@Suter: Das ist falsch, Einstein galt als Kommunist. Er schrieb damals einen Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten in welchem er von einer Deutschen Atombombe warnte. Entwickelte aber selber, entgegen dem Gemeinverständnis, keine mit.
Hans Ulrich Suter 04.11.2009, 09:47 Uhr
@Hagmann: Tja, Albert Einstein arbeitete von 1943-1944 für die amerikanische Navy, durchaus an kriegsrelevanten Dingen (nicht die "Unsichtbarkeit", sondern Sprengstoffe). Und wie sagt man so schön, nicht die Worte zählen, sondern die Taten.
Matthias Aggeler 03.11.2009, 17:26 Uhr
Es gibt gute und böse Menschen? Und der gute Herr ist dann auch gleich selbst der Richter wer nun gut ist?
peter Widmer 03.11.2009, 15:25 Uhr
All die halbhoch schwebenden Lieben sollen sich melden und dann die Arbeitslosen durchfüttern !
Wir sind ein Land, das auf Export angewiesen ist; wir haben eine hochstehende Technologie in allen Bereichen, auch im Rüstungsgeschäft. Also lassen wir uns von den Weltverbessern nicht einschüchtern; wählen nein und exportieren weiter. Zum Wohle der Wirtschaft; nur das zählt.
Hans Ulrich Suter 03.11.2009, 15:21 Uhr
@Hagmann: Tja, Albert Einstein arbeitete von 1943-1944 für die amerikanische Navy, durchaus an kriegsrelevanten Dingen (nicht die "Unsichtbarkeit", sondern Sprengstoffe). Und wie sagt man so schön, nicht die Worte zählen, sondern die Taten.
Claude Jaermann 03.11.2009, 14:34 Uhr
Toll. Wir können wählen. Wollen wir Arbeitsplätze vernichten oder Menschenleben ...
Yannick Hagmann 03.11.2009, 14:18 Uhr
Tja, Herr Suter, wie sagte doch Albert Einstein: «Rüsten bedeutet eben nicht den Frieden, sondern den Krieg bejahen und vorbereiten.» Wenn Sie meinen die Schweiz würde aufgrund ihrer Armeeausgaben nicht angegriffen, lasse ich Ihnen diese Zuckerwatte-Nostalgie - auch wenn sie jeder Grundlage entbehrt.
Hans Ulrich Suter 03.11.2009, 13:25 Uhr
Es ist schon lustig, dass viele Leute nichts mit Waffen zu tun haben wollen, die jeden abend ihren Krimi und ihre Tagesschau schauen und zum Beispiel auf einem Kontinent leben, der nur dank jährlichen Verteidigungsausgaben (USA!!) von 1 Billion sFr. seit 64 Jahren keinen Krieg mehr hat. Diese maximale Verdrängung ist psychologisch sehr interessant.
Remo Barny 03.11.2009, 12:23 Uhr
Waffen + Munition werden für einen Zweck gemacht, schiessen oder erschiessen. Warum nicht Güter herstellen, die zum sichern von wahrem Frieden verwendet werden können? Jährlich werden Arbeitsplätze vernichtet, UBS verbrennt Milliarden etc. etc., diesmal wäre es wenigstens zu einem guten Zweck! Jeder Schweizer zahlt gerne 1.- mehr Steuern im Jahr für diese Arbeitslosen, oder spenden Sie etwa nie?
Yannick Hagmann 03.11.2009, 11:59 Uhr
Bleiben wir mal schön bei der statistischen Wahrheit (siehe Studie). Es handelt sich um 5'100 betroffene Stellen (davon nur 3'335 in den Rüstungsfirmen selbst). Der Vorwurf, diese Stellen würden gestrichen ist hingegen dumpfe Stimmungsmache. Unsere "Bösmenschen" sehen offenbar auch nicht ein, wie die Kriegsmaterialbranche über Exportrisikogarantien und Gegengeschäfte massiv subventioniert wird.
