Ich ging heute Donnerstag 10.12.09 wie so oft über Mittag an der Aare joggen. Bewegung. Friche Luft. Das tut mir gut. Nichtsdenkend und 4-5 Meter vor mir prallt plötzlich ein Körper auf die Uferstrasse. Ob mir die hohe Lorrainebrücke. Ich bin unter Schock. Rufe um Hilfe. Wie kann ich mit diesem Gefühl von Fall, Aufprall und Blick in leere Augen umgehen? Sollen das in Zukunft auch andere erleben?
Wüthrich Otto 20.11.2009, 06:01 Uhr
Denke Netze werden da nicht viel nützen. Besser wäre wohl Menschen allgemein anständiger zu behandeln.
Man kann ja auch nicht die Autos verbieten, überall können Lebensmüde vor ein Auto jucken.
Elsa Lüthi 20.11.2009, 00:42 Uhr
Von der Kornhausbrücke springen jede Woche 1 - 2 Personen, dazu kommt die Kirchenfeldbrücke. Die Presse sollte mal recherchieren und einen Bericht schreiben , weshalb die Selbstmordrate in Bern und/oder der Schweiz so hoch ist. Verglichen mit anderen Ländern ist die Anzahl Suizide extrem hoch. Ich bin der Meinung, dass das Leben hier und heute nicht rosig ist; im Gegensatz zu früher.
Mark Karlen 19.11.2009, 22:36 Uhr
Ich war vor Ort , war derjenige der die 117 gewählt hat. Kommentare wie von Robert Moser (Die Eltern müssen die Kinder so erziehen, dass die Kinder auf solche Ereignisse vorbereitet sind. Dann ist es nicht mehr so schlimm) entzsetzen mich dann wirklich! Sie habe ja keine Ahnung! Haben Sie je so etwas miterlebt, geschweige denn mit ansehen müssen?
Lothar Stettler 19.11.2009, 22:16 Uhr
verabscheuungswürdig, wie versucht wird, die SVP hochzuloben oder gegen Frauen in Ämtern gewettert wird. Ein Mann hätte es nicht besser gemacht! @ Herr Schwarzenbach: wie ironisch ist es, zu sagen, man kann niemanden vor dem Leben schützen, wenn es darum geht, dass Menschen sich selbiges vor den Kindern nehmen! Wollen Sie, dass Ihre Kinder zertrümmerte Knochen und Leichenteile sehen müssen?
Martina Soland 19.11.2009, 22:12 Uhr
ich glaube es nicht, dass hier Leute argumentieren, Selbstmörder fänden immer einen Weg etc.. es geht hier darum, dass KINDER sich dieses Szenen anschauen müssen, und DAS muss verhindert werden!
Fabian Merz 19.11.2009, 21:16 Uhr
Finde das eine super Sache mit den Netzen. Als Anwohner seit kanpp 3 Wochen wurde ich bereits am 3. Tag nach Einzug mit einem Selbstmord konfrontiert. Spezielle Sache...Leider ist nicht zu erwarten, dass diese Netze in nützlicher Frist da sein werden - sprich wir können noch zu lange darauf warten, denn wer springt schon von einer Brücke, wo man sich gar nicht das Leben nehmen kann?
Monica Bourquin 19.11.2009, 18:28 Uhr
Mit Schrecken stelle ich fest, dass manche Beitraege Selbstmord als fast "normal" darstellen. Jeden Tag sterben in der CH ca. 3 Menschen durch Selbsttoetung, eine der hoechsten Raten weltweit. Mehr Praevention und Diskussionen zum Thema sind dringend notwendig. Depression z.B, die zu Suizid fuehren kann, ist behandelbar. Dazu muss die Stigmatisierung von Menschen mit psych. Krankheiten fallen.
marco henzer 19.11.2009, 18:26 Uhr
Mal ehrlich... wenn sich jemand das Leben nehmen will, dann findet er immer eine Möglichkeit.Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum jemand lieber von einer Brücke springt als unter Medikamenteneinfluss sanft zu entschlafen? Und warum eine 50-100m Brücke? 10 Meter reichen da völlig. Alles was grösser als 10m ist mit Netzen absichern? Rasierklingen nur gegen Rezept vom Barbier? Was noch?
