Nach mehr als 10 Jahren Studium und erfolgreicher beruflicher Tätigkeit als Deutscher in der Schweiz kann ich Herrn Hartmann leider nur beipflichten. Leider zu häufig lässt sich hierzulande eine Kombination aus -- letztlich wohl aus einer Form von Minderwertigkeitskomplexen gespeister -- Arroganz und Kleingeistigkeit antreffen.
Ignaz Hronek 15.06.2009, 18:27 Uhr
«In Wien sagt man es wenigstens, wenn einem etwas nicht passt. Mit klaren Aussagen kann ich leben.»Herr Hartmann hat offenbar keine Ahnung, wovon er redet. Das Wien, das ich kenne, kann es nicht sein. Die Wiener Spezialität sind die Doppelbotschafen (mindestens), heißt: die Wiener sind durchaus keine Lügner, aber das, was ein Deutscher, wie Hartmann, hört, ist nur ein Aspekt. Also: toi toi toi!
Ingo Starz 05.06.2009, 16:35 Uhr
Fraglos berühren Matthias Hartmanns Aussagen Wahres. Die Art und Weise, wie er diese vorbringt, halte ich jedoch für fragwürdig. Merkwürdig finde ich, dass in der ganzen Debatte kaum je von seiner Zürcher Theaterarbeit die Rede ist. Die Ära Hartmann hatte ein paar (wenige) tolle Aufführungen, ansonsten herrschte Mittelmass, wenn überhaupt. Eine Vision von Theater liess Hartmann nie erkennen.
Ronnie König 05.06.2009, 16:17 Uhr
Ich habe die Kommentare verfolgt. Irgendwie erinnert mich das Ganze an einen ehemaligen Politiker mit deutschen Wurzeln. Die Schweiz(er) scheinen mit Kritik ihre liebe Mühe zu haben. Hauptsache sie lernen etwas dabei!
wolfgang kranig 05.06.2009, 16:05 Uhr
Herr Hartmann hat in Bochum das Schauspielhaus aus der Krise geholt. Es gab überraschendes, interessantes und unterhaltendes Theater zu sehen. Einiges ging mit nach Zürich. Die Auslastung des Hauses war hervorragend. Soweit so gut. Vermutlich haben seine Kritikpunkte einen wahren Kern. Aber dieser rohe, pauschale Rundumschlag? Als Deutscher kann ich nur sagen: Schämen Sie sich, Herr Hartmann!
Res Bühlmann 05.06.2009, 13:56 Uhr
Ja gut, ... unter den Blinden ist der Einäugige immer noch der Hero . Aber diese Rechnung geht nicht auf, ...ein Schauspielhaus braucht Kenntnis, Praxis und Finanzen. Um dies zu vereinen hat man Leute nötig, welche zusammenarbeiten und keine empfindliche Ego - Läufer. Hartmann kann vielleicht viel wissen, aber sein Charakter lässt es nicht zu, um es umzusetzen. Darum ist er eben nur ein HALBER !
Marco Müller 05.06.2009, 13:46 Uhr
@von Langshe
Sie haben meinen Beitrag vielleicht missverstanden, ich selber kenne sehr viele Deutsche welche wunderbar sind und ich liebe ihre offene Art, jedoch hasse ich diese Arroganz eines "kulturschaffenden" welcher nicht mit der Schweizer Kultur klar kommt. Er hört sich wie gesagt an, wie der Finanzminister in Deutschland, beide wissen nicht wovon sie sprechen, aber hauptsache sie sind laut
pierre fuchs 05.06.2009, 13:36 Uhr
M.H. hat durch seine scharfsinnigen Aussagen nur die Schwiezer durchleuchtet wie sie sind. Einsilbig und eingebildet. Wenn Ihnen was zu hochstehend ist reagieren sie säuerlich und fangen an zu intrigieren, anstatt was dazuzulernen. Dass Kunst hier nichts zu suchen hat, wusste schon max frisch und paul klee.Analphabeten als Mister Schweiz werden akzeptiert so ticken sie hier..
Tom Steiner 05.06.2009, 13:10 Uhr
Herr Hartmann hat in nahezu allen Punkten recht. Und die Reaktionen unterstreichen das.
heinz neumann 05.06.2009, 11:22 Uhr
Ein wunderbares Interview und jedes Wort richtig. Wir Schweizer verwechseln halt allzugerne Wahrheit mit Arroganz, aber dies ist wohl auch zutiefst provinziell...