Sibyll Meerenschwand 03.11.2009, 11:46 Uhr
Scheinheilge Schweiz! Wenn man bloss Geld verdienen kann - ganz egal wie. Der Zweck heiligt nicht die Mittel!
Lucien Michel 03.11.2009, 11:41 Uhr
Krokdilstränen werden hier vergossen der Arbeitsplätze wegen - genau von den Leuten denen es schnurz ist 100te, ja weltweit 1000de auf die Strasse zu stellen wenn die Quartalszahlen nicht mehr 'stimmen'. Haben etwa die 'Armeegegner' oder irgendwelche bösen, 'Linken' vor einem Jahr die Wirtschaft praktisch an die Wand gefahren und damit weltweit wohl 100'000de von Arbeitsplätzen vernichten
Gianin May 03.11.2009, 11:39 Uhr
Wenn wir die Waffen nicht verkaufen, dann verkauft sie eben ein anderer.
Richtet jemand Schlimmes damit an, müssen nicht wir das verantworten.
-->
Kollateralschaden nennt sich das dann und rechtfertigt alles ---> BLOEDSINN!
Yannick Hagmann 03.11.2009, 11:17 Uhr
Afghanistan ist gut. Unsere Waffen werden auch in weit ärmere Gegenden verschoben: Mali, Niger, Botsuana und Turkmenistan zum Beispiel. Da beträgt das jährliche (!) Pro-Kopf-Einkommen oft nur 300-500$. Die Ironie an der Sache: Das sind gleichzeitig auch unsere Top-Empfänger für Schweizer Entwicklungshilfe. Schizophrener geht's nimmer. Die extreme Linke würde es wohl als Bourgeoisie bezeichnen.
Vogelsanger Beat 03.11.2009, 10:52 Uhr
Machen wir es doch einfach und wenden das Verursacherprinzip an: 10'000 Gutmenschen aus GSoA und deren Sympatisanten stellen ihre Jobs denjenigen zur Verfügung, welche nach Annahme der Initiative ihre Stelle verlieren - und gehen zudem ins Ausland um unser Sozialsystem nicht zu belasten......
Raphael Petit 03.11.2009, 10:49 Uhr
@SchmutzStef: Könnten Sie das mit "Minimum an Schaden mit einem Maximum an Wirkung" etwas genauer ausführen? Weil ich dachte ja immer, der Schaden sei die gewünschte Wirkung, aber dem ist wohl nicht so oder?
max wiederkehr 03.11.2009, 10:48 Uhr
@SCHORP BLEIBLER NÄF usw. In der sicheren Schweiz, auf einem fetten Sessel sitzen und intelligent daherreden, selber aber nichts dazu beitragen, dass die hart erworbene Freiheit der Demokratien erhalten bleibt. Wenn Sie ja Zeitung lesen wissen Sie auch, Sie dass es genug Böse gibt. Wollen Sie die denn einfach machen lassen? Zudem: möchte Sie sehen, wenn der Böse plötzlich IHNEN auf die Füsse tritt
max wiederkehr 03.11.2009, 10:14 Uhr
Schweizern ist, dank Wohlstand, das einfache Denken abhanden gekommen. Wenn Ihnen als friedlicher Mensch auf der Strasse böse Gewalt widerfährt, möchten Sie sich gerne wehren können, für ihre Gesundheit, ihre Kinder usw Wenn Sie dann ein Mittel hätten, dass diese Gewalt abwenden kann, würden Sie es gebrauchen! Ich bin froh dass wir gegen böse Gewalt der Welt wenigstens die Munition liefern können
Maria Weiss 03.11.2009, 10:06 Uhr
Wenn wir so weitermachen, kann es passieren, dass die Schweiz eines Tages von den von ihr hergestellten Waffen auf`s Dach bekommt. Auch der Waffenhandel gehört zur Neutralität, oder eben nicht!
Ich möchte sagen im übertragenen Sinn: Hütet Euch am Morgarten.
samuel hauser 03.11.2009, 09:56 Uhr
"das Leuchten der Kerzen in den Kinderaugen..." in afghanistan und im irak haben die meisten familien wohl nicht einmal mehr geld für ein paar kerzen.