Boris Scavezzon 19.11.2009, 17:41 Uhr
Ich kenne die Brücke nicht - aber frage mich ob das "Problem" mit Netzen gelöst wird. Es wird immer Leute geben, die "Selbstmorde" miterleben werden, ob als Nachbar, in Schulen, als Zugführer oder Spaziergänger unter Brücken! Dazu scheinen nicht die "Selbstmörder" das Problem zu sein - sondern die Lebenden! Ist das wirklich nur eine Ausrede, dass die Netze das "Problem" einfach verlagern?
Ernst Wisler 19.11.2009, 17:12 Uhr
Alle, die gegen diese Netze etwas einzuwenden haben, sind am 15. November nachmittags nicht auf der Nydeggbrücke, auf der Seite Bärenpark gewesen. Was sich dort abspielte ist wirklich fast nicht glaubhaft. Da gibt es doch tatsächlich Erwachsene, die Kleinkinder auf des Brückengeländer setzen, um in den Bärenpark hinunter zu sehen und das ohne irgend einen Halt. Auch auf diese Brücke gehören Netze!
Luner Zyss 19.11.2009, 17:12 Uhr
@ Margo Schwarz...Ich gebe ihnen mein Wort, dass niemand der Zuschauer dies nachmacht..
nicole Bosshard 19.11.2009, 15:31 Uhr
suizid ist weder feige noch egoistisch, sondern das produkt einer gesellschaft, in der viele menschen keinen platz haben, und dies oft nur, weil sie anders funktionieren, als es der norm entspricht. ich denke nicht, dass dieser mann schulkinder traumatisieren wollte und wünsche ihnen für die verarbeitung viel kraft.
möge der mann in frieden ruhen
Bosshard Roger 19.11.2009, 15:22 Uhr
Ich hoffe sehr, dass die Herren Reporter für einmal etwas tiefer recherchieren und die Diskussion zum "warum" anreissen. Und vielleicht zu unserer so "gesunden" Gesellschaft vorstossen. Warum finden denn gewisse Menschen keinen Platz darin? Wohl kaum, weil einfach all jene todkrank sind und Hilfe von der so "Menschlichen" Hilfeorganisation wie Exit benötigen...
Mirjam Wüthrich 19.11.2009, 14:03 Uhr
@Andreas Kindler und nach einer Woche ist alles versprayt oder zerkratzt und man hat keine Aussicht mehr....
Erna Rothenbühler 19.11.2009, 13:53 Uhr
Man muss unbedingt zwei Dinge auseinander halten bei dieser Diskussion: Einerseits den Suizid einer Person bezw. die Suizidrate in der CH überhaupt und andererseits die Situation für unbeteiligte Dritte, die sich aus diesen Suiziden ergeben. Dass Lokführer, Schulkinder etc. "hineingezogen" werden, ist unhaltbar (und bitte auch die Retter und Aufräumer nicht vergessen!)
Ronald Ott 19.11.2009, 13:47 Uhr
Und was soll ein Netz bringen? Da kann man sich auch wieder rauswälzen und weiter fallen lassen...
Robert Reichmuth 19.11.2009, 13:35 Uhr
Was für ein peinlicher Bericht. Wieso weinten nur die Mädchen? Toll auch in dem Zusammenhang die Formulierung vom Stein der ins Wasser fällt und Kreise zieht. Und schon kommen wieder die Sicherheitsfanatiker, die alles am liebsten Abgerigelt haben wollen. Vor allem im der die hirnrissige Argumentation: Für die Kinder muss alles getan werden, da müssen alle anderen Rechte hintenanstehen.
Andreas Gerber 19.11.2009, 13:27 Uhr
In einer Gesellschaft, in der das Innenleben der Schlachthöfe und der Tod an sich völlig tabu sind, in der Menschen mit seelischen Krisen wie Aussätzige behandelt werden, und in der selbst die schlimmsten existentiellen Probleme der Individuen als 'Chance' schöngeredet werden, darf es nicht verwundern, dass miterlebte Ereignisse wie dieses bei den Betroffenen zu einem tiefen Schockzustand führen..
