Kurz nach dem Abpfiff bricht das Chaos im Stadion aus: Fans stürmen den Rasen im Stadion von Port Said. (1. Februar 2012) Bild: Reuters
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Die tödliche Randale am Rande eines ägyptischen Fussballspiels wurde nach Einschätzung des Parlaments in Kairo nicht von Anhängern des Militärrats geschürt. Bei der Katastrophe waren Anfang des Monats 74 Menschen, bei anschliessenden Protesten weitere 16 getötet worden.
Eine Untersuchungskommission der Abgeordneten machte nun die Fans selbst und mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen für die Ausschreitungen verantwortlich.
Stimmung auf Sportkanälen angeheizt
Der Chef der Untersuchungskommission, Ashraf Thabet, listete gestern eine Reihe von Faktoren auf, die nach dem vorläufigen Ergebnis der Ermittlungen zu dem Aufruhr geführt haben. So sei die Stimmung bereits im Vorfeld des Spiels auf einschlägigen Sportkanälen stark angeheizt worden.
Zudem seien die Fans vor Betreten des Stadions nicht ausreichend auf Waffen kontrolliert worden und das Sicherheitspersonal habe nicht konsequent genug für Ruhe und Ordnung im Stadion gesorgt.
Fussballfans als Unterstützer der Revolution
Schliesslich hätten einige Kräfte die ohnehin grossen Spannungen zwischen den beiden Vereinen ausgenutzt, «um politische Interessen zu verfolgen». «Wir werden ihre Namen nennen», kündigte Thabet an. Das endgültige Ergebnis der parlamentarischen Untersuchung steht noch aus.
Die Randale brach am Ende eines Heimspiels des Vereins al-Masry gegen den Kairoer Klub al-Ahly in Port Said aus. Die Anhänger von al-Masry gelten als vehemente Unterstützer der Revolution, die vor einem Jahr den langjährigen Machthaber Hosni Mubarak zu Fall brachte.
(mrs/sda)
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