Christof Engeler 05.06.2009, 11:22 Uhr
Schade, dass durch die Niederlage gegen das technische Personal soviel Verbitterung bleibt. Fachlich grosse Klasse, aber persönlich einfach ein schlechter Verlierer, der dann alles in die (gleiche) Pfanne haut. Irgendwie peinlich. Alles Gute in Wien
reto stierli 05.06.2009, 10:06 Uhr
Herr Hartmann hat sich in der ihm eignen Art gehen lassen - leider. Doch auf diese Weise hat er uns Schweizern einmal aufgezeigt, wie sich die Pauschlverurteilungen und Beschimpfungen so anfühlen, die hier in ebenso unangemessener Weise stets gegen die Deutschen gerichtet werden.
Kurt Hauser 05.06.2009, 09:56 Uhr
Herr Hartmann bestätigt das Bild, das viele Schweizer über die Deutschen haben!
Was ich bei solchen Diskussionen ein wenig vermisse (auch schon bei Steinbrück),
dass Deutsche, die hier ihre Brötchen verdienen und es mit Schweizern gut haben,
kein positives Wort über ihre Situation hier verlieren....
Christoph Gaugler 05.06.2009, 09:51 Uhr
Sind diese klaren Worte eine Wohltat - besten Dank, Herr Hartmann - und eine freudvollere Theaterzeit in Wien wünsche ich Ihnen, denn da macht es sich wirklich anders Theater als in Zürich. Bleibt nur die Hoffnung (wann sie stirbt?, weiss ich nciht), dass sich in Zürich was in die angesprochene Richtung ändert ... Manchmal ist weglaufen eine gute Lösung, ich kann Sie jedenfalls verstehen.
Gerti Stange 05.06.2009, 09:47 Uhr
Sehr schade, dass MH geht, die Theatersaison unter seiner Leitung war ein Genuss. Es hat uns wieder Freude gemacht in's Theater zu gehen. Seine Reaktion auf nicht eingehaltende Versprechungen sind verständlich. Die Misere mit dem Schiffbau bleibt unverständlich. MH ist verletzt und hat sich von seinem schweizerischen Korsett befreit. Für ihn sicherlich eine Befreiung.
Peter Danzeisen 05.06.2009, 02:08 Uhr
Zurück in Steinbrückland aus meinem Fürbaslerfremdland kann ich das von Peter Müller inszenierte Hartmannbild so gut verstehen. Barbara Frey wünsche ich ein starkes Team und engagiertes Agieren in der Tradition der zwischen 1933 und 1945 in die Schweiz geworfenen Künstler/innen. Immer noch erinnere ich mich an Peter Löffler. Er hat nach Wälterlin Widerstand gegen das Zürcher Festhalten geleistet.
Eduard van Langshe 05.06.2009, 01:04 Uhr
Mir scheint Herr Hartmann ist verbittert und hat sich dadurch zu einer solchen Aussage verleiten lassen. Solche Aussagen wie untenstehend von Hr. Marco Müller sind genau so populistisch und tragen keinerlei Nutzen der Diskussion bei. Wir Schweizer sollten punkto Gastfreundschaft gegenüber den Deutschen schon an der Nase nehmen! Wir werden in Deutschland stets freundlich und offen empfangen.
Robert Bernhart 04.06.2009, 23:48 Uhr
Da scheint ja einiges schief gelaufen zu sein. Dummheiten und 'Arroganzien' von Wichtigtuern. Allerdings, Herr Hartmann, die Menschen mit den ich in Zürich spreche, gerne spreche, lügen - so viel ich weiss - meistens nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich deswegen paranoisch werden möchte, um mir negative Botschaften von unbeteiligten Lippen und Zungen zu lesen.