Andreas Kindler 19.11.2009, 13:24 Uhr
Warum nicht längs des Brückengeländers eine 3 m hohe Glaswand errichten? Diese wäre sehr effizient und ästhetisch kaum auffallend.
oliver keller 19.11.2009, 12:58 Uhr
@Robert Moser: Gut haben wir darüber gesprochen! Sind Sie sich da ganz sicher, dass das hilft?? Wer kennt schon die Verletzlichkeit der andern, geschweige denn die der Kinder! Und wenn ich daran denke, worüber Eltern mit ihren Kindern sehr oft gerade nicht sprechen, wird mir schon schwindlig. Aber wenn Sie meinen, dass "Zähne zusammenbeissen" hilft, dann kostet das ja weniger als ein paar Netze...
Manfred Meier 19.11.2009, 12:53 Uhr
Selbstmörder sind ein Phänomen unserer Ego- und Eventgesellschaft. Selbstmord ist der ultimative Ego-Trip ohne Rücksicht auf Lokführer (wie im Fall jenes Goalies) oder eben Schüler/-innen. Dies mit Netzen zu erschweren scheint mir eine gute Idee.
Roland Di Dario 19.11.2009, 12:24 Uhr
@ Andreas Gerber - Gewiss, gewiss! Dennoch ist es dort bei der Münsterplattform absolut nicht nur für potentielle Selbstmörder/innen gut. Denn wer die Plattform und die Mauer vorne kennt, weiss, wie unglaublich tief die ist. Sitzt man drauf, kann man fliegen, wird man 'aus Spass' geschubst, fliegt man runter, ist man/frau alkoholisiert, dann sowieso. Also dort ist es allemal angebracht!!!
Robert Moser 19.11.2009, 12:17 Uhr
Die Eltern müssen die Kinder so erziehen, dass die Kinder auf solche Ereignisse vorbereitet sind. Dann ist es nicht mehr so schlimm.
Ben Müller 19.11.2009, 12:13 Uhr
Ich bin dafür Fangnetze an kritischen Stellen zu bauen um Unbeteiligte (vor allem Kinder) zu schützen. Dies im Bewusstsein dass damit das eigentliche Problem nicht gelöst wird. Was mich aber hoffnungsvoll stimmt sind einige Kommentare hier drin die den Zusammenhang zu einer würdigen und für alle Menschen zugänglichen Sterbehilfe aufzeigen. Denn darum geht es schlussendlich.
eugen bissegger 19.11.2009, 12:13 Uhr
1300 Suizide in der CH / Jahr. Da könnte jeden Tag über Fälle geschrieben werden. In der CH existiert keine Suizidprävention und überlebte Suizidversuche werden statistisch nicht erfasst. Netze anbringen würde die Problematik auch nicht lösen, wäre hingegen ein gutes Geschäft für Netzhersteller und weitere. Buchempfehlung: "Suizid (von M. Otzelberger)". Genug Infos gibts auch im Internet.
Mirjam Wüthrich 19.11.2009, 11:54 Uhr
@Stephan Bögli es ist bestätigt, dass jemand der Selbstmord begehen möchte, springt und in einem Fangnetz landet zum grössten Teil nicht wieder aufsteht und nochmals den Mut aufbringt um zu springen. Beim Münster haben wir ja dieses Problem des zweiten Sprunges auch nicht mehr.
Karl Brunner 19.11.2009, 11:52 Uhr
wie soll das mit den Netzen denn funktionieren? Man fällt also zuerst in das Netz, klettert dann zum Rand des Netzes und fällt erst dann bis auf den Boden?
sandra fürer 19.11.2009, 11:51 Uhr
cristiano safado 10:23: Finde ich einen super Vorschlag, sollen die Denkmalschützer die Leichenteile zusammen wischen, vielleicht verändern sich dann die Prioritäten. Ich wünschte mir auch mal für die ganze Welt, keine wichtigeren Probleme im Leben zu sehen als Denkmäler zu schützen.
Chris Van Gram 19.11.2009, 11:30 Uhr
Traumatisierte Kinder, Brücken ohne Netze... Eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise! Aber wenn die Netze in unserer Gesellschaft nicht mehr greifen, soll es jedem von uns freistehen, einen würdigen Abgang machen zu können. Deshalb unterstütze ich seit Jahren die Bemühungen von Exit oder Dignitas. Ich hoffe auf ein Umdenken in der Politik... Das Anliegen ist ein Dringendes!