Freddy Bold 03.11.2009, 09:55 Uhr
Das Samichlausessen und die hungrigen Kinderaugen oder so, sowie der Duden als Nachhilfeschlagwerk. Es liegt mir fern den moralischen Finger diesem Herren hinzuhalten aber wieso sagt keiner der Exporteure ehrlich: Die Welt ist so, es gibt Kriege und wir liefern die Waffen und leben davon. Diese Heuchlerei ist nicht auszuhalten.
Yannick Hagmann 03.11.2009, 09:35 Uhr
Immer dieses lächerliche Argument mit der Verteidigungslegitimation, während im selben Augenblick behauptet wird, andere würden den Schweizer Export-Anteil sofort ausfüllen. Statistisch wird Munition aber trotzdem in erster Linie für Angriffskriege verwendet, immer mit dem Zeck zu töten. Und Herr Steuri: Herr Obama ist noch immer noch der grösste Waffenhändler der Welt!
rene klingler 03.11.2009, 09:17 Uhr
Diese ewigen Moralapostel gehen mir nun wirklich auf den Nerv!
Soll unsere Armee vielleicht mit Pfeil und Bogen kämpfen?... und die Polizei die Gewaltverbrecher (z.B. Geiselnehmer) mit Klöpfer (Cervelats) bewerfen?
Gerade in der momentan eher unsicheren Zeit möchte man jedes goldenen Kalb schlachten, das ist nicht sinnvoll liebe Eidgenossen!
Stef Schmutz 03.11.2009, 08:52 Uhr
Zahlreiche Polizei- und andere Sicherheitskorps in aller Welt sind mit der RUAG-Munition ausgerüstet. Das ist eine sehr hochwertige Munition, die im Einsatzfall ein Minimum an Schaden mit einem Maximum an Wirkung auslöst. Sollen sich die Korps (auch in der Schweiz) mit Billigst-Munition aus dem Osten ausrüsten, die nur Störungen und grossen Schaden produziert? Wenn wir nicht, dann ein Anderer...!
Fabian Schorp 03.11.2009, 08:52 Uhr
Wer Munition herstellt nimmt das Risiko in den Kauf dass mit seinen Produkten Menschen getötet werden. Ob diese nun unschuldig sind oder nicht macht eigentlich keinen Unterschied. Wenn ein betrunkener Autofahrer einen Drogenhändler zu Tode fährt wird dann gesagt 'Ah ja, Glück gehabt, kannst weiterfahren!'? Wohl kaum. Wer für monetären Profit den Tod anderer in Kauf nimmt steht ethisch im Abseits.
Manuel Bleibler 03.11.2009, 08:38 Uhr
Es ist erschütternd, dass gerade Leute in solchen Positionen noch immer glauben man könne die Welt in gute und böse Menschen unterteilen. Eine solch naive Moralvorstellung mag bei einem Kind verständlich erscheinen, doch ein erwachsener Mann sollte fähig sein zu begreifen, dass die Welt leider etwas komplexer ist. Doch vermutlich muss man sich in so einem Job eine gewisse Scheinheiligkeit bewahren
Müller Thomas 03.11.2009, 08:37 Uhr
"...weil vor allem internationale Grosskunden aus der Luftfahrtindustrie nach Annahme der Initiative der Ruag keine Aufträge mehr vergeben würden..." ??
Wenn ich als geschnappter Dealer der Polizei erzähle, ich kann leider nur illegale Drogen verkaufen, nehmen die sicher auch Rücksicht auf meinen Arbeitsplatz.
"...Das ist absehbar... "
Ich lache mich tot!
majo naef 03.11.2009, 08:33 Uhr
Leider können die Guten zu Bösen und die Bösen zu Guten werden also ist dieses Argument hinfällig.
Diese Fabrik soll unseren Eigenbedarf abdecken. Wenn die Schweiz im Ausland Munition einkaufen muss unterstützt sie dennoch den Handel mit Waffen.