Christian Cunier 04.06.2009, 22:33 Uhr
Alle Eigenschaften haben (nach Goethe!) ihre positive und ihre negative Seite - ein Umstand, der auch in die Dramaturgie der deutschen Sprechtheater wieder einfliessen sollte. Aber: so ganz ohne sind Hartmanns Bemerkungen ja wirklich nicht. Man darf ein Theater - auch in der direktdemokratischen Schweiz - nicht wie eine Kirchgemeinde führen, mit oft vorprogrammierten, kontraproduktiven Konflikten.
adrian huber 04.06.2009, 21:37 Uhr
in der sache mag er wohl recht haben. wenn jedoch eines provinziell ist, dann seine schwarz-weiss-sicht der welt. vielleicht handelt es sich aber auch um die gute allte überheblichkeit, die ihn wissen lässt, wie "die schweizer", "die wiener" oder "die asiaten" sind.
Christoph Burkart 04.06.2009, 21:31 Uhr
wie verlogen muss man denn sein, wenn man erst nach vier jahren in der schweiz kurz vor dem weggang so daherredet.
Marco Mülller 04.06.2009, 19:24 Uhr
Herr Hartmann dann sind wir ja froh dass wir sie los sind. Es gibt viele Deutsche Mitmenschen die hier sehr geschätzt werden, sie haben sich jetzt aber auf gleiche Stufe mit Herrn Steinbrück gestellt. Gratuliere. Arme Wiener, ich mach die österreicher, vielleicht sollten wir sie warnen....
Schrott Raoul 04.06.2009, 19:18 Uhr
Hartmann Matthias spricht Klartext, und seine Analyse der Schwachstellen ist brillant, sein Rat Gold wert. Damit hat er eigentlich sein Honorar bereits verdient. Leider ist zu befürchten, dass die Verantwortlichen keine Konsequenzen ziehen, obwohl es einfach und erfolgversprechend wär. Warum wagt man nicht eine neue Konstruktion?
Schrott Raoul 04.06.2009, 19:14 Uhr
Büchler Kurt 2009-Jun-04 15.53: Wie kommen Sie denn darauf, dass Raffalt Annette nicht den Mut hatte, das zu sagen? Das ist doch seit Jahren bekannt und war in Bochum auch schon so. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sie dachte, das sei hier nicht bekannt und könnte verschwiegen werden? Das hielte ich für eine böswillige Unterstellung.
Simon Vonlanthen 04.06.2009, 18:36 Uhr
@Regina Tanoka. Die Schweiz ist Teil des Schengen Abkommens. Sie dürfen sich im ganzen EU Raum niederlassen und dort arbeiten. Wenn sie so über unser Land denken und nicht wegziehen, dann sind sie einfach inkonsequent. Hartmann war ein fähiger Theaterdirektor aber leider auch ein cholerischer Diktator der mit seinen Angestellten nicht umgehen konnte, viele werden aufatmen wenn er weg ist.
johann juckerovic 04.06.2009, 17:44 Uhr
Selbstentlarvend und peinlich für alle Seiten. Hartmann wird in Wien, wo die Gewerschaften viel mächtiger sind, sicher auch noch seine Sträusse auszufechten haben. Er wird sich noch nach Zürich zurück sehnen..
sepp berger 04.06.2009, 17:16 Uhr
gutes interview. ich bin schockiert, wie herr hartmann pauschal über die schweizer herzieht. der mann liess sich echt gehen. schweizer sind (zitat): "heuchlerisch, zutiefst provinziell, heimtückisch". hoffe, er kriegt sich wieder ein.
Martha Meister 04.06.2009, 16:45 Uhr
Wenn Herr Hartmann schon nicht davor zurückschreckt, sich die Blösse der beleidigten Leberwurst zu geben, wäre es schön, wenn Zürich im Gegenzug die teilweise berichtigte GRATIS Kritik konstruktiv zu verwerten wüsste. Ich habe eine Zeitlang in Wien gelebt und die dortige Kultur hautnah miterlebt. Was Intrigen anbelangt, begibt sich Herr Hartmann nun vom Regen in die Traufe. Oskar Werner, Ingeborg Bachmann oder Thomas Bernhardt sprechen diesbezüglich Bände.
Kurt Büchler 04.06.2009, 15:53 Uhr
So schön, dass er geht...So stur und so arrogant gibt es nicht schnell einen Theatermacher ... und ausserdem sehr brutal zum Personal! Das hat gar nichts damit zu tun, dass er Deutscher ist – das hat mit Charakter zu tun. Und von wegen «Lügen». Als seine Schwester das junge Schauspielhaus eröffnete, hat sie nicht einmal den Mut gehabt, zu sagen, dass sie die Schwester ist von Hartmann.
