@Anna Lüttisch: Sie übersehen Klartext: Es ist TATSÄCHLICH nichts neues, das "erzkapitalistische" Staaten sich an ihren Banken beteiligen. Ich glaube daher, dass Sie eher Ihren eigenen "staatsphilosophischen" oder besser wirtschaftsgeschichtlichen Horizont erweitern, bevor Sie dies anderen Leuten empfehlen.
Ronnie Kapital 00.00.0000, 00:00 Uhr
Ja aussergewöhnlich ist das nicht so sehr, aber so weltumspannend? Für mich zeigt, dass reiche Länder Angst haben. Wenn es jetzt für die Ärmeren was gibt, hätten wir doppelt gewonnen, aber soviel Intelligenz kann man von Pfund, Dollar, Yen, Euro und Franken leider nicht erwarten. Das Casino lässt in Zukunft nur nicht mehr jeden rein, sonst bleibts wie es ist.
Toebeli Toebs 00.00.0000, 00:00 Uhr
@Niki vdF: Mit dem Grundlohn kann man nicht so rumspielen wie mit Boni. Natürlich würde eine Bonusbeschränkung zu einer Grundlohnerhöhung führen - aber das würde die übertriebene Risikobereitschaft dennoch beschränken. Und wenn schon Lohnbeschränkung, dann bei 3 BR-Löhnen. Mehr sollten nur Unternehmer verdienen, die das Geschäftsrisiko auch selbst tragen, aber nicht Angestellte, auch nicht CEOs.
Thomas Allmendinger 00.00.0000, 00:00 Uhr
Tobias Straumann sieht die Situation wohl richtig. Die Finanzspritzen in Billionenhöhe werden dem Kasinokapitalismus wieder auf die Beine helfen, sodass er sein Unwesen weiter treiben kann. Die Abzocker und ihre Verehrer sehen sich bestätigt. Nur: Sollte die Wirkung dieser Finanzspritzen nachlassen, so wie die Wirkung einer Heroinspritze nachlässt, dürfte die Krise mit doppelter Wucht zuschlagen.
Anna Lüttisch 00.00.0000, 00:00 Uhr
Lieber Herr StaumannMan kann natürlich verschiedene Filter aufsetzen. Ich mag Ihre Im Westen-nicht-Neues-Brille. Sie ist durchaus chic und geht nicht gleich kaputt.Dennoch möchte ich die Tiefenschärfe der Optik um einige staatsphilosophische Grade erweitern. Die Schweiz hat wieder mal Glück gehabt, dass erzkapitalistische Länder ihre Banken teilweise verstaatlichen. Wenn das nichts Neues ist...
Niklaus Von der Flüe 00.00.0000, 00:00 Uhr
@ Toebeli. Also Bonus Zahlungen von über 10% des Grundlohnes verbieten, das wird sicherlich nicht funktionieren. Dann erhöht man halt einfach den Grundlohn. Was auch nicht erwünscht ist. Man könnte die Problematik der überhöhten Bezüge ev. über das Steuergesetz angehen.
Z.B. dass Bezüge welche das 10-fache eines BR-Gehaltes übersteigen, steuerlich nicht in Abzug gebracht werden können.
Pro UBS 00.00.0000, 00:00 Uhr
@Toebeli Toebs: Dass das Bonus-System der Banken einer Überarbeitung bedarf, ist sicherlich korrekt und wird z.B. bei der UBS auch angegangen. Dass trotz schlechter Zahlen grosse Boni bezahlt wurden, ist so aber nicht korrekt: Der Bonus bei UBS richtet sich nach der Konzerngruppe und die grösste davon (Vermögensverwaltung) hatte 2007 eines seiner besten Jahre.
Wetter Frosch 00.00.0000, 00:00 Uhr
was hat nun Herr Straumann soeben prophezeit ? Minimale Anpassung des Hypothekarmarktes und alles andere bleibt wie gehabt. Ergo, es werden wieder Blasen entstehen. Die Wetterprognose war genauso ein Volltreffer. Viel ist passiert, nichts wirklich geschehen. Die Wirtschaft geht ihrer Bahn weiter, Kinder werden geboren, Greise gestorben, Erspartes verpulvert, und so weiter und so weiter. TOLL!!