Stefan Meier 19.11.2009, 11:26 Uhr
@ Werner Müller: Sie sagen "Es geht weiss Gott diskreter, als von der Brücke zu springen oder von den Zug zu werfen". Frage an Sie: Wie sieht das denn aus? Sich im Rhein ertränken, bis man in Birsfelden aus dem Kraftwerksrechen gefischt wird? Autounfall bauen? Ach so, diskret die Luft anhalten. Ja, daran sind schon viele gestorben.
Thomas Felber 19.11.2009, 11:25 Uhr
@Beni Schwarzenbach: Es geht nicht um abschotten, sondern das Bild eines Menschen, der vor Ihren Augen auf den Boden prallt zu verhindern. Wie bitte bereitet man Kinder oder Erwachsene darauf vor?!! Durch Gewohnheit? Wer braucht denn schon Betreuung, wie? Aber Sie scheinen zu wissen, mit sowas umzugehen lerrnt. Bitte schön...ein paar Tipps für diese Kinder!
Andreas Gerber 19.11.2009, 11:24 Uhr
Auch die Netze bei der Münsterplattform wurden seinerzeit mit dem Argument montiert, man müsse die unterhalb der Plattform lebenden Anwohner vor dem grauslichen Anblick eines zerschmetterten Menschenkörpers schützen. Auf die Anzahl der Suizide werden sich Netze an den historisch wertvollen Berner Brücken nicht auswirken, die bewussten Sprünge aus dem Leben findet dann halt anderswo statt...
oliver keller 19.11.2009, 11:21 Uhr
Ich finde es entsetzlich, dass jemand mit dem Thema Freitod ein Politikum zu machen versucht! Die Kirchenfeldbrücke ist leider schon seit langem ein Ort des Abschieds. Seitdem bei der "Pläfe" Netze aufgespannt sind, habe ich dort noch nie von einem Suizid gehört. Wie üblich wird die Kosten/Nutzen-Rechnung aufgestellt, wie zynisch das ist! Aber das Schicksal ist nicht so billig zu haben.
Reto Meyer 19.11.2009, 11:18 Uhr
Ein Netz?! So ein Witz! So gumpe ich zuerst ins Netz, dann in die Tiefe. Ganz einfach. Oder ich hechte von der Aussichtsplattform des Münsters runter. Oder von der Schanze. Vom Inselspital, auch hoch genug. Und, und, und... So montieren wir um jedes Gebäude, das höher als 4m ist ein Netz? Gute Lösung!
Hans-Ueli Flückiger 19.11.2009, 11:02 Uhr
@ Werner Müller: Feige Selbstmörder? Die Schüler tun mir leid! Es müssen Lösungen gefunden werden. Da der Bundesrat für die Verschärfung der Suizdhilfe ist, sind wir dankbar für Ihre "diskreten" Tips. Diese sollten auch für Chronischkranke, wie Tetraplegiker, anwendbar sein. Leiche unversehrt, ohne Blut, menschenwürdiges Sterben.
Ernst Bolliger 19.11.2009, 11:00 Uhr
Solche Suizide sind ein letzter Aufschrei eines Menschen um beachtet zu werden und passieren in der Regel sehr spontan.Solche Menschen werden kaum je zu Dignitas gehen auch wenn diese Möglichkeit bestehen würde. Also vergisst endlich diese Geschäftlimacherei mit dem Tode. Ich kann mich nur dem Kommentar von Caroline Tschäppät anschliessen.
1 Immer wieder (z.B. bei der Armeewaffendiskussion) kursiert der Irrglaube, dass wer sich umbringen will, dies sowieso tut. Das ist sehr kurzsichtig und entspringt wohl einem falschen Verständnis von Suizidgefährdeten. In Wahrheit versucht es beigescheiterten Suiziden nur ein kleiner Teil nochmals, sie meistern ihre Krise, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, nochmals darüber nachzudenken (sprich
Peter Kahn 19.11.2009, 10:54 Uhr
Wieder mal ein Zeichen, welche Auswüchse unser Denkmalschutz genommen hat. Das wird ausser bei ein paar Schweizern in der ganzen Welt Kopfschütteln hervorrufen. Es gibt noch viele solch denkmalgeschützten Sinnlosigkeiten, wie z.B. die Brücke über den Rhein, die jahrelang gesperrt wird, weil der Denkmalschutz gegen eine Erhöhung des Belages kämpft. Dieser Verein gehört dringend abgeschafft.
