Menschliches Beharrungsvermögen ist schon erstaunlich. Trotz vieler Katastrophen bleiben die Menschen stur bei ihren einmal angenommenen Ansichten. Dr. Ulrich verdient wirklich Lob, dass er sich das alles antut. Ich selber beschäftige mich mit dieser Thematik seit etwa 40 Jahren und habe auch eine Doku verfasst: "3-5-4".
Carlos Hunziker 02.05.2009, 11:32 Uhr
An Markus Saurer (weiter unten):Wie kommen Sie dazu, zu behaupten, Peter Ulrich verstehe nichts von Wirtschaftstheorie.Gemäss Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Ulrich_(%C3%96konom)) hat er in Freiburg Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert (usw.). Das Problem ist doch wohl eher, dass die (mathematisch unterfütterten) Wirtschaftstheorien die Wirklichkeit nicht abbillden können.
Beni Jamar 25.04.2009, 22:01 Uhr
Es ist erstaunlich, dass es für Ethik und Moral nicht beachtete Professoren braucht, obwohl schon ein normaler Mensch erkennt, dass unsere Politik, anderen Ländern mit Bankgeheimnis und Steuergeschenken potentielle Steuerzahler abzuluchsen, moralisch bedenklich ist! Manager können keine zartbesaiteten Typen sein: Niedrige Charakter-, mittlere Aus- u. übersteigerte Einbildung führen zur Katastrophe
Nadine Binsberger 25.04.2009, 13:01 Uhr
Vielen Dank für dieses sehr interessante Interview. Und ebenfalls grossen Dank an Hr. Ulrich für sein optimistisches und wegweisendes Engagement.
Thomas Logemann 25.04.2009, 11:57 Uhr
Recht hat er, der Herr Prof. Peter Ulrich. Das Problem ist nur, dass diejenigen innerhalb der EU und der Welt, die bisher mit den althetgebrachten Methioden der Skrupellosigkeit "gut verdient" haben, sich von der Krise und den ethischen Zukunfstbedingungen einer global zusammenwachsenden Wirtschaftswelt nicht sonderlich beindrucken lassen.
Markus Saurer 25.04.2009, 11:45 Uhr
Ulrich hat mit Efolg gezeigt, wie sinn- und nutzlos Wirtschaftsethiker sind, die nichts von Wirtschaftstheorie verstehen. Thielemann wird ihm wohl in nichts nachstehen....
Roland Strauss 25.04.2009, 10:53 Uhr
Natürlich sind Gewinn- und Renditemaximierung keine nachhaltigen Unternehmensziele; das dient nur denen, die eh schon zuviel haben. Unternehmen produzieren nicht nur Waren und Dienstleistungen sondern auch Konsumenten. Jetzt haben wir alle Waren, die wir uns nur wünschen können, aber kein Geld um sie zu kaufen. Antworten gibt's bei der natürlichen Wirtschaftsordnung und Freiwirtschaft.
Peter Amrein 25.04.2009, 10:12 Uhr
Was heisst hier Managament bedient einseitig die Aktionäre? An jeder Generalversamlung wehren sich erfolglos Kleinaktionäre da sie von den Grossen überstimmt werden. Die Guilde, zu der Managemant und Grossaktionäre gleichermassen gehören, bedient schlicht und ergreifend nur sich selbst. Um das zu begreifen braucht man kein lic. oec. HSG zu sein. Da reicht eine einfache 10 Jährige Steinerschule.
Willem van Groningen 25.04.2009, 09:28 Uhr
Herr U: " Die meisten Menschen brauchen schmerzhafte Erfahrungen, damit sie einen Lernprozess beginnen". Ein schöner Satz Herr U., aber wo sind meine und anderer Leute in langen Jahren gesparten "Batzen" hin? Die "Unbelehrbaren" in der Finanzindustrie mit ihrer Gier und Arroganz haben sie "verspekuliert", viele dieser Leute leben immer noch in Saus und Braus und ich und andere haben das Nachsehen!
Rolf Schumacher 25.04.2009, 08:22 Uhr
Oft haben wir marktwirtschaftlich Grundsatzdiskussionen geführt, mein Vater und ich, er schimpfte mich Sozialist. Heute (nach 20 J.) entschuldigen er sich. Mir nützt das wenig, ich musste in der Hochkonjunktur teuer investieren und jetzt in der Krise amortisieren. Die Nachkriegsgeneration hat ein Vermögen am Trockenen und hockt darauf, unserer Generation bleibt Unsicherheit und ein harter Kampf.
Martha Meister 25.04.2009, 08:10 Uhr
Warum tritt Herr Ulrich gerade jetzt ab, da sich die Welt wie nie zuvor für Wirtschaftsethik interessiert, ist ihm der Gegenwind nicht mehr rauh genug? Das berufliche Privileg, sich mit Grundsatzfragen zu beschäftigen, ist leider alles andere als ein Garant dafür, dass man Anderen im Umdenken voraus ist, Stichwort: Elfenbeinturm. Der Mann sollte dsbzgl sein Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Ulrich Raumer 25.04.2009, 08:03 Uhr
Machen sich hier nicht auch die Einflüsse von Globalisierung und Migration bemerkbar? Jede Kultur hat ihre eigene Ethik. Die USA mit Ihrer "the winner takes it all" Mentalität zwingt vor allem in der Wirtschaft, den anderen Kulturen eine Reduzierung des Anspruches an die Ethik auf, die nötig ist um nicht unterzugehen. Die HSG müsste hier einen Ausweg aufzeichnen, einfach wird das nicht!
