Eine gröbere Knacknuss! Das Beharren auf der Schwarzgeld-Horterei wird uns international nur noch Scherereien bringen (wohl bis hin zu feindseliger Ächtung). Hingegen beim Umschwenken auf eine Weissgeldstrategie müssen wir mit wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen im Inland rechnen (bis hin zu einer Revolution gegen unsere "Geldsäcke"). Also wie weiter, wahrhaftiges Schweizer Volk?
Peter Waldner 10.03.2010, 13:51 Uhr
Über "Weissgeldstrategie" kann man sicher reden; sie ist zumindest streckenweise wahrscheinlich unausweichlich. Aber dass die FDP nun gleich von einem Extrem ins andere fallen muss, holtertipolter, ohne Mitsprache noch nicht mal der eigenen Fraktion - das zeugt von Führungsschwäche und Instinktlosigkeit. Dieses unüberlegte, kopflose Panikverhalten ist einer FDP unwürdig!
Pierre Rappazzo 10.03.2010, 13:45 Uhr
Dieser Schritt war unausweichlich nach der strategischen Fehlleistung der letzten Jahre. Das Bankgeheimnis war eine tragende Säule des Finanzplatzes, diese ohne Strategie verfallen zu lassen, war fahrlässig, dumm und kommt uns teuer zu stehen. Wir sollten daraus Lehren für die EU Politik ziehen und endlich eine gemeinsame Strategie entwickln. Ein NEIN ohne Plan lässt sich nicht halten.
Werner Wittmann 10.03.2010, 11:36 Uhr
Das Loslösen vom Festhalten am Bankgeheimnis, einem bereits schon dahinfaulenden stinkenden Kadaver, ist auf alle Fälle begrüssenswert. Die Schweiz darf ruhig davon ausgehen, dass die USA und die EU über die in unseren Banken liegenden Schwarzgelder besser informiert sind, als wir meinen. Es ist einfach unfair gegenüber dem Volke, Steuerbetrüger noch weiterhin zu unterstützen und zu schützen.
Bruno Froehlich 10.03.2010, 11:05 Uhr
Spaet auf den Zug einer wegweisenden Strategie aufgesprungen. Menschlich unwuerdig das Vorgehen gegenueber Doris Fiala und andern Parteigranden. Der Waehler wird das Hip und Hop bewerten und das koennte lange Gesichter absetzen.
Nadine Binsberger 10.03.2010, 11:04 Uhr
Eine Flurbereinigung täte sowohl der FDP wie der SVP gut. Die Finanzjongleure der FDP sollen zur SVP und die Unternehmer der SVP sollen zur FDP wechseln. Dann wüsste man wenigstens, woran man ist.
Robert Marek 10.03.2010, 11:03 Uhr
Pelli hat nicht nur Parlamentarier verärgert, sondern auch viele Parteimitglieder und treue FDP-Wähler. Es ist unverständlich, warum ausgerechnet diese Partei zu diesem äusserst ungünstigen Zeitpunkt mit einem solch unsinnigen und nicht durchführbaren Vorschlag (Weissgeld-Strategie) kommt.
Heinz Fankhauser 10.03.2010, 10:47 Uhr
Endlich haben weitsichtige Unternehmer in der FDP die Zügel in die Hand genommen und den Weg für die Zukunft vorgezeigt. Das Festhalten am Bankgeheimnis muss scheitern, davon profitieren nur reiche Leute, die mit Steuerbetrug dem Volk und Land grossen Schaden zufügen. Die FDP ist somit auch für einfache Bürger wieder wählbar.
urs berger 10.03.2010, 10:43 Uhr
@Markus Saurer. Aufgrund von früheren Beiträgen von Ihnen wäre ich eigentlich davon ausgegangen, dass Sie dies schon vorher gemacht haben - jedenfalls viel Glück mit der Schwarzgeldpartei - welche nur für deutsche Politiker eine Ausnahme machen möchte (Normaldenkende verstehen diese Klarheit nicht).
Chris Steinegger 10.03.2010, 10:37 Uhr
Wenn die FDP bei den NR Wahlen 2011 wieder einige Prozent Wählerstimmen verliert, so werden sie sich im Zuge des Wundenleckens vielleicht auch fragen, warum sie jahrelang einen solchen Luftheuler als Präsidenten durchfutterten. Schlimmer war seinerzeit eigentlich nur Gerold Bührer. Also, liebe Partei der Geldsäcke, personelle Konsequenzen ziehen, und zwar an der Spitze.
alfred bleuler 10.03.2010, 10:29 Uhr
die meisten schweizer sind lohnbezüger mit lohnausweis und evtl. mit einem kleinen vermögen. diese haben nichts vom bankgeheimnis. diese und die meisten selbständig erwerben oder vermögenden sind korrekte steuerzahler, die haben kein dreck am steckken, für diese ist das bankgeheimnis eine fars, das abgeschafft werden kann. geld ist ein zahlungsmittel und muss/soll nicht stinken oder unsauber sein
Andres Keller 10.03.2010, 10:27 Uhr
Das Theater um das Bankkundengeheimnis ist doch ein Ergebnis der Globalisierung. Globalisierte Firmen (z.B. Banken) agieren global und nehmen wenig Rücksicht auf nationale Regulierung und Interessen. Das Ausnützen einer nationalen Freiheit (z.B. Bankkundengeheimnis) zum Geschätszweck führt, wie wir nun sehen, zum Streit mit anderen Nationen. Darüber sollten wir auch mal nachdenken.
