gebe, die Wahrheit zu verzerren, zu verleumden und zu diffamieren.

Berlusconi appellierte an die Politik, auf Streit zu verzichten und geschlossen für einen Ausweg aus der Krise zu arbeiten: «Die Politik gibt ein verheerendes Beispiel, weil man nicht als Mannschaft arbeitet, sondern jeder gegen jeden kämpft. Dabei sollten alle für einen Ausweg aus der Krise arbeiten.»

(sam/sda)

Erstellt: 08.09.2009, 15:03 Uhr

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