Sandra Fürer 19.11.2009, 10:51 Uhr
Die verbissenen Kritiker der Sterbehilfe wird hier vor Augen geführt, welchen Ausweg die Suizidwilligen sonst wählen. Entweder wird ein Lockführer traumatisiert oder zufällig anwesende Fussgänger. Aufregen hilft nichts, an der Urne das Gehirn einschalten. Die Verantwortlichen nicht mehr wählen, das gilt auch für die Denkmalschützer mit solch kranken Ideen.
HansPeter Sterchi 19.11.2009, 10:47 Uhr
Eher sollte man sich jetzt fragen, warum sich dieser Mensch umgebracht hat. Das könnte man auch in der betroffenen Schule tun. Warum hat sich dieser Mensch umgebracht? Ans Licht damit. Ich bin sicher, dass da Sachen zum Vorschein kämen die manche nicht Wahrhaben wollen und plötzlich sind die Sicherungsnetze für anderes bestimmt.
Rudolf Dunkel 19.11.2009, 10:46 Uhr
Die Mädchen weinten. Und jemand anderer war kurze Zeit vorher dermassen verzweifelt, dass er seinem Leben ein Ende gesetzt hat. Ein Fangnetz, bitte, damit die Mädchen wieder fröhlich sein können und der Boden nicht mehr aufgewischt werden muss.
Yves Mundorff 19.11.2009, 10:42 Uhr
@Stephan Bögli: habe ich mich auch schon gefragt. Die Brücken müssten ja richtig gehend eingezäunt und überdacht werden, damit niemand mehr springen kann. Oder?
Bernhard Moser 19.11.2009, 10:42 Uhr
Mit dem Anbringen von Netzen wird sicher kein Freitod verhindet und die Prävention hat sicher Vorrang. Doch das Problem bei diesem Fall in Bern ist ja nicht der Freitod an sich, sondern das die Schulkinder dies 1:1 miterleben mussten. Das die Schulkinder nun mit diesem Trauma leben müssen ist absolut unnötig und hätte mit dem anbringen von Netzen auf einfache Art und Weise verhindert werden können
Roland Di Dario 19.11.2009, 10:33 Uhr
@ Caroline Tschäppät - Genau, Sie haben recht! Doch nach dem Suizid von Robert Enke wird nun ausgiebig über die Themen Suizid und vor allem Depressionen diskutiert...gut so! Leider Tabu-Themen in unserer auf Leistung und 'Es geht mir immer gut'-Gesellschaft!
Hansjürg Meier 19.11.2009, 10:31 Uhr
Wieder einmal steht die Symptombekämpfung im Mittelpunkt. Niemand denkt an die Ursachenbeseitung. Das wird nur noch durch die Kälte des Hrn. Denzler überboten, der ein Recht auf selbstbestimmten Tod fordert. Es fehlen nur noch Frau Gallade und Allemann, die neben dem Waffen- ein Brückenverbot fordern. Unsere Gesellschaft ist echt krank und sie merkt es nicht einmal.
Margo Schwarz 19.11.2009, 10:27 Uhr
und was ist wen es ein Schüler mal nach macht was dann?
Peter Mast 19.11.2009, 10:23 Uhr
In den letzten vier Wochen sind von der Kornhaus- und Kirchenfeldbrücke 4 Menschen gesprungen. Meistens sind dies Affekthandlungen und nicht geplant. Die Leute springen auch nicht über dass Geländer, sondern lassen sich einfach fallen. Netze könnten auf jeden Fall abhilfe schaffen, da bei einem Affekt die jetzige möglichkeit zum springen nicht vorhanden wäre.
Andy Holmes 19.11.2009, 10:23 Uhr
Mit der Diskussion über Fangnetze wird die Frage, weshalb sich so viele Menschen in der Schweiz das Leben nehmen, wieder mal völlig verdrängt. Passt aber auch irgendwie in unsere immer oberflächerlichere Fastfood-Gesellschaft voller Hirschmänner und anderen unwichtigen, zu Ikonen emporstilisierten Figuren und Dingen. Das Leben scheint für viele anscheinend nicht lebenswert... eine ernste Anklage!
cristiano safado 19.11.2009, 10:23 Uhr
Denkmalschutz oder Schutz Dritter? Die Frage dürfte eigentlich gar nicht gestellt werden. Beim Schutz Dritter müssten Einsprachen grundsätzlich ausgeschlossen werden. Allenfalls zuzulassen wäre ein Mitspracherecht des Denkmalschutzes bei unterschiedlichen Varianten von Schutzvorrichtungen. Vielleicht sollte zukünftig der Denkmalschutz statt die Sanitätspolizei die Teile der Selbstmörder zusammen..