Patrick Eyholzer 03.11.2009, 08:30 Uhr
Es verwundert kaum, dass jemand, der bei der Frage nach der tödlichen Konsequenz seines Tuns seine 200 Arbeitsplätze ins Feld führt, erst im Duden das Wort Ethik nachschlagen muss. Und das nach 29 Jahren im Geschäft. Übrigens Herr Steuri, "Die Guten" und "Die Bösen" gibt es wohl in der Religion. Im realen Leben taugen diese nur als Ablenkungsmanöver. Um den Schwarzen Peter weiter zu geben.
Hans Gut 03.11.2009, 08:20 Uhr
«Es gibt böse und gute Menschen. Ungeschützt können sich die Guten nicht wehren» - «Wir können nicht beeinflussen, was mit der Munition passiert. Richtet jemand Schlimmes damit an, müssen nicht wir das verantworten.» - «Restrisiko» - Die moralische Intergrität dieses Herrn reisst mich vom Hocker. Und so feinfühlig!
Sandra Borner 03.11.2009, 08:17 Uhr
Jaja, die neutrale Schweiz :-)
adrian bellert 03.11.2009, 08:07 Uhr
Niemand sitzt gerne vor Munition, aber niemand will im Notfall keine haben. Es wird immer Kriege geben. Vielleicht gilt es dies mal grundsätzlich, als brutalen Bestandteil des menschlichen Vokabulariums, zu verstehen.
René Bodenmann 03.11.2009, 06:57 Uhr
Wenn wir die Waffen nicht verkaufen, dann verkauft sie eben ein anderer.Die Dummheit der Welt können wir nicht ändern. So argumentieren Waffen- und Drogendealer. Beide handeln im höchsten Grade unmoralisch und nehmen Tod und Krankheit der Menschen in kauf.Warum aber die einen angesehene Geschäftsleute sind und die anderen Verbrecher, bleibt mir ein Rätsel. Die Ethik verbietet beide Geschätsmodelle
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33 Kommentare
Yannick Hagmann 05.11.2009, 16:56 Uhr
Hans Ulrich Suter 04.11.2009, 09:47 Uhr
Matthias Aggeler 03.11.2009, 17:26 Uhr
peter Widmer 03.11.2009, 15:25 Uhr
Hans Ulrich Suter 03.11.2009, 15:21 Uhr
Claude Jaermann 03.11.2009, 14:34 Uhr
Yannick Hagmann 03.11.2009, 14:18 Uhr
Hans Ulrich Suter 03.11.2009, 13:25 Uhr
Remo Barny 03.11.2009, 12:23 Uhr
Yannick Hagmann 03.11.2009, 11:59 Uhr
Sibyll Meerenschwand 03.11.2009, 11:46 Uhr
Lucien Michel 03.11.2009, 11:41 Uhr
Gianin May 03.11.2009, 11:39 Uhr
Yannick Hagmann 03.11.2009, 11:17 Uhr
Vogelsanger Beat 03.11.2009, 10:52 Uhr
Raphael Petit 03.11.2009, 10:49 Uhr
max wiederkehr 03.11.2009, 10:48 Uhr
max wiederkehr 03.11.2009, 10:14 Uhr
Maria Weiss 03.11.2009, 10:06 Uhr
samuel hauser 03.11.2009, 09:56 Uhr
Freddy Bold 03.11.2009, 09:55 Uhr
Yannick Hagmann 03.11.2009, 09:35 Uhr
rene klingler 03.11.2009, 09:17 Uhr
Stef Schmutz 03.11.2009, 08:52 Uhr
Fabian Schorp 03.11.2009, 08:52 Uhr
Manuel Bleibler 03.11.2009, 08:38 Uhr
Müller Thomas 03.11.2009, 08:37 Uhr
majo naef 03.11.2009, 08:33 Uhr
Patrick Eyholzer 03.11.2009, 08:30 Uhr
Hans Gut 03.11.2009, 08:20 Uhr
Sandra Borner 03.11.2009, 08:17 Uhr
adrian bellert 03.11.2009, 08:07 Uhr
René Bodenmann 03.11.2009, 06:57 Uhr