Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass dem Zero-Day-Exploit bald stabilerer und damit viel gefährlicher Code folgt. Dann könnten Cyberkriminelle problemlos schädliche Software auf ein System schleusen.
So schützen Sie sich
Wer mit der neuen IE-Version surft (Internet Explorer 8) hat allerdings nichts zu befürchten. In einem Blog-Eintrag bestätigt Sicherheitsanbieter Symantec diese Schwachstelle und erklärt, dass sie nur mit den älteren IE-Versionen 6 und 7 funktioniert. Diese werden allerdings immer noch millionenfach genutzt.
Der Fehler trete laut dem Bericht beim Aufruf der JavaScript-Methode «getElementsByTagName» auf. Eine Methode, sich zu schützen, ist die Deaktivierung von Active Scripting (für die Internet-Zone). Leider werden danach aber viele Sites nicht mehr richtig angezeigt. Es ist daher zu empfehlen, auf die neuste Version des Internet Explorers (IE 8) zu wechseln.
Anonymer Beitrag brachte Sache ins Rollen
Die Sicherheitslücke wurde Ende vergangener Woche bekannt: Ein anonymer Beitrag im Security-Newsletter Bugtraq demonstrierte, dass wenige Zeilen Programmiercode ausreichen, um den Browser zum Absturz zu bringen.
(rek)
Der Zero-Day-Exploit ist ein kleines Programm, das vor oder am selben Tag erscheint, an dem die Sicherheitslücke bekannt wird. Ein solcher Exploit ist deshalb so gefährlich, weil kaum ein Hersteller respektive Entwickler in der Lage ist, die Sicherheitslücke sofort mittels eines Sicherheits-Updates zu schliessen.