Kurt Aegeri 04.06.2009, 15:39 Uhr
Ja, die Schauspielhausdossier ist eine unschöne Angelegenheit. Nach dem Weggang von Ledergerber darf man gespannt sein. Aber das ewig selbstbemitleidende Gejammere von Hartmann geht mir trotzdem auf den Keks. Hat er sich, bevor er den Vertrag seinerzeit unterschrieb, denn nicht kundig gemacht, mit wem er es zu tun haben wird? Einfach diletantisch, dieser Herr.
reto lippold 04.06.2009, 14:59 Uhr
Warum holt man solche Leute überhaupt? Man weiss doch vorher schon, dass sie nicht passen! - Zürich ist überall, sagt ein Beitrag hier. Was Verlogenheit und organisierte Pseudokunst angeht, mag das stimmen. Was die Empfindsamkeit angeht, wohl eher nicht.
Werner Meier 04.06.2009, 14:06 Uhr
Gute Arbeit, Peter Müller, Ihre Fragen haben das Interessante herausprovoziert.
Res Bühlmann 04.06.2009, 14:05 Uhr
@ Fiona Ziegler, das wäre ja so ungefähr die Spitze seines Haufens, wenn er überhaupt nichts erreicht hätte. Nur was er diesem Unternehmensberater vorgeworfen hat....genau so hat ER sich mit dem Team verhalten. Hinterhertreten und sagen , dass es am biederen Schweizer liegt, ist ja fast Schulhaus-mässig ! Dieser Mann ist wie eine Flasche schlechter Wein... hat aber eine tolle Etikette !
Albert Muri 04.06.2009, 13:54 Uhr
Der traditionsreiche Konflikt "Geist gegen Geld" in der Banken- und Zwinglistadt muss Herrn Hartmann arg zugesetzt haben, wenn man das Interview liest. Wäre statt finalem Frustbeissen und maximaler Offenheit nicht "Der Besuch der alten Dame" ein adäquates Adieu gewesen?
Edward Schmid 04.06.2009, 13:19 Uhr
Ich dachte immer, theater spielt sich auf der bühne ab !!!
Res Zaugg 04.06.2009, 13:08 Uhr
Oh armer Herr Hartmann (kopfstreichel), lasst diese arme Seele weiter ziehen und in freundlicher Umgebung seine Wunden lecken. Auch das viele Geld, dass er ja in Zürich bekommen hat, darf er mitnehmen.
Fiona Ziegler 04.06.2009, 13:05 Uhr
"Hartmanns beste Tat" - so berichtet die infobox - war, "dass er Regisseure neben sich duldete, die besser sind als er." Dass er selber aber gut inszenierte wird dabei ausgelassen: So hat mich beispielsweise Hartmann's Inszenierung von David Harrover's Stück "Blackbird" (Spielzeit 2006/2007) bei weitem mehr überzeugt als Joe Mantello's Off-Broadway-Inszenierung des selben Stücks in Manhattan, NYC!
Eva Alther 04.06.2009, 13:03 Uhr
Da ist jemand mächtig frustriert.
Walter Kunz 04.06.2009, 12:24 Uhr
Wer sich umschaut und herum herumhört vielleicht sogar
herumreist kann leicht feststellen Zürich ist ausnahmslos überall.
Regina Tanoka 04.06.2009, 12:14 Uhr
Herr Hartmann spricht aus, was man nicht zu sagen traut. Mit Ehrlichkeit und Direktheit können die Schweizer leider schlecht bzw. gar nicht umgehen. Da braucht man nicht mal bis zum Schauspielhaus zu gehen. Es fängt beim Bundesrat an und hört beim kleinen Mann auf. Aber es soll ja auch Ausnahmen geben. Alles gute in Wien.
Dante A. Eggenberger 04.06.2009, 11:54 Uhr
Ich kann zum KUENSTLER MH nur sagen: Habe Ende 1998 "Der Kuss des Vergessens" von Botho Strauss am Schauspielhaus gesehen. Urauffuehrung. Regie MH. Das ist bis heute das eindruecklichste Theatererlebnis, das ich gehabt habe. Nur allein dafuer: Herzlichen Dank, Herr H, und viel Glueck in Wien!