Markus Berner 19.11.2009, 10:19 Uhr
Wegen solch seltenen Zwischenfällen alle Brücken, Brüstungen, Türme etc. etc. zu verschandeln ist unverhältnismässig und abzulehnen. Direkt über dem Steg kann ein Schutz montiert werden für die Schüler und übrigen Fussgänger.
Thomas Meyer 19.11.2009, 10:13 Uhr
Simon Reuti, haben Sie keinen Funken Mitgefühl? Es geht hier nicht um Ihren Sinn für Ästhetik.
Alain Schenk 19.11.2009, 10:13 Uhr
Es kann nicht sein, dass andere Menschen davon betroffen werden wenn jehmand den Freitot will schon gahr nicht bei einer Schule.Wenn ich Kinder hätte würde ich meine Kinder nicht mehr dort in den Unterricht gehen lassen bis Netze angebracht sind.
Caroline Tschäppät 19.11.2009, 10:06 Uhr
Die Tragik eines Selbstmordes geht in der Diskussion über Brückennetze völlig verloren. Viel wichtiger wäre es diese Selbstmorde zu verhindern. Wie fest müssen diese Menschen leiden, dass sie sich für diesen Schritt entscheiden. Darum müssten wir uns kümmern. Mein Beileid für die Familie des/r Betroffenen sowie den Eltern dieser Mädchen. Ich hoffe, dass sie diesen Schreck verarbeiten können.
Jakob Denzler 19.11.2009, 10:04 Uhr
Die wahren Fangnetze wären, dass Freitodwillige sanft und würdig sterben dürften, und sich nicht vor Züge werfen, von Brücken springen oder sich aufhängen müssen. Abgabe des Todes-Medikaments, nach vorgängiger mind. 3monatiger Beratung/Fachgespräche bei neu zu schaffender Stelle, die grundsätzlich Menschen das Recht auf selbstbestimmtes Lebensende zugesteht.
Simon Reuti 19.11.2009, 09:59 Uhr
Ich als Stadtberner finde es einfach schade, wenn an unseren schönen denkmalgeschützten Brücken überall Netze hängen müssen!
Stefan Eichenberger 19.11.2009, 09:57 Uhr
Diese Situation sollten sich mal diese Leute vor Augen führen, die gegen Exit/Dignitas kämpfen.Suizid wird es immer geben und es ist die Pflicht einer modernen Gesellschaft die Möglichkeit zu schaffen dies in Würde tun!
Roland Di Dario 19.11.2009, 09:57 Uhr
Einfach traurig! Kann mich erinnern, wie nach dem Suizid von Mélisande Pulver vor 20 Jahren viele auch von der Münsterplattform gesprungen sind. Da sie die Tochter von Lilo Pulver war, war der Nachahmungseffekt wohl noch grösser. Doch gut, sind dort schon einige Jahre ENDLICH Netze! Sieht zwar nicht so schön aus, doch wenn so Suizide verhindert werden können: wohl bekomm's!
Beat Zumstein 19.11.2009, 09:47 Uhr
Ich frage mich schon, wie lange das dauert, bis diese Netzte endlich installiert werden. Wenn ich sehe, wie schnell das Rauchverbot umgesetzt wurde, frage ich mich schon, ob alle Probleme mit dem gleichen Engagement verfolgt werden.
Markus F. Baumgartner 19.11.2009, 09:41 Uhr
Ein Freitod ist immer tragisch, man fange jedoch bei den Wurzeln an. Netze, Netze und nochmals Netze lösen die Probleme nicht, auch wenn Frau Schuldirektorin Annette Geissbühler das nicht wahr haben will. Wer sich in den Kopf gesetzt hat, seinem Leben ein Ende zu bereiten, der wird durch nichts aufzuhalten seit, ansonsten wir auch alle Eisenbahnlinien, Gewässer etc. einzäunen mussten.