Heinrich Tischhauseer 10.03.2010, 10:22 Uhr
Der FDP-Vorstand macht das, was für einen Vorstand Pflicht ist. Eine globale Umfeldbeurteilung mit Adaption auf die Schweiz. Der Druck vom Ausland spielt da keine Rolle. Wenn die Schweiz in der Realwirtschaft und als Industriestandort, als exportorientiertes Land ein Partner der Abnehmerstaaten sein will, muss sie den Schritt zur "Weissgeldstrategie" tun. Das einzig Glaubwürdige.
Anton Müller 10.03.2010, 10:06 Uhr
FDP wie CVP, einmal hüst, einmal host! Bravo! Die Quittung kommt bei den Wahlen. Wie soll eine Weissgeld-Strategie funktionieren? Beim Juwelier, beim Autohändler nur noch mit Steuerausweis posten? Die Liquidität wird massiv zurückgehen und dann beklagen sich (vorallem dann die Bauunternehmer, Herr Besmer) dass sie keine und vorallem viel teurere Kredite erhalten. Intelligent, nicht wahr?
Paul Thürig 10.03.2010, 09:59 Uhr
Ob dieser Coup geglückt ist,werden die kommenden Wahlen zeigen.Wenn man sich in der breiten Öffentlichkeit so unprofessionell,uneinig und widersprüchlich gibt und nur noch als "Trittbrettfahrer"agieren kann,wird immer mehr zur Bedeutungslosigkeit degratiert!Die einst staatstragende FDP ist auf dem "besten" Weg dazu...
Carlo Schnydrig 10.03.2010, 09:42 Uhr
Typisch für die SVP. Das Festhalten an den durch die Hochfinanz vorgegebenen Strategien und das Umschwenken auf Mehrheitsideeen anderer Parteien war schon immer ihre Stärke. Zuletzt nicht zu den Verlierern zu gehören ist eben parteipolitisch wichtig. "Wohin der Wind mich weht...." Was in den letzten Monaten finanziell verzockt wurde ist eben nicht mehr zu retten.
Albert Glauser 10.03.2010, 09:41 Uhr
Höchste Zeit, dass auch die Unternehmerpartei entdeckt hat, dass ein Festkrallen am Bankgeheimnis sich langfristig nachteilig für den Standort Schweiz auswirkt. Die Schweizer Wirtschaft besteht nicht nur aus Banken sondern aus Tausenden von kleineren und mittleren Unternehmen, die mit dem Ausland in Geschäftsbeziehung stehen.
Markus Saurer 10.03.2010, 09:28 Uhr
Das trifft sich bestens mit den Berner Wahlen. Noch liegt mein Couvert bereit. Ich werde gleich alle FDP-Wahlvorschläge wegwerfen. Vielen Dank für diese Klarheit.
Daniel Ledergerber 10.03.2010, 09:21 Uhr
Und sie bewegt sich doch!
Karl Tanner 10.03.2010, 09:05 Uhr
Die Weissgeldstrategie ist die einzig richtige Strategie. Die ZKB und die Raiffeisen - nota bene die 3. und 4. grössten Banken der Schweiz - praktizieren diese Strategie bereits, auch im Private Banking. Diese Banken zeichnen sich mit einer deutlich besseren Performance als UBS/CS sowie die Privatbanken aus.
Edy Gerber 10.03.2010, 08:58 Uhr
Wenn sich die FDP-Fraktion innert so kurzer Zeit einfach geräuschlos umpolen lässt, so ist das ganz gewiss kein Qualitätsmerkmal für diese Partei. Man merkt eben schon: Die markigen Persönlichkeiten, welche das Vaterland jetzt bräuchte, sind mit Sicherheit nicht in der FDP.
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21 Kommentare
Philipp Aregger 10.03.2010, 14:27 Uhr
Peter Waldner 10.03.2010, 13:51 Uhr
Pierre Rappazzo 10.03.2010, 13:45 Uhr
Werner Wittmann 10.03.2010, 11:36 Uhr
Bruno Froehlich 10.03.2010, 11:05 Uhr
Nadine Binsberger 10.03.2010, 11:04 Uhr
Robert Marek 10.03.2010, 11:03 Uhr
Heinz Fankhauser 10.03.2010, 10:47 Uhr
urs berger 10.03.2010, 10:43 Uhr
Chris Steinegger 10.03.2010, 10:37 Uhr
alfred bleuler 10.03.2010, 10:29 Uhr
Andres Keller 10.03.2010, 10:27 Uhr
Heinrich Tischhauseer 10.03.2010, 10:22 Uhr
Anton Müller 10.03.2010, 10:06 Uhr
Paul Thürig 10.03.2010, 09:59 Uhr
Carlo Schnydrig 10.03.2010, 09:42 Uhr
Albert Glauser 10.03.2010, 09:41 Uhr
Markus Saurer 10.03.2010, 09:28 Uhr
Daniel Ledergerber 10.03.2010, 09:21 Uhr
Karl Tanner 10.03.2010, 09:05 Uhr
Edy Gerber 10.03.2010, 08:58 Uhr