Grössenvergleich zwischen DS Lite und dem neuen DSi XL.
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Nintendo ( 104.136-0.82%) bleibt seiner Veröffentlichungspolitik bei den portablen Spielkonsolen treu. Erschienen bereits in der Vergangenheit etliche Versionen des Gameboy, so ist der Konzern auch beim Nachfolgegerät DS mittlerweile bei der vierten Version angelangt. Wurden diese bisher immer kompakter, geht das Unternehmen jetzt den umgekehrten Weg. Die beiden Bildschirme (der untere ist wie bisher ein Touchscreen) sind 93 Prozent grösser als beim Vorgängermodell - XL eben. Dadurch soll sich das internettaugliche Spielgerät auch als Ebook-Reader eignen. Auf der Hardware ist bereits Software vorinstalliert: Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging Wortspiele und ein Wörterbuch. Für Nachschub sorgen die DS-Spiele im Handel.
Für grössere Hände
Die Grösse hat ihren Preis: Das XL-Gerät liegt deutlich schwerer in der Hand und geht schon fast als kleines Taschenbuch durch. Auch wenn die Hardware nicht mehr in jede Jackentasche passt, macht das Spielen auf den viel grösseren Bildschirmen mehr Spass - die Auflösung wurde allerdings nicht verbessert und beträgt weiter 256 x 192 Pixel. Besonders erwachsene Spieler werden mit der grösseren Konsole besser zurecht kommen. Das Steuerkreuz und die Knöpfe wurden allerdings nicht vergrössert. Zum Bedienen des Touchscreens liegen zwei Stifte bei – einer in der bekannten Grösse, ein anderer ist so gross wie ein Kugelschreiber.
Im Web surfen, Musik abspielen, Fotos schiessen
Ansonsten hält sich das XL-Modell an den Vorgänger: Via WLAN greift man auf den mobilen Web-Shop für Minispiele zu oder surft mit dem Opera-Browser seine Lieblingsseiten an. Auf dem Gehäusedeckel und der Innenseite befindet sich je eine Kamera, die sich wegen der geringen Auflösung nur für Schnappschüsse eignet. Downloads, Fotos und Musik speichert man auf SD-Karten.
Nintendo plant offenbar für die die Zeit nach der DS-Familie einen iPad-Konkurrenten. So schreibt Blogger Raymond Padilla, dass man an einer neuen Hardware arbeitet, die auf zwei noch grössere Bildschirme als beim DS setzt. Diese würden sich nahezu übergangslos zu einem Display zusammenfügen, was neben Games vor allem für Ebooks interessant wäre. Padilla stützt sich bei seinen Informationen auf Programmierer, die offenbar bereits mit Entwickler-Kits arbeiten. Branchenkenner vermuten, dass Nintendo die neue Hardware diesen Sommer an der Computerspielmesse E3 vorstellen wird. Als Prozessoren könnte die Tegra-Reihe von NVIDIA zum Zuge kommen. Sogar über den Einsatz eines Bewegungssensors wie beim iPad wird laut Winfuture.de spekuliert. Nintendo freilich hat diese Gerüchte bisher nicht kommentiert.
Der Kampf um die Gunst der mobileen Gamer dürfte so oder so spannend bleiben: Die Markforscher von DFC Intelligence gehen davon aus, dass sich der Markt für portable Konsolen wie DS und PSP (Sony) langsam gesättigt hat und Apple-Hardware (iPhone, iPod Touch und iPad) in den kommenden fünf Jahren das Feld im mobilen Spielmarkt übernehmen werden.
(ah)