Daniela Suter 04.06.2009, 11:48 Uhr
Adieu. Good bye. Dieses Verhalten ist bei einem Fünfjährigen "trötzelig", bei einem gestandenen Profi (gestandenen ja, Profi zumindest auf dem Papier) nur noch lächerlich. Letzte Chance Wien.
roger weibel 04.06.2009, 11:35 Uhr
herr hartmann hätte keinen zwischenhalt in zürich machen sollen, sondern gleich weiter reisen......nach wien...
Daniel Nipkow 04.06.2009, 11:32 Uhr
Richtig gute und konsequente Interviewfragen von Peter Müller entlarven die Unmöglichkeit von Hartmann. Darum: Reisende lässt man ziehen.
Hansi Koch 04.06.2009, 11:18 Uhr
Die gekränkte Diva fühlt sich in ihrer Genialität wohl nicht angemessen gewürdigt. Die Aussagen strotzen geradezu von elitärer Überheblichkeit. Er kritisiert die antideutschen Ressentiments der Schweizer und schafft es mit seiner Arroganz in einem einzigen Interview, so ziemlich alle Vorurteile zu bestätigen. Das ist auch eine Leistung.
Bettina Kant 04.06.2009, 11:04 Uhr
Besser als Felix Schaads Karikatur kann man das Benehmen von Matthias Hartmann nicht zum Ausdruck bringen. Mit seinem dermassen unsympathischen Wesen wird er auch in Wien keine Blumen erhalten.
Ingmar Thilo 04.06.2009, 10:50 Uhr
"«Faust» ist nicht zu bewältigen, das weiss ja jeder...". Klingt ein bisschen nach Rückversicherung. Der Faust soll ja auch nicht "bewältigt", sondern gespielt werden. Sicher, ein kleines Theater, wie es Goethe eingangs vorführt, tut sich da leichter: Kein Riesenapparat, kein technisches Personal, kein Verwaltungsrat. Und in Wien? Ich fürchte, dieser Wechsel allein nützt nichts.Ingmar Thilo
Johann Kirchner 04.06.2009, 10:50 Uhr
Dem Herrn weine ich definitiv keine einzige Träne nach!!! Reisende soll man nicht aufhalten. Und übrigens, kritikfähig sind halt die wenigsten Künstler. Die haben echt das Gefühl, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ja, in der Schweiz wird halt nicht so hoffiert wie in meinem Ursprungsland. Danke Schweiz!!
Daniela Müller 04.06.2009, 10:50 Uhr
Wow - Klartext! Nach allem was Ihm hier passiert ist, spricht er es dennoch deutlich aus. Er wurde geholt, dass sollte man nicht vergessen. Aber mit Ehrlichkeit kommt man hier nicht weiter...Ich wünsche Ihm viel Erfolg in Wien!
Elisabeth Weik 04.06.2009, 10:40 Uhr
Ein Verlust für das Schauspielhaus und alle Theaterfreunde! Matthias Hartmann ist nicht nur ein begeisterter und begeisternder Theatermann, er ist auch noch ehrlich, mutig und klug. Das ist bzw. war wohl wieder einmal etwas zuviel für kleinkarierte Zwinglianer. Die Wiener aber nehmen ihn mit Handkuss... und tun gut daran. Ich wünsche Matthias Hartmann dort jede Menge Glück und Erfolg.
Daniel Keller 04.06.2009, 10:32 Uhr
Von der Direktheit, Klarheit und Verbindlichkeit der Deutschen können wir uns tatsächlich eine Scheibe abschneiden. Doch auch Hartmann hätte sich besser auf die Kultur hier vorzubereiten sollen. Es hätte in weniger Missverständissen, dafür mehr Erfolg resultiert. Und das momentane (und noch mehr das voraussichtliche) Verhältnis der Stadt zum Schiffbau ist tatsächlich unverständlich!