Stephan Bögli 19.11.2009, 09:34 Uhr
Vielleicht kann mir mal jemand erklären, was diese Netze gegen Selbstmörder bringen sollen. Was sie gegen Unfälle wirken, ist mir klar. Aber Bern hat ja nicht ein Problem mit Leuten, die über die Geländer fallen sondern eins mit solchen, die davon runterspringen. Was hält die nun davon ab nun einfach zwei mal zu springen, einmal vom Geländer und einmal vom Netz. Oder stelle ich mir das falsch vor?
Werner Müller 19.11.2009, 09:31 Uhr
Die Berner Behörden schlafen weiter. Erst wenn ein Kind mit in den Tod gerissen wird, drehen Sie sich vielleicht auf die andere Seite. Man kann alles wegreden. Einfach eine Schande (von den feigen Selbstmördern ganz zu schweigen). Es geht weiss Gott diskreter, als von der Brücke zu springen oder von den Zug zu werfen!
Erich Richter 19.11.2009, 09:26 Uhr
Richtig, Netze würden das Problem nur verlagern . Wenn sich einer umbringen will macht er es auf die eine oder andere weise. Netze schützen höchstens, in diesem Fall, die Mitschüler davor direkt betroffen zu sein. Einen Selbstmord verhindern sie jedoch nicht. Wo will man die Netze den anbringen ? Ganz oben ? Dann kann man ja immer noch vom Netz aus springen - ganz unten bringen sie nichts viel.
Urs Honegger 19.11.2009, 09:20 Uhr
Zum Interview mit Stefan Schwarz: Denkmalpflege ist OK, aber es kann nicht sein, dass sie durch ein Verbot von Sicherungsnetzen Brücken-Suizide ermöglicht.
majo naef 19.11.2009, 09:15 Uhr
Selbstmordbrücke wird per Dankmalschutz geschützt, nicht zu fassen auf was die Menschheit alles kommt.
Thedi Gerber 19.11.2009, 09:14 Uhr
Netze ja, niederschwelliger Zugang zu Sterbehilfe gehört aber genauso dazu.
Ueli Arm 19.11.2009, 09:13 Uhr
Ich habe nichts dagegen, wenn eine Person den Freitod wählt. Es kann aber nicht sein, dass andere Menschen davon betroffen sind, welche nichts mit dieser Person zu tun haben. Hier hat der Schutz von Kinder absolute Priorität! Es ist schon krass genug, wenn ein Mensch keinen anderen Ausweg mehr sieht. Aber dies darf andere nicht tangieren, tut mir leid für die Schüler, that`s life.
Ronald Lack 19.11.2009, 09:12 Uhr
Es muss immer zuerst etwas passieren, dann wird hoffentlich gehandelt. Bringt die SVP etwas vernünftiges wird nur gelacht, wären Netze dort gewesen, wäre dies nicht passiert. Auch die zuständige Gemeinderätin Rytz hat sich dagegen ausgesprochen, Sie soll jetzt auch die Verantwortung übernehmen. Einmal mehr eine Frau die in ihrem Amt übergfordert ist.
Beni Schwarzenbach 19.11.2009, 09:01 Uhr
So tragisch dieser Fall auch ist - der Pseudo-Aktivismus der hysterischen Eltern und Schulleiterin wird nicht zur Beruhigung beitragen, sondern im Gegenteil eine permanente Angst vor Unvorhergesehenem schüren. Wir können uns und unsere Kinder nicht von allem Schlechtem in Welt abschotten, wir müssen lernen, mit solchen Erlebnissen umzugehen. Man kann die Menschen nicht vor dem Leben schützen!
Paul Rohner 19.11.2009, 08:56 Uhr
Die SVP kämpft seit Jahren für Netze unter den besagten Brücken. Stadtrat Erich Hess ist es vor einigen Wochen gelungen den Stadtrat zu überzeugen, seine Motion zu überweisen. Darüber wird leider noch einige Zeit wenn nicht Jahre diskutiert. Zugegeben es ist nicht einfach eine Lösung zu finden. Auf dem Mond sind wir schon vor 50 Jahren gelandet. Mit gutem Willen und Verstand löst man auch dies.