Toebeli Toebs 00.00.0000, 00:00 Uhr
@Vinzenz Bieri: Ich bin nicht sicher, ob ein solche Malus-System notwendig ist. Man könnte einfach Bonus-Zahlungen von über 10% des Grundlohns gesetzlich verbieten lassen. Arbeitspsychologisch ist sowieso schon längst erwiesen, dass Leistungslöhne und Boni motivationspsychologisch eine negative Auswirkung haben. Nur hört die Privatwirtschaft ja so selten auf die Wissenschaft...
Vinzenz Bieri 00.00.0000, 00:00 Uhr
Jeder CEO (Chief Executive Officer) müsste gesetzlich verpflichtet werden, den Verlustsaldo der Bank aus seinem Privatvermögen zu bezahlen oder eine entsprechende Versicherung abzuschliessen. Das würde die Risikowut der Verantwortlichen mit Sicherheit dämpfen, wenn es um das eigene Vermögen und nicht um das Geld anderer Leute ginge.
Toebeli Toebs 00.00.0000, 00:00 Uhr
Das Hauptproblem liegt m.E. nicht in fehlenden staatlichen Regulierungen, sondern am völlig falschen Anreizsystem für Bankangestellte: Die UBS z.B. hat 2007, in einem ihrer schlechtesten Jahre, 10 Mrd. Boni ausbezahlt. Die Banker gehen hohe Risiken ein, um Boni zu kassieren - aber wenn sie floppen, verlieren sie kein Geld, sie bekommen im schlimmsten Fall den Bonus nicht. Das ist verheerend!
Uwe Ewu 00.00.0000, 00:00 Uhr
Vieleicht hat Er recht. Geschichte kann der Gegenwart einiges beibringen. Das ist aber kein Grund alles einfach so laufen zu lassen nur weil einige Hysteriker an der Börse ausflippen. Das hat nämlich mit den normalen Lebenshaltungsbedürfnissen der meisten Menschen nicht viel zu tun. Was mit den Lohnsteigerungen die mit den Profiten und Renditen nicht mithalten dürfen. Die WTO Verträge ändern.
Normal Verdienende 00.00.0000, 00:00 Uhr
Schade, echt schade, dass der Kasino-Kapitalismus doch nicht zu Ende geht. Einen Moment lang, einen klitzekleinen Moment lang durfte man hoffen. Schade, dass weiterhin die Gier einer unsozialen Mehrheit die Welt regieren wird.
Raimund Sertl 00.00.0000, 00:00 Uhr
Wie kann ein Historiker übersehen, dass es in den 30 Jahren des letzten Jahrhundert NICHT möglich war, die Depression zu verhindern? Jetzt soll plötzlich alles anders sein? Jetzt, da ALLE wichtigen Industrieländer betroffen sind. Weltweit! Optimismus ist gut und schön. Aber es schadet auch nicht, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Auch wenn es hoffentlich nicht so weit kommt.
Kreis 6 00.00.0000, 00:00 Uhr
ENDLICH! eine vernünftige Stimme, die den gesunden Menschenverstand walten lässt! Es wird sich kaum etwas ändern, die Gier und die falschen Anreize im Finansystem werden weiterleben. Die hyperventilierenden Medien erliegen in diesen Wochen wieder mal einer masslosen Überreaktion. Die Welt dreht sich weiter in den üblichen Bahnen.....
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15 Kommentare
C M 23.10.2008, 00:19 Uhr
Ronnie Kapital 00.00.0000, 00:00 Uhr
Toebeli Toebs 00.00.0000, 00:00 Uhr
Thomas Allmendinger 00.00.0000, 00:00 Uhr
Anna Lüttisch 00.00.0000, 00:00 Uhr
Niklaus Von der Flüe 00.00.0000, 00:00 Uhr
Pro UBS 00.00.0000, 00:00 Uhr
Wetter Frosch 00.00.0000, 00:00 Uhr
Toebeli Toebs 00.00.0000, 00:00 Uhr
Vinzenz Bieri 00.00.0000, 00:00 Uhr
Toebeli Toebs 00.00.0000, 00:00 Uhr
Uwe Ewu 00.00.0000, 00:00 Uhr
Normal Verdienende 00.00.0000, 00:00 Uhr
Raimund Sertl 00.00.0000, 00:00 Uhr
Kreis 6 00.00.0000, 00:00 Uhr