Manfred Froschmayer 04.06.2009, 10:13 Uhr
Herr Hartmann kennt sich nicht so gut in der Geschichte des Schauspielhauses Zürich aus, denn sonst würde er wissen, dass es mindestens zwei Direktoren gegeben hat, die einige Jahre Direktoren waren, Oscar Wälterlin und Kurt Hirschfeld. Für Wien wünsche ich ihm viel Glück, da wird er sein Wunder erleben, was Intrigantentum in Theater heisst. Gottseidank sind wir ihn los.
Hans Müller 04.06.2009, 09:49 Uhr
Dass er in der grossen Villa wohnen wollte, war wohl der grosse taktische Fehler. In D ist sowas ok, in der Schweiz hat man gerne Leute zum Anfassen, oder die Illusion davon. Immerhin gibt es jetzt einen mehr, der begriffen hat, dass die Schweizer keine Deutschen sind, und dass sie auf Befehle seelenruhig verstockt reagieren.
Hans Noetig 04.06.2009, 09:45 Uhr
Ich finde den Typen gut, in der Schweiz wird zu viel taktiert und dann zu wenig erreicht. Wir sind immer gleich betupft, wenn mal jemand vorspurt. Wir muessen endlich aus diesem Traum vom Sonderfall Schweiz aufwachen, wir sind wie alle anderen! Das hohe Ross auf dem wir zu sitzen glauben ist in Wahrheit ein Pony!
Martin Schweizer 04.06.2009, 09:32 Uhr
Klartext von Matthias Hartmann. Zürich fördert Vermögensverwalter, Unternehmensberater, Wirtschaftsstudenten, Pauschalbesteuerte, Zahnärzte und wünscht sich Kunst und Kultur als Pekinesischer Schosshund. Doch weil man eine Weltstadt ist leistet man sich eine Deutsche Dogge. In Wien sind Künstler Kampfhunde die auch mal beissen. Wenn Thomas Hirschhorn zubeisst, wollen wir ein neues Hundegesetz.
Pascal Volz 04.06.2009, 09:31 Uhr
Als vorgebliche Weltstadt leistet sich Zürich in Sachen Kunst und Kultur vom Feinsten nur das Beste ... Doch Geld alleine reicht offenbar nicht - ist doch die im Denken zu provinzielle Stadt noch meilenweit davon entfernt, Kulturschaffenden und Intellektuellen eine Heimat sein zu können. Diese Leute wollen den Mund aufmachen (-> Demokratie?!). Auch ist es völlig egal, woher der Mensch kommt!
chris meier 04.06.2009, 09:25 Uhr
ein herrliches, entlarvendes interview , wie da eine gutbezahlte mimose vorgeführt wird. dieser big boy aergert sich, wenn vor seinem mietshaus leute auf der strasse notabene ihre köpfe schütteln - eine absolute satire, wenn er arme hartmann das ganze nicht ernst gemeint hätte...kompliment an den journalisten peter müller! - nicht den ex-skifahrer, oder.
Res Bühlmann 04.06.2009, 09:16 Uhr
In Wien sollte er < zum eigenen Wohlergehen > seinen Zeigefinger vermehrt auf sein vorlautes Mündchen setzen! Die sind nämlich dort nicht so zurückhaltend wie die Zürcher und lügen ihm was vor !
Romy Minder 04.06.2009, 09:10 Uhr
Ein absolut tolles Interview! --und Matthias Hartmann spricht mir in vielen Punkten aus der Seele. Die Schweizer und Schweizerinnen sind keineTheater- und Schauspiel-freundliche Nation. Um Theater zu geniessen , braucht es keine Unternehmensberater sondern ein Publikum mit Freude, Literaturverständnis und Enthusiasmus, dann klappt auch die finanzielle Seite. Die Schule ist gefordert.
elke feller 04.06.2009, 08:44 Uhr
ja ich bin schweizerin und lebe in wien., sicher ist das in wien die Kunst lebt und die leute es auch leben, das ist einfach so und das macht wien auch aus.ABER die wiener sind mit ihrem Schmäh gar nicht direkt im gegenteil, da weiss man überhaupt nicht woran man ist und man wird sehr charmant verarscht. dazu kommt wenn man zu direkt ist, machen die dich fertig. Er MUSS sich wienerisch benehmen..
Andreas Burger 04.06.2009, 07:54 Uhr
Hihi. Der Mann wettert gegen das Bild, das wir von Deutschen haben und verkörpert es selber aber derart stark, dass der Artikel ungewollt extrem ironisch wird. Danke vielmals. Ich habe schon lange nicht mehr ein so witziges Interview im Tages Anzeiger gelesen.