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71 Kommentare
Marco Dionisio 10.12.2009, 21:11 Uhr
Wüthrich Otto 20.11.2009, 06:01 Uhr
Elsa Lüthi 20.11.2009, 00:42 Uhr
Mark Karlen 19.11.2009, 22:36 Uhr
Lothar Stettler 19.11.2009, 22:16 Uhr
Martina Soland 19.11.2009, 22:12 Uhr
Fabian Merz 19.11.2009, 21:16 Uhr
Monica Bourquin 19.11.2009, 18:28 Uhr
marco henzer 19.11.2009, 18:26 Uhr
Boris Scavezzon 19.11.2009, 17:41 Uhr
Ernst Wisler 19.11.2009, 17:12 Uhr
Luner Zyss 19.11.2009, 17:12 Uhr
nicole Bosshard 19.11.2009, 15:31 Uhr
Bosshard Roger 19.11.2009, 15:22 Uhr
Mirjam Wüthrich 19.11.2009, 14:03 Uhr
Erna Rothenbühler 19.11.2009, 13:53 Uhr
Ronald Ott 19.11.2009, 13:47 Uhr
Robert Reichmuth 19.11.2009, 13:35 Uhr
Andreas Gerber 19.11.2009, 13:27 Uhr
Andreas Kindler 19.11.2009, 13:24 Uhr
oliver keller 19.11.2009, 12:58 Uhr
Manfred Meier 19.11.2009, 12:53 Uhr
Roland Di Dario 19.11.2009, 12:24 Uhr
Robert Moser 19.11.2009, 12:17 Uhr
Ben Müller 19.11.2009, 12:13 Uhr
eugen bissegger 19.11.2009, 12:13 Uhr
Mirjam Wüthrich 19.11.2009, 11:54 Uhr
Karl Brunner 19.11.2009, 11:52 Uhr
sandra fürer 19.11.2009, 11:51 Uhr
Chris Van Gram 19.11.2009, 11:30 Uhr
Stefan Meier 19.11.2009, 11:26 Uhr
Thomas Felber 19.11.2009, 11:25 Uhr
Andreas Gerber 19.11.2009, 11:24 Uhr
oliver keller 19.11.2009, 11:21 Uhr
Reto Meyer 19.11.2009, 11:18 Uhr
Hans-Ueli Flückiger 19.11.2009, 11:02 Uhr
Ernst Bolliger 19.11.2009, 11:00 Uhr
Bernard Bezier 19.11.2009, 10:56 Uhr
david canela 19.11.2009, 10:55 Uhr
Peter Kahn 19.11.2009, 10:54 Uhr
Sandra Fürer 19.11.2009, 10:51 Uhr
HansPeter Sterchi 19.11.2009, 10:47 Uhr
Rudolf Dunkel 19.11.2009, 10:46 Uhr
Yves Mundorff 19.11.2009, 10:42 Uhr
Bernhard Moser 19.11.2009, 10:42 Uhr
Roland Di Dario 19.11.2009, 10:33 Uhr
Hansjürg Meier 19.11.2009, 10:31 Uhr
Margo Schwarz 19.11.2009, 10:27 Uhr
Peter Mast 19.11.2009, 10:23 Uhr
Andy Holmes 19.11.2009, 10:23 Uhr
cristiano safado 19.11.2009, 10:23 Uhr
Markus Berner 19.11.2009, 10:19 Uhr
Thomas Meyer 19.11.2009, 10:13 Uhr
Alain Schenk 19.11.2009, 10:13 Uhr
Caroline Tschäppät 19.11.2009, 10:06 Uhr
Jakob Denzler 19.11.2009, 10:04 Uhr
Simon Reuti 19.11.2009, 09:59 Uhr
Stefan Eichenberger 19.11.2009, 09:57 Uhr
Roland Di Dario 19.11.2009, 09:57 Uhr
Beat Zumstein 19.11.2009, 09:47 Uhr
Markus F. Baumgartner 19.11.2009, 09:41 Uhr
Stephan Bögli 19.11.2009, 09:34 Uhr
Werner Müller 19.11.2009, 09:31 Uhr
Erich Richter 19.11.2009, 09:26 Uhr
Urs Honegger 19.11.2009, 09:20 Uhr
majo naef 19.11.2009, 09:15 Uhr
Thedi Gerber 19.11.2009, 09:14 Uhr
Ueli Arm 19.11.2009, 09:13 Uhr
Ronald Lack 19.11.2009, 09:12 Uhr
Beni Schwarzenbach 19.11.2009, 09:01 Uhr
Paul Rohner 19.11.2009, 08:56 Uhr