Ein Atomsprengkopf für Teheran

Aktualisiert am 05.02.2010
Der Iran hat laut einem Zeitungsbericht einen Atomsprengkopf für seine Mittelstreckenraketen entwickelt. Laut Fachleuten könnte er funktionieren.
Bis an den Rand Europas: Die Reichweite einer Shahab-3-Rakete aus dem Iran. Bild: WireImage Foto: CIA World Factbook / Wikipedia

Wie die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) heute berichtet, hat ein Wissenschaftler, der früher in einem sowjetischen Nuklearwaffenlabor tätig war, dem iranischen Regime geholfen, das Design für einen fortgeschrittenen Atomsprengkopf zu entwickeln. Dies haben westliche Geheimdienste und Diplomaten laut dem Bericht bestätigt.

Die Informationen sollen aus einem Dokument stammen, das die Kenntnisse der Inspektoren von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien zusammenfasst. Die SZ hatte nach eigenen Angaben bereits Einblick in dieses Papier.

Passende Grösse für die Shahab-3

Laut dem Artikel handelt es sich bei dem Sprengkopf um ein sogenanntes Zwei-Punkt-Implosionssystem, das zwei spezielle Zünder benötigt – deutlich weniger als ältere Ausführungen. Dadurch sei der Durchmesser weit genug verringert worden, um die iranische Mittelstreckenrakete Shahab-3 damit bestücken zu können.

Bereits zuvor hatte der Iran eingeräumt, Versuche durchgeführt zu haben, um mehrere Zünder synchron auszulösen. Zudem wurde laut der SZ offenbar schon mindestens ein Versuch durchgeführt, um das gesamte Implosionssystem zu testen. Ein System dieser Art habe der betreffende Wissenschaftler bereits früher einmal entwickelt.

(raa)

Erstellt: 05.02.2010, 10:55 Uhr

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