P Schmid 04.06.2009, 06:13 Uhr
Es gibt viele Kamele, und nur wenige davon in der Wüste Auisspruch von Eveline Widmer BR.. Dieses passt hier sehr gut.
Katja Schuster 04.06.2009, 05:00 Uhr
Am Burgtheater zu arbeiten ist natürlich der Traum jeden einzelnen Regiseurs im deutschen Sprachraum.
Man muss Herrn Matthias Hartmann nichts vorwerfen wollen,spricht man die Provinzialität des Schweizers an. Viele deutscher Theatermacher sind schon am schweizer Drang zu "verlogener" Bescheidenheit eines Bünzlis gescheitert. Einem Schweizer bringt man doch keinen Tschechow bei.Aber dafür Fussbal
Jürg Weber 04.06.2009, 01:06 Uhr
Alleine die Tatsache das er einen Unternehmensberater als das grösste Arschloch dem er je begegnet ist bezeichnet macht mir diesen Deutschen sympatisch. So kann nur ein ehrlicher Mensch reden der die Menschen schnell durchschaut... Was die Journalisten angeht, von dennen kann man eh kaum einen ernst nehmen, die meisten vergessen auf ihrem Egotrip à la "ich rette die Welt" völlig ihre Aufgabe...
Max Felske 04.06.2009, 00:33 Uhr
Alles sehr schön auf DEN Punkt gebracht.
An diesem Dilemma Verwaltungsrat siechen wohl die meisten Theater ....
Paul Thürig 04.06.2009, 00:03 Uhr
Ausgezeichnetes Interview mit dem gekränkten und in Zürich wenig überzeugenden Schauspielhaus Direktor Matthias Hartmann, vor dem Wegang zum Wiener Burgtheater.Wie lange wird es dort aushalten können?
ri stretto 03.06.2009, 23:59 Uhr
selten so gelacht. zum hornen!! endlich benennt jemand die misere: die medien sind an allem schuld. und der stadtpräsident. und der verwaltungsrat. und natürlich die deutschen. respektive die schweizer. und das huhn. oder wars doch das ei? oder habe ich da etwas falsch verstanden?
wieben willa 03.06.2009, 23:48 Uhr
tja schade schade schade das wäre mal echt ein guter gewesen in unserer theaterlandschaft aber wir waren wohl nicht emanzipiert und neutral genug um ihn leben zu lassen. wühlen wir also weiterhin in der dunkelheit nach ein paar blinden maulwürfen die sich im JASAGEN und gehorchen üben. wie es euch gefällt. glückwunsch an wien für dieses juwel.
Heinz Oberholzer 03.06.2009, 23:34 Uhr
Das tut nicht weh,wenn dieser eingebildete Typ in Zürich verschwindet.Nur ER ist kompetent und Fehlerfrei.Alle anderen inkl. ein Unternehmensberater sind nicht viel wert.Solche Arbeitnehmer lieben wir in Zürich und es werden noch viele von dieser Sorte auftauchen,aber auch wieder abhauen nach einer gewissen Zeit!
Gerhard Schreiter 03.06.2009, 22:55 Uhr
Stephan Märki leidet in Weimar am deutschen Überwachungsstaat, Matthias Hartmann an antideutschen Ressetiments der Schweizer in Zürich. Da wird sich doch eine Lösung finden lassen! Da fällt mir auch gleich ein neuer Slogan für Zürich ein. Kann man auch für die ganze Schweiz verwenden - Swiss is watching you - So fühlt man sich als normaler Tourist ohnehin! Mit freundlichen Grüßen an das Paradies
Patrick Baumgartner 03.06.2009, 22:42 Uhr
Herrje kommt dieser Mann unsympatisch rüber, da kann man nur auf Nimmerwiedersehen sagen und Mitleid mit den Wienern haben.
