Der iPad-Test: Erstaunlich schnell und leicht

Von Brian Lam, Maxim Roubintchik (Gizmodo) . Aktualisiert am 28.01.2010
Das neuste Gerät von Apple überzeugt durch Design, Gewicht und Geschwindigkeit. Doch da sind auch einige Dinge, die ziemlich stören.
topelement Schnell, sehr schnell arbeitet der iPad. Gizmodo Mehr Bilder (11)

Der renommierte Technologie-Blog Gizmodo hat für Tagesanzeiger.ch/Newsnet den iPad bereits getestet. Der erste Eindruck: Das Gerät ist stabil, aber überraschend leicht. Es fühlt sich geschmeidig an, sieht gut aus und hat eine schroffe Bauweise. Das Glas fühlt sich etwas gummiartig an und das Gerät ist schnell, sehr schnell.

Apple (AAPL 509.461.36%) ist bei der Präsentation des iPad nicht wirklich auf diesen Punkt eingegangen, aber das ist wohl der grösste Vorteil: Die Geschwindigkeit. Er fühlt sich mindestens eine Generation schneller an als das iPhone 3GS. Hänger und Wartezeiten gehören der Vergangenheit an. Das Betriebssystem und die Apps sind so schnell, wie man es als technikbegeisterter Anwender vermuten würde.

Die Punkte, die positiv auffallen:

Aufbau: Stellen Sie sich vor, Sie halten ein sehr, sehr leichtes MacBook Pro in der Hand. Es ist kleiner, dünner und viel viel leichter. Oder stellen Sie sich vor, sie halten ein riesiges iPhone in der Hand, das in ein Unibody-Gehäuse gepresst wurde. Der iPad fühlt sich an wie eine Mischung aus diesen beiden Geräten. Er liegt gut in der Hand und ist keineswegs zu schwer. Der Bildschirm wirkt gut und stellt sogar kleine Schrift sehr gut dar. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens ist ein Traum. Es gibt allerdings auch ein Problem: Den Home-Button. Im Porträt-Modus ist er relativ schwer zu treffen, weil die Daumen in der falschen Position sind – anders als beim iPhone. Ein Seiten-Knopf wie beim Kindle wäre sicher keine schlechte Idee gewesen. Allerdings würde er Apples Minimalismus zerstören.

iBooks:Das hier ist eine optische Illusion. Allein schon der Effekt eine Seitentiefe zu haben, lässt die iBook-Anwendung viel echter wirken als einen Kindle. Einen solchen Effekt hatte für uns noch kein E-Book-Reader auf dem Markt. Der Text ist scharf. Obwohl der Bildschirm hell ist, soll er trotzdem angenehm für die Augen sein. Das können wir noch nicht beurteilen. Die Zeit wird es aber zeigen.

Bilder:Die Funktionen Zoomen oder die Zangenbewegung sind noch da. Allerdings muss man sich diese deutlich schneller vorstellen. Schneller als iPhoto auf einem Core-2-Duo-Laptop.

Apps:Die Apps lassen sich in ihrer gewöhnlichen Auflösung abspielen oder sich auch auf die Bildschirmdiagonale strecken. Wie sehen sie aus? Ein ATV-Game, das wir ausprobiert haben, sah ziemlich gut aus. Viel mehr durch die Anzahl der Polygone beschränkt als durch die Skalierung. Das Ganze sieht einfach klar nach Apples Arbeit aus. Selbst wenn sie nicht scharf wie eine Rasierklinge sind, haben sie doch eine gewisse Anmutung.

Browsen:Über WLAN ist eine Seite recht schnell geladen. Der 9,7-Zoll-Bildschirm hat eine exzellente Grösse. Damit auf Webseiten zu surfen ist deutlich angenehmer als mit dem iPhone. Man kann zwar immer noch zoomen, aber man braucht diese Funktion eigentlich nicht wirklich.

Der grösste Minuspunkt

Es gibt beim iPad immer noch kein Flash. Wenn man also auf Webseiten surft, ärgert man sich immer wieder über die ganzen weissen Flächen. Eine fatale Schwäche von Apples Mobilbrowser war noch nie offensichtlicher und noch nie lästiger.

Lesen Sie später hier: Dies nervt am iPad.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 28.01.2010, 07:23 Uhr

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