Stephan Brupbacher 25.04.2009, 07:50 Uhr
Wunderbar! Prof. Ulrich's Ansichten sollten schon in der Sekundarschule gelehrt werden, die kommenden Generationen müssen andere Prioritäten haben als die heutige z.T. "versaute" Manager-Generation. Prof. Ulrich sollte Einfluss nehmen können auf die politischen Parteien und Parlamentarier, die engstirnigkeit einiger Parlamentarier ist lamentabel, das konnte man in vergangenen TV Übertragungen sehn
Richard Scholl 25.04.2009, 07:45 Uhr
Ein früherer Professor, Immanuel Kant, qualifizierte die Engländer auch so. Allein, Preussen war damals eher ärmlich, England das wohlhabendste Land Europas. Folglich fühlen wir Eidgenossen uns geschmeichelt, wenn ein Wirtschaftsethiker sagt, wir seien krämergeistig .
Paul Walter 25.04.2009, 07:22 Uhr
Ich denke nicht, dass die Vertreter der Wirtschafts-Elite auch nur ein Jota von diesem Wissen verinnerlicht haben. Nach wie vor beherrscht der Liberalismus und die uneingeschränkte Freiwirtschaft die Köpfe dieser Leute. Solange diese Leute sich auf Kosten der Gesellschaft bereichern können, wird sich niemals etwas ändern. Ohne religiöse Betrachtung der Wirtschaft und Gesellschaft wird nichts ändern.
René Lorenz 25.04.2009, 07:07 Uhr
B R A V O !Herr Ulrich sie sollten sofort engster Berater von Bundesraeten,Banken ,Autokonzernen usw werden!Ich habe selber erlebt wie so ein kleiner MBO Manager die ganze Firmen Struktur kaputtgemacht habt, im Namen einer guten Bilanz!Nachhaltigkeit haben diese Leute in den sogenannten TOP Kaderschmieden(Paris) nicht gelernt. Wohl auch im eigenen Interesse,sprich Bonuszahlungen! Hoffnung
Chris Schmidlin 25.04.2009, 04:46 Uhr
Ethik muss erst mal im kleinen Kreis funktionieren und sollte in der Familie und an den Schulen in allen Stufen besser vermittelt werden. So wird sie in der Gesellschaft verankert und wird zur Selbstverständlichkeit. Die Politiker und Parteien müssen sich dies auch wieder auf ihre Fahnen schreiben. Ethik hat auch mit Einigkeit zu tun und die macht stark!
Hans Müller 25.04.2009, 03:57 Uhr
"Der Industrielle, der eine alte Dreckschleuder betreibt" - Der Herr Professor wirft mit Klischees um sich, wie sein Zögling Thielemann. Und die "ungeheure Eigendynamik" ist schon immer eine Eigenschaft von Systemen gewesen. Ethik als Besserwisserei mit pfannenfertigen Vorschriften ist sinnlos und wertlos.
Peter Drexler 25.04.2009, 00:36 Uhr
Seine jetzigen Aussagen kommen ein wenig spät. Schon früher hätte er U. Thielemann in Schutz nehmen sollen und vor dem ungeheurlichen Vorwurf der "Güterabwägung" von Franz Jäger schützen müssen. "Güterabwägung" an einer Universität. Das ist so dermassend unglaublich. Vive la Suisse!
André Haffner 24.04.2009, 23:53 Uhr
Als einer der ersten Studierenden Ulrich's studierte ich 1986-1988 mit zwei weiteren Kollegen das damalige Wahlpflichtfach 'Wirtschafts- und Unternehmensethik'. Wir vier waren völlige Exoten. Eine der Aussagen Ulrich's - in etwa 'genau jene, welche am vehementesten für das marktwirtschaftliche System eintreten, werden am Schluss dieses System am stärksten beschädigen', geht mir noch heute nahe.
Mats Armstrong 24.04.2009, 23:43 Uhr
"Das kommerzielle Denken dominiert hier stärker als in anderen Ländern. In einer solchen Kultur werden ethische Gedanken, zumal wenn sie mit Wirtschaftsinteressen kollidieren, rasch als anstössig empfunden."Bravo bravissimo - Peter Ulrich vor president!Bleibt nur zu hoffen, das die momentane Krise eine heilende Wirkung auf Trittbrettfahrer-Ego-Schweiz hat!
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21 Kommentare
Adolf Paster 04.05.2009, 10:55 Uhr
Carlos Hunziker 02.05.2009, 11:32 Uhr
Beni Jamar 25.04.2009, 22:01 Uhr
Nadine Binsberger 25.04.2009, 13:01 Uhr
Thomas Logemann 25.04.2009, 11:57 Uhr
Markus Saurer 25.04.2009, 11:45 Uhr
Roland Strauss 25.04.2009, 10:53 Uhr
Peter Amrein 25.04.2009, 10:12 Uhr
Willem van Groningen 25.04.2009, 09:28 Uhr
Rolf Schumacher 25.04.2009, 08:22 Uhr
Martha Meister 25.04.2009, 08:10 Uhr
Ulrich Raumer 25.04.2009, 08:03 Uhr
Stephan Brupbacher 25.04.2009, 07:50 Uhr
Richard Scholl 25.04.2009, 07:45 Uhr
Paul Walter 25.04.2009, 07:22 Uhr
René Lorenz 25.04.2009, 07:07 Uhr
Chris Schmidlin 25.04.2009, 04:46 Uhr
Hans Müller 25.04.2009, 03:57 Uhr
Peter Drexler 25.04.2009, 00:36 Uhr
André Haffner 24.04.2009, 23:53 Uhr
Mats Armstrong 24.04.2009, 23:43 Uhr