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71 Kommentare
Paul Meier 15.06.2009, 21:06 Uhr
Ignaz Hronek 15.06.2009, 18:27 Uhr
Ingo Starz 05.06.2009, 16:35 Uhr
Ronnie König 05.06.2009, 16:17 Uhr
wolfgang kranig 05.06.2009, 16:05 Uhr
Res Bühlmann 05.06.2009, 13:56 Uhr
Marco Müller 05.06.2009, 13:46 Uhr
pierre fuchs 05.06.2009, 13:36 Uhr
Tom Steiner 05.06.2009, 13:10 Uhr
heinz neumann 05.06.2009, 11:22 Uhr
Christof Engeler 05.06.2009, 11:22 Uhr
reto stierli 05.06.2009, 10:06 Uhr
Kurt Hauser 05.06.2009, 09:56 Uhr
Christoph Gaugler 05.06.2009, 09:51 Uhr
Gerti Stange 05.06.2009, 09:47 Uhr
Peter Danzeisen 05.06.2009, 02:08 Uhr
Eduard van Langshe 05.06.2009, 01:04 Uhr
Robert Bernhart 04.06.2009, 23:48 Uhr
Christian Cunier 04.06.2009, 22:33 Uhr
adrian huber 04.06.2009, 21:37 Uhr
Christoph Burkart 04.06.2009, 21:31 Uhr
Marco Mülller 04.06.2009, 19:24 Uhr
Schrott Raoul 04.06.2009, 19:18 Uhr
Schrott Raoul 04.06.2009, 19:14 Uhr
Simon Vonlanthen 04.06.2009, 18:36 Uhr
johann juckerovic 04.06.2009, 17:44 Uhr
sepp berger 04.06.2009, 17:16 Uhr
Martha Meister 04.06.2009, 16:45 Uhr
Kurt Büchler 04.06.2009, 15:53 Uhr
Kurt Aegeri 04.06.2009, 15:39 Uhr
reto lippold 04.06.2009, 14:59 Uhr
Werner Meier 04.06.2009, 14:06 Uhr
Res Bühlmann 04.06.2009, 14:05 Uhr
Albert Muri 04.06.2009, 13:54 Uhr
Edward Schmid 04.06.2009, 13:19 Uhr
Res Zaugg 04.06.2009, 13:08 Uhr
Fiona Ziegler 04.06.2009, 13:05 Uhr
Eva Alther 04.06.2009, 13:03 Uhr
Walter Kunz 04.06.2009, 12:24 Uhr
Regina Tanoka 04.06.2009, 12:14 Uhr
Dante A. Eggenberger 04.06.2009, 11:54 Uhr
Daniela Suter 04.06.2009, 11:48 Uhr
roger weibel 04.06.2009, 11:35 Uhr
Daniel Nipkow 04.06.2009, 11:32 Uhr
Hansi Koch 04.06.2009, 11:18 Uhr
Bettina Kant 04.06.2009, 11:04 Uhr
Ingmar Thilo 04.06.2009, 10:50 Uhr
Johann Kirchner 04.06.2009, 10:50 Uhr
Daniela Müller 04.06.2009, 10:50 Uhr
Elisabeth Weik 04.06.2009, 10:40 Uhr
Daniel Keller 04.06.2009, 10:32 Uhr
Manfred Froschmayer 04.06.2009, 10:13 Uhr
Hans Müller 04.06.2009, 09:49 Uhr
Hans Noetig 04.06.2009, 09:45 Uhr
Martin Schweizer 04.06.2009, 09:32 Uhr
Pascal Volz 04.06.2009, 09:31 Uhr
chris meier 04.06.2009, 09:25 Uhr
Res Bühlmann 04.06.2009, 09:16 Uhr
Romy Minder 04.06.2009, 09:10 Uhr
elke feller 04.06.2009, 08:44 Uhr
Andreas Burger 04.06.2009, 07:54 Uhr
P Schmid 04.06.2009, 06:13 Uhr
Katja Schuster 04.06.2009, 05:00 Uhr
Jürg Weber 04.06.2009, 01:06 Uhr
Max Felske 04.06.2009, 00:33 Uhr
Paul Thürig 04.06.2009, 00:03 Uhr
ri stretto 03.06.2009, 23:59 Uhr
wieben willa 03.06.2009, 23:48 Uhr
Heinz Oberholzer 03.06.2009, 23:34 Uhr
Gerhard Schreiter 03.06.2009, 22:55 Uhr
Patrick Baumgartner 03.06.2009, 